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Am 10. Juli 12
hat die Kreisverwaltung im Leitartikel des OHA die Meinung vertreten: Im Naturpark sollen keine Rotoren stehen.
Gemeint ist die u.a. die Fläche 300 bei Brackrade nördlich der L176.


Am 6.Juli 2012 wurde folgender Leserbrief unter dem veränderten Titel "Sinn und Zweck wären geschädigt" im Ostholsteiner Anzeiger
und am 8.Juli 2012 in der LN im Originaltext "Keine Windkraft im NaturPark" veröffentlicht:
(leider wurde der Leserbrief nicht wie erbeten im Reporter veröffentlicht)

LESERBRIEF

 

Keine Windkraft im Naturpark

 

Die Bürgerinitiative Gegenwind Hassendorf ist entsetzt über die Entscheidung der Landesplanung im Innenministerium, im Naturpark Holsteinische Schweiz Windenergieanlagen genehmigen zu wollen.

Windkraftanlagen mit einer Bauhöhe von über 150 Metern in diesem windschwachen Naturraum bedeuten Tod für unzählige geschützte Seeadler, Milane, Kornweihen, Rohrweihen, Kraniche, Baum- und Turmfalken, Uhus, Weißstörche und Fledermäuse.

In der Abwägung über die Schutz- und Nutzungsziel des Naturparks gegenüber dem Ausbau der Windenergie als Tragpfeiler der Energiewende hatte die Landesplanung das Gebiet zwischen Hassendorf und Liensfeld südlich der Landesstraße 176 als nicht genehmigungsfähig eingestuft.

Nunmehr soll das Gebiet nördlich dieser Straße genehmigt werden. Vor dieser imaginären Grenze machen die Reviervögel keinen Halt, weshalb die unterschiedliche Bewertung der ausgewiesenen Fläche nördlich der Landesstraße zu den schutzwürdigen Flächen südlich der Landesstraße nicht ersichtlich ist.

Ebenso wenig wird der Land- und Wasservogelzug an der Landesstrasse stoppen, von den ca. 500 Millionen Vögel, die laut Zählung jährlich dieses Gebiet überfliegen, werden mit Sicherheit Tausende Vögel von den zukünftigen Windrädern zerhackt werden. Brutplätze z.B. des Rotmilans liegen in unmittelbarer Nachbarschaft dieses Gebiets.  Siehe „ Gutachterlich Stellungnahme zur Naturschutzfachlichen Einschätzung zur Planung Windenergiegebiet Hassendorf-Liensfeld“ vom 6.7.2011, GGV Freie Biologen, Dr. Klaus Voß, Kiel

Der Naturpark Holsteinische Schweiz hat klare Grenzen. Die Gemeinde Bosau liegt innerhalb des Naturparks. Im Naturpark dürfen keine Windkraftanlagen errichtet werden, denn das wäre gleichbedeutend mit einer Industrialisierung der Naturlandschaft. Sinn und Zweck des Naturparks wären geschädigt.

Dirk Westphal     Uwe Kasch     Hans-Peter Barz

 




Am 3. Juli hat Gegenwind Hassendorf
im Internet-Verfahren Teilfortschreibung der Regionalpläne des Innenministeriums folgende Stellungnahme abbeggeben:


Bürgerinitiative Gegenwind Hassendorf                                   Hassendorf,  2. Juli  2012

Hans-Peter Barz                                                    

Dorfstraße 6

23715 Hassendorf

Tel.: 04527 97017

e-mail: hpbarz@t-online.de

                                                                                                  

 

 

Landesregierung Schleswig-Holstein

Innenministerium

Landesplanung

z.H.  Herrn Ulrich Tasch

Düsternbrooker Weg 92

 

24105 Kiel

 

 

Widerspruch gegen das Eignungsgebiet 300

 

Sehr geehrter Herr Tasch,

 

Mit großer Sorge haben wir Mitglieder der “Bürgerinitiative Gegenwind Hassendorf” zur Kenntnis nehmen müssen, dass inzwischen ein Windpark nördlich der Landesstraße 176 (Windeignungsfläche 300) geplant wird und möchten hiermit unseren Widerspruch  zu dem geplanten Vorhaben zum Ausdruck bringen.

 

Die ursprünglich südlich der Landesstraße vorgesehene Fläche, an die die jetzt geplante Fläche unmittelbar angrenzt, wurde aus naturschutzfachlichen Gründen als nicht genehmigungsfähig eingestuft. Die konkreten Gründe für dieses Ergebnis waren das Vorkommen eines Seeadlerpaares in unmittelbarer Nachbarschaft der geplanten Windkraftfläche sowie der Korridor zwischen Ostsee und dem Großen Plöner See, der von vielen (auch streng geschützten) Vogelarten intensiv genutzt wird und den der geplante Windpark zerschnitten hätte. Eine ausführliche Begründung hierzu lieferte die Ihnen vorliegende “Gutachterliche Stellungnahme zur naturschutzfachlichen Einschätzung zur Planung Windenergiegebiet Hassendorf-Liensfeld” des Gutachters Dr. K. Voß.

 

Auch die derzeit in der Planung befindliche Windkraftfläche 300 liegt sowohl in dem Korridor zwischen Ostsee und Großem Plöner See als auch in direkter Linie zwischen dem Seeadlerhorst und dem Großen Plöner See, der für das Adlerpaar den Hauptnahrungsbiotop darstellt. Die schwerwiegenden  naturschutzfachlichen Argumente, die gegen ein Windkraftgebiet südlich der  L 176 sprachen, treffen selbst bei geringerem Umfang des Windparks in gleichem Maße für die aktuell geplante Fläche zu, so dass eine Realisierung des Projektes ebenso wenig genehmigungsfähig sein kann, wie die zuvor verfolgte südlich angrenzende Fläche. Wir erlauben uns daher noch einmal den Verweis auf das ornithologische Gutachten, das nach Auskunft des Verfassers in gleichem Maße für die Windkraftfläche 300 nördlich der L 176 Bestand hat.

