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Auch über den Buchhandel unter dem neuen Titel "Im Fokus des iranischen Staatsterrors - Das Ziel der Wiener Kurdenmorde war die Liebe meines Lebens" erhältlich (Details siehe diese Seite unten).




Vorwort der Übersetzerin

(An English and a French translation of the preface are attached - see last line)

   Helene Krulich-Ghassemlou hat in ihrem Leben zugleich die Geschichte im Nahen Osten und im Herzen Mitteleuropas mit deren oft brutalen Auswirkungen seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts bis in die Gegenwart durchmessen und teils buchstäblich am eigenen Leib verspürt. Was dabei an Erfahrenem und Erlittenem zusammenkam, scheint fast zuviel für ein einziges Leben zu sein.

   Der Liebe wegen geriet sie in den frühen 1950er Jahren in Prag in den Bann des mehr als ein Jahrhundert alten und bis heute nicht gewonnenen Freiheitskampfes des kurdischen Volkes gegen dessen Unterdrückung in mindestens vier Staaten des Mittleren Ostens.

   Sie wurde damit – überwiegend als „Illegale“ im Untergrund sowie als Flüchtling oder zumindest „Ausländerin“ – vielfache Zeitzeugin und auch, an der Seite der Kurden, mitbetroffenes Opfer:

 -         im Iran von der Schah-Diktatur über die Revolution Khomeinis und dessen Tod hinaus bis zu den Auftragsmorden an zwei iranischen Kurdenführern in Europa (Wien 1989, Berlin 1992);

-         im Irak von der diktatorischen Monarchie und deren Sturz bis zur Saddam-Diktatur und zur autonomen Kurdenregion der jüngsten Vergangenheit;

-         in Syriens Hauptstadt Damaskus als Flüchtling auf dem mühevollen Weg zurück nach Europa;

-         in ihrem nach dem 2. Weltkrieg sowjetisch besetzten Geburtsland Tschechoslowakei vom „Prager Frühling“ und dessen blutigem Ende durch die Invasion der Staaten des Warschauer Pakts bis zur „Samtenen Revolution“ und zur EU-Mitgliedschaft;

-        und zuletzt in Österreich, das ihr und den Kurden seine Fratze der Feigheit zeigte, indem es jede effiziente Aufklärung des Mordes an Abdul Rahman Ghassemlou, der einer der historisch bedeutendsten Kurdenführer gewesen war, beharrlich verhinderte.

   Der Kampf des kurdischen Volkes um dessen legitime, politische, kulturelle und soziale (Minderheits-)Rechte ist ihr ein Herzensanliegen geblieben. Sie lebt heute in bescheidenen Verhältnissen in einem Vorort von Paris. Hier hat sie während der vergangenen Jahre auch ihre Erinnerungen niedergeschrieben. Diese sehr persönliche „Geschichte von unten“ ist 2011 in Paris auf Französisch unter dem Titel „Une Européenne au pays des Kurdes“ im Verlag Karthala erschienen (288 Seiten, ISBN 987-2-8111-0509-9). Sämtliche Urheberrechte an der Originalausgabe liegen bei der Autorin und dem Verlag (E-Mail: karthala@orange.fr).

   Um dieses spannende Zeitzeugnis auch einer deutschsprachigen Leserschaft, insbesondere in Österreich, zugänglich zu machen, habe ich es mit Zustimmung und Unterstützung der Autorin übersetzt, geringfügig modifiziert und hier zum Jahreswechsel 2011/2012 vorerst auf dieser meiner Homepage ins Internet gestellt. Meine Rechte an der Übersetzung habe ich am 8. April 2014 dem LIT Verlag (Garnisongasse 1, Ecke Universitätsstraße, A-1090 Wien) als dem Herausgeber der deutschen Ausgabe übertragen.

  Möge die Lektüre einer möglichst großen Leserschaft zur Vertiefung zwischenmenschlichen, interkulturellen und historisch-politischen Verständnisses dienen.

Sissy Danninger, Freie Journalistin, Wien

Helene Krulich-Ghassemlou: Im Fokus des iranischen Staatsterrors (484 Seiten, Preis 34,90 €, ISBN 978-3-643-50609-2) kann direkt beim Verlag per e-Mail (wien@lit-verlag.at) sowie telefonisch (0043 1 409 56 91) oder per Fax (0043 1 409 56 97) bestellt werden. 


Kontakt

E-Mail: sissydanninger@gmail.com



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Sissy Danninger,
05.01.2012, 06:23