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ABC für Eltern


Ein neuer Lebensabschnitt beginnt
 
Mit der Einschulung beginnt für Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Von jetzt ab wird es mehrere Stunden am Tag außerhalb der Familie in der Schule verbringen und neue Anforderungen und Aufgaben zu meistern haben.
Viele Kinder freuen sich auf die Schule und können es gar nicht erwarten, eingeschult zu werden.
Sie wollen Neues lernen und unabhängiger werden.

In der Schule hilft der neue Klassenlehrer Ihrem Kind, sich schnell zurechtzufinden.
Ebenso wie Sie investieren Lehrer und Lehrerinnen viel Zeit im täglichen Umgang mit den Kindern.
Ein enger Kontakt zwischen Elternhaus und Schule ist insbesondere zum Schulanfang bzw. in den ersten Schuljahren von großer Bedeutung.
 

Grundschulkinder wollen sich bewähren und Leistungen erbringen, ohne dass sie ihr Leistungsvermögen bereits richtig einschätzen können. Gleichzeitig werden sie stärker als bisher mit Verpflichtungen und Regelungen, mit Lob, Tadel, Freude und Enttäuschung konfrontiert. Daher brauchen Grundschulkinder ein hohes Maß an Anerkennung, viel Verständnis und eine Atmosphäre des Vertrauens und der Rücksichtnahme - nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch zu Hause.

Mit viel Geduld und Güte kann man Kinder mögliche Ängste nehmen, ihnen Selbstvertrauen und ein hohes Maß an emotionaler Stabilität geben. Und so verlieren Kinder auch bei Rückschlägen nicht die notwendige Erfolgszuversicht.

Was Sie für Ihr Kind noch tun können

Kinder sind heute oft einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt - sei es durch zu viel Fernsehen, Videospiele, Umweltlärm oder vieles mehr. Schaffen Sie einen Ausgleich und achten Sie darauf, dass Ihr Kind genügend Bewegung hat, sich richtig ernährt und viel schläft. Dies kommt der Konzentrationsfähigkeit und damit auch der Lernfähigkeit Ihres Kindes zugute.

Ein Platz zum Arbeiten

Für die Hausaufgaben selbst benötigt Ihr Kind einen festen Platz, wo es in Ruhe und ohne Störungen lernen kann. Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz hilft Haltungs- und Wirbelsäulenschäden vorzubeugen. Das permanente Sitzen in der Schule, bei den Hausaufgaben oder vor dem Fernsehen meist noch in schlechter Körperhaltung, kann Ihrem Kind schaden. Zu einem ergonomischen Arbeitsplatz gehört beispielsweise ein in der Höhe verstellbarer Stuhl, der auf die Größe des Kindes und die Schreibtischhöhe ausgerichtet werden kann und den Rücken des Kindes wirksam stützt. Idealerweise steht der Schreibtisch so am Fenster, dass das Licht bei einem Rechtshänder von links auf den Schreibtisch einfällt und bei einem Linkshänder von rechts.

Noch ein Hinweis zum Schluss:

Packen Sie den Schulranzen Ihres Kindes jeden Tag neu, so dass es nur die Hefte und Bücher mit nimmt, die es an diesem Tag braucht und keinen überflüssigen Ballast schleppen muss.

 




 


Schulweg

Sie können Ihr Kind bereits vor der Einschulung auf einige wichtige Dinge vorbereiten. Hierzu gehört insbesondere, das Kind rechtzeitig mit dem Schulweg vertraut zu machen. Gehen Sie in den letzten Monaten vor dem Schulanfang gemeinsam mit Ihrem Kind den Schulweg ab. Erklären Sie dem Kind unterwegs, wie man sich im Straßenverkehr verhält und erläutern Sie ihm die wichtigsten Verkehrsregeln. So kann sich Ihr Kind an "seinen" Schulweg gewöhnen und wird ihn später selbständig gehen können. Lassen Sie sich auch einmal von Ihrem Kind führen, sobald Sie der Meinung sind, dass es genügend Sicherheit erlangt hat. Begleiten Sie es nicht zu lange zur Schule; sicher möchte es irgendwann einmal lieber alleine oder mit Klassenkameraden gehen.
 

Die gesunde Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist gerade für Kinder sehr wichtig. Ein nicht allzu kalorienreiches, leichtes Schulfrühstück ist eine ebenso sinnvolle Ergänzung des täglichen Speiseplans wie frisches Obst.

Tollen und Spielen in der Freizeit

Wenn Ihr Kind eingeschult wird, muss es sich zunächst an neue Pflichten wie Schule und Hausaufgaben gewöhnen. Als Ausgleich dafür braucht es ein bestimmtes Maß an freier Zeit. Geben Sie Ihrem Kind die Gelegenheit, seine Freizeit selbst zu planen und zu organisieren. Lassen Sie es selbst entscheiden, ob es in den Turnverein, den Musikunterricht oder ähnliches möchte. Im Hinblick auf