 

Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass die Fläche 300 lediglich einen  Kilometer von der in Hauptwindrichtung liegenden Ortschaft Thürk entfernt ist, so dass hier durch die Windkraftanlagen unzumutbare Emissionen entstehen würden.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dirk Westphal

Uwe Kasch

Hans-Peter Barz





Am 30.April 12

wurde durch das Planungsbüro Ostholstein, Andreas Nagel vorab bekannt gegeben, dass die Landesplanung im Innenministerium keine Fläche zwischen Hassendorf, Liensfeld, Kiekbusch, Ahrensbök genehmigen will, sondern ihrerseits die Fläche 300 zwischen Brackrade und Tetranshöh, nördlich der L176 in den Regionalplan aufnehmen will,
der Kommentar des Innenministeriums aus der 1. Anhörung lautet:

Die vorgeschlagene Fläche der Gemeinde Bosau liegt im Naturpark Holsteinische Schweiz in relativer  Randlage. Allerdings handelt es sich um eine extrem große Fläche, deren vollständige Ausweisung in jedem Falle eine deutliche Beeinträchtigung des Schutz- und Nutzungsziele des Naturparks nach sich ziehen würde. Erhebliche Beeinträchtigungen der Landschaftsbildes mit Fernwirkung bis in die Erholungs-Kernbereiche des Naturparks sowie deutliche Beeinträchtigungen der Lebensräume geschützter Großvögel wären die Folge. Demgegenüber stehen die Ausbau-ziele für die Windenergienutzung als wichtigster Baustein der Energiewende. In der Gesamtabwägung kommt die Landesplanung zu dem Er-gebnis, dass eine Ausnahme innerhalb des Naturparks auf Basis der Ziffer 3.5.2 Absatz 9 Landesentwicklungsplan nur für einen kleineren Teil der Fläche zur Anwendung kommen kann. Als Eig-nungsgebiet übernommen wird die Fläche nördlich der Landes-straße 176 in verkleinerter Form, da sie ausreichend weit entfernt ist von Brutplätzen geschützter Großvögel und in der reduzierten Ausdehnung keine dominierende Wirkung auf das Landschaftsbild entfaltet und somit auch die Erholungsfunktion des Raumes nur unwesentlich beeinträchtigt.

Im Rahmen der zweiten Anhörung werden die Voten des Naturparkträgers und des Kreises Ostholstein sowie der angrenzenden Gemeinden eingeholt, um zu ermitteln, ob die Eignungsfläche an dieser Stelle im Naturpark tatsächlich zugelassen werden kann.

Änderung Text und Umweltbericht: artenschutzrechtlicher Vorbehalt: Potenzieller Beeiträchtigungsbereich eines Seeadlerbrutplatzes sowie Land- und Wasservogelzug von der Ostsee zum Großen Plöner See und Warder See.

Änderung Umweltbericht: artenschutzrechtliches Prüferfordernis: Prüfbereiche für Nahrungsflächen und Flugkorridore von Brutvögeln: Seeadler, Rotmilan, Kranich, Baumfalke, Uhu, Weißstorch, Rohrweihe



Zum 03.April 2012



Am Donnerstag, 15.März 2012 hat die Gemeindevertreter-Versammlung beschlossen, Windenergieflächen erneut der Landesplanung vorzuschlagen, s.u.



Durch erneute Vorschläge aus dem gesamten Land Schleswig-Holstein plant die Landesplanung laut Presseberichten, ein neues Genehmigungsverfahren zu beginnen, was zur Folge haben wird, dass sich endgültige Genehmigungen weiter verzögern werden.



Am 15.September 2011 hat der BVU-Ausschuß der Gemeinde Bosau einstimmig beschlossen, bei der Landesplanung im Innenministerium schriftlich zu erfragen, welche Kriterium zum Ausschluß der sogenannten Windeignungsfläche in Hassendorf geführt haben.
Nicht nur in der Bürgerfragestunde ist klar geworden, daß die Gemeindevertreter des BVU-Ausschusses keine Diskussion zum Thema Windkraft in der Gemeinde Bosau wünschen, über die Wünsche und Ängste betroffener Bürger aus Hassendorf wird von den Lokalpolitikern nicht gesprochen. Ein Appell an die Politiker, die Entscheidung der Landesplanung zu akzeptieren, wurde vom Vorsitzenden abweisend kommentiert, nur Fragen seien zugelassen.


Unter
http://www.entera-online3.de/068_regplan_sh_2/php/frames/index.php
wird die von der Gemeinde Bosau gewünschte Windeignungsfläche in Hassendorf nicht mehr aufgeführt.
Damit ist die Fläche nicht mit Windkraftanlagen bebaubar!




Bitte informieren Sie sich bei
http://www.gegenwind-sh.de über unsere Bürgerinitiative Gegenwind Hassendorf .

Gegenwind Hassendorf reagierte auf ein Gutachten eines Liensfelder Bauern, in dem Untersuchungsergebnisse vorwegenommen wurden und so eine Unbedenklichkeit zum Bau von Windkraftanlagen erklärt werden sollte.

