Handwerk, Beruf und Gesundheit

Kohlenhydrate liefern Energie und machen fit

veröffentlicht um 12.11.2014, 14:07 von Jack Hauswald

Leistung steigern beim Sport

Für engagierte Freizeitsportler kann die richtige Ernährung wichtig sein, um Erfolgserlebnisse zu haben.
Foto: djd / Forum Zucker thx


(djd) Ob Marathon, Handballturnier, Krafttraining oder nur eine gemütliche Joggingrunde durch den Park – für sportliche Leistungen muss der Körper mit ausreichend Energie versorgt sein. Diese wird in den Muskeln vor allem aus Kohlenhydraten gewonnen und in Form von Glykogen, einem Mehrfachzucker, gespeichert. Sind die Speicher vor und beim Sport gut gefüllt, kann man mehr Leistung bringen, sich besser konzentrieren und länger durchhalten. Auch für engagierte Freizeitsportler kann deshalb die richtige Ernährung wichtig sein, um Erfolgserlebnisse zu haben. Wie man seine Energiespeicher richtig auffüllt, welche Lebensmittel dafür geeignet sind und viele weitere Fragen zum Thema Sport und Ernährung haben vier Experten im Chat unter www.experten-im-chat.de/leistung-steigern beantwortet.

Power tanken vor dem Start
Allgemein betonen die Fachleute dabei die Bedeutung der Kohlenhydrate für die Sportlerernährung. Denn bei anstrengendem Training oder Wettkämpfen sind die Speicher schnell erschöpft. „Als Faustregel kann gelten, dass bei klassischen Ausdauerbelastungen (Laufen) der Kohlenhydrattank für höchstens zwei Stunden reicht“, erklärt Dr. Jürgen Siebenhünen, Sportwissenschaftler und Ernährungsberater. „Liegt die Intensität höher (zum Beispiel bei Mannschaftssportarten), dauert der Effekt weniger lang, nämlich ein bis anderthalb Stunden. Bei niedrigeren Belastungsintensitäten (zum Beispiel Nordic Walking) kann der Speicher auch einen halben Tag lang reichen.“ Deshalb empfiehlt die DGE-Ernährungsberaterin Birgit Leuchtmann-Wagner: „Unmittelbar vor dem Training sollten Sie leicht verdauliche Kohlenhydrate essen. Empfehlenswert ist eine Banane oder ein Zwieback. Damit haben Sie keinen vollen Magen und trotzdem Ihren Körper mit schneller Energie versorgt.“

Flüssigkeit und Snacks für Zwischendurch

Bei langandauernden Belastungen wie einem Marathon oder einem Turniertag müssen natürlich auch zwischendurch Flüssigkeit und Energie nachgeliefert werden. Beim Trinken kann man beides kombinieren. Dafür ist nach Aussage von Leuchtmann-Wagner eine Fruchtsaftschorle mit 50 Prozent Saft und 50 Prozent Wasser eine gute Wahl. Oder auch spezielle Sportgetränke, so der Sportwissenschaftler und zweifache Ironman-Europameister Timo Bracht: „Wichtig ist ein Sportgetränk, das eine Kombination aus verschiedenen Kohlenhydraten (Zuckern) enthält.“ Als Snack für zwischendurch rät Siebenhünen zu Bananen, „weil sie neben reichlich Kohlenhydraten auch viele Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten. Diese sorgen dafür, dass der enthaltene Zucker gleichmäßig und über längere Zeit aufgenommen wird. Man erhöht also längerfristig seine Leistungsfähigkeit, bei guter Verträglichkeit für den Magen.“ Auch Süßes wie etwa ein Schokoriegel oder ein Stückchen Kuchen sind Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung. „Alle Lebensmittel haben in der Ernährung ihren Platz, so gibt es auch keine "gesunden" und "ungesunden" Lebensmittel. Entscheidend ist eine ausgewogene und vielseitige Ernährungsweise“ erklärt dazu die Diplom-Ökotrophologin Sarah Wingensiefen.

Die Speicher wieder auffüllen
Nach dem Training müssen dann die Energiespeicher wieder aufgetankt werden. „Wenn Sie viel Energie verbraucht haben, dann füllen Sie sie relativ rasch (in den ersten 30 Minuten) nach der Belastung wieder auf - zum Beispiel durch Fruchtsäfte, Rosinen, Salzstangen, leichtes Gebäck oder Marmeladenbrötchen“, rät Bracht. „Diese Kohlenhydratzufuhr ist auch deshalb günstig, weil Ihr Blutglukosespiegel direkt nach der Belastung darauf gut reagiert.“ Das gilt übrigens auch, wenn man abends nach Feierabend Sport getrieben hat: „Kohlenhydrate sind nicht verboten nach 18 Uhr“, betont Ernährungsfachfrau Leuchtmann-Wagner.

Proteinbedarf wird überschätzt

Der Proteinbedarf im Freizeitsport wird dagegen nach Ansicht der Experten meist überschätzt. „Der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung in Deutschland nimmt die für den Muskelaufbau nötige Proteinmenge sowieso auf“, meint dazu Siebenhünen. Der Muskelaufbau werde auch nicht durch den Verzehr von Kohlenhydraten behindert, so der Experte weiter: „Hier ist das Gegenteil richtig. Ein gewisses Maß an Kohlenhydrataufnahme ist wichtig zur Verstoffwechselung der Proteine. Sie sollten also, auch wenn Muskelaufbau Ihr vorrangiges Ziel ist, auf eine ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten achten (ungefähr 50 Prozent der Energieaufnahme).“ Das bestätigt auch Triathlet Bracht: „Eiweißreich sollte die Ernährung nur nach sehr harten und anstrengenden Belastungen sein. Ansonsten probieren Sie, in der normalen Ernährung tierische und pflanzliche Eiweiße zu mischen, um die Verfügbarkeit zu erhöhen, etwa Kartoffeln mit Kräuterquark.“ Mit der richtigen Nahrungszusammenstellung stehen dann jederzeit genug Energie und Baustoffe zur Verfügung, um die eigene Leistungskraft bestmöglich auszunutzen.


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Raucherquote in Deutschland rückläufig

veröffentlicht um 08.11.2014, 11:37 von Jack Hauswald   [ aktualisiert: 08.11.2014, 11:38 ]


Das Statistische Bundesamt hat heute die neuen Zahlen der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2013 bekannt gegeben. Die Umfrage beschäftigte sich auch mit den Rauchgewohnheiten in Deutschland. Der Nichtraucheranteil hat sich demnach im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2009 um 4 Prozentpunkte erhöht. 75 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren sind Nichtraucher. Der Anteil der Raucherinnen und Raucher ist damit auf unter 25 Prozent gesunken.

Das Statistische Bundesamt hat heute die neuen Zahlen der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2013 bekannt gegeben.

Marlene Mortler: „Es ist ein gutes Signal, dass immer weniger Menschen in Deutschland zum Glimmstängel greifen. Das zeigt: Zigaretten, Tabak und Nikotin sind nicht mehr zeitgemäß. Dennoch rauchen gerade Erwachsene noch zu viel. Sie können hier einiges von den jungen Leuten lernen. Im Alter von 12 bis 17 Jahren rauchen heute nur noch 12 Prozent. Deshalb müssen wir wirksame Präventionsmaßnahmen fortführen, damit die Zahl der aktiven Raucherinnen und Raucher auch unter den Erwachsenen weiter abnimmt.“

Das Ziel der Bundesregierung für den angestrebten Rückgang, liegt in der Strategie zur nachhaltigen Entwicklung bis zum Jahr 2015 bei Kindern und Jugendlichen bei 12 Prozent und im Erwachsenenalter bei 22 Prozent. Während das Ziel bei Jugendlichen damit bereits im vergangenen Jahr erreicht wurde, bedarf es noch weiterer Anstrengungen im Erwachsenenalter.

Zu den Zahlen der Mikrozensus-Befragung im Einzelnen: Der Anteil der Nichtraucher ist besonders in der Altersgruppe unter 25 Jahren deutlich angestiegen. Im Vergleich zu 2009 lag die Quote der Nichtrauchenden 15 bis 19-Jährigen im vergangenen Jahr um 4 Prozentpunkte höher. Bei den 20 bis 24-jährigen Männern lag der Anstieg bei 5 Prozentpunkten, bei den Frauen sogar bei 7 Prozentpunkten.

Weitere Informationen und die detaillierten Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2013 finden sich auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Gesundheitszustand/Rauchgewohnheiten5239004139004.pdf?__blob=publicationFile


quelle: http://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressemitteilungen/2014-04/raucherquote-ruecklaeufig.html


Winterzeit ist Grippezeit: Jetzt impfen lassen

veröffentlicht um 08.11.2014, 11:34 von Jack Hauswald


Winterzeit ist Grippezeit. Da der Körper nach einer Grippeschutzimpfung zehn bis 14 Tage benötigt, um einen Impfschutz aufzubauen, sind die Monate Oktober und November der richtige Zeitpunkt, um sich rechtzeitig gegen Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Durch eine Impfung schützen Geimpfte nicht nur sich selbst, sondern auch Andere, da die Impfung die Weiterverbreitung der Influenzaviren einschränkt.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippeschutzimpfung besonders für Personen, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben. Dazu zählen: ältere Menschen ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, chronische Krankheiten der Atmungsorgane oder Diabetes. Auch medizinischem Personal, Betreuern von Risikopatienten, Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen sowie Schwangeren wird empfohlen, sich impfen zu lassen.

Die Impfung kann aber auch für Personen ohne ein erhöhtes Krankheitsrisiko sinnvoll sein.

Info Influenza

www.bmg.bund.de/ministerium/presse/pressemitteilungen/2014-04/jetzt-impfen-lassen.html

Darmkrebs – Chancen der Vorsorge, Tipps für Patienten

veröffentlicht um 06.11.2014, 08:05 von Jack Hauswald

Professor Dr. med. Dirk Arnold (i.Bild )

Etwa 64.000 Bundesbürger erkranken jährlich an Darmkrebs, der zweithäufigsten Krebsart in Deutschland. Sie betrifft Frauen und Männer gleichermaßen. Mit steigender Lebenserwartung wächst die Zahl der Krebsneuerkrankungen.

Dennoch sinkt die Menge der krebsbedingten Todesfälle seit Jahren. Verantwortlich dafür sind eine bessere Nutzung der Vorsorgeuntersuchungen, optimierte Diagnoseverfahren und neue Krebstherapien. Interessante Informationen und Antworten auf wichtige Fragen zum Thema Darmkrebs gibt es beispielsweise unter www.experten-im-chat.de/darmkrebs.

Darmkrebs ist besonders heimtückisch, denn er verursacht im Frühstadium kaum Beschwerden und verursacht keine typischen Anzeichen, die darauf hinweisen. Professor Dr. med. Dirk Arnold ist ärztlicher Direktor der Klinik für Internistische Onkologie an der Klinik für Tumorbiologie Freiburg. Er empfiehlt allen Patienten, die kein erhöhtes Risiko durch familiäre Vorbelastung oder wegen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung haben, eine Darmkrebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr: „Ab diesem Alter steigt das Risiko für das Auftreten von Darmkrebs steil an. Die Darmspiegelung wird ab einem Alter von 55 Jahren im Rahmen der Darmkrebsvorsoge erstattet und kann im Abstand von zehn Jahren wiederholt werden.“

Früh erkannt, ist Darmkrebs fast immer heilbar. Darauf weist Dr. med. Ullrich Graeven, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Gastroenterologie der Kliniken Maria Hilf Mönchengladbach, hin: „Solange der Tumor sich noch nicht wesentlich ausgebreitet hat, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit nach einer entsprechenden Behandlung von einer kompletten Heilung ausgehen. Empfohlene Maßnahmen sind bei geringer Tumorgröße und Ausbreitung die chirurgische Entfernung des befallenen Darmabschnittes und eine ergänzende Chemotherapie.“ Dank der Vorsorgeuntersuchung werde Darmkrebs im Frühstadium bereits bei Dreiviertel der Patienten diagnostiziert“ so Dr. Graeven.

Menschen mit erblicher Vorbelastung sollten frühzeitig mit Vorsorge beginnen

Bei 20 bis 25 Prozent der Darmkrebserkrankungen liegt ein familiäres Risiko zu Grunde, erläutert Dr. med. Friedrich Overkamp, Begründer der Praxis und Tagesklinik für internistische Onkologie & Hämatologie in Recklinghausen: „Waren oder sind Familienangehörige an Darmkrebs oder Darmpolypen erkrankt, können dies Hinweise auf ein erhöhtes familiäres Risiko sein - insbesondere bei Auftreten der Symptome vor dem 50. Lebensjahr. In diesem Fall sollte die erste Darmspiegelung zehn Jahre vor dem Zeitpunkt vorgenommen werden, zu dem bei den direkten Verwandten (also Mutter oder Vater) die Diagnose gestellt wurde.“ Die Kosten für eine intensivere Darmkrebsvorsorge, so Overkamp, würden bei Risikopatienten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Professor Dr. Arnold empfiehlt Risikopatienten bereits im Alter von 25 Jahren eine Darmspiegelung; sie sollte bei unauffälligem Befund in einem Rhythmus von zehn Jahren wiederholt werden.

Aussagekräftige Darmspiegelung

Die Darmspiegelung, in medizinischer Fachsprache Koloskopie genannt, sei die aussagekräftigste und bei weitem sinnvollste Untersuchung zur frühzeitigen Erkennung von Darmkrebs, betont Professor Arnold: „Hierfür betrachtet der Arzt mit einem speziellen Instrument, dem Endoskop, das Innere des Darms. Über einen Monitor kann der Arzt auf diese Weise einen Einblick in das Innere des Darms erhalten.“ Mit Hilfe des Endoskops könnten auch Gewebeproben an auffälligen Stellen entnommen sowie Darmpolypen und andere teils gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut abgetragen werden.

Solange der Krebsherd sehr begrenzt auf die Darmschleimhaut und mit den umliegenden Strukturen operativ zu entfernen sei (Stadium I), liege die Heilungsrate bei über 90 Prozent, erklärt Professor Arnold. Auch deshalb sei die Früherkennung so wichtig – neben den Krebsvorstufen, die dabei entfernt werden, können gerade auch sehr frühe Stadien der Krebserkrankung erkannt werden: „Und je früher man existierende Krebserkrankungen erkennt, desto besser sind die Heilungschancen.“

Kombination von Chemotherapien mit zielgerichteten Medikamenten

Professor Arnold macht auch den Menschen Hoffnung, die bereits von der Krankheit betroffen sind: „Können bei fortgeschrittenem Darmkrebs der Tumor und die vorhandenen Metastasen nicht operativ entfernt werden, wird durch eine Therapie mit modernen, zielgerichteten Medikamenten in Kombination mit einer Chemotherapie versucht, die Metastasen zu verkleinern und letztendlich eine vollständige Entfernung des Tumors zu ermöglichen.“ Im weit fortgeschrittenen Stadium der Krebserkrankung mit multiplen Metastasen, die sich nicht entfernen lassen, sei das Therapieziel die Verlängerung des Überlebens – aber genauso wichtig sei die Linderung der Symptome bei bestmöglichem Erhalt der Lebensqualität.

Experteninterview zum Thema "Darmkrebs"

Mit Professor Dr. med. Dirk Arnold (i.Bild ) , Ärztlicher Direktor der Klinik für Internistische Onkologie an der Klinik für Tumorbiologie Freiburg und Mitglied in nationalen und internationalen Fachgesellschaften. Sein Hauptinteresse gilt der Entwicklung moderner Behandlungskonzepte für Patienten mit gastrointestinalen Tumoren sowie optimierten Behandlungsstrukturen.

 

1.     Welche Rolle spielen Ernährung und Bewegung bei der Entstehung von Darmkrebs?

 

Professor Dr. med. Dirk Arnold:

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen davon aus, dass etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen durch eine ungesunde Lebensweise entstehen und somit eventuell vermieden werden könnten. Übergewicht und Bewegungsmangel beispielsweise können das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich erhöhen. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle - zu viel ballaststoffarmes und fettes Essen, zu wenig Obst und Gemüse und dazu noch regelmäßiger Alkoholkonsum und Rauchen können insbesondere das Darmkrebsrisiko erhöhen. Durch einen gesünderen Lebensstil lässt sich die Darmkrebsrate möglicherweise sogar halbieren.

 

 

2.     Ab wann und in welchem Rhythmus sollte man – auch ohne Beschwerden – zur Darmkrebsvorsorge gehen, beziehungsweise eine Darmspiegelung vornehmen lassen?

 

Professor Dr. med. Dirk Arnold:

Allen Patienten, die kein erhöhtes Risiko durch familiäre Vorbelastung oder wegen einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung haben, wird eine Darmkrebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr empfohlen, denn ab diesem Alter steigt das Risiko für das Auftreten der Erkrankung steil an. Die Darmspiegelung wird ab einem Alter von 55 Jahren im Rahmen der Darmkrebsvorsoge erstattet und kann im Abstand von zehn Jahren wiederholt werden.

 

 

3.     Was genau passiert bei einer Darmspiegelung?

 

Professor Dr. med. Dirk Arnold:

Die Darmspiegelung, in medizinischer Fachsprache Koloskopie genannt, ist die aussagekräftigste und bei weitem sinnvollste Untersuchung zur frühzeitigen Erkennung von Darmkrebs. Hierfür betrachtet der Arzt mit einem speziellen Instrument, dem Endoskop, das Innere des Darms. Über einen Monitor kann er auf diese Weise einen Einblick in das Innere des Darms erhalten. Mit Hilfe des Endoskops können auch Gewebeproben an auffälligen Stellen entnommen sowie Darmpolypen und andere teils gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut abgetragen werden – diesen Vorteil hat die Darmspiegelung allen anderen Untersuchungsmethoden weit voraus. Voraussetzung für eine erfolgreiche Darmspiegelung ist aber eine vorangehende Darmreinigung.

 


 

4.     Wer ist für Darmkrebs erblich vorbelastet?

 

Professor Dr. med. Dirk Arnold:

Generell unterscheidet man zwischen zwei Arten der Vorbelastung: dem erblich bedingten und dem familiär gehäuften Darmkrebs. Nur fünf bis zehn Prozent aller Darmkrebsfälle sind klar erblich bedingt; den betroffenen Familien ist dies durch das sehr häufige Auftreten zumeist bekannt. In weiteren 20 bis 25 Prozent der Fälle beobachtet man eine Häufung von Darmkrebserkrankungen innerhalb einer Familie. Zu dieser Risikogruppe gehören Patienten, wenn bei ihnen oder einem direkten Verwandten Darmpolypen festgestellt wurden, in ihrer Familie bereits einmal Darmkrebs aufgetreten ist und insbesondere, wenn der Betroffene bei Auftreten der Erkrankung jünger als 50 Jahre alt war. Darüber hinaus gehören Patienten zur Risikogruppe, bei denen selbst oder bei deren direkten Verwandten schon eine andere Krebsart diagnostiziert wurde.

 

 

  1. Wann sollten Menschen mit erblicher Vorbelastung mit der Vorsorge beginnen und wie sollte diese aussehen?

 

Professor Dr. med. Dirk Arnold:

Empfohlen wird eine Darmspiegelung zur Vorsorge zehn Jahre vor dem Zeitpunkt, zu dem erstmalig Darmkrebs bei einem Familienmitglied diagnostiziert wurde. Bei Verdacht auf familiär gehäuften Darmkrebs sollte eine Darmspiegelung bereits im Alter von 25 Jahren durchgeführt werden und bei unauffälligem Befund in einem Rhythmus von zehn Jahren wiederholt werden. Dieser Risikogruppe zugehörige Menschen sollten darüber hinaus auf eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil achten.

 

 

6.     Wie sieht die Behandlung von Darmkrebs heute aus?

Professor Dr. med. Dirk Arnold:

Die Behandlung von Darmkrebs richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Im Frühstadium (Stadium I) wird die betroffene Darmschleimhaut und eventuell die darunter liegende Muskelschicht operativ entfernt. Bei einem ausgedehnteren Befall im Stadium II und III, der sich aber noch auf den Darm beschränkt, kann das befallene Gewebe und die darunter liegenden befallenen Strukturen wie Lymphknoten und Teile des Bauchfells oder Organe operativ entfernt werden. Diese chirurgische Entfernung hat weiterhin die Heilung zum Ziel. Falls ein erhöhtes Rückfallrisiko besteht, kann unter Umständen eine anschließende „vorbeugende“ Chemotherapie nötig sein. Bei Krebs im Enddarm (Mastdarmkrebs oder Rektumkarzinom) wird vor oder nach der Operation, je nach Ausdehnung, auch eine Strahlen(chemo)therapie nötig sein. Eine regelmäßige Nachsorge ist immer erforderlich. Wenn zusätzlich zum Entstehungsherd im Darm noch Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen – meist Leber oder Lunge – auftreten, liegt ein Stadium IV vor. Zu einer Operation kommt es in diesem Fall nur, wenn die betroffenen Bereiche ohne zu großes Risiko für den Patienten entfernt werden können. Diese Patienten erhalten zu Beginn eine intensive Chemotherapie, meist in Kombination mit einer zielgerichteten Therapie, die verschiedene Wachstumsmechanismen des Tumors hemmt. Gebräuchlich ist auch die Kombination mehrerer Substanzen. Damit versucht man, den Krebs und die Metastasen so zu verkleinern, dass die Krankheit als „chronische Tumorerkrankung“ möglichst lange ohne Beschwerden verläuft. Bei manchen Patienten besteht sogar das Ziel, die Metastasengröße so zu verringern, dass eine Operation der Metastasen möglich ist – und für wenige Patienten ist mit diesem kombinierten Vorgehen sogar in diesem metastasierten Stadium die Heilung möglich.

 

 

7.     Welche Patienten mit Darmkrebs haben Aussicht auf Heilung?

 

Professor Dr. med. Dirk Arnold:

Solange der Krebsherd sehr begrenzt auf die Darmschleimhaut ist und mit den umliegenden Strukturen operativ zu entfernen ist (Stadium I), liegt die Heilungsrate bei über 90 Prozent. Auch deshalb ist die Früherkennung so wichtig – neben den Krebs-Vorstufen, die dabei entfernt werden, können gerade auch sehr frühe Stadien der Krebserkrankung erkannt werden. Je früher man existierende Krebserkrankungen erkennt, desto besser sind die Heilungschancen. Bei ausgedehnterem Befall ohne Metastasen (Stadien II-III) hängen die Heilungschancen davon ab, ob der Krebsherd operativ vollständig entfernt werden kann und wie hoch das Rückfallrisiko ist. Zur Einschätzung der Heilungsaussichten gibt man die Fünfjahres-Überlebensrate von 33 bis 71 Prozent an. Diese gibt an, wie viele Patienten voraussichtlich nach fünf Jahren noch am Leben sind. Wenn eine metastasierte Darmkrebserkrankung vorliegt und umliegende Organe von Metastasen befallen sind (Stadium IV), ist eine Heilung heute leider noch die Ausnahme. Die Forschung untersucht jedoch neue Therapieansätze, die zukünftig eine immer bessere Versorgung ermöglichen werden.

 

 

8.     Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs erhalten sehr oft Kombinationen von Chemotherapien mit zielgerichteten Medikamenten. Was bewirken diese Arzneimittel?

Professor Dr. med. Dirk Arnold:
Können bei fortgeschrittenem Darmkrebs der Tumor und die vorhandenen Metastasen nicht operativ entfernt werden, wird durch eine Therapie mit modernen, zielgerichteten Medikamenten in Kombination mit einer Chemotherapie versucht, die Metastasen zu verkleinern und letztendlich eine vollständige Entfernung des Tumors zu ermöglichen. Im weit fortgeschrittenen Stadium der Krebserkrankung mit multiplen Metastasen, die sich nicht entfernen lassen, ist das Therapieziel die Verlängerung des Überlebens – aber genauso wichtig ist die Linderung der Symptome bei bestmöglichem Erhalt der Lebensqualität.

 

 

9.     Welche Chance bedeuten Chemotherapien in Kombination mit zielgerichteten Medikamenten für den Patienten und worauf muss sich der Patient einstellen?


Professor Dr. med. Dirk Arnold:
Die Behandlung von Darmkrebs im Endstadium ist trotz verbesserter Prognose und durch die effektive Kombination von Chemotherapien mit zielgerichteten Medikamenten eine Herausforderung. Die meisten dieser Medikamente greifen an einem oder mehreren Signalwegen im Tumorstoffwechsel an. Durch die Blockade von Signalwegen in der Krebszelle wird verhindert, dass sich zum Beispiel  Tumorzellen teilen und die Tumore wachsen lassen. Ein anderes sehr erfolgreiches Therapiekonzept beruht darauf, dass verhindert wird, dass neue Blutgefäße entstehen, die der Tumor für sein Wachstum benötigt. Die kombinierte Therapie ist jedoch auch mit Nebenwirkungen verbunden. Dazu gehören beispielsweise Hautausschlag, Müdigkeit und (schmerzhafte) Schwellungen von Händen und Füßen. Wichtig ist, dass Patienten dann umgehend ihren Arzt informieren, damit er diese unerwünschten Wirkungen frühzeitig behandeln kann.

 

 

10.  Was ist für Patienten nach der Diagnose Darmkrebs besonders wichtig? Worauf sollten sie im Alltag achten?

 

Professor Dr. med. Dirk Arnold:

Für den Patienten ist es wichtig, den Alltag so normal wie möglich zu gestalten. Oft ist eine Krebserkrankung mit einer mentalen Belastung verbunden, die zu Selbstzweifel und Sinnkrisen führen kann. Schwäche- und Erschöpfungszustände sind zudem häufig eine direkt mit der Behandlung in Verbindung stehende Folge. Wenn Patienten mit Darmkrebs sich schwertun, über ihre Krankheit zu sprechen, ist das häufig eine Schutzreaktion gegen die Übermacht der eigenen Angst. Hier ist ein besonderes Einfühlungsvermögen von Familienangehörigen und Freunden gefragt. Diese sollten Anteilnahme zeigen, aber nicht darauf drängen, alles auszusprechen. Meist kommt irgendwann im Laufe der Krankheit doch der Zeitpunkt, an dem Patienten sich mitteilen.

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Weltmännertag 2014 am 3. November. Prävention urologischer Erkrankungen frühzeitig beginnen.

veröffentlicht um 01.11.2014, 07:04 von Jack Hauswald


Urologen appellieren: Männergesundheit beginnt beim Jungen

 Ob Weltmännertag am 3. November, internationaler Männertag am 19. November oder die weltweite Spendenkampagne für Prostatakrebsforschung und Männergesundheit „Movember“: Der Herbst steht ganz im Zeichen des gesundheitspolitisch noch immer stark vernachlässigten starken Geschlechts.

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) appellieren an die Männer, ihre Gesundheitskompetenz zu schärfen und vorhandene Gesundheitsangebote besser zu nutzen - und zwar in jeder Altersgruppe. Sie selbst halten dafür diverse Ratgeber sowie ein umfangreiches Angebot medizinischer Informationen für Interessierte und Patienten auf ihrer Website (www.urologenportal.de) vor und setzen sich mit regelmäßigen Laienforen für die öffentliche Aufklärung ein.

Männergesundheit beginnt bereits beim Jungen, betonen Urologen zum Weltmännertag 2014. Praktisch bedeutet das zum Beispiel die frühzeitige Feststellung medizinischer Fehlbildungen, die Einhaltung eines altersgerechten Impfplans, rechtzeitige Aufklärung über Verhütung und sexuell übertragbare Infektionen sowie die Aufklärung über Selbstuntersuchung zur Früherkennung von Hodenkrebs. „Männliche Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, um die Männergesundheit langfristig zu verbessern“, sagt DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch. „Wir wollen die Jungen frühzeitig sensibilisieren und ihr Gesundheitsbewusstsein wecken, sodass der Gang zum Arzt so selbstverständlich wie bei Mädchen und Frauen wird.“ Zu diesem Zweck engagieren sich DGU und BDU derzeit auf zwei Ebenen. „Zum einen sind wir dabei, eine Jungensprechstunde in urologischen Praxen zu etablieren, die den Jungen auch in der Pubertät einen ärztlichen Ansprechpartner bietet und damit eine Lücke im Männerleben schließt“, so BDU-Pressesprecher Dr. Wolfgang Bühmann. Zum anderen kooperieren die Urologen mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. bei der gesundheitlichen Bildung von Jungen in Schulen.

Was Männer im Laufe ihres Lebens zur „Prävention urologischer Erkrankungen“ von Blase, Nieren und Prostata, für Potenz und Fruchtbarkeit tun können, bringt der gleichnamige Ratgeber von DGU und BDU auf den Punkt. Aufklärung über Prostatakrebsfrüherkennung empfehlen Deutschlands Urologen allen Männern ab 45 Jahren. Nicht zuletzt appellieren die Experten für Männergesundheit am diesjährigen Weltmännertag, altersbedingte urologische Erkrankungen des Mannes wie die gutartige Prostatavergrößerung, Testosteronmangel oder die Erektile Dysfunktion im Sinne einer guten Lebensqualität und der Vermeidung von Folgeerkrankungen abklären und behandeln zulassen.

Weitere Informationen und alle Ratgeber der Urologen finden Interessierte jeden Alters - nicht nur an Männertagen - auf www.urologenportal.de

DGU/BDU-Pressestelle
Stremelkamp 17 
21149 Hamburg

Leichter Rückgang der Arbeits- und Wegeunfälle im ersten Halbjahr 2014

veröffentlicht um 30.10.2014, 15:37 von Jack Hauswald

Die Zahl der Unfälle auf Schulwegen ist etwas höher als im Vorjahr. (© Wolfgang Bellwinkel / DGUV)

Im ersten Halbjahr 2014 ist die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle nach vorläufigen Angaben abermals leicht um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Gemeldet wurden insgesamt 430.939 Unfälle bei der Arbeit. Noch deutlicher gingen die meldepflichtigen Wegeunfälle zurück: Ihre Zahl sank um 10,7 Prozent auf 86.881. Hintergrund dieser Entwicklung ist der milde Winter 2013/14. Im Winter zuvor hatte es hingegen viel Schnee und Eis gegeben. Dementsprechend waren die Unfallzahlen in die Höhe geschnellt.

2014 ging auch die Zahl der tödlichen Wegeunfälle zurück. Anders sieht es bei den Arbeitsunfällen aus: 211 endeten tödlich, das sind 14 mehr als im ersten Halbjahr 2013.

Erhöht hat sich die Zahl der meldepflichtigen Schulunfälle. Sie stieg um 9,3 Prozent auf 669.214 Fälle. In der Schüler-Unfallversicherung ist jeder Unfall meldepflichtig, der ärztliche Behandlung nach sich zieht. Die Entwicklung der Schülerunfälle ist möglicherweise darauf zurück zu führen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche Ganztagseinrichtungen besuchen. Sie verbringen damit mehr Zeit in Bildungseinrichtungen als zuvor.

Auf den Schulwegen passierten hingegen kaum mehr Unfälle als im Vorjahr. Auch die Zahl der tödlichen Schülerunfälle ging zurück: um 6 auf 20.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen

Pressestelle

Mittelstraße 51
10117 Berlin


Wie Schwindelstörungen entstehen und was dagegen hilft

veröffentlicht um 29.10.2014, 16:35 von Jack Hauswald

Moderne Senioren sind so aktiv wie noch nie. Wenn sich aber auch ohne Tanzen alles dreht, kann das sehr unangenehm sein. Schwindelsymptome gehören zu den häufigsten Alterserscheinungen. Foto: djd

Das Leben aus dem Gleichgewicht

Experten-Telefonaktion am

Donnerstag, 13. November 2014 von 11 bis 16 Uhr

kostenfreie Rufnummer 0800 000 55 32

(djd). Menschen jenseits der 65 stehen heute fester und aktiver im Leben als je zuvor. Rüstig, lebensbejahend und medizinisch gut versorgt, genießen sie die Freiheit nach dem Arbeitsleben und starten oft mit Reisen oder neuen Hobbys noch einmal richtig durch. Trotzdem bleiben auch moderne Senioren von typischen Altersbeschwerden nicht verschont. Eines der häufigsten Probleme ist Schwindel: Etwa jeder Dritte über 60 und jeder Zweite über 85 leidet darunter. Plötzlich dreht sich alles, oder der Boden scheint unter den Füßen zu schwanken. Oft kommen auch Übelkeit und Erbrechen dazu, den Betroffenen wird schwarz vor den Augen, das Herz rast, oder es kommt zu Schweißausbrüchen. Eine Schwindelattacke kann nach Sekunden vorbei sein, sich aber auch über einen längeren Zeitraum erstrecken.

Lebensqualität erhalten

Schwindelstörungen können die Lebensqualität erheblich schmälern, denn neben den unangenehmen Symptomen steigt auch die Gefahr von Stürzen und Verletzungen. Und wer sich auf den eigenen Beinen nicht sicher fühlt, bekommt Angst und verliert das Selbstvertrauen. Viele Betroffene schränken deshalb ihre Aktivitäten ein und bleiben lieber zu Hause. Ein Teufelskreis, denn mangelnde Bewegung kann wiederum die Schwindelepisoden noch verstärken. Aber was kann man tun, um das Leben wieder mutig und aktiv anzugehen?

Ursachen klären lassen

Zunächst einmal ist es wichtig, ernsthafte Erkrankungen wie neurologische Störungen oder Herz-Kreislauf-Leiden auszuschließen. Als weitere Ursachen für Schwindelanfälle kommen altersbedingte Funktionseinschränkungen von Nerven, Gleichgewichtsorgan und Augen, Durchblutungsstörungen, Blutdruckschwankungen, bestimmte Medikamente und psychische Probleme infrage. Auch die Ausprägung des Schwindels kann verschieden sein, wie etwa Dreh-, Lagerungs- oder Schwankschwindel. Deshalb müssen oft zusätzlich zum Hausarzt Spezialisten wie HNO-Ärzte, Neurologen oder Internisten zu Rate gezogen werden.

Aktiv gegen Schwindel

Aus medizinischer Sicht liegt nicht immer eine Erkrankung als Ursache für die Schwindelanfälle vor. Das bedeutet aber nicht, dass man nichts dagegen tun kann! Wichtig ist es vor allem, aktiv zu bleiben. Spezielle Schwindelübungen können den Gleichgewichtssinn schulen und helfen, den Umgang mit unsicheren Situationen besser zu meistern. Auch regelmäßiger Sport verbessert die Gangsicherheit und senkt die Sturzgefahr. Zusätzlich ist eine begleitende Behandlung mit natürlichen Arzneimitteln wie Vertigoheel möglich, die die Mikrodurchblutung sanft unterstützen und keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aufweisen. Jede Therapie muss individuell abgestimmt sein. Zudem sind viele Fragen zu beantworten: Wo kann man geeignete Übungen erlernen, wie können Angehörige helfen, welche Nebenwirkungen können Medikamente haben und wie wirken Naturarzneien gegen Schwindel?

Gefahren im Alltag vermeiden

Wichtig ist es auch, die durch den Schwindel verursachte Sturzgefahr zu verringern: Im eigenen Haushalt kann man hier selbst viel tun, etwa Haltegriffe anbringen, rutschfeste Böden verlegen, oder lose Kabel und Teppichkanten beseitigen. Mit welchen Maßnahmen man wieder mehr Sicherheit gewinnen kann, wie man im Notfall am besten Hilfe bekommt und was man im Fall eines akuten Schwindelanfalls tun sollte, erklären unsere Experten individuell am Telefon.

Sie sprechen mit:

Prof. Dr. Karl-Friedrich Hamann: Ehemaliger Extraordinarius an der HNO-Klinik der TU München und leitender Arzt der Abteilung für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen im MVZ Bogenhausen. Forschungsschwerpunkt: Verlauf, Diagnose und Therapie von Schwindelerkrankungen.

Dr. med. Thomas Zickler: Niedergelassener HNO-Arzt in Pfungstadt. Praxisschwerpunkte: Hörstörungen, Schwindelerkrankungen, Allergologie, Schlafstörungen. Dazu Lehrtätigkeiten für den Deutschen Berufsverband der HNO-Ärzte.

Dr. med. Jörg Sebastian: Niedergelassener HNO-Arzt in Nürnberg. Schwerpunkte: konservative HNO-Heilkunde, Schwindeldiagnostik, Stimm- und Sprachstörungen, weiterhin Komplexhomöopathie und Akupunktur.

Dr. med. Jochen Reichel: Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in München-Bogenhausen. Schwerpunkte: plastische Operationen, Allergologie, Schwindel- und Tinnitus-Behandlung. Herausgeber des hnoinfo-Newsletter.

Rufen Sie an! Holen Sie sich Ihren persönlichen Expertenrat von 11 bis 16 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 000 55 32!

 

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Gefährlicher Bakteriencocktail. Katzenbisse sind nicht harmlos

veröffentlicht um 09.10.2014, 14:24 von Jack Hauswald

Hamburg – Autsch! Gerade hat man noch so nett mit der Katze gespielt, und nun ist es passiert: Der Stubentiger hat zugebissen. Eine kleine Verletzung an der Hand, die nicht einmal blutet – nicht schlimm? Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) rät zu Vorsicht und Wachsamkeit. Sie kennt das Thema aus den bei ihr versicherten Tierarztpraxen. Alarmzeichen nach einem Katzenbiss sind Schwellungen und Rötungen. Treten sie auf, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Was passieren kann

Manchmal heilen Katzenbisse ohne Probleme ab, aber oft ziehen sie Entzündungen nach sich. „Deshalb sollte man solche Verletzungen immer ernst nehmen“, empfiehlt Dr. Lutz Nickau, Präventionsexperte bei der BGW. „Es besteht die Gefahr, dass über die langen, spitzen Zähne der Katze ein Cocktail gefährlicher Bakterien in den Körper gelangt. Oft schafft es das Immunsystem dann nicht von sich aus, diese Krankheitserreger unschädlich zu machen.“

Vor allem wenn Sehnen, Gelenke oder Nerven von dem Biss betroffen sind, kann die Sache gefährlich werden. Denn aufgrund der geringen Durchblutung stehen dort nur relativ wenige weiße Blutkörperchen zum Bekämpfen der Bakterien zur Verfügung. „Im Extremfall können diese Gewebe durch eine Entzündung geschädigt werden, so dass die Beweglichkeit oder Empfindlichkeit von Fingern oder Händen für immer gestört bleibt“, erklärt Dr. Nickau. „Und es kommt sogar vor, dass wegen einer schweren Infektion nach einem Katzenbiss ein Finger amputiert werden muss.“

Hat jemand viel Umgang mit Katzen, so kann sich sein Immunsystem in gewissem Maße auf die Bakterienflora der Katze einstellen – und kommt dann meist auch mit Kratzern und Bissen besser zurecht. „Aber verlassen sollte man sich darauf nicht“, rät der Experte der Berufsgenossenschaft.

 

Was zu tun ist

 

„Man sollte durch Katzen verursachte Wunden in jedem Fall desinfizieren und genau beobachten“, so Dr. Nickau. „Spätestens bei Rötungen und Schwellungen steht der Gang zum Arzt an.“ Entzündungen nach Bissen werden in der Regel zunächst mit Antibiotika behandelt. Gegebenenfalls öffnet der Arzt auch die Wunde und reinigt sie. Erfolgt die Behandlung rechtzeitig, lassen sich Komplikationen und Operationen fast immer vermeiden.


 

Über uns

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist für über siebeneinhalb Millionen Versicherte in mehr als 600.000 Unternehmen zuständig. Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.


Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

Pappelallee 33/35/37, 22089 Hamburg

Arthrose im Knie – was kann man tun?

veröffentlicht um 09.10.2014, 14:16 von Jack Hauswald


Jedes Jahr erhalten etwa 130.000 Bundesbürger ein künstliches Kniegelenk eingesetzt.
Foto: djd ERGO Direkt Versicherungen thx

Große Ratgeberaktion zum Thema Gelenkgesundheit per Chat
mit führenden Experten
Donnerstag, 20. November 2014
www.experten-im-chat.de
vom 18 bis 19 Uhr


(djd). Arthrose ist die am meisten verbreitete Gelenkerkrankung. Häufig ist das Knie betroffen. Die Ursachen und Symptome einer Kniearthrose sind allerdings sehr unterschiedlich – und auch die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nicht nur nach dem Stadium der Arthrose, sondern auch nach individuellen Kriterien wie dem Alter und der Belastbarkeit des Betroffenen. Woran erkennt man eine Kniearthrose? Wann sollte man mit Knieproblemen einen Arzt aufsuchen? Welche modernen Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Kniearthrose? Wann ist eine Operation ratsam?
Kann man frühzeitigen Verschleiß vermeiden?

Bei jüngeren Menschen entstehen Knorpelschäden im Knie häufig durch Sportunfälle. Im mittleren Lebensalter wird die Arthrose-Entwicklung dagegen auch durch ungünstige Verhaltensweisen gefördert. So kann sich ein frühzeitiger Verschleiß durch eine chronische Überlastung oder auch durch Übergewicht einstellen. Welche Faktoren können der weiteren Abnutzung des Gelenks entgegenwirken? Welchen Einfluss hat Übergewicht auf eine Kniearthrose, was kann man mit einer Ernährungsumstellung erreichen?

Im höheren Lebensalter entstehen Knorpelschäden im Rahmen des normalen Alterungsprozesses vor allem durch stetige Abnutzung. Die Betroffenen reagieren auf Schäden häufig mit weniger Bewegung und einer Reduzierung der sportlichen Aktivitäten. Ist dieses Verhalten sinnvoll?
Wie sinnvoll sind Spritzen und Spiegelungen?

Die Behandlungsmöglichkeiten einer Kniearthrose sind heute so vielfältig wie die Ursachen. Was sollten Kniearthrose-Patienten grundsätzlich vermeiden? Wie sinnvoll sind Spritzen oder Spiegelungen? Wird in Deutschland zu schnell operiert? Immerhin erhalten jedes Jahr etwa 130.000 Menschen ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. Welche modernen, konservativen Therapien zur Behandlung von Knieproblemen gibt es als Alternative zur Operation?

Welche Möglichkeiten bietet die Osteopathie bei Kniearthrose?
Die Osteopathie kann auch bei Gelenksproblemen eine alternative Therapieform darstellen, beziehungsweise andere Therapien und Maßnahmen sinnvoll ergänzen. Ziel einer Osteopathie-Behandlung ist es, Funktionsstörungen und Blockaden, die eine Krankheit herbeiführen, ganzheitlich zu lösen und auf diese Weise dem Körper zu helfen, gesund zu werden. Kann eine Osteopathie-Behandlung auch bei Gelenkarthrosen sinnvoll sein? Wo liegen die Möglichkeiten und die Grenzen einer osteopathischen Behandlung bei Schwierigkeiten mit dem Kniegelenk?
Gelenksarthrose als Ursache für Berufsunfähigkeit

Chronische Gelenkschmerzen können letztlich auch dazu führen, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, statistisch wird immerhin jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland während seines Berufslebens erwerbs- oder berufsunfähig. Auf den Staat sollte man sich dann nicht verlassen, von ihm gibt es meist nur eine geringe Unterstützung als Grundversorgung. Für den Fall der Fälle sollte man deshalb mit dem Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen, die Betroffenen erhalten dank dieser Police dann eine monatliche Rente. Wer eine solche Police bereits besitzt, sollte im Übrigen angesichts der längeren Lebensarbeitszeiten unbedingt die Laufzeit des Vertrages im Auge behalten und gegebenenfalls anpassen. Warum ist es so wichtig, mit dem Abschluss einer solchen privaten Absicherung nicht zu lange zu warten? Was ist mit der Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen bestehen – wirkt sich dies auf den Beitrag aus? Wie hoch sollte die Berufsunfähigkeitsrente im Bedarfsfall liegen?
Fragen Sie unsere Experten

Welche Sportarten sind gelenkschonend? Was setzt dem Kniegelenk am meisten zu? Bei welchen Problemen sollte man einen Arzt aufsuchen? Kann man der Kniegelenksarthrose mit einer gesunden Ernährung vorbeugen? Kann ich mich gegen Berufsunfähigkeit versichern, obwohl ich bereits Probleme mit den Gelenken habe? Ab welchem Alter sollte man gegen Berufsunfähigkeit vorsorgen? Alle Fragen rund ums Thema "Gelenkgesundheit“ beantworten drei Spezialisten am 20. November 2014 im Experten-Chat auf www.experten-im-chat.de.

Im Chat sitzen für Sie:
Prof. Dr. med. Stefan Weiss, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Leitender Arzt der ARCUS Sportklinik Pforzheim, Behandlungsschwerpunkte Knie- und Hüftgelenk, operative Schwerpunkte Kniegelenks- und Hüftgelenks-Endoprothetik.

Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. (USA), Osteopathin, Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Wiesbaden. 1. Vorsitzende und Gründerin des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.. Mitherausgeberin der „DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie“. Professorin für Osteopathie an der Hochschule Fresenius in Idstein.

Christoph Andersch, Experte für Berufsunfähigkeitsversicherungen bei
den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Reichen Sie Ihre Fragen ein ab dem 10.November 2014 unter www.experten-im-chat.de und lesen Sie die Antworten dazu am 20. November von 18 bis 19 Uhr!


djd deutsche journalisten dienste GmbH
Plieninger Straße 58
70567 Stuttgart

Bayerischer Arbeitsschutztag 2014

veröffentlicht um 08.10.2014, 17:00 von Jack Hauswald


Forum Bayerische Gewerbeaufsicht –

Arbeitsministerin Müller: „Betriebe mit einer guten Arbeitsschutzorganisation sind zukunftssicher aufgestellt“

In diesem Jahr findet der Bayerische Arbeitsschutztag am 8. Oktober in der Würzburger Residenz statt. Arbeitsministerin Emilia Müller hob mit Blick auf die Veranstaltung die Bedeutung des Arbeitsschutzes hervor: „Sichere und gesundheitsgerecht gestaltete Arbeitsplätze bringen nicht nur für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer viele Vorteile. Arbeitsschutz lohnt sich auch für die Unternehmen, allein aufgrund der damit verbundenen geringeren Fehlzeiten und höheren Produktivität der Beschäftigten. Und sie können sich so dem branchenspezifisch abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenstellen. Denn in Zeiten der Globalisierung, Flexibilisierung und Mobilisierung werden Betriebe ihre Beschäftigten und deren Erfahrungen nur dann auf Dauer halten können, wenn auch die Arbeitsbedingungen attraktiv sind. Ein zukunftsorientierter Arbeitsschutz liegt daher im ureigenen Interesse der Betriebe.“

Müller weiter: „Zukunftsorientierter Arbeitsschutz geht nur mit einer guten und funktionierenden Arbeitsschutzorganisation. Diese ist umso wirksamer, je besser sie in betriebliche Prozesse und Entscheidungen integriert ist. Unsere bayerische Gewerbeaufsicht unterstützt die Unternehmen deshalb mit dem Arbeitsprogramm ‚Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes’.“

Das Arbeitsprogramm ‚Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes’ der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) wurde unter Federführung der Bayerischen Gewerbeaufsicht entwickelt. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.gda-portal.de/de/Arbeitsprogramme2013-2018/Organisation.html.

Mit dem Bayerischen Arbeitsschutztag bietet die Bayerische Gewerbeaufsicht der bayerischen Wirtschaft, Arbeitsschutzakteuren und Interessierten ein Forum der Diskussion und Information. Den Betrieben werden aber auch weitergehende Unterstützungen bei der Einrichtung eines systematischen Arbeits- und Gesundheitsschutzes geboten, wie beispielsweise bei der Einrichtung des Arbeitsschutzmanagementsystems OHRIS oder des Ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagementsystem (GABEGS). Weitere Informationen finden Sie unter www.lgl.bayern.de/aus_fort_weiterbildung/veranstaltungen/kongresse_veranstaltungen/doc/arbeitsschutztag_2014.pdf

 

Bayerisches Staatsministerium für
Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Winzererstraße 9
80797 München

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