Die Zukunft von Google

Wie geht es weiter mit Google?

Wer Google mit Stichwörtern wie etwa "Urlaub" oder "Flug" füttert, der "ertrinkt" förmlich in tausenden Links. Dabei befinden sich nur hinter den wenigsten Links wirklich brauchbare Angebote! Die von Google gebotene Auswahl ist meist erdrückend. Die Wahl der richtigen Webadressen wird zur Qual.

Neben der "allgemeinen" Suchmaschine Google entstehen daher zwangsläufig immer mehr ihr überlegene "Spezialsuchmaschinen" für Jobs, Reisen etc., welche Google zunehmend das Wasser abgraben.

Dazu kommt die Bedrohung für Google durch das Web 2.0: Wenn die Community-Suchmaschine Search Wikia abhebt, hat Google nichts mehr zum Lachen: User(innen) werden über die Qualität einer Webseite befinden, und nicht die proprietären und daher intransparenten Algorithmen von Google. Je höher die Qualität einer Webseite ist, desto weiter oben wird diese Webseite bei einer Suchanfrage in der Trefferliste aufscheinen. Dieser Prozess ist bei einer Community-Suchmaschine nachvollziehbar, bei Google ist er es nicht.

Das Web 2.0 beruht auf der Nutzung "kollektiver Intelligenz" : Der schnell und immens anwachsende Datenbestand entsteht - siehe das Beispiel der höchst erfolgreichen Wikipedia! - nicht durch einige wenige Mitarbeiter(innen), sondern durch Anstrengungen der "breiten Masse" - ein Phänomen, für das sich der Begriff  "The Long Tail"  eingebürgert hat: Wird auch bei den Suchmaschinen  "The Long Tail"  mobilisiert, hat Google nur mehr wenig zu bestellen!

 

Immer öfter wird auch die Meinung vertreten, die Suche im Web sei als "öffentliches Gut" zu betrachten. Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hat die Etablierung eines öffentlich-rechtlichen Google-Konkurrenten durch die EU gefordert. Diese neue, europäische Suchmaschine unter staatlicher Kontrolle soll zu einem künftigen Gegengewicht gegen Google werden und "Quaero" heißen (dieses lateinische Wort bedeutet "ich suche").