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Die schlichte Bejahung des Alltäglichen


H.Wolff (Wortlaut-Mitschrift)
Die schlichte Bejahung des Alltäglichen 

Meine sehr verehrten Damen u. Herren, liebe Freunde,


Wir haben eine Besinnungsstunde und haben das Thema „Die schlichte Bejahung des Alltäglichen“.
Jeder Tag ist ein ganzes Leben es ist eine Geburt, es ist ein aufflammen da, in einer Jugendzeit, es ist eine Mittagshöhe gegeben und es ist auch ein langsames aber sicheres altern bis wir eben an den Abend kommen, „Herr es will Abend werden“, und wir uns besinnen, dass auch dieses Leben diese Existenz dieser Kreislauf zu Ende geht.
Nur wenn wir in der Treue dieser kleinen Kreisläufe unseres Lebens sind werden wir auch den großen Kreislauf des Lebens in einer wunderbaren Weise bemeistern und ihn Seeliegerweise zu Ende bringen.
Denn es geht ja letztendlich darum, dass wir - hier, in den Mosaiken unserer Alltäglichkeiten das große bewältigen, und dass wir auch in dem Kleinen das Große, in dem Zeitlichen das Ewige nicht vergessen.
Davon sprachen wir heute schon von verschiedenen Perspektiven her und das ist auch das was jede Stunde unseres Alltages eigentlich sinnvoll macht.
Das was in den Alltag hineingehört, ist an sich ein Vertrauen, ein Vertrauen in das Leben und zu gleicher Zeit in das was eigentlich mein Leben und ihr Leben zusammenfasst, und das eben ist die Seele. Wir müssen vertrauen in unsere und zu unser Seele haben und wir müssen sehen, dass wir die Stunden unseres Alltags durchseelen. D.h so wie unsere Seele eine Hülle ist, so wie sie uns durchdringt - und wie jede Zelle unseres Körpers von dieser Seele durchdrungen wird - und wie auch unser denken mit unser Seele zusammenhängt, so soll sie auch gewissermaßen die Tätigkeiten (die kleinen Tätigkeiten und größeren) unseres Alltags durchdringen, einhüllen, ihnen eine Sphäre geben.
In diesen tun werden sie erkannt, man sagt das ist von ihnen getan und das ist ihre Seele. Und das gibt den Dingen, die sie berührt haben, den Wert.
Unser Alltag soll getragen sein von einem großen Vertrauen, von einem Vertrauen in - den Sinn - dieser Zeit, dieses Zeitraumes den wir gerade leben.
Und wir sollten, selbst wenn wir irgendwie - vielleicht Tage später eine große Reise unternehmen oder ein besonderes Erlebnis vor uns haben, diesen Tag davor nicht minder halten. Wir sind geneigt, wenn etwas großes vor uns haben, während des ganzen Tages über, nur an diesen nächsten oder übernächsten Tag zu denken.
Aber vergessen sie das eine nicht, - Gott erscheint nur in der Gegenwart, er ist immer nur der All Gegenwärtige, er erscheint nicht in die Zukunft und er scheint nicht in die Vergangenheit, sondern wenn er eintaucht in unser Leben, ist er immer da, wo wir sind. Und wenn unsere Gedanken nicht da sind, wo wir sind, dann treffen wir Gott nicht, auch nicht in der Zukunft und auch nicht in der Vergangenheit, - sondern wir begegnen ihn nur da, wo wir gerade in der Gegenwart, im Augenblick sind. - Das ist etwas ganz wichtiges!
Und das ist etwas, was gerade unser Leben so flüchtig macht.
Wir sagen ... es sagen viele Menschen, wenn ich manchmal mit ihnen spreche, dieser Jesus, der hat ja eigentlich nur 3 Jahre lang gewirkt, vom 30 bis 33 Lebensjahr, wenn es nach unser Heiligen Schrift geht, hat er gewirkt, also, nu ja, was wollen 3 Lebensjahre bedeuten - aber vergessen sie das eine nicht, in diesen 3 Jahren, war in jeden Augenblick da wo er war, ganz gegenwärtig.
Wenn sie ganz ehrlich sind, und wenn ich ganz ehrlich bin, sind wir immer genau da wo wir sind. Wir sind in so vielen Zeiten unseres Alltages irgendwo mit unseren Gedanken in der Zukunft oder irgendwo in der Vergangenheit, aber wir sind da wir sind nicht da wo wir sind. D.h. wir sind nicht bei Gott. Wenn wir bei Gott sind müssen wir da sein wo wir sind. Da gibt es nun einfach gar nichts anderes. Und auch ein Mensch der sich vorstellt, in seiner Zukunft nach dem Tode - er werde im Himmel sein, und er träumt und hat die schönsten Vorstellungen und Gedanken über den Himmel, der ist nicht bei Gott, sondern er ist irgendwo in einer Fantasie, in irgendeinen Traum, aber er ist nicht da wo er ist.
Die schlichte Art unseres Lebens ist immer die Art des frohen Daseins. Des Daseins mit einem großen Auge.
