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Besuch der Ausstellung „Der Skandal hat viele Gesichter“


Kinderarbeiter sind Mädchen und Jungen unter 14 Jahren, die nicht in die Schule gehen dürfen, weil sie arbeiten müssen. Für uns nicht vorstellbar und doch in vielen Ländern bittere Realität. Dies erfuhren unsere 5.Klassen Ende Mai im Rahmen der Ausstellung „Der Skandal hat viele Gesichter“, in der es um das Thema Kinderarbeit ging. Die kleine Ausstellung fand im Foyer der VHS in Herne statt.


Nach kurzer Anreise per Bus wurden die Kinder zunächst begrüßt und es fand eine Einweisung durch zwei Mitarbeiter der Ausstellung statt. In einem ersten Unterrichtsgespräch wurde hier bereits deutlich, dass Kinderarbeit in Deutschland kein großes Problem darstellt. Die Rechtslage ist klar definiert: ab dem 13.Lebensjahr sind leichte Arbeiten erlaubt, ab 15 dürfen Kinder offiziell gegen Bezahlung arbeiten, jedoch nie vor oder während der Schulzeit. Kinder in Deutschland sind somit vor Kinderarbeit geschützt. Doch dies gilt bei weitem nicht überall auf der Welt.


An Stationen und Fotos gestützt erfuhren die Schülerinnen und Schüler, welchen Belastungen Kinder ausgesetzt sind: in Steinbrüchen in Indien arbeiten 7-jährige Kinder ohne Schutzkleidung, in Simbabwe verdienen Kinder bei der Kaffeeernte an einem 10-Stunden-Tag umgerechnet 50 Cent, in Nepal knöpfen kleine Mädchen stundenlang Teppiche. Alles Verstöße gegen die seit 1989 geltende UN-Kinderrechtskonvention.
Neben diesen schockierenden Fakten erhielten unsere Kinder auch Informationen über Projekte, die sich gegen Kinderarbeit einsetzen, wie z. B. die Organisation MISEREOR. All die Eindrücke sollten dann in Form von schriftlichen Aufgaben auf einem Arbeitsblatt zusammengetragen werden. Die Besprechung des Arbeitsblattes und eine Fragerunde beendeten schließlich den Abstecher nach Herne.


Fotos: Sebastian Cendrowski
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