Hier unser Gegengutachten: klicke links oben "Gutachterliche Stellungnahme"


Die Fachtagung Sündenfall Windkraft fand vom 26. bis zum 26.März 2011 in Kampen auf Sylt statt.

Gegenwind Hassendorf war mit zwei Mitgliedern der Bürgerinitiative vertreten.  In sieben Fachvorträgen wurde das Thema umfassend beleuchtet.

1.       Prof. Dr. Horst Malberg: Über den solaren Einfluss  auf den Klimawandel

Globale Erwärmung bis 2000 um 0,7°C, zZ Stagnation der Erwärmung, Tendenz zur Abkühlung, nicht CO2 beeinflusst das Klima, sondern Sonnenflecken, Grundrechte der Menschen beziehen sich auf Recht auf saubere Luft, sauberes Wasser, unbelastete Seen, Flüsse, Ozeane und Erdböden sowie ein intaktes Ökosystem, nicht auf ein stabiles Klima.

Zu 1. : http://wkserv.met.fu-berlin.de/Beilagen/2011/Wk-SO%2009-2011%201680-2009.pdf

2.       Prof. Dr. Gerhard Gerlich: Treibhauseffekte? Überglobal Klimamodelle

Der Kohlendioxid-Treibhauseffekt ist physikalisch falsch, Computersimulationen haben keine physikalischen Grundlagen, sondern sind künstliche Konstrukte ohne physikalische Gesetze, die die gewünschten Ergebnisse produzieren sollen (Berechnen geht nicht!),  die riesigen Wassermassen (nicht nur der Wasserdampf) bestimmen die Klimate auf der Erde. Die Wasserverdunstung ist vom Menschen nicht zu beeinflussen. Schon allein deshalb kann der Mensch nicht das Wetter und die Klimate auf der Erde beeinflussen.

Zu 2. : http://www.ib-rauch.de/datenbank/gummersbach-III.html

3.       Diplom-Meteorologe Klaus-Eckard Puls:  Geht Sylt unter?

Global warming ? – Das war gestern! Meeresspiegelanstieg seit 10 000 Jahren, zZ allerdings nicht! Die angeblich durch menschliches CO2 verursachte Wetter- und Klima-Katastrophe existiert in den Computern und in den Medien, nicht in der realen Natur!

Zu 3. : http://hallolinden-db.de/files/Puls_LP4_Signale__0911.pdf

4.       Diplom. Ing. Arch. Stefan Riedel: Windindustrie in der Deutschen Bucht: Von der Dauerbaustelle zum weltgrößten Wrackfriedhof?

12 000 Windkraftanlagen sind im sog. Entenschnabel geplant, Kosten ca. 135 Mrd. Euro plus Kosten für das Kabelnetz, bevor sämtliche Anlagen installiert sein werden, müssten bereits wieder alte Anlagen abgebaut werden.

Zu 4.: http://www.gegenwind-sylt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=12&Itemid=19

5.       Rechtsanwalt Armin Brauns: Juristisches Instrument gegen Windkraftindustrie

Baurecht, Einwände gegen Regionalplan und Bauleitplanung,  Windhöffigkeit, Abstände zur Wohnbebauung, Naturschutzrechtliche und landschaftsschutzrechtliche Prüfungen, Anhörung, Genehmigungsverfahren, Widerspruch und Klage, Normenkontrollklage, Fristen, Rechtsschutzversicherung

Zu 5.:   http://www.rechtsanwalt-armin-brauns.de/aktuell.html

6.       Prof. Dr. Ing. Helmut Alt: Optionen einer bezahlbaren Energieversorgung:  Vision versus Realismus

Ein vollständiger Kohle- und Atom-Ausstieg ist zZ nicht möglich.

Zu 6.: http://www.alt.fh-aachen.de/downloads//Vortraege/Sylt%20Zielinski%2027.03.2011.pdf

 7.       Dipl.-Soz. Ök. Thomas Heinzow: Zur politischen Ökonomie des Windmühlenwahns

Windkraftwerke offshore

• Sind ökonomisch katastrophal

• Sind ökologisch höchst schädlich

 Dürfen daher nicht in das Meer gerammt werden!

Zu 7.: http://www.yasni.de/ext.php?url=http%3A%2F%2Fwww.offshore-wind.de%2Fpage%2Ffileadmin%2Foffshore%2Fdocuments%2FPolitik_und_Wind%2FTourismus%2FRendsburg%2F02_Zielinski_WindkraftwerkeEnd.pdf&name=Thomas+Heinzow&cat=document&showads=1

Unser Fazit:

Die Grundlagen des EEG sind widerlegt, es gibt keine CO2-Katastrophe, keine Erderwärmung und keinen weiteren Meeresspiegelanstieg. Windenergie ist für die Stromversorgung unseres Landes ungeeignet. Dringend muss das EEG abgeschafft und eine Energie-Sparpolitik entwickelt werden.

Unser Kampf gegen Windkraftanlagen geht weiter!

 



Demo in Berlin am 15.Mai 2010 um 14:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor


Am 03.März2010 auf der Dorfschaftsversammlung in Hassendorf wurde vom Bürgermeister M. Schmidt zugesichert, sofort nach Bekanntgabe des neuen Regionalplans die BI Gegenwind Hassendorf über den Plan zu informieren.

Am 08.März2010 hat Herr Bürgermeister M.Schmidt anlässlich einer Dorfbegehung in Hassendorf der BI Gegenwind Hassendorf zugesichert, dass eine Informationsveranstaltung über Windkraft  für die Bürger und Gemeindevertreter in der zeitlichen Abfolge stattfinden kann, bevor die Gemeindevertreter einen Entschluss zum Regionalplan fällen.