Rilke sagt: „Gewissheit - freilich ist das nur den Großen, die sich nach Augen sehnen.“
Wir sehen die Dinge gar nicht. Wenn sie mit den Menschen zusammenkommen, sie sehen nicht, sie sehen nicht wo sie sind, sie kommen irgendwo hin, sie besuchen einen und sie sprechen schon von irgendetwas von sich und von der Zukunft. Wie viele Menschen kommen zu mir, die dann von ihrer Vergangenheit sprechen oder von ihrer Zukunft, aber sie sehen gar nicht wo sie sind.
Sie sehen nicht die Landschaft, sie sehen nicht den Raum, sie sehen gar nicht wo sie sind, sie sind gar nicht da.
Sie sind irgendwo, und ihre Probleme sind deshalb Probleme, weil sie nicht da sind wo sie sind.
Die Probleme liegen nämlich immer in der Vergangenheit und in der Zukunft, sie liegen nie in der Gegenwart.
In der Gegenwart würden sie in diesem wirklichen Dasein, und in der Erfüllung des Daseins, würden sie sich auflösen, weil nämlich in diesem Dasein, in der Gegenwart, Gott gegenwärtig ist. Und mit ihm und in ihm können wir jedes Problem auflösen. Wenn ein Mann eine Frau kennen lernt und er ist verliebt in sie, ja, was ist es? Das erste ist, werden wir heiraten, - oder die Frau den Mann, sie hatten irgendwie nur ihre Zukunft, was wird sein. Und vor lauter werden und denken an die Zukunft nützen sie die wunderbare Zeit ihrer Gegenwart nicht aus. Jetzt da sein , es ist ein glück das du bist und ich freue mich das sie sind, das ist eine Freude. Hier sind wir, hier sind wir da.
Und dieses ist nicht irgendwie eine Flucht vor der Welt, sondern im Gegenteil, - der immer in der Zukunft hängende flieht vor der Welt.
Sie werden wohl sagen, ich muss ja in die Zukunft hinein Planen, aber mit wem planen sie denn?
Sie planen mit ihrem Intellekt, mit ihrem Denken, mit ihrem logischen, - sie haben vielleicht studiert, Betriebswissenschaft oder Ökonomie oder sonst etwas, und dann planen sie nach Gesetzen dieser Ökonomie und dieser Wissenschaft im kausalen Bereich. Das ist auf einer bestimmten Bewusstseins-Schicht die nun ihre Wirkung hat. Aber sie haben etwas vergessen!
Den hineinzubeziehen, der der Seiende und der Ewige und All Gegenwärtige ist und der über allem ist. Und darum können sie noch so logisch richtig geplant haben, irgendwo ist ein Fehler darin. Denn wenn wir Gott nicht mit hinein beziehen, dann machen wir einen Fehler!
Es fehlt etwas! Es ist ein Manko da! 
Es ist etwas, wo wir irgendwie etwas ganz wesentliches bei Seite gelassen haben. Und das ist es, dass wir bedenken sollten.
Wenn wir geboren werden, morgen früh wieder, wenn sie aufwachen und mit einem mal dieser Tag da ist, - Schopenhauer hat es einmal so schön gesagt. Schopenhauer sagte: „ Dann nehmen wir alles ganz selbstverständlich.“
Statt das wir, wenn wir aufwachen das Wunder erleben, dass wir leben, - das wunderbare das wir sind, und dass wir aus dem tiefsten Herzen heraus dankbar sind, dem der uns das Leben, in dem wir sind ermöglicht.
Darum sollten wir uns von vornherein - und das ist so wichtig - gleich den richtigen Impuls in die richtige Bewusstseinsebene unseres Lebens geben.
Wenn sie sich gleich einfangen lassen, von irgendwelchen Gedanken, auch ich muss heute um 11Uhr aufs Finanzamt gehen, oder sonst irgendwie etwas wo sie etwas unangenehmes denken, wenn sie sich gleich davon einfangen lassen, sind sie gleich morgens, wie wir hier sagen, grandig. Dann mögen sie den ganzen Tag nicht, und dann strahlen sie diese ganze Stimmung auf die anderen aus.
Tun sie sich doch auf das Wunder einstellen - und glauben sie mir, wenn sie auf das Finanzamt gehen, werden sie einen sehr freundlichen Beamten finden, der sehr liebenswürdig und nett zu ihnen ist.
Das alles hängt nur von ihnen ab - und es hängt davon ab, wie sie den Tag beginnen.
„Himmlischer Vater, ich danke dir für die Wunder, die du mir heute bereitet hast. Lass sie mich erkennen und verwirklichen und alles ist gut.“
Etwa so, nicht dass sie es jetzt nachsprechen, sonst wird das wieder eine Formel, die sie wie eine Gebetsmühle herunterrasseln, - um Gottes Willen nicht, - sondern wirklich aus dem Herzen ... „Ich bin dir dankbar“ ... und ich mich auf die Sphäre ein, in der die Wunder geschehen.
Und sagen sie mir ja nicht, dass es keine Wunder gibt!
Die Realität, die unseres Lebens, ist nämlich, dass es in dieser Welt in der wir leben Wunder gibt! Und das wir auf dieser Welt als Menschen sind diese Wunder zu verwirklichen in unserer Welt - dafür sind wir da! Und nicht das wir in dem Sinne Pragmatiker sind, dass wir nur das logisch kausale tun, dafür sind wir nicht Mensch geworden, - das geschieht im Schoße der Materie, in der Stoffwelt, da sind die logischen Abläufe, da sind die Abläufe, die nur nach Ursache und Wirkung gehen.
