Anmerkungen zur Entstehung dieser Website über Johanna Wolff

Diese Website ist heute unvollständig, und bleibt wohl auch auf Dauer unvollständig.

Sie entstand weil Lilo und Hans Martin in ihre Zeit des Kennenlernen und ihrer Trennung in den Versen von Johanna Wolff im 2. Weltkrieg Trost, Kraft und Zuversicht gefunden haben.

Wie beschrieben, hat Hans Martin 40 Lieder nach Texten von Johanna Wolff für seine Verlobte, später seine Frau Lilo Martin geb. Zeitzschel und die Wiegenlieder auch für den gemeinsamen Sohn Hans (geboren am 19. April 1943 komponiert, während er in Krieg und Gefangenschaft an der Ostfront und in Russland war (einige wenige Lieder entstanden nach dieser Zeit - siehe Werkeverzeichnis).

Bei unserer Recherche haben wir dann entdeckt, dass die Spuren der Schriftstellerin Johanna Wolff von der Zeit stark verweht und / oder auch ziemlich sorglos immer wieder abgeschrieben und verfälscht wurden.Hier einige Beispiel:

In der Literatur und im Internet wird, wenn man Johanna Wolff überhaupt kennt, der Todestag fast durchgängig mit dem 4. Mai 1943 angegeben, in der Mehrzahl mit dem Ort Locarno, einige Male auch mit dem Datum 5. Mai 1943.

Nach Auskunft der Gemeinde Orselina und des Zivilregisters in Locarno (Kanton Tessin) ist Johanna Wolf jedoch am 3. Mai 1943 in Orselina gestorben.

 

Anna Gajdis bezeichnet Johann Wolf als beispielhaft geeignet "für die Rekonstruktion der Entwicklung einer bürgerlich geprägten Frau zur Nationalsozialistin". Ja, in ihren Werken ist viel pathetischer Nationalismus und wie für viele in Deutschland und ganz besonders in Ostpreußen werden die Folgen und Lasten des 1. Weltkriegs als ungerecht und die Wiederherstellung eines großen und starken Vaterlands als nationale Pflicht gesehen. Und von der Ferne hat Johanna Wolff die nationalsozialistische Bewegung begrüßt und als Chance für Deutschland gesehen.

Andererseits war Johanna Wolff seit Mitte der 20er Jahre in der Schweiz (später auch ihr Mann) nicht wie manche Schreiberlinge vermuten,weil in Gustav Wolff jüdische Vorfahren in seiner Linie hatte sondern aus gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen.

Auch der sog. Beweis einer Anhängerschaft des Nationalsozialismus in Deutschlands, wegen Johanna's Erleichterung, dass der junge "Nebenbuhler" [Lehrling]  um die Aufmerksamkeit des Mannes und auserkorene Nachfolger für das Unternehmen, wegen ein Denunziation "er habe das Deutschtum beschimpft"  in ein "Konzentrationslager" deportiert  wurde "Am Nachmittag saß der Junge im Konzentrationslager" - es war Anfang der 20er Jahre - scheint die historischen Daten nicht so genau zu nehmen.

Die verkürzte Darstellung des Lebenswegs von Johanna Kielich, das Kennenlernen mit ihrem späteren Mann, die Hochzeit und das gespannte Verhältnis zum Rest der Familie bringt einiges Durcheinander.

Nach ihrer Ausbildung zur Kinderpflegerin (2 Jahre) und ihren 10-jährigen Diakonissendienst (in der Neumark) und schließlich die Tätigkeit als Rotkreuzschwester brachten Johanna Wollf nach Hamburg. Sie hat Gustav nicht im Krankenhaus, sondern im häuslichen Pflegedienst im Hause der Eltern Gustav Wolffs für den schwer erkrankten und weitgehend gelähmten Gustav. In den 9 Monaten des Hauspflegedienstes ist man sich näher gekommen im zuhören und im verstehen von Literatur und Kunst.

Da Gustav's Vater nach dem frühen Tod seiner Frau Ida [Strube], eine schöne, junge Dame vom Theater [Meta Frederich] heiratet wurde der gesamte Familienzweig vom Rest der Familie gemieden. Dies galt dann auch für Gustav und seine Frau. Dieser hat später die Isolation zu überwinden versucht, aber konnte seine Frau mental nicht mitnehmen und sie nahm es nur als Pflicht dem Manne gegenüber wahr.

Gustav Vater Otto Wolff wollte ihm die Hochzeit mit Johanna ausreden, ich vermute, dass Johanna's vorübergehende Tätigkeit in Wien versuchte diesem Ansinnen zu begegnen, doch die Zuneigung war größer. Johanna gab ihren Dienst als Rotkreuzschwester auf und heiratete Gustav in Hamburg.

Der Vater hat diese nicht standesgemäße Ehe nie akzeptiert und nach der Übernahme des Betriebs durch den Sohn, sein Geld aus der gemeinsamen Firma gezogen und später an seine zweite, wesentliche junge Frau überschrieben. Der Betrieb konnte nur mit der tatkräftigen Unterstützung des Onkel in Belfast / London bis Mitte der 20er Jahre aufrecht erhalten werden. Dieser starb in 1913 und damit endete die Unterstützung von Gustav Wolff durch die Familie ...

(Rohfassung, unvollendet)
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