Projekte

Stichting Foundation HELP BURKINA Fondation Stiftung, Help_Burkina@hetnet.nl

Wie steht es um die Projekte?

 

Seit 1999 haben wir in Burkina Faso vier große und einige kleinere Projekte realisiert. Im September 2001 wurde die Ecole Sainte Mère Térésa in Ouagadougou eröffnet in Anwesenheit des niederländischen Botschafters.

Es war ein großartiges Fest und einige Tage später kamen die ersten 200 Schüler zur Schule. Inzwischen hat die Initiatorin Pascaline aus eigener Kraft noch einige Klassenzimmer anbauen lassen und was angefangen hat als eine Schule, an der Waisen- und Straßenkinder von Ouagadougou Grundschulunterricht bekommen konnten, ist mittlerweile ein CEG, ein collège d‘enseignement général, geworden. Das heißt, dass man jetzt auch weiterführenden Unterricht besuchen kann, so dass die Kinder nach der Elementarschule nicht in eine aussichtslose Situation geraten. Inzwischen besuchen Anfang 2010 etwas mehr als 1000 Schüler diese Schule!

 

Nachdem 2004 einige Schüler auch anderswo Informatikstunden besucht haben, hat man 2006  Informatik in den normalen Stundenplan aufgenommen. Menschen in den Niederlanden und Deutschland unterstützen noch immer etwa 80 Kinder mit einer Summe von 100 Euro pro Jahr, so dass diese Kinder das Schulgeld bezahlen können.

Wir dürfen also folgern, dass es dieser Schule ausgezeichnet geht. Aus der Tatsache, dass auch viele Eltern „mit etwas mehr Spielraum“ ihre Kinder zu dieser Schule schicken wollen, ergibt sich, dass sie einen guten Ruf hat.

Es versteht sich, dass diese Eltern auf ihre Verantwortung hingewiesen werden, ein Übriges zu tun für die Kinder, die es weniger gut getroffen haben. Und auch das wirkt, da ohne unsere Hilfe angebaut werden kann.

 
Das CSPS (Centre de Santé et Promotion Sociale) in Douré ist im Dezember 2003 offiziell eröffnet worden. Es gab zwar ein Problem Wasser zu finden, denn erst die vierte Bohrung brachte etwas. Dank der Hilfe von Atos Origin (www.derdewereldfonds.nl) konnte dieses Problem gelöst werden. Das CSPS selbst kam teils mit der Hilfe einer Lionsklub in Breda und teils mit der des KVO-Westbrabant (Katholischen Frauen Verbandes) zustande. Wie auch bei der Schule in Ouagadougou verdoppelte das NCDO die durch einige Aktionen eingesammelten ersten 50 Prozent.

Die Einwohner von Douré sind äußerst zufrieden mit diesem ungeheuren Schritt vorwärts im Gesundheitswesen; die Behörde sorgt für die Anwesenheit von zwei Krankenpflegern. Im Frühjahr 2005 wurden Solarplatten angebracht, so dass die Frauen in Zukunft nicht mehr beim Licht von Petroleumlampen oder Fackeln entbinden müssen.

 

Auch das Waldprojekt in Douré das 1991 angefangen hat, entwickelt sich gut. Ende des Jahres 2009 hatte der Wald eine Größe von 6 Hektar und er breitet sich – mit ausschließlich privater Hilfe übrigens – jedes Jahr aus.

 Anfang 2005 hat ein Beamter in Groningen (NL) als er pensioniert wurde, zum Abschied keine Geschenke sondern eine Spende für die Erweiterung dieses Waldes erbeten; damit war es möglich, in Douré wieder etwa 1000 Bäume zu pflanzen. Im Gegensatz zu früher sind es jetzt vor allem Obstbäume. So hat die gesamte Bevölkerung etwas davon.

 
Im Jahre 2003 wurde auch die Grundschule „St. Joseph“ eröffnet in Kokossin, einem aus acht unterschiedlichen Wohngruppen bestehenden Dorf südöstlich von Koupéla. Eine junge Frau aus diesem Dorf, sie war erst 24, bat uns 2001 um eine Möglichkeit, in ihrem Geburtsort eine Schule mit drei Klassen zu errichten. Sie hat alle notwendigen Maßnahmen getroffen und Informationen gesammelt. Eine Dorfschule im Westen von Nordbrabant (einer Provinz der NL) hat dieses Projekt dann bei der NCDO eingereicht, die wiederum eingewilligt hat.
 

Am 30. Dezember 2003 wurde diese Schule in Anwesenheit des niederländischen Botschafters offiziell eröffnet; sie wurde aber schon seit Oktober von 127 Schülern besucht! In der nahen Umgebung der Schule liegt ein Schulgarten und auch pflanzten wir dort 150 Bäume.

 
Ergänzung: 
 

Ende Januar 2005 ist wiederum ein Projekt vervollständigt worden: in Boulsa, der Hauptstadt des Bundeslandes Namentenga, wurde das „Foyer des filles“ eröffnet, ein Internat für heranwachsende Mädchen, die aus den entfernten Dörfern kommen und eine weiterführende Schule besuchen möchten. Sie wohnen zu weit von der Stadt, als dass sie jeden Tag hin und her fahren könnten und in Boulsa ist schon gar keine Möglichkeit, in einem kleinen Apartment selbständig zu wohnen.

Das Foyer ist auf ein ummauertes Gelände gebaut; verschiedene Schlafsäle, einen Esssaal, einen Saal zum Studieren, Toiletten und Duschen gibt es hier. Fließendes Wasser und Elektrizität sind vorhanden und ein Aufseher passt auf, dass alles den Regeln gemäß verläuft. Obwohl für 40 Mädchen beabsichtigt,  finden 2006 nicht weniger als 53 Mädchen hier eine Unterkunft!

 

Unser jüngstes Projekt

 

Im Dorf Kokossin wurde im Sommer 2006 einen großen Stall für 60 Rinder gebaut, damit das Vieh nicht länger herumlaufen kann, vor der Sonne geschützt ist und die Menschen kleine Gemüsegärten anpflanzen können. Das herumstreunende Vieh zertratt die Pflanzen und frass sie auch. Mit dem gesammelten Mist kann das Gemüse gedüngt werden.

 Auch wurde bei der Schule eine Küche gebaut und für die Frauen in Lokal wo sie Kurse folgen können. Ausserdem besorgte unsere Stiftung noch einen Bau für eine Getreidemühle, sodass die Frauen jetzt schnell ihr Mehl mahlen können.

 

Wie finden wir Projekte?

 

Alle durch unsere Stiftung ausgeführten Projekte werden von der einheimischen Bevölkerung eingereicht. Wir versuchen ihren Wünschen gemäß zu helfen. Auch werden regelmäßig Sachen wie Nähmaschinen, Computer und vor allem Kleidung von den Niederlanden aus nach Burkina verschifft, weil diese Dinge dort gut gebraucht werden können.

 

Was wir „zu Hause“ tun:

 

In den Niederlanden sieht es die Stiftung Help Burkina als ihre Aufgabe, die Menschen ihrer Hilfsmöglichkeiten bewusster zu machen, indem wir Schulen und Vereine besuchen. Auf Wunsch wird kostenlos an Schulen in verschiedenen Unterrichtsstunden über Burkina Faso erzählt (mit Diavortrag) in der Hoffnung, dass die Schule dann ein Projekt übernehmen möchte. Dann wird in Vereinen auch mal unsere Geschichte erzählt, wobei versucht wird – falls vorrätig – mit der Hand angefertigte Sachen aus Burkina zu verkaufen.

Eine andere Möglichkeit uns zu unterstützen besteht darin, das Schulgeld für ein Waisenkind in Ouagadougou auf unser Konto einzuzahlen. In diesem Fall bezahlen Sie 100 Euro pro Schuljahr, soviele Jahre wie Sie möchten und Sie bekommen ein Foto vom Kind und jährlich eine Übersicht seiner Fortschritte. Sie bestimmen selber, ob Sie einen Kontakt zum Kind aufbauen oder anonym bleiben.

 

Zum Schluss: vielleicht vermissen Sie bei unserer Stiftung ein Gütezeichen (in den Niederlanden das sogenannte CBF-Keurmerk). Falls dieses Zeichen tatsächlich objektiv wäre und von jeder bona fide Organisation beantragt werden könnte, würden wir es bestimmt führen. Momentan kostet es jedoch eine gehörige Summe, wenn man dieses Gütezeichen bekommen will und wir sind der Meinung, dass das Geld viel besser gebraucht werden kann. Darum ziehen wir es vor, unsere Daten der „Goede Doelen Stichting“ (einer niederländischen Stiftung, die eine Liste mit bona fide Stiftungen angelegt hat) zu überreichen, bei der jede Stiftung umsonst Mitglied sein kann.

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