In der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertretersitzung am 11.März 2010 hat Gegenwind Hassendorf die Gemeindevertreter eingeladen, an der geplanten Besichtigung einer 3 MW-Windkraftanlage bei Husum teilzunehmen.

Fahrt zu einer Windkraftanlage am 2.05.2010 nach Husum

Wetter: Sonnenschein mit ganz leichter Bewölkung, anfangs 5°C, später 11°, Wind in Hassendorf aus NNW BFT3, später in Husum aus West um die BFT1, also wirklich wenig Wind.

WKA  in Husum: Repower, 130m hoch, Nabenhöhe 80 m, Rotor 104 m Durchmesser, 3300 kW

 Leider standen beide 3-MW-Anlagen und die 2-MW-Anlage aufgrund des geringen Windes still, nur von Zeit zu Zeit bewegten sich die WKA für ein paar Minuten, eines machte beim Anfahren sehr laute Pfeifgeräusche.

Fazit: Die Schallemissionen der 3-Megawatt-Anlagen bei Husum konnten aufgrund fehlenden Windes nicht abschließend beurteilt werden. Klar wurde, dass ohne Wind keine Windkraftanlage funktioniert und sei sie noch so groß.



Am 22.März 2010 hat Gegenwind Hassendorf 87 Unterschriften an den Petitionsausschuss im Bundestag versendet. Wir unterstützen folgenden Antrag:
Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Verbindliche Mindestabstände zur Wohnbebauung für die neue Generation von Windkraftanlagen auf der Grundlage neuester Schallimmissions-Untersuchungen. Windkraftanlagen müssen mindestens 1500 m Abstand von der nächsten Wohnbebauung haben und es muss mindestens ein Abstand der 10-fachen Gesamtanlagenhöhe eingehalten werden.


Infos zum Thema Windkraftanlagen in Hassendorf


Informationen zum Thema

Windkraftanlagen

 

Sehr geehrte Mitbürgerinnen,  Sehr geehrte Mitbürger,

Wie Sie alle wissen, gibt es zurzeit heftige Diskussionen um den eventuellen Bau von

14 Windenergieanlagen von 150 Metern Höhe auf dem Gemeindegebiet zwischen Hassendorf, Liensfeld und Kiekbusch.

 

Dieses Informationspapier soll informieren, Fragen aufwerfen und natürlich auch zum Nachdenken anregen.

Wir, von der Bürgerinitiative „Gegenwind Hassendorf“, machen kein Geheimnis daraus, dass wir gegen diese Windenergieanlagen sind und das aus guten Gründen, wie Sie auf den nächsten Seiten nachlesen können.

Wir möchten mit allem Nachdruck alle Beteiligten, Windenergieanlagenbefürworter, Windenergieanlagengegner und die Gemeindevertreter darum bitten, konstruktiv

zusammenzuarbeiten.

Wir bitten darum, unser Dorf nicht in zwei Lager zu spalten!

 

Hans-Peter Barz, Dirk Westphal, Uwe Kasch

 

Jede einzelne Windenergieanlage in Deutschland

vernichtet 8 Arbeitsplätze

Häufig wird als positiv für das Aufstellen von Windenergieanlagen behauptet:

 „Windenergie schafft Arbeitsplätze.“

Das ist eine bewusste Falschaussage, denn schon im Jahre 2004 wurde das Gegenteil bewiesen.

In einer Studie unter der Leitung von Prof. Wolfgang Pfaffenberger (Bremer Energieinstitut/Jacobs Universität Bremen) wurde festgestellt:

„Bezogen auf den 20-jährigen Betrieb, vernichtet eine Windenergieanlage durchschnittlich im Saldo knapp 8 Arbeitsplätze in Deutschland!“

„Auf das Jahr 2002 bezogen wurden laut Bundesministerium für Wirtschaft in der Windindustrie 35.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Jeder einzelne Arbeitsplatz wurde mit 150.000,00 € unterstützt (BMU 12.04.2002) . Für diesen Betrag (5,25 Milliarden) wären auch anderswo mühelos 130.000 Arbeitsplätze zu schaffen, ohne der Natur, den Menschen sowie der Wirtschaft zu schaden.

Gegenzurechnen sind hier besonders die Arbeitsplatzverluste in anderen Wirtschaftszweigen durch die EEG-bedingte Stromverteuerung.“

Dazu soll an dieser Stelle auch nicht verschwiegen werden, dass deutsche Windkraftenergieanlagenbauer

vermehrt Auslandsgründungen in Billiglohnländern vornehmen und dort ihre Windenergieanlagen fertigen, die dann in den Seehäfen anlanden.

Anmerkung:

 Selbst wenn jemand zehn Jahre lang Windenergieanlagen gewartet hat, sollte er nicht behaupten, dass Windenergieanlagen Arbeitsplätze schaffen.

Auch als Kommunalpolitiker sollte man in der Lage sein, die Komplexität des Themas zu verstehen und die Angelegenheit ganzheitlich zu betrachten.

 

Durch Windenergieanlagen erhält die Gemeinde KEINE

Steuereinnahmen

Bei Gesprächen mit verschiedenen Gemeindevertretern wurde immer wieder als Argument für die Windenergieanlagen der Aspekt genannt, dass die Gemeinde durch die Windenergieanlagen Steuereinnahmen erhält, nämlich Gewerbesteuer. Dieses Versprechen haben schon viele Gemeinden in Deutschland von den Betreibern erhalten, aber nur das Versprechen und keine Gewerbesteuer!