Aber wir sind doch etwas anderes, wir sind doch geistige Wesen, die mit einem Leibe bekleidet sind.
Seien wir ... versuchen sie’s, experimentieren sie’s, stellen sie sich in ihrer Schwingungsebene auf das Wunder ein. Seien sie wie ein Kind, dass wirklich dieses Wunder für eine Wirklichkeit erkennt - und sie werden an diesem Tag Wunder erfahren. Sie werden genau das erfahren, was sie sich vorstellen. Denn - sie merken es ja doch schon an unserer Sprache, es heißt, „Sie haben eine Vorstellung“, sie stellen etwas voran. Und das was sie vorausstellen ist ihr Gemütszustand, ist das Bild, was sie voransetzen ist das Imago, dass sie sich schaffen und dieses wollen sie imaginieren, wollen sie einbilden in diesen Tag, in diese Welt, in diese Zeit, in diesen Raum!
Darum kommt es sehr darauf an, wenn sie gleich von vorne rein ein negatives Bild haben, dann dürfen sie nicht erwarten, dass an diesem Tag sehr viel positives nachfolgt. Sondern hier geht es darum, dass sie diese vor-formung selbst schaffen.
Das was ihnen begegnet, schon gleich in der Frühe, das ist etwas, wo die durchschnittlichen Menschen sagen, „Öh, das kenn ich ja“ ... ich kenn doch meine Frau ... ich kenn doch meinen Mann ... ich kenn doch meine Kinder ... ich weiß doch genau wie sie sind, ich weiß doch wie sie reagieren.
Das alles wissen sie schon immer ganz genau - und das ist das Furchtbare! 
Das ist das Furchtbare, dass sie ganz einfach aus dem Vergangenen, was sie erfahren haben, auf ihre Zukunft schließen. Das nehmen sie als selbstverständlich hin, und darum kommen sie aus diesem Zirkulus Biziosous, aus diesem unheilvollen Kreislauf, nicht heraus.
Diese ganze Menschheit, diese ganze Politik, sehen sie unsere heutige Politik, die geht immer von dem aus, was wir erfahren haben - und aus dem, bauen wir die Zukunft!
Wenn dann einmal junge Menschen kommen, die voll eines glühenden Herzens sind und sagen, „Wir gehen nicht danach, was erfahren haben sollen; WIR haben - eine neue Einsicht! Und wir wollen mit einem neuen Leben beginnen!“ , so wie Christus sagte, „Siehe, ich mache alles neu!“ , 
dann kommen diese Pragmatiker an der Politik und sagen, „Nein Nein, Nicht, - wir müssen an das glauben was wir erfahren haben. Und die Russen und der Bolschewismus ist so und so - und die werden natürlich losschlagen wenn wir nicht bewaffnet sind - das ist so und so ... ja nun, wenn man diese Vorstellung hat, dann hat man sie eben. 
Das schlimme ist nur, dass sich ein ganzes Volk von so etwas suggerieren lässt, dass man alles das glaubt, was diese Menschen sagen und meinen, dass es richtig ist. Denn es gibt für viele Dinge in dieser Welt eine Wissenschaft und die ist wunderbar, wenn ich hier so das Tonbandgerät und das Mikrofon sehe, und das alles ist wunderbar - und da ist die Logik am Platze. Aber da wo es die Beziehungen von Mensch und Mensch, und Mensch und Gott, und Volk und Volk geht, da gibt es das nicht, da ist unsere Vorstellung, diejenige, immer falsch, wenn wir auf das Alte und das Vergangene greifen. Dann muss ich eben sagen, ich kenne meinen Jungen, der hat das und das gemacht, und halte ich es ihm vor und sage, ja, du wirst ja das wieder so machen. Und in dem Augenblick hat er gar keine Möglichkeit sich zu entwickeln. Wenn ich ihm immer wieder vorhalte, was er schon getan hat. Und wie viele Frauen gibt es, die ihren Männern vorhalten, ja, du hast dich so und so verhalten und nun glaub ich dir einfach nicht mehr - und Männer genauso bei Frauen.
Das sind eben die Dinge, in den wir ganz einfach aus dem Zirkulus Biziosous unseres Alltages nicht herauskommen.
Seien sie doch schlicht, glauben sie denen, - dass Gott in jedem Augenblick Wunder vollbringt, und dass auch der Mensch der sie gestern betrogen hat, dass sie dem heute ohne weiteres ihre Kasse anvertrauen dürfen.
Ich habe selbst das erlebt, in der Schweiz, in dem Heilpädagogischen-Institut, wo Jungens eingeliefert worden sind, die gestohlen haben und von denen im Gerichtsurteil stand, sie sind unverbesserlich und so weiter, die hatten wir eingeliefert bekommen dort in das Institut.
Und wir hatten eine bildhübsche Heilpädagogin und die hat diese Jungen empfangen und eine Junge, der also ganz besonders viel gestohlen hat, zu dem ist sie an dem zweiten Tag hergegangen und hat gesagt, „Du, der andere der bisher die Kasse geführt hat, der ist jetzt entlassen worden, würdest du nicht die Kasse führen?“
Sie hat ihm vollständig eine Kasse über mehrere tausend Franken, hat sie ihm anvertraut. 
