Nach HCK-Turnier nun bereit die Saison zu stürmen

Kassel. Fast zehn Minuten dauerte die Dankesrede von Sadik Karakan, Präsident des türkischen Verbandes, vor dem Hockey-Vergleich Kassel - Türkei auf den Giesewiesen.
Bestens verstanden wurde Karakan von Ergün Yüksel, dem türkischen Nationalspieler in den Reihen des HC Kassel, der als Initiator den Aufenthalt seiner Nationalmannschaft in Kassel ermöglicht hatte. Danach freilich kam die zweite Auflage des Kasseler Himmelsstürmer-Turniers ohne große Worte aus. Sechs Herrenmannschaften von Verbands- bis Oberliga sowie der türkische Nationalkader nutzten die Gelegenheit, bei besten Bedingungen für die nun startende Rückrunde der Feldsaison zu testen.
Und sie boten zwei Tage lang Hockey pur. Den ersten Höhepunkt gab es schon am Freitagabend, praktisch zum Aufwärmen. Denn die gastgebenden Kasseler stellten sich den Türken zu einem Freundschaftsspiel. Nach einer halben Stunde führte der HCK mit 1:0 - und überließ die zweite Halbzeit dann den Gästen aus Stuttgart, die sich torlos von den Türken trennten.

In der offiziellen Turnierpartie Kassel - Türkei am Samstag schenkten sich beide Mannschaften nichts. Bis zur letzten Minute sah es beim Stand von 3:2 nach einem weiteren Erfolg für die HCK-Herren aus. Doch eine kurze Ecke nutzte das mit einigen Bundesligaspielern besetzte Team von Nationaltrainer Gül unmittelbar vor Abpfiff zum 3:3-Endstand.
Yüksel, der im Turnier das Trikot seines Heimatlandes trug, war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden, wohl aber mit der seines Kasseler Clubs. „Man hat deutlich gesehen, dass wir noch nicht oft miteinander trainert haben. Das Zusammenspiel lief einfach noch nicht optimal. Bei Kassel hätte ich ganz anders gespielt, denn wir sind als Mannschaft schon viel besser auf einander abgestimmt.“

Doch nicht nur sportlich, auch organisatorisch war die Neuauflage des Turniers ein voller Erfolg für den HCK. „Den Gästen hat die Veranstaltung gut gefallen, viele wollen im nächsten Jahr wiederkommen“, verriet Ralf Simon, der zweite Vorsitzende, „denn das Himmelsstürmer-Turnier hat einiges zu bieten“. So wurden alle Partien aufgezeichnet und den Mannschaften Videos zur Analyse bereitgestellt. Physiotherapeuten boten den Spielern kostenlose Behandlungen. Simon und die vielen Helfer aus der Hockey- und Lacrosse-Abteilung des Vereins erhielten viel Lob und Dank. Besser werden kann im nächsten Jahr wohl nur das Wetter. Denn: „Es war doch leider ein bisschen kühl“, sagte Ralf Simon.

Bericht: Carolin Lutzner für die Hessisch Niedersächsische Allgemeine