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Brücken-Workshop am Gymnasium Eickel

Mitbestimmen, wie im eigenen Stadtteil gebaut wird – diese Chance bekam die Bevölkerung von Wanne-Süd und damit auch die Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums.

Konkret ging es um die Gestaltung von fünf Brücken über den Dorneburger Mühlenbach, welcher das Quartier durchquert. Im Zuge der Renaturierung dieses Nebengewässers der Emscher werden die Brücken Landgrafenstraße, Baltzstraße, Kurhausstraße, Hardenbergstraße und Eintrachtstraße erneuert, neu gebaut oder angepaßt. 

Die Emschergenossenschaft arbeitet dabei mit der Planungsgruppe der Stadt Herne „Soziale Stadt Wanne-Süd“ zusammen. Der gemeinsam ausgerichtete Brücken-Workshop fand am 10. November ab 17.00 Uhr im Gymnasium Eickel statt.

Vorher wurden mehrere Schulen und Kindertagesstätten im Stadtteil von einem der ausführenden Unternehmen, dem Landschaftsarchitekturbüro Hoff, angesprochen, schon Ideen zu den Brücken zu sammeln. 


Die Klasse 6b unter der Leitung ihres Kunstlehrers Herrn Plümper gestaltete in Gruppenarbeit Vorschläge zu den Brücken und zu einem Logo. 
Zunächst stellte Herr Plümper das Projekt im Unterricht vor und zeigte einige Bilder der Brücken und des Dorneburger Mühlenbachs. Dann bekamen die Kinder die Aufgabe, sich über die Dorneburg, die Mühle und den Bach schlau zu machen und einen ersten Entwurf für ein Logo zu Hause zu gestalten. In den Gruppen stellten sich die Kinder dann gegenseitig ihre Vorschläge für ein Logo vor und einigten sich auf eine Umsetzung, die dann auf Karton mit Deckfarben gestaltet und ausgeschnitten wurden. 


Zusätzlich wurden in Einzel- und Partnerarbeit Brücken gestaltet. 


Die Ergebnisse dieser intensiven Arbeitsphasen gingen als wertvolle Anregungen in die Diskussionen an den Workshop-Tischen mit ein und werden möglicherweise in den endgültig erstellten Brücken wiederzufinden sein. 


Sicherlich wäre ein größerer Einfluss auf die Gestaltung der Brücken durch die Schülerinnen und Schüler möglich gewesen, wenn sie sich auch an diesem Abend eingebracht hätten. Eventuell wird es noch einen weiteren Termin, speziell für Kinder und Jugendliche, geben, wenn die grundsätzliche Planung abgeschlossen sein wird. Ausgearbeitete Vorschläge kamen nur vom Gymnasium Eickel. Zum Workshop waren von den anderen Bildungseinrichtungen zwei Kita-Erzieherinnen erschienen. Die übrigen Teilnehmer an dem Workshop waren interessierte Bürger und Bürgerinnen. 


Die Moderation an den Gruppentischen übernahmen die Mitarbeiterinnen des Landschaftsarchitekturbüros Hoff. Zuerst wurde überlegt, wie die Brücken hauptsächlich genutzt werden. Dann wurden konkrete Vorschläge zur Formgebung und den zu verwendenden Materialien gesammelt. Die verantwortlichen Mitarbeiter der Stadt Herne sowie der eigentliche Brückenplaner standen die ganze Zeit zur Erklärung von Details und für Rückfragen bereit.

Insgesamt war dieser Workshop ein sehr interessanter Prozeß. Die Veranstaltung zeigte, dass man als Bürger durchaus die Möglichkeiten bekommt, sich in seinem Stadtteil, seiner Heimat mit den eigenen Ideen einzubringen – wenn man denn will.

Ein ganz großes Lob ging von der Emschergenossenschaft, der Stadt Herne, dem Landschaftsarchitekturbüro Hoff und den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern an die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b unseres Gymnasiums, welches Herr Plümper sehr gerne ausrichtete!

Martin Plümper
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