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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus


9. November 2018

Im Jahr 2018 jährte sich zum achtzigsten Mal die Reichspogromnacht. Aus diesem Anlass wurden die sonst an der Langekamp- und Schäferstraße stattfindenden Gedenkveranstaltungen in die Realschule Crange verlegt, wo es eine große offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Herne gab, an der auch der Leistungskurs Geschichte des Gymnasiums Eickel teilnahm.

Unter dem Titel „Erinnern und Verantwortung übernehmen“ gab es ein Programm, welches berichtete, bedauerte, ermahnte und erinnerte. Gemeinsam gedachte man der Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes und setzte so ein Zeichen gegen Antisemitismus, Hass und Gewalt.

Um eine Auseinandersetzung junger Menschen mit dem Thema Antisemitismus anzuregen, hat die Stadt Juliane Wetzel vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin eingeladen, die über die derzeitigen Erscheinungsformen des Antisemitismus referierte. Hierbei wurde den Schülerinnen und Schülern eines ganz klar: Antisemitismus ist keine Erscheinung der Vergangenheit, sondern in unserer heutigen Zeit mehr als gegenwärtig mitten in unserer Gesellschaft. Die Schüler des Leistungskurses Geschichte kamen nach einer sich anschließenden Diskussion zu dem Ergebnis, dass die Teilnahme an Gedenkveranstaltungen sinnvoll und nützlich ist, die Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen und sich gegen Antisemitismus zu stellen, aber von solchen Veranstaltungen nicht übernommen werden kann, Verantwortungsübernahme beginnt bei jedem einzelnen Menschen.
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