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Vorlesewettbewerb 2016


Mucksmäuschenstill war es meist in der Aula unserer Schule bei dem diesjährigen Vorlesewettbewerb, und das, obwohl alle vier Klassen der Jahrgangsstufe sechs gleichzeitig dort waren! Doch von Anfang an. 

Unsere Schulleiterin Frau van Merwyk begrüßte am Freitag um zwölf Uhr die Kinder und erklärte den Wettbewerb:
Jede Klasse hatte zuvor drei Schülerinnen und Schüler ausgewählt, die als Kandidaten antraten. Im Wettbewerb liest jeder Kandidat zunächst aus einem Buch seiner Wahl einen kurzen Textabschnitt vor. Dann entscheidet die Jury, bestehend aus Frau van Merwyk, Frau Höhn, Herrn Ilboga und Herrn Waldner, wer in die Final-Runde kommt. Die Finalisten müssen dann einen ihnen unbekannten Text vorlesen. Die Jury entscheidet daraufhin, wer Schulsieger wird.

Frau Höhn rief die Kandidaten auf, die sich, von einem freundlichen Applaus getragen, in der Mitte der Aula an den Lesetisch setzten. Dieser war von Frau Höhn und Frau Rostek mit vielen Lichtern schön dekoriert worden. Nun stellten die Kandidaten den Zuhörern in einer knappen Zusammenfassung vor, um was es in ihrem Buch geht, damit das Publikum die Zusammenhänge in dem Textabschnitt versteht.
Während des Vorlesens war es, wie eingangs erwähnt, zumeist sehr still, vor allem bei den spannenden Geschichten. Vereinzelt wurde aber auch gelacht, da sich einige Kinder sehr originelle Bücher zum Vorlesen ausgewählt hatten. Zum Ende des Vortrages applaudierten die Zuhörer wiederum, und die Jury machte sich eifrig Notizen.

Nachdem alle Kandidaten ihren Wunschtext vorgetragen hatten, zog sich die Jury zur Beratung zurück und das Publikum hatte eine kurze Pause. Frau van Merwyk verkündete im Anschluss die Finalisten, die nicht nur von der eigenen Klasse, sondern von allen mit Applaus bedacht wurden.

Frau Stockheim stellte nun das Buch „Der Bund der Wölfe“ vor, aus dem die Kinder einen ihnen unbekannten Textauszug vorzulesen hatten. Es handelt sich um eine Kriminalgeschichte in einem Internat, erzählt aus der Sicht einer neuen Schülerin. 
Die Finalisten mussten jeweils zwei Seiten lesen, und die hatten es in sich! Jeder hatte zumindest mit einem schwierigen Wort zu kämpfen, aber alle meisterten die Aufgabe. Man muss bedenken, dass der Text nicht nur sicher und flüssig vorgelesen werden musste, sondern durch sinnvolle Betonungen, Pausen und angepasste Stimme möglichst lebendig wirken sollte – was bei einem unbekannten Text natürlich noch schwieriger ist.
Nachdem alle Finalisten vorgelesen hatten, beriet sich die Jury ein weiteres Mal und kürte dann unsere Schulsiegerin, Aylin aus der Klasse 6d, die die Ehre hat, unsere Schule in der nächsten Runde beim Vorlesewettbewerb der Stadt Herne zu vertreten. Doch auch die übrigen Finalisten wurden für ihre tollen Leistungen belohnt: Sie erhalten einen Büchergutschein, um an noch mehr Lesestoff zu kommen. 


Der Vorlesewettbewerb endete mit einem großen Applaus für die Finalisten. Es war richtig schön zu sehen, dass die Kinder lernten, dass auch ein Wettbewerb außerhalb des Sports spannend und interessant sein kann. Sicherlich wurde bei einigen Kindern der Wunsch geweckt, die Geschichten selber zu lesen, die ihnen bei dieser rundum gelungenen Veranstaltung vorgestellt worden waren.






Martin Plümper

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