Gemeinden, in denen bereits seit über zehn Jahren Windenergieanlagen betrieben werden, haben bis dato nicht einen Cent Gewerbesteuer erhalten. Da nützt auch nicht die neue Steuergesetzgebung, die besagt, dass 70% der fälligen Gewerbesteuer an die Gemeinde  zu zahlen sind, in der der Gewinn entsteht (Gewerbesteuer wird auf die Gewinne eines Unternehmens erhoben), und nur 30% an die Gemeinde des Stammsitzes des Unternehmens.

WO KEIN GEWINN ANFÄLLT, IST AUCH KEINE GEWERBESTEUER ZU  ZAHLEN!

Genau das ist das Ziel der Betreiber: Keine Gewinne machen, sondern Verluste.

Jetzt wird sich ein jeder fragen: Warum? Die Erklärung folgt auf dem Fuße:

Über die Finanzierung einer Windenergieanlage brauchen sich die Betreiber nur wenige Gedanken zu machen. Es wird ganz einfach „Geld eingesammelt“ bei denen, die gut verdienen. Diese möchten nämlich mit einer Beteiligung an einer GmbH & Co. KG erreichen, dass sie Verlustzuweisungen aus dieser Firma bekommen, welche sie dann als Verlustvortrag bei der Einkommensteuer absetzen können, und somit auf das gut verdiente Geld weniger Steuern zahlen. Eine Variante dabei ist die, dass sich nicht nur an dieser Gesellschaft beteiligt wird, sondern gleichzeitig auch an einer weiteren GmbH & Co. KG, die weitere Windenergieanlagen plant. Sollte dann in der ersten Gesellschaft, die ja schon eine Windenergieanlage betreibt, tatsächlich ein Gewinn entstehen, so wird dieser garantiert durch die Verluste der zweiten Gesellschaft, die ja nur plant und keine Windenergieanlagen betreibt und somit nur Kosten hat, wieder aufgezehrt. Dadurch entsteht wiederum ein Verlust, der als Verlustvortrag in der Einkommenssteuer abgesetzt werden kann. Es gibt noch weitere Varianten, doch würde es zu weit führen, diese hier aufzuzeichnen.

Zitat: Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident Schleswig-Holstein:

„Windenergie ist ökonomischer und vielleicht auch ökologischer Mumpitz.“ Radiointerview vom 09.07.2005

 

Windenergieanlagen reduzieren nicht den CO2-Ausstoß

Eines der wichtigsten Argumente von Windenergieanlagenbefürwortern ist immer wieder: „Die Erzeugung von Energie durch Windkraftanlagen trägt dazu bei, den CO²-Ausstoß zu verringern.“ Das ist jedoch falsch!

Richtig ist, dass grundsätzlich bei der Energieerzeugung durch Windenergieanlagen kein CO² entsteht.

Richtig ist auch, dass unsere Regierung seinerzeit bei der Verabschiedung des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) damit geworben hat, dass alte Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke abgeschaltet werden können, wenn irgendwann genug Windenergieanlagen in Deutschland installiert sind.

Nun die Frage an Sie: „Ist in den letzten Jahren irgendein Kohlekraftwerk oder Atomkraftwerk (außer wegen Störfällen) abgeschaltet worden?“ NEIN!!

Derzeit sind aber schon ca. 20.000 Windenergieanlagen in Betrieb. Eine genaue Anzahl kann selbst von der Bundesregierung auf Anfrage nicht genannt werden. Stellt sich also die Frage: „Warum wurde kein Kohlekraftwerk bzw. Atomkraftwerk abgeschaltet?“

Die Energieversorger in unserem Land sind seitens des Staates verpflichtet, eine 99%-ige Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Durch den mit den Windenergieanlagen produzierten Strom kann diese Versorgungssicherheit jedoch nicht gewährleistet werden, denn die Natur bestimmt, wann der Wind weht und nicht der Mensch! Daher müssen die Energieversorger die Menge an Strom, die theoretisch mit den Windenergieanlagen erzeugt werden könnte, als Reservestrom vorhalten, um Netzzusammenbrüche zu vermeiden und ihrer 99%-igen Versorgungssicherheit nachzukommen. Aus diesem Grunde können die Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke nicht abgeschaltet werden und somit tragen Windenergieanlagen auch nicht zur Reduzierung des CO²-Ausstoßes bei.

 

Das Darmstädter Manifest

Bereits im Jahre 1998 wurde von den drei Autoren

Prof. Dr. Hoischen, Prof. Dr. Weigl und Prof. Dr. Wolfrum das sogenannte „Darmstädter Manifest“ erarbeitet.

Lesen können Sie das Manifest unter www.sturm-im-storm.de

Dieses Manifest an die politischen Verantwortlichen kommt zu folgenden Schlussfolgerungen:

1. Die Beendigung der Einspeisevergütung für Windenergie nach EEG.

2. Die Beendigung der Privilegierung der Windenergie.

3. Die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen für den Individualverkehr, für die       konventionelle Energieerzeugung und die Industrie.

4. Die Förderung von Energieeinsparmaßnahmen in Industrie und privaten Haushalten.

5. Die stärkere Berücksichtigung anderer regenerativer Energiequellen.

 

Dieses Manifest wurde seit Erscheinen von über 100 Hochschulprofessoren

unterzeichnet. Nach wie vor findet dieses Manifest keine Berücksichtigung durch unsere Regierung.

