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Argentinien

Durch meine guten Erfahrungen bei meinem Austausch nach Frankreich wollte ich das gerne nochmal mit einem anderen Land ausprobieren. Ich habe recherchiert, welche Organisationen das anbieten und bin dadurch auf Rotary gestoßen. Nachdem ich mich für den family-to-family Kurzaustausch beworben habe, wurde mir ein Austauschpartner in Argentinien vorgeschlagen, womit ich auch sofort einverstanden war. Daraufhin haben wir viele Emails hin und her geschrieben und vereinbart, dass ich für 7 Wochen zu ihm komme. Am 17.08.2018 ging es dann los nach Argentinien, wo ich sehr herzlich von meiner Gastfamilie am Flughafen von Buenos Aires empfangen wurde. Wir blieben noch 2 Tage in Buenos Aires, besuchten die Familie dort und schauten uns die Stadt an, der man an vielen Stellen auch ansah, wie arm sie ist. Anschließend ging es dann mit dem Auto noch 6 Stunden weiter in die Heimatstadt meines Austauschpartners Gabriel. Er lebt mit seinen Eltern, seinen 2 Brüdern und seinem Opa in einem Haus in Rafaela und ich teilte mir mit ihm sein Zimmer.



Gabriel geht auf eine Schule mit einer landwirtschaftlichen Orientierung, welche mit einer Farm zusammenarbeitet. Ich hatte das Glück, dass meine erste Schulwoche genau auf dieser Farm stattfand, wo wir Kühe gemolken und sie von Weide zu Weide gebracht haben. Wir mussten auch die Hörner der Kälber abschneiden, was mir zwar sehr leidtat, aber es war gleichzeitig auch sehr interessant. Mittags haben wir dann eine Siesta auf der Wiese gemacht und Schnitzel gebraten.


Ein Schultag fing für uns immer ungefähr um 6 Uhr mit dem Aufstehen an. Dann gab es Frühstück und wir haben uns für die Schule fertig gemacht. Um 7 Uhr holte uns dann der Bus ab und um 8 Uhr ging die Schule los, also genauso wie bei uns. Ein normaler Schultag ging immer bis 16.30 Uhr und dann sind wir noch 30 min mit dem Bus nach Hause gefahren, wo es dann um ungefähr 21 Uhr Abendessen gab. In der Schule konnte ich anfangs natürlich fast nichts verstehen, da zum einen meine Spanischkenntnisse nicht ausreichend waren und der Akzent auch völlig anders war, als das Spanisch was wir in der Schule gelernt haben. Mit den Freunden sprach ich nur englisch, allerdings konnte Gabriel’s Familie kaum englisch, so dass wir viel mit dem Google-Übersetzer arbeiten mussten.





Besondere Highlights während meines 7-wöchigen Aufenthaltes waren zum Beispiel, dass sie mir ermöglicht haben, in einem kleinen Flugzeug über die Stadt zu fliegen (natürlich zusammen mit einem Piloten). Da mein Traumjob Pilot ist, war dies ein sehr großes Highlight für mich.



Das größte Highlight war jedoch das Jagen in der letzten Woche meines Aufenthalts. Ich war mit meinem Austauschpartner Gabriel und seinem Opa für drei Tage auf einer Art Ranch, ungefähr 80 km von der nächsten Stadt entfernt, um sogenannte Vizcachas zu jagen. Die sehen so ähnlich aus, wie große Hasen und das war ein ganz neues und sehr interessantes Erlebnis für mich.



Es war ein sehr toller und interessanter Austausch, da ich neue Freunde und eine andere Kultur kennenlernen und meine Sprachkenntnisse ein wenig verbessern konnte.

Fabian Kramer
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