Google Kritik Nr. 3

Taugt nicht viel ......

Dass die eine oder andere Google-Dienstleistung nicht viel taugt, ist eine offenkundige Tatsache. Google gibt dies selbst unumwunden zu, etwa was die von der Suchmaschine offerierten "automatischen Übersetzungen" anlangt. Hier räumt Google selbst ein, dass diese nicht "aussagekräftig" genug sind und keinesfalls an das Niveau professioneller Übersetzer heranreichen. Google Answers, ein kostenpflichtiger Recherche-Dienst, wurde mangels Erfolges sogar eingestellt: So genannte "Researcher", die von Google auf ihre Eignung hin geprüft wurden, übernahmen für Gebühren von 2 bis 200 USD Webrecherchen. Dieser Dienst wird von Google nicht mehr weiter betrieben. Auch das so genannte Google Web Toolkit (GWT), eine Entwicklungsumgebung zum Schreiben von Ajax-Applikationen, erfreut sich nur ganz geringer Beliebtheit.

Zwei weitere Beispiele:

Bei Google Video kann man Videos online stellen, wobei Google bestimmte Dateiformate bevorzugt. Man braucht dazu nur einen der - immer noch begrenzten! - Accounts bei Gmail. Das Angebot ist bescheiden bis dürftig. Außerdem gibt es immer wieder Probleme mit dem Copyright, weil von Usern dieses Services - widerrechtlich - auch geschützte Inhalte ins Netz gebracht werden bzw. jugendliche User selbst gedrehte Brutal-Videos online stellen, was bereits für Schlagzeilen in den Medien sorgte - siehe die vielen negativen Berichte über das Google aufgekaufte YouTube!

Die bei weitem bessere Alternative:

Archive.org, eine bereits 1996 gegründete gemeinnützige Organisation mit Sitz in San Francisco. Dort stehen rund 1.000 Spielfilmklassiker und an die 25.000 weitere Filme unter freier Lizenz zum kostenlosen Download bereit. Anders als bei Google setzen die Betreiber dieses digitalen Archivs nicht auf proprietäre Formate, sondern bieten ihre Materialien meist in mehreren Qualitäten, Dateiformaten und Größen an. Dazu kommen noch umfassende Bewertungen und niveauvolle Kommentare zu den einzelnen Streifen, die man beim Konkurrenzangebot von Google vergeblich sucht.

Auch Googles Buchsuche kann kaum überzeugen, zumindest was deutschsprachige Titel anlangt.

Die bei weitem bessere Alternative:

Die freie digitale Bibliothek, welche eine Open Content-Initiative darstellt und Werke von Aristoteles, Daniel Defoe, Franz Grillparzer etc. im Gratis-Angebot hat.

Weitere wichtige Links in diesem Zusammenhang:

The Internet Public Library

Project Gutenberg

The Museum Digital Library

Wie man sieht: Gemeinnützige Betreiber haben oft nicht nur die besseren Konzepte als Google, sondern bieten oft auch bei weitem werthaltigere Services an!