Wozu auch? Die verantwortlichen Politiker würden sich ja blamieren und letztendlich zugeben müssen, dass der eingeschlagene Weg der falsche Weg ist.

 

Zitat: Olaf Henkel,ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI)

„Zumindest einen Nutzen brachte der gigantische Windradschwindel: Er hat Hersteller und Betreiber

reich gemacht, über Subventionen, für die der Stromkunde geradestehen muss“

Interview mit Olaf Henkel am 15.09.04

 

Zitat: „Die Förderung der Windenergie verschlingt Milliarden an Volksvermögen und wirkt auf Jahrzehnte hinaus als Wachstumsbremse. Dass diese Investitionen einen messbaren Einfluss auf das Klima hätten, behauptet schon längst kein Mensch mehr.“FAZ September 2005

Windenergie NEIN – Energieeinsparung JA:

Vergleich aus dem Jahre 2004

Windenergieanlagen erzeugten im Jahr 2004 25 Milliarden KWh Strom. Das waren 4% des gesamten Stromverbrauches im Jahr 2004! (Angabe Bundesministerium für Umwelt).  Auf der Basis 4% = 25 Mrd KWh sind 100% = 625 Milliarden KWh.

Wäre die Regierung nun auf die Idee gekommen, ein Konzept zur Energieeinsparung zu entwickeln und dieses zu fördern, statt Windenergieanlagen zu bauen und mit unendlich vielen Milliarden zu subventionieren, die natürlich der kleine Bürger zahlen muss, so wären wir schon viel weiter. Mit einer nur 10%-igen Energieeinsparung im Jahre 2004 wären es 62,5 Milliarden KWh gewesen!!! – Also das 2,5-fache gegenüber der Menge, die zu dem Zeitpunkt durch die Windenergieanlagen produziert wurden.

Lesen Sie hierzu auch einen Artikel der Zeitung „Die Zeit 07/2003“, zu finden unter  www.zeit.de/archiv/index.

Dieser Artikel zeichnet auf, dass es mit Leichtigkeit gelingen kann, 20 bis 30% des Stroms in Industrie und Haushalten einzusparen, ohne Einbußen hinsichtlich der Lebensqualität hinnehmen zu müssen.

Hier beschränken wir uns aber lediglich auf 10% Einsparung, was dann tatsächlich zu einer Verminderung des CO²-Ausstoßes in Höhe von 53,5 Millionen Tonnen pro Jahr führen würde. Mit dieser 10%-igen Einsparung hätte unsere Regierung bereits im Jahre 2004 schon die Auflagen aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen können, und der viel wichtigere Nebeneffekt wäre gewesen: Es hätten tatsächlich Kohlekraftwerke bzw. Atomkraftwerke abgeschaltet werden können, was mit der Windkraft bisher nicht gelungen ist und auch nicht gelingen wird.

 

Zitat: Angela Merkel, Bundeskanzlerin: „Auf die Dauer gibt es so viele Profiteure der Windenergie, dass sie keine Mehrheiten mehr finden, um das noch einzuschränken. Selbst Kirchengemeinden und Kindergärten stellen sich inzwischen reihenweise Windräder hin, um von den auf 20 Jahre gesicherten Einspeisevergütungen zu profitieren.“ Rede auf der Konferenz der Deutschen Energiewirtschaft am 29.10.04 in Köln.

 

Infraschall –

Kann uns die Gesundheit unserer Mitbürger egal sein?

 

Was ist Infraschall? Infraschall ist ein tieffrequenter, nicht hörbarer Schall im Bereich von unterhalb 20 Hz. Den Herstellern von Windenergieanlagen ist der Infraschall wohl bekannt, ebenso wie die gesundheitlichen Risiken, die dadurch entstehen. Diverse internationalen Studien, Gutachten und veröffentlichte Forschungsergebnisse belegen die Risiken durch Infraschall. Selbstverständlich ist dieses Thema auch bei unserer Bundesregierung bekannt, aber es wird derzeit einfach noch nicht behandelt bzw. einfach nicht ernst genommen. Hierzu sagte am 31.10.2007 der Präsident der Frauenhofer Gesellschaft München, Prof.Dr. Bullinger: „Sehr tieffrequenter oder sogar Infraschall, übrigens beileibe nicht nur von Windenergieanlagen, wird in vielerlei Hinsicht noch verdrängt, vernachlässigt und unterbewertet…..Leider reagieren die zuständigen Behörden auf diese latenten Probleme der Windenergieanlagen mit einer gewissen ‚inneren Ruhe‘“….

 

Weiterhin schrieb das Robert-Koch-Institut im Bundesgesundheitsblatt 11/2007: „Probleme mit tieffrequenten Schallimmissionen sind bekannt…..durch Emissionen von Windkraftanlagen die nah an Wohnbereichen aufgestellt sind. Forschungen sind dringend und zeitnah notwendig.“

Die Hersteller von Windenergieanlagen geben zwischenzeitlich zwar zu, dass Infraschall von Windenergieanlagen ausgeht, (vgl. DEWI-Magazin 20/2002, Seite 6)jedoch mit der Einschränkung, dass dieser nur in einem Umkreis von 200 m um die Windenergieanlagen herum besteht. Daher ist der Infraschall für Menschen, die in der Nachbarschaft leben, nicht schädlich, denn die Mindestabstände von Windenergieanlagen zu bebauten Grundstücken betragen mehr als 200 m.