Er ... sie ist so tadellos geführt worden ...
Denn ... sie hat ganz einfach dieses Vertrauen dem Jungen gegeben und auf diese Weise, wenn -- wenn es die Mutter getan hätte, die hätte wahrscheinlich ihm nie das Geld anvertraut, aber, sehen sie, wir müssen irgendwie doch einmal neu anfangen - und wir können doch nicht einfach sagen, aus der Erfahrung, die ich gemacht habe, tue ich in der Zukunft nichts mehr in diese Richtung. Dadurch engen sie doch ihr ganzes Leben immer mehr ein - und dann gibt es wirklich Menschen, die zum Schluss an ihrem Leben nur noch in einer Dachgaube mit einer Katze zusammenhängen, - der kann schließlich vielleicht noch vertrauen und alles andere ist eben so, dass mein kein Vertrauen mehr dafür hat.
Aber wir sind doch alle ein bisschen so, es ist doch nicht so, dass es nur einzelne Menschen sind, jeder von uns ist doch immer wieder, ich beobachte mich doch selbst auch, es ist doch immer einmal wieder da, dass man sagt, ach, das hat der gemacht, kann man dem auch wirklich vertrauen?
Und sehen sie, dann muss man sich jedes mal irgendwie einen ruck geben, man muss immer wieder sehen, - es ist ja die Ewigkeit in der Zeit, es ist ja Gott da in der Gegenwart - und wir dürfen ihm ja vertrauen, wir dürfen ja auf dieses Wunder vertrauen, dass er wirklich in einer jeden Stunde in jeden Augenblick wirkt.
Und in sofern sollten sie auch nie - in einen neuen Tag etwas altes hineinnehmen.
Wenn sie einen Konflikt am Abend haben, dann sollten sie ihn am Abend beseitigen. Nehmen sie nie einen Konflikt in die Nacht hinein, weil sie ja in der Nacht in tiefere Bewusstseinsschichten versinken, in das Unterbewusste und in das Unbewusste hinein, und da bleibt etwas hängen, von dem Konflikt. Und wenn mit der Zeit immer mehr hängen bleibt, in dem Unbewussten, so hat es Karl Gustav Jung, und der hat ein bisschen was von der Sache verstanden, gesagt, dann wird dieses Unbewusste ihnen zur Hölle, dort ist nämlich die Hölle des Menschen, - die Höhle, die Hölle.
Dieses immer wieder an jeden Abend in den nächsten Tag etwas hineinnehmen, das sollten wir nicht machen, das ist das Wunderbare an unsrer Zeit, öh, wir haben ein Telefon, wir können telegrafieren, wir können noch irgendwie einen Menschen erreichen, - machen sie das noch am Abend.
-Wir haben heute Streit gehabt und wir sind auseinander gegangen, haben uns gestritten - komm, wir wollen das heute noch beenden, ehe der Tag, ehe dieses kleine Leben noch zu Ende geht, wollen wir diese Sache in den Frieden bringen.
Tun sie es nicht in den nächsten Tag nehmen. Es stört auch ihre Gesundheit, sie werden merken, wenn sie nämlich Nachts das in ihrer Seele tragen, wird es von der Psyche in den Soma, in den Körper hinein .... und sie werden am nächsten Tag irgendwo eine kleine Schädigung erfahren, in dem was sie ihre Gesundheit nennen.
Wenn sie also am nächsten Tag mit einem Menschen zusammenkommen, und sie haben am vorigen Tag alles in Ordnung gebracht, dann betrachten sie ihn sich, haben sie große Augen, sehen sie mit einem großen Auge ihre Frau an, oder wenn sie Frau sind, ihren Mann - oder ihre Kinder, sehen sie das wunderbare Geschöpf an, das von Gott geschaffen ist und das mit keinem anderen Geschöpf in der Welt verglichen werden kann, sondern das einmalig ist, unverwechselbar, -so hat es einmal Plato gesagt, und der hatte auch was verstanden, davon,- und dass dieser Mensch immer wieder neu und schöpferisch ist, vorausgesetzt, dass sie ihn schöpferisch sein lassen.
Wenn sie ihn natürlich immer nach dem gewohnten ansprechen und immer sagen, ey, jetzt wirst du wahrscheinlich das tun, wie du es immer schon getan hast. Und wenn sie ihn gleich auf dieses Niveau der Gewohnheit, oder, anders können wir sagen, der Gewöhnlichkeit bringen, den Gewohnheit und Gewöhnlichkeit hängt ja ganz eng miteinander zusammen, dann kann sich der andere nicht entwickeln in seiner Freiheit, in dem Wunderbaren, was er ist. Geben sie ihn doch Frei, lassen sie ihn doch. 
Ich glaube ich habe ihnen schon einmal die Geschichte erzählt, aber vielleicht darf ich sie ihnen noch einmal erzählen,:
Wie ein Brahmane zum Buddha kam.
Der Brahmane kam zum Buddha und er hatte zwei Geschenke, in jeder Hand hatte er ein Geschenk.
Und von der ferne sah ihn der Buddha kommen und er sagte, „lass fallen.“
Und da nahm der Brahmane ... lies das Geschenk in der rechten Hand fallen.
