Burkina Faso (D)

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Burkina Faso, das Land der aufrichtigen Menschen, liegt in Zentral Westafrika, 800 km vom Meer und ist eine der früheren französischen Kolonien. Im Jahre 1960 ist das Land selbständig geworden unter dem Namen Haute Volta. 1984 kam es zu einer Revolution, wobei gebrochen wurde mit den meisten Dingen, die noch an die französische Fremdherrschaft erinnerten. Das Land bekam dann den Namen Burkina Faso, was bedeutet: das Land der aufrichtigen Menschen. Es hat keine Seeverbindung und kaum Flüsse, die auch noch zum großen Teil des Jahres trocken sind.

 
Das Land liegt direkt südlich der Sahara und es ist noch nicht so lange her, dass durch lang anhaltende Dürreperioden Tausende von Menschen und viele Stück Vieh vor Hunger starben. Die Dürre war auf die Entwaldung zurück zu führen, denn weil es kaum Bodenschätze in Burkina Faso gibt, wurden die ursprünglich vorhandenen Wälder größtenteils abgeholzt und ist das vortreffliche Holz zu Geld gemacht worden. Dadurch dass die Bäume verschwanden, wurde auch die fruchtbare obere Schicht des Bodens nicht länger von den Wurzeln festgehalten und folglich spült sie während der starken Regenfälle im Sommer weg. Momentan kommt man allmählich zur Einsicht, dass Baumanbau schließlich wieder eine Wende zum Guten herbeiführen kann und es ist denn auch strengstens verboten, Bäume zu schlagen. Außerdem werden überall im Lande kleine Deiche aus im Boden vorhandenen Steinblöcken gebaut, damit das Regenwasser nicht unbenutzt abfließt und die Erde festgehalten wird.

 

 

Die Hauptstadt Ouagadougou liegt mitten im Land und zählt etwa eine Million Einwohner; vor etwa 25 Jahren waren das nicht mal einhunderttausend!

Das Land hat mehr als 14.000.000 Einwohner, deren Mehrheit auf dem Lande wohnt; nahezu 87 % ist analphabetisch. Das Land ist achtmal so groß wie die Niederlande sind. Gute 43 % der Bevölkerung ist islamitisch mit noch ziemlich starken Banden mit dem Animismus (den lokalen, ursprünglichen Naturreligionen), 40 Prozent ist Animist und die übrigen sind Christen. Die Führer des Landes sind vorwiegend katholisch oder protestantisch, weil der Unterricht lange Zeit praktisch ausschließlich in Händen dieser Gruppierungen lag.

Wir befinden uns im viert- oder fünftärmsten Land der Welt. Das Durchschnitts- einkommen ist 45

Euro im Monat!

 

Sahel

 

Die Sahara rückte lange Zeit jährlich einige Kilometer nach Süden vor, so dass der südliche Teil von Burkina Faso deutlich dichter bevölkert ist als der Norden infolge der inländischen Verschiebungen. Jeder kann sich denken, dass diese Situation nur kurze Zeit haltbar ist.
Das Land selbst liegt in einer Höhe von 300 Metern und ist beinahe so flach wie die Niederlande sind. Nur im Südwesten und Südosten gibt es einige kleine Berge, die wegen des kühleren Klimas auch besser bewachsen sind. Wer als Tourist nach Burkina Faso abreisen will, wird denn auch in diesen Gegenden etwas unternehmen müssen oder im höchsten Norden, wo es ein Wildreservat gibt, wo man gegen Bezahlung von gepfefferten Genehmigungen ein Stück Wild „umlegen“ darf.

 

Einkünfte

 
Dass gegen eine großzügige Bezahlung Großwild gejagt werden darf in einem Naturreservat, stößt uns vielleicht ab, aber für Burkina Faso ist es eines der wenigen Mittel, ausländische Devisen anzuziehen. Das Land hat ja keine Bodenschätze bis auf eine einzige, kaum auszubeutende Goldgrube. Auch Landwirtschaft und Viehzucht, wovon 90 % der Bevölkerung lebt, können dem Lande nicht zu Einkünften verhelfen und das ist durchaus nicht der Haltung der Menschen selbst zuzuschreiben, denn ab Mitte September bis Mitte Mai fällt kein Regen. Es handelt sich also um eine andere Art Landwirtschaft und Viehzucht als wir in Westeuropa kennen.

Wärme gibt es in Burkina Faso im Überfluss; mitten im Winter – der gleichzeitig mit unserem fällt – ist die Temperatur morgens wenn die Sonne aufgeht etwa 20 Grad.

Es ist den Menschen dann sehr kalt und sie gehen in dicken Mänteln, mit Schals und Mützen umher. Übrigens geht die Sonne das ganze Jahr hindurch um die gleiche Zeit auf und unter, denn Burkina Faso liegt nicht weit über dem Äquator: von sechs bis sechs ist es hell. Die wärmste Periode des Jahres liegt in den Monaten März und April, wenn die Temperatur leicht bis über 45 Grad steigen kann. Sogar nachts ist es dann nicht selten 30 Grad oder wärmer.

 

Warum dennoch Burkina Faso?

 

Schon bei unserem ersten Besuch dieses Landes ohne touristische Attraktionen hat die Liebenswürdigkeit der Menschen unser Herz erobert. Obschon die Leute kaum etwas besitzen, wird man überall äußerst gastfreundlich ohne Nebenabsichten aufgenommen. Weil es für sie auch deutlich ist, dass man aus Interesse kommt, haben sie den Mut, wenn man sich etwas besser kennt, einen um Hilfe zu bitten. So kamen wir im Jahre 1999 dazu, unsere Hilfe zuzusagen für den Bau einer Schule für Waisen- und Straßenkinder. Man weiß nicht, was man da anfängt, aber allmählich entdeckt man, dass es viele Leute gibt, die helfen wollen. Sie suchen bloß die Garantie, dass das Geld direkt sein bezwecktes Ziel erreicht. Und dabei konnten wir immer auf die Hilfe der NCDO (niederländischen Organisation für Entwicklungshilfe) rechnen. Nachdem man nachgewiesen hat, dass das benötigte Geld für das von der NCDO begutachtete Projekt zusammengebracht wurde, subventioniert die NCDO dieses Projekt bis maximal 50% der Gesamtkosten.

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