Diese Aussage der Hersteller muss nicht nur ansatzweise in Frage gestellt werden, sondern nach unserer Auffassung als falsch bezeichnet werden. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe hat im Sommer 2004 eine Infraschall-Feldmessung an einer Windenergieanlage 20 km nördlich von Hannover durchgeführt. Der Titel der Studie lautet „Der unhörbare Lärm von Windkraftanlagen – Infraschallmessungen an einemWindrad nördlich von Hannover“. Hierbei war wichtig, dass es sich um eine einzelne Windenergieanlage handelt, die in einem bestimmten (5 km) Umkreis keine störenden Faktoren aufweist, um die klare Zuordnung der registrierten Signale vornehmen zu können. Bei diesen Messungen stellte sich heraus, dass der Infraschall noch in einer Entfernung von 20 km!! gemessen werden konnte. Es ist natürlich mit hochsensiblen Messgeräten gemessen worden, die Aufzeichnungen auch außerhalb der (nicht)hörbaren Wahrnehmung des Menschen ermöglichen. Daher haben wir ein Gespräch mit dem Leiter der Studie geführt, um zu erfahren, welche Entfernungen denn tatsächlich für den Menschen relevant sind. Seine Antwort lautete: Zwei bis drei Kilometer.

 

Diese Aussagen decken sich auch mit anderen Studien, z.B. aus den USA, Frankreich und Schweden. Diese Länder haben sofort die Konsequenz daraus gezogen und die Mindestabstände von Windenergieanlagen zu bebauten Grundstücken auf bis zu 2,5 km per Gesetz erhöht.

 

Die Auswirkungen von Infraschall auf den menschlichen Körper sind enorm und umfassend, was sich schon aus der Arbeitsstudie von Prof. Dr. Reinhard Bartsch von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena ergibt.

 

Spätestens aber seit dem Gutachten des Instituts für Hirnforschung und angewandte Technologie GmbH vom 28.10.2005 wurde durch Herrn Dr. Elmar Weiler wissenschaftlich nachgewiesen, dass Infraschall sehr wohl gesundheitliche Folgen für den Menschen hat. Zitat: „Die von uns durch subliminaler (unterschwellige) Beschallung erhobenen Daten lassen eine Wirkung auf das biologische System Mensch erkennen. Es gilt festzuhalten, dass es sich hierbei um Änderungen hirnphysiologischer Prozesse handelt. Die infolge einer subliminalen Beschallung induzierten (herbeigeführten) Änderungen korrelieren (beziehen sich auf) mit folgenden Beschwerden: Konzentrationsstörungen, reduzierte mentale Belastbarkeit,

Vigilanzstörung (Großhirnschädigung/Mittelhirnschädigung/Hirnstammschädigung), Merkfähigkeitsstörungen, Panik/Angst, innere Unruhe, Schwindel, Schlafstörungen, labile emotionale Lage, Störung der Exekutivfunktionen: Antrieb, Planung, Ordnung, Initiative.“

 

Das ZDF berichtete in seiner Reihe: „Abenteuer Wissenschaft“ am 02.10.2002: „Insbesondere der tieffrequente Infraschall löst höchstes Unbehagen bis hin zu Organ und Gliederschmerzen aus!“

 

Eine weitere Langzeitstudie an der ERISA-Lusofona Universität in Lissabon kam zu dem Ergebnis, dass Infraschall und niederfrequenter Lärm Auslöser für die VAK (vibroakustische Krankheit) sind.

 

Durch neue Untersuchungsmethoden ist es jetzt möglich, den medizinischen Nachweis zu führen, dass durch Beschallung mit Infraschall und niederfrequenten Schall Herzkranzgefäßverdickungen und Bildung von kleinen Geschwüren im Bronchialbereich unumstritten nachzuweisen sind. Diese Studie wurde Ende August 2007 auf dem „Inter-Noise-Kongress“ veröffentlicht und mit dem Preis der Stiftung Thomé Villar/Boehringer Ingelheim ausgezeichnet.

 

Der sachverständige  Mediziner Dr. Robert Leipold, Diedrichshagen, schreibt dazu in seiner Arbeitsstudie „Qualität von Lärm aus medizinischer und rechtlicher Sicht“, die sich nur auf den „normalen Lärm“ bei Windenergieanlagen und auf die visuellen Aspekte – wie sie von einer Windenergieanlage ausgehen – beschränkt: „Bei längerfristiger Immissionswirkung (von Windenergieanlagen) ist anzunehmen, dass die Entwicklung irreversibler (nicht rückgängig machbarer) organischer Erkrankungen (Herz-Kreislauferkrankungen) stattfindet.“

 

Eine weitere Studie stammt von Prof. Dr. jur. Erwin Quambusch in Zusammenarbeit mit dem Naturwissenschaftler Martin Lauffer. Der Hauptautor Prof. Dr. Quambusch ist unumstritten einer der bekanntesten und gefragtesten Rechtsexperten zu allen Fragen die im rechtlichen Zusammenhang mit Windenergieanlagen bestehen. Die beiden Experten kommen zu dem Schluss: „Vielmehr ist davon auszugehen, dass die erteilten Genehmigungen in den Fällen immittierten gefährlichen Infraschalls als von Anfang an rechtswidrig anzusehen und nach den Regeln des § 48 VwVfG zurückzunehmen sind. Zwar ist der Behörde insofern Ermessen eingeräumt,aber dieses dürfte sich angesichts der verfassungsgebotenen

staatlichen Schutzverpflichtung in aller Regel auf Null reduzieren.“

 

Anmerkung: Im Grundgesetz Art. 2 (2) steht: „Jeder hat ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ und weiter im Artikel 3 (1 und 3): „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“

 

 

Windkraft bringt Immobilienpreise in Turbulenzen

 „Immobilien in der Nähe von Windenergieanlagen können derzeit nur mit Preisabschlägen von bis zu 20% veräußert werden.“

so der Vorsitzende des Rings Deutscher Makler in Niedersachsen am 22.09.2003 in der Zeitung „Die Welt“.

 

Diese Aussage ist kein Einzelfall. So erklärt Michael Schick, Sprecher des Verbandes Deutscher Makler (VDM): „Verbandsmitglieder in Niedersachsen und Schleswig-Holstein beklagten, dass einige Häuser seit Jahren mit Preisabschlägen von bis zu 40% angeboten würden. Dennoch gibt es nicht einmal Interessenten für diese Objekte.“

Sicher sind das schon alarmierende Aussagen, wobei die Redaktion nach eigenen Einschätzungen und nach Rücksprache mit etlichen Maklern in Schleswig-Holstein davon ausgeht, dass es bestimmt Ausnahmen geben wird, wo ein bebautes Grundstück von Windenergieanlagen „umzingelt“ ist und dort dann wirklich niemand mehr wohnen möchte. Abschläge von bis zu 25% beim Verkauf einer Immobilie, die in der Nähe von Windenergieanlagen steht, seien jedoch realistisch.

Prof. Dr. Jürgen Hasse von der Wolfgang-Goethe-Universität stellt in seiner Studie „Der Einfluss von Windkraftanlagen auf den Verkehrswert bebauter Wohngrundstücke“ folgendes fest: „Angesichts der Dynamik im kulturlandschaftlichen Gestaltungswandel liegt die These nahe, dass die vielfältigen Umweltauswirkungen, die mit der Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen einhergehen, Beeinträchtigungen der Lebensqualität der Regionsbevölkerung und in der Konsequenz negative Auswirkungen auf den Verkehrswert bebauter Grundstücke haben.“

Weiter schreibt er: „....Die Drehbewegung (Rotorflügel) erzeugt unabhängig von Lichtreflexen und periodischen Schattenwurf aufgrund von Bewegungssuggestion eine immissionsrechtlich relevante Umwelteinwirkung…. Wenn von einer ‚erheblichen Belästigung‘ auszugehen ist, büßt die eine Wohnimmobilie umgebende Landschaft unwiederbringlich an Erholungswert ein. Dieser Verlust ist schon dadurch gegeben, als jede Möglichkeit des kontemplativen (betrachtenden) Blicks in die Landschaft vereitelt ist. Wo sich technische Großartefakte nahezu ununterbrochen drehen, kann es zu keiner durch erholungsorientiertes Landschaftserleben bedingter Entspannung mehr kommen.“

 

Eine sehr interessante Studie gibt es auch von dem bereits genannten Prof. Dr. jur. Erwin Quambusch unter dem Titel „Windkraftanlagen als soziales Problem – Zur Entschädigungspflicht bei der Wertminderung von Wohngebäuden.“

 

Weiterhin wäre zu beachten, dass jede Amtsperson gegenüber dem Bürger verpflichtet ist, geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine gesundheitliche Beeinträchtigung zu vermeiden. Dies ergibt sich aus dem oben zitierten Artikel 2 des Grundgesetzes.

 

Hierzu entschied auch das Bundesverfassungsgericht (Vgl. BVerfGE 49, 89 (138 + 140 ff) „.…es besteht eine gesetzliche Pflicht, geeignete Schutzmaßnahmen für die Bürger zu treffen, wenn auch nur die Wahrscheinlichkeit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung vorliegen kann.“

 

Anmerkung: Wenn ein Referent der Firma e3 am 17.12.2009 in Bosau sagt: „Ich habe selbst eine solche Anlage vor der Tür und ich merke nichts.“ , dann mag  das ja richtig sein, nur mit dem Unterschied, dass diese Anlage eine Höhe von 32 Metern hat und 1,6 km (Luftlinie) entfernt ist. (In Hassendorf sollen Windkraftanlagen mit einer Bauhöhe von 150 Metern im Abstand von 500 Meter zur Wohnbebauung errichtet werden!)

 

„Gemeinden können die Errichtung von Windenergieanlagen RESTRIKTIV steuern. Wenn nach

sachgerechter Prüfung……überhaupt keine für Windenergie geeignete Fläche vorhanden ist, kann

die Gemeinde gemäß Bundestagsdrucksache 13/4978 (S.7) das nach § 36 Abs. 1 Baugesetzbuch

erforderliche Einvernehmen versagen.“

OVG Münster , AZ 7 A 4857/00

 

Wussten Sie das?

Der Vogelschlag, d.h. das Erschlagen von Vögeln durch die Rotorblätter von Windenergieanlagen, wird von Dr. K. Exo, Institut für Vogelforschung, Wilhelmshaven, mit jährlich 50 Vögeln pro Anlage vorsichtig geschätzt. Hochgerechnet auf die mittlerweile etwa 20.000 Windenergieanlagen, ergibt das eine Todesrate von 1 000 000  Individuen. Der Dipl. Biologe Bernd Knoop schätzt sogar 1.700.000 Vogel-Opfer pro Jahr.

 

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Gegenwind Hassendorf plant:


Informationsveranstaltung mit Bürgern und Gemeindevertreter der Gemeinde Bosau zum Thema Windkraftanlagen in Hassendorf nach Bekanntgabe des Regionalplans im Juni2010.


Internet

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hier können Sie sich u.a. informieren über die bisherigen Aktivitäten der Bürgerinitiative Gegenwind Hassendorf,   aktuelles sehen Sie unter:

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