Und da ging er näher auf ihn zu und da sagte der Buddha, „lass es fallen..“
Da lies er das linke Geschenk fallen.
Und da ging er mit den offenen Armen auf ihn zu.
Und da sagte Buddha, „lass es fallen.“
Und es heißt, dass er an diesem Tag der Erleuchtete geworden ist.

Wir müssen doch etwas fallen lassen, sie haben zu vieles in sich, was sie einfach nicht fallen lassen, sie lassen sich nicht, sie wollen immer etwas zwingen, lasen sie sich doch, lassen sie sich doch das Leben zu, lassen sie es doch in der Fülle zu. Es ist jeden Tag neu.
...
Da wird eben einfach das Geschirr, das ist zweckmäßig, dann wird gefrühstückt und so weiter, tun sie doch selbst dieses Wunder, das Gott täglich, an jedem Tag an uns begeht. Sehen sie doch mit offenen Augen in die Natur hinaus. 
Unentwegt ist jeder Tag anders, selbst wenn sie nur in engetrist, oder nur irgendwo leben, wo sie sind, er ist jeden Tag anders, andere Stimmungen andere Wolken, es ist immer wieder neu, es ist wenn sie immer nur das gleiche sehen, wenn sie nur so monoton sind.
Ja, um Gottes Willen, wozu sind sie denn Mensch geworden?
Dann ists doch die Eintönigkeit überall da.
Und wenn sie nun alles schön gerichtet haben, dann sprechen sie doch auch mal, denken sie doch nicht nur immer an das wulen, das täglich immer das selbe gemacht werden muss.
Haben sie doch auch mal den Mut irgendwie mit jemanden zu sprechen und wenn das Mittagessen mal ne Stunde später kommt, was macht schon.
Seien sie doch nicht so monoton in ihrem Ablauf! Das ist doch entsetzliche, das unsere Geistige Kirche so monoton geworden ist.
Da ist alles ganz stur! Und alles macht die Sache stur und das Herz, das innerste, das ist nicht mehr dabei.!
Wir gehören doch alle zur Kirche, wir sind doch alle Kirchen.
Und darum ist es doch so wichtig, dass wir irgendwo einmal wieder lebendig werden - inmitten dieser Kirche, darin.
Es ist wichtig, dass wir zu einem Gespräch kommen, dass wir über etwas sprechen, über das wir noch nie gesprochen haben.
Man kann doch morgens einmal, und das ist so wichtig, ehe man den Tag beginnt sollte man soviel Zeit haben, dass man mit einem Menschen , den man lieb hat, ein Gespräch führen kann. Ein Gespräch, das nicht nur ein Sachliches Gespräch ist, sondern, dass auch ein Gespräch ist, von dem das ganz Gegenwart, das ganz dem Dasein angehört und wenn es ein solches Gespräch ist, dann sprechen nicht nur sie und ihr Mann oder ihre Frau miteinander, sondern dann spricht noch ein dritter mit - und das ist Gott.
Wenn sie ganz dieses Gespräch haben, versuchen sie es doch einmal, versuchen sie doch einmal wirklich im Gespräch, ganz da zu sein wo sie sind.
Ein Gespräch, nicht eine Diskussion, in eine Diskussion kommt Gott nicht.
In ein Diskputer kommt er nicht hinein, denn da werfen sie ja alles, das ist ja aus dem Lateinischen das „Durcheinanderwerfen“, da kommt er nicht hinein, aber in ein Gespräch kommt er.
Es hat einmal so schön, Romano Gardini gesagt, ich einmal seine Predigt gehört, da war er hier ganz in der Nähe, während des ganzen Krieges, in, gewissermaßen in Isolation, und seine erste Predigt, die er gehalten hat, hat er in Meningen gehalten. Und da sprach er von dem Gespräch, er sprach, er sagte, „Ich spreche mit einem Menschen, mit einem anderen Menschen, von meiner Wahrheit.
Und der andere Mensch, der spricht aus seiner Wahrheit, es ist wunderbar, wenn meine Wahrheit und seine Wahrheit zueinander kommen.
Das ist Gespräch - und das ist etwas, auch wenn es nur 5 Minuten dauert, dass wir doch morgens irgendwie mit einem lieben Menschen führen sollten. Es ist etwas, was auf den ganzen Raum ausstrahlt, etwas was in einer wunderbaren Weise wirkt. Drum gibt es manche Menschen, die in die Einsamkeit gekommen sind, die niemanden haben, mit dem sie ein Gespräch führen können.
Aber, ich habe das auch schon erlebt und ich habe ja auch manche Freundschaften mit Mönchen, mit Patres und so weiter, und die sagen mir, dass sie wirklich auch ein Gespräch ganz unmittelbar, wie mit einem anderen Menschen, mit Gott führen können. Sie können ganz einfach sprechen mit ihm, und sie sprechen laut mit ihm, nicht nur, verstehen sie, in Gedanken.
Wir sollten überhaupt, wenn wir sprechen, wir sollten sogar wenn wir lesen, wenn etwas lesen, was wesentlich ist, sollen wir es nicht nur stumm lesen, sondern wir sollten es laut lesen.
Und dann, kommt noch etwas dazu. 
Wissen sie, im laut lesen, kommt im Gehirn bei uns, das hat die Göttliche Fügung so geschaffen, nämlich ein Lautzeichenzentrum. Und wenn ich spreche, wird dieses Lautzeichenzentrum im Gehirn erschüttert und alle anderen Teile vibrieren im Gehirn mit und mit einem mal, weitet sich das Bewusstsein aus.
Es ist so wichtig, dass wir gerade, wenn wir allein sind, laut sprechen, dass wir reden. Es ist immer jemand da!
Sehen sie, in diesem Raum, sind so viele Geistwesen, dass sie es gar nicht glauben, die hier sind und zuhören!
Und so sind auch wenn sie alleine sind, oder wenn ich in meiner Hütte bin, sind immer Geistwesen da, die dabei sind und warum soll ich nicht denen auch einmal etwas vorlesen. Manche brauchen das sogar sehr notwendig, die kommen und möchten gerne so etwas hören, möchten eine Erfahrung machen, seien sie nicht so einseitig, dass sie meinen, nur das was sie sehen, sei eine Wirklichkeit.
Selbst wenn sie ein ganz profitlicher Kaufmann sind und nur zweckmäßig denken, ist ja dies ein geistiger Akt! Sie haben ihre Impulse, auch ihre Wirtschaftsimpulse haben sie immer nur aus einer geistigen Welt, nie aus der Stofflichen Welt allein.
Der Mensch ist nun einmal ein geistiges Wesen, das mit einem Leibe bekleidet ist.
Und wenn sie ihren Tag verbringen und wenn sie ihre Arbeit tun, tun sie sie doch ganz einfach und unmittelbar. Sprechen sie doch, vielleicht können sie irgendwo noch, schon auf dem Wege in das Geschäft oder sonst wie - sprechen, mit ihrem Engel, der bei ihnen ist, mit ihrem Führungsgeist, sprechen sie doch mit ihm und bitten sie ihn, dass er ihnen diese Arbeit macht, er versteht es nämlich.
Er kann ihnen die Arbeit so machen, dass sie, wenn sie diese Arbeit, selbst wenn es eine gar schwierige Arbeit ist, wenn sie sie gemacht haben, sie gar nicht ermüdet sind. Das erkennt man nämlich am allerbesten, ob man von einem tun ermüdet ist, oder wenn man etwas getan hat, ob man dann ganz frisch ist.
Ich bin meistens, wenn ich einen Vortrag gehalten habe, nachher viel wacher wie vorher. Manchmal komm ich totmüde zu irgendeinem Vortrag und nachher bin ich - ganz frisch!
Das ist nun einmal so und das ist bei ihnen genauso, das ist nicht, dass ich ein besonderer Mensch sei, ganz bestimmt nicht, ich bin ein genauso, wie sie auch, mit allen Fehlern und Mängeln, aber ich habe irgendwo diesen Schlüssel, dass ich weiß, man kann irgendwie etwas für sich tun lassen und es sind Kräfte da, geistige Kräfte.
Und hören dann auf, sie sich gleich vorzustellen, oder in Bildern sich auszumalen, sondern, diese Kräfte sind da und tun sie diese Kräfte ganz einfach rufen und ansprechen. Und das hat man zur Zeit Jesus-Christi unter „Logos“ bezeichnet. Man hat sich auf den Logos, - man hat das Wort gebraucht oder hat sich in eine Schwingungssphäre versetzt und in dieser Schwingungssphäre, spielen die Dinge, die sonst Arbeit heißen.
Heute sind die Menschen alle so dekadent geworden, dass sie nur noch arbeiten und arbeiten ist ein Arhythmus, spielen dagegen ist rhythmisch.
Der Unterschied zwischen Arbeit und spiel ist, dass ich wenn ich spiele, wenn ich wirklich spiele, mit meinen Kindern, dann denke ich nicht an irgendeine Zeit, sondern dann spiele ich eben. Dann ist die Zeit nicht das Wesentliche, wenn ich arbeite, dann ist immer die Zeit das Wesentliche.
Im Spiel ist das Schöpferische enthalten und Gott spielt seine Welt! - Und ich bin ein Mitspieler Gottes!
Aber wenn sie arbeiten, dann sind sie in eine Sklavensituation gekommen und dann müssen sie - und überall wo das Wort „Muss“ auftritt, sind sie im Karma gefangen!
Verwandeln sie das Müssen in ein Dürfen, wie „Rabin Pranatztagore“ sagte, „und so ward die Pflicht zur Freude“, das ist das {Zaubern?}.
Solange sie eine Pflicht als ein Muss betrachten, so lange müssen sie weiter arbeiten, bis sie eines Tages so reif werden, dass ihre Pflicht zur Freude wird, dann bekommen sie eine ganz neue ... ein ganz neues tun, das dürfen sie sicher sein.
Und so geht es allen Arbeitern, so geht es allen Menschen, wir müssen zur reife kommen, dass wir das, was wir tun, aus einer inneren Freiheit tun.
Denn wir sind doch nicht sinnlos da hingestellt, alles wohin ich komme und wohin sie kommen, das sind sie doch, das es in ihnen stellt sie doch genau dort hin wo sie kommen. Sie können doch nicht sagen, hier ist das so und dort ist das so, sondern sie ja eine geschlossene Einheit.
Darum, fangen sie an in die Freiheit zu kommen, jeder Tag, jede Stunde gibt mir die Möglichkeit in die Freiheit zu kommen oder wieder in mein Sklavendasein zurückzufallen.
Fangen sie an das zu begreifen, dass Christus in uns die Freiheit bedeutet!
Auch die Freiheit des Bewusstseins bedeutet, wir sind dann nicht mehr Magier und tun nach Mystischen und Kabbalistischen Zahlen unser Leben leben und nach irgendwelchen Vorraussagen düngen, dieser oder jener Art, sondern wir leben aus dem Unbekannt neuem, aus dem was wir uns gar nicht vorstellen können, so überkommt uns als Wunder über Wunder in Christo, das Unbekannt Neue. Das ist es!
Darum, hören sie mit all diesem Spuk auf, mit alle diesem was man ihnen vormachen will, ob das in der Presse steht, oder ob das Magische Praktiken sind, oder ob jemand ist, der ihnen aus irgendwie etwas sagt, was nun in der Zukunft kommen wird, hören sie mit alle diesem Dingen auf und seien sie ganz frei. Seien sie frei in der Ewigkeit und das können sie nur sein, wenn sie da sind, wo sie sind!
Sie glauben gar nicht wie wunderbar, wie unendlich das Leben ist, denn mit EINEM MAL, verstehen sie, bekommt ihr Leben nicht mehr die Begrenzung. Denn in dem Augenblick, wenn sie ganz da sind wo sie sind, sind sie ... haben sie denn Tod überwunden. Der Tod, den gibt es nicht mehr für sie; Den gibt es nur da, wo sie ständig an Zukunft und Vergangenheit denken.
Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg - das ist es! Im Christo, in dem Dasein gibt es keinen Tod mehr.
Und wenn der andere ihnen dann sagt, „Du bist ja Wahnsinnig, es doch einen Tod du musst genauso sterben wie die anderen“, sag ich schon ja sicher werde ich sterben, aber ich habe in mir das Leben gefunden das nicht stirbt und ich lebe aus diesem leben heraus und nicht aus meinem sterblichen Leben heraus. Sondern das sterbliche Leben ist mir nur ein Diener, ein Instrument des Ewigen in meine Zeit hinein. So ist es richtig!
Und in dem Augenblick haben sie den richtigen bezug in sich.
Das geht aber nun nicht großartig vor sich, sondern ganz schlicht an jedem Tag. Das geht ganz schlicht in der Gemeinschaft der Menschen die uns gegeben sind. Es geht um den nächsten Menschen. 
Jesu sagte ja, dass alles was du von Gott hast, das ist ja wunderbar - und du sollst Gott dienen und all ... das alles.
Und dann hat er wahrscheinlich seine Jünger angesehen und hat gesehen, wie die dumme Gesichter machten, weil sie sagten, ja was, was heißt das, Gott dienen - und da sagte er, aber das kommt doch dem gleich, - liebe deinen nächsten wie dich selbst, hab ihn doch lieb!
Und selbst wenn der eine Meinung äußert wo du sagst, also das ist ja verrückt, was du da meinst, - sagen sie ihm doch das nicht, lassen sie ihn doch bei seiner Meinung sein, es kommt die Zeit wo diese Meinung von ganz allein aufgibt.
Stellen sie ihn doch auf gar keinen Fall ihre Meinung gegenüber, hören sie doch überhaupt mit ihren Meinungen auf!
Und wenn sie mal eine Zeit lang mit ihren Meinungen aufhören, dann stecken sie auch die anderen an, das die dann auch aufhören mit ihren Meinungen. Und dann fangen sie an immer mehr in das wunderbare Dasein zu kommen. Dann nehmen sie immer wunderbarer die Ewigkeit in die Zeit hinein. 
Und dann werden sie sagen, es ist wunderbar, du bist ja jeden Tag, bist du anders!
Das ... mit einem mal kommt etwas aus einem heraus, aus einem Menschen, was man gar nicht gewusst hat, was er in sich trägt.
Denn jeder Mensch trägt ja das unbegrenzt schöpferische Element in sich und er hat die Möglichkeit in seiner Einmaligkeit und aus seiner Ewigkeit unentwegt etwas unbekannt neues in Erscheinung zu bringen, jeden Tag.
Das ist das Wunderbare - und das ist Leben, das ist lebendiges Leben! - Während das andere alles ein totes Leben ist, ein Leben das wozu man alle möglichen Stimmulanzien braucht, damit man es überhaupt ertragen kann, - Alkohol und alle die Dinge und ... unsere Jugend ist heute doch schon bereits so resigniert, dass sie eben zu Rauschgift und zu all diesen Dingen greift, weil sie eben ...!... wer hats ihnen denn gesagt, die Kirchen sagen es ihnen doch nicht und die Lehrer sagens ihnen auch nicht, wer soll es ihnen sagen, dass sie endlich erwachen zu dem, was eigentlich das tiefste anliegen der Eklesier sein sollte. Nämlich, dass wir erwachen, zu diesem lebendigen Leben in Christu.
Wenn wir dann auch einen Schmerz und eine Schwierigkeit haben, miteinander, dann ist das etwas wunderbares.
Auch ein tiefer Schmerz, den wir erleiden oder irgendein Schicksal das uns kommt, dann sehen wir erst was das wert ist, wenn wir nun so miteinander aus der Zone der Ewigkeit verbunden sind.
Dann wir nicht in klagen und im jammern und im Vorwürfe machen hängen, sondern dann nehmen wir es und nehmen es aus der Hand, aus der alle Hilfe kommt und auch aller Trost - und es bringt uns wieder ganz wesentlich ein Stück weiter.
Das ist ein ganz schlichtes Leben, ein Leben das in Gott ist, ist wie ein großartiges Leben, es ist nie so, dass es mit allen Möglichen Dingen aufgepulvert werden muss, sondern, es ist ein Leben wo man Zeit hat, Zeit hat für die Ewigkeit.
Denn ich weiß nicht, das weiß ich nicht, wann die Ewigkeit kommt - das weiß ich nicht.
Aber mir die Zeit nehmen zu einem Gespräch und es kann sein, dass das Gespräch auf sich warten lässt - und mit einmal kommt ein Wort, und die Ewigkeit ist da!
Ich muss mir die Zeit für die Ewigkeit nehmen und das ist keine schlecht angewandte Zeit, - auch wenn sie etwas ganz Wichtiges geschäftlich zu tun haben, lassen sie sich Zeit für die Ewigkeit. Tun sie nicht alles sofort machen und wenn sie es gemacht haben, dann tun sie es nicht sofort abschließen, sondern dann haben sie etwas fertiggestellt und dann legen sie das was sie fertiggestellt haben, was also sagen wir mal „Druckreif“ ist oder „Vertragsreif“ ist, legen sie in die Schublade hinein und nehmen sie irgendein Datum, vielleicht Donnerstag um 10Uhr, will ich diese Schublade wieder auf machen. Und dann tun sie es liebevoll hineinlegen und übergeben sie es der Liebe und der Gnade Gottes - und dann denken sie überhaupt nicht mehr dran, geben sie sich Mühe, wenn sie in diesen Tagen daran denken, dass sie sich sofort mit etwas anderem beschäftigen.
Lassen sie das Ding, tun sie sich nicht mehr drum kümmern.
Und wenn sie am Donnerstag, um 10Uhr, es herausnehmen, ist das wunderbare geschehen, sie sehen auf den ersten Blick, das und das und das muss ich streichen, so geht das nicht - und das müsste ich hinzufügen.
Und da hat eben Gott gewirkt.
Ich muss eben der Ewigkeit ihre Zeit lassen, dass sie wirken kann, in das Zeitliche hinein. Und das müssen wir der Ewigkeit schon zugestehen, wir haben für so vieles Zeit, für soviel unwesentliches und unnütze Dinge, dass wenn sie sich langsam gewöhnen, für dieses wesentliche Zeit zu lassen, dann werden sie erkennen, das ihr Leben auch wesentlicher wird.
Und das ist wichtig. 
Es wichtig, den Leben und Seele sollen wesentlicher werden, denn wenn sie wesentlicher werden, denken sie an das was man im fernen Osten sagt, an Mahatma, die große Seele, das ist eine Seele eines Menschen der wesentlich geworden ist und das unwesentliche ganz bei Seite gelassen hat.
So ganz einfach gelingt es uns noch gar nicht am Anfang, sondern wir werden immer wieder sehen, wie wir noch an unwesentlichen hängen.
Aber es ist schon viel gewonnen, wenn wir die Bewusstheit haben. Wenn ich sage, das hätte ich jetzt eigentlich sein lassen können, daraus entsteht nur nachher wieder eine Arbeit die gar nicht notwendig gewesen wäre, denn das ist dann wirklich Arbeit, da ist wirklich ein muss drin, denn überall wo sie müssen, sind sie ja im Karma, das sind ja die folgen, von unwesentlichem, was sie in ihr Leben gebracht haben.
Denn da wo sie wesentlich sind, in ihrem Leben, da brauchen sie nicht Angst haben, um irgendwelche folgen, sondern da schlägt etwas unmittelbar ein und es bleibt keine Leidfolge mehr übrig.
Das hat schon die Karmalehre gesagt, sie sagte, „Es gibt gute Taten, die gute folgen haben und es gibt böse Taten, die böse folgen haben“, aber es gibt auch Taten, die keinerlei folgen mehr haben - und das sind die Taten aus der Güte, das heißt, das ist das, was wir mit Gott, mit der Ewigkeit zusammen in unsere Zeit hinein tun.
Dieses zu erkennen, dieses bedeutet es zu experimentieren und es einmal zu versuchen; Und wir werden merken, dass wir dabei uns selbst... ich lerne mich kennen und ich lerne mich kennen, wie ich noch da und dort und dort an unwesentlichem hänge. Denn die Summe all unseres unwesentlichen zusammen führt auf irgendwelche Katalysatoren von Menschen, die dann ein wirklich Unwesen treiben, Terror und so weiter ... aber da sind wir alle mit unserem eigenen unwesentlichen in der geistigen Welt daran schuld.
Darum sind wir nicht nur verantwortlich für uns, sondern unser tägliches Leben ist eine Verantwortung für alle.
Und darum bedürfen wir immer wieder der Stille, dass uns geholfen werde, dass langsam aber sicher das Licht uns werde, in dem ein ganz neues Bewusstsein, ein neues Zeitalter einläutet.

Ich wünsche ihnen eine gesegnete Nacht

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