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    Südthüringer RUNDSCHAU

      Seite 6 Donnerstag, 31. Januar 2013 Nr. 5 Jahrgang 23/2013

Jugend trainiert für Olympia“ in Schönbrunn

Am 22. Januar 2013 fand in Brotterode das Landesfinale

Ski WK IV und V für die Grundschulen des Landes Thüringen „Jugend trainiert für Olympia“ statt.

Zum ersten Mal nahmen elf Schüler der Grundschule Schönbrunn an diesem Wettkampf teil.

Gemeinsam mit  Herrn Beetz, Trainer des SV Biberau 

und Herrn Forkel fuhren die Schüler hoch motiviert zum Wettkampf.

Die Schüler Willi Geisenhainer, Finja Kießig, Leni Otto und

Paul Brückner, WK V, belegten den 2. Platz in der Mannschaftswertung.

In der WK IV belegten die Schüler Hannes Gehring, Alina Ihle, Selina Fietze , Luc-Andre Pinkow den 3. Platz.

Eine super Leistung! Auf diesen Wettkampf haben sich die Sportler

gut vorbereitet, denn sie trainieren  dreimal in der Woche in Biberschlag bzw. Masserberg.

Der Wintersport ist ein wichtiger Bestandteil des Sportunterrichts.

Jede Woche, am Donnerstag, findet dieses Sportprojekt/Langlauf

für wintersportinteressierte Kinder in Masserberg statt.

Wir bedanken uns bei Herrn  Beetz, Herrn Ernst und Herrn Forkel für die große Unterstützung, denn diese Erfolge sind nur durch eine gute Kooperation

zwischen Schule und dem SV Biberau sowie der SG Rennsteig Masserberg möglich.

Schüler und Lehrer der Grundschule Schönbrunn

I. Annemüller

Leiterin GS Schönbrunn

Posen wie die Stars: das machte allen einen Riesenspaß!

Foto: Schule

 
 
 
Grundschuleröffnung am 6.August 2009

Abc-Schützen gaben Schulhaus Note 1

3,4 Millionen Euro flossen in neues Domizil für 1. bis 4. Klassen aus 16 Dörfern

Von Petra Rügheimer

 

Schönbrunn - Die Gesichter der zahlreich erschienenen Gäste zur Grundschuleinweihung

Gestern nahmen vor allem die Politpromis gemeinsam mit Schulleiterin Ines Annemüller das Haus in Augenschein. Am Samstag ist Tag der offenen Tür für alle Neugierigen.
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in Schönbrunn gestern strahlten mit der Sonne um die Wette. Es passte eben einfach alles. Und, daran erinnerte Landrat Thomas Müller, alles spielte sich auf historischem Boden ab.

Historischer Boden

Just an jenem Fleck von Unterneubrunn, wo 1823 eine Mahl- und Ölmühle errichtet worden war, da stand gestern das Festzelt, in dem es munter zuging. 1873 entstand an gleicher Stelle eine Gewürzmühle. Die war zwar nach der Wende abgerissen worden, fand aber in der neu errichteten Fuchs-Gewürzmühle einen würdigen Nachfolger.

"Das ist mit acht- bis neunhundert Leuten der größte Arbeitgeber in unserem Landkreis", merkte Müller nicht ohne Stolz an. Die alte Verwaltungsvilla der Unternehmerfamilie Schmidt - der Gründerväter der Gewürzmühle -, blieb vom Abriss verschont und beherbergt jetzt neben einem vielbesuchten Gewürzmuseum auch die Touristinformation der Gemeinde Schleusegrund.

Bei so viel Geschichte rund um Kräuter und Gewürzmischungen nahm es denn auch nicht wunder, dass der Landrat seinem Ehrengast, dem Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus, symbolisch eine Zuckertüte zum Schulbeginn übergab, in der allerlei exotische Gewürzmischungen vom Werk gleich nebenan um die Wette dufteten.

Auch Schleusegrund-Bürgermeister Marco Baumann war gestern nicht mit leeren Händen gekommen: Er überreichte Schulleiterin Ines Annemüller eine Schiefertafel mit besten Wünschen sowie Brot und Salz als Begrüßung im neuen Haus.
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Dieter Althaus indes freute sich mit dem Landkreis, mit den Schönbrunnern und vor allem mit den Kindern, "die jetzt eine so schöne, neue Schule besuchen dürfen", wie er betonte. Dass die Kinder selbst frühmorgens im Thüringen-Radio bereits eine Note für ihr neues Schulhaus vergeben hatten, war dem Ministerpräsidenten ebenfalls nicht entgangen. "Ich hab' das genau gehört, dass ihr eurer neuen Schule die Note 1 gegeben habt", so Althaus, der gleich noch erfahren wollte, wer von den Erstklässlern denn alles gesprochen hat im Morgenradio. Brav meldeten sich die Abc-Schützen, als gingen sie schon jahrelang zur Schule.

Dabei ist die offizielle Einschulung der 45 Erstklässler erst am morgigen Samstag geplant. Da gibt's natürlich auch die begehrten Zuckertüten. 135 Schüler insgesamt werden das neue Schulhaus bevölkern. Es ist die erste neu errichtete Grundschule im Landkreis, wie Thomas Müller noch einmal in Erinnerung rief und dabei zugleich dem verantwortlichen Architekten, Hans-Gerd Schmidt, ein Großes Lob aussprach. Allen am Bau beteiligten Firmen zollte der Landrat Lob und Anerkennung. Immerhin hatten sie es geschafft, in knapp 15 Monaten dieses Schulgebäude in den Schleusegrund zu setzen.

Kreistag grübelte lange

Die Verkehrssituation rund um das neue Schulgebäude ist nicht gerade einfach. Viel Platz ließ der Standort drumherum ohnehin nicht. Geht man aus der Schule, steht man auch schon auf der Straße. Rücksichtnahme seitens der Motorisierten ist angezeigt.
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Doch auch an die Wegbereiter für diesen Schulneubau wurde gestern erinnert. Und das war der Kreistag Hildburghausen, der sich schon 2005 erstmals während der Diskussion zur Schulnetzplanung mit der Problematik befasste. "Wir hatten damals drei Grundschulen hier oben: In Masserberg, Gießübel und Biberau. Insgesamt waren dort noch zwischen 35 und 42 Schüler zugange", rief der Landrat die Situation in Erinnerung, als es um den Fortbestand beziehungsweise die Schließung der Schulen gegangen sei. Doch nicht nur die rückläufigen Schülerzahlen hätten den Kreistag zum Handeln gezwungen, sondern auch der Bauzustand der drei Häuser.

Der Kreistag habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, "am Ende aber mit dem Beschluss eines Neubaus die richtige gefällt", unterstrich der Landrat. Zwischen 2005 und 2007 habe der Kreisbildungsausschuss sich auf 13 Sitzungen mit der Problematik Schulnetz befasst und am 12. Juni 2007 schließlich seinen Beschluss "pro Neubau einer Grundschule in Schönbrunn" gefasst.

3,4 Millionen Euro investiert

Acht Klassenzimmer, vier Differenzierungsräume, einen Werkraum, einen Speiseraum mit Essensausgabe sowie diverse Sanitäranlagen und Freiflächen samt Spielplatz hat die Schule nun zu bieten, für die der Landkreis immerhin 3,4 Millionen Euro in die Hand genommen hat. In dieser Gesamtsumme sind die Außenanlagen inbegriffen, die ebenfalls schon nahezu rundum fertig sind. Ob es klug war, jetzt - zu einem eher ungewöhnlichen Zeitpunkt -, Bäume zu pflanzen, zweifelten gestern einige Gartenfreunde an. Man wird sehen müssen, wie sich die teils recht kräftigen Setzlinge entwickeln.

Auch die künftigen Abc-Schützen schlenderten gestern vergnügt Richtung neues Schulhaus, dem sie die Note 1 verpassten.
Bild: ehrlichbild.com

Neben zahlreichen Schülern nahmen gestern auch 15 Lehrer und Erzieher sowie der Hausmeister und die Schulsekretärin ihr neues Gebäude erstmals in Augenschein, bevor sie sich am Samstag beim Tag der offenen Tür näher damit beschäftigen können und ab Montag der reguläre Schulbetrieb so richtig losgehen kann. Schulleiterin Ines Annemüller musste gestern viele Hände schütteln. Schon 28 Jahre im Schuldienst, hat sie in 18 Jahren Schulleitertätigkeit an einer anderen Schule bereits ihre Führungsqualitäten beweisen dürfen. Nun sei sie stolz und dankbar, an einer so schönen, neuen Schule lehren zu dürfen, wie sie es selbst ausdrückte. Dass sie in Schönbrunn auf viele pfiffige und kluge Grundschüler treffen wird, davon konnte sich die Schulleiterin gestern überzeugen. Mit einem kleinen Programm trugen die 1. bis 4. Klassen sowie ein paar "ausgeborgte Fünftklässler aus der Regelschule" (Thomas Müller) dazu bei, diesen Tag der Einweihung ihrer Schule unvergesslich zu machen. Für ihre Darbietungen - sei es Gesang, Rezitation oder Tanz -, erhielten die Kinder von allen Anwesenden viel Beifall. Und auch vorm Festzelt wurde tüchtig die (Werbe-)Trommel gerührt fürs neue Schulhaus. Dafür sorgten Schüler der Kreismusikschule Hildburghausen.

Insgesamt habe der Landkreis seit 1995 "über 105 Millionen Euro in "ein zukunftsorientiertes Schulnetz investiert", betonte Landrat Thomas Müller. Mit dem Geld wurden unter anderem Berufschule und Technikum errichtet beziehungsweise saniert, zwei Gymnasien auf Vordermann gebracht sowie die Regelschulen in Themar und Römhild generalsaniert. Sechs neue Turnhallen wurden überdies errichtet und sechs weitere generalsaniert. "Das Konjunkturpaket II versetzt uns in die Lage, zügig weiter am Schulnetz zu arbeiten", freute sich Thomas Müller. In Crock sind umfangreiche Arbeiten bereits im Gange; nächstes Jahr bekommen die Regelschulen in Schönbrunn und Heldburg eine Rundum-Kur verpasst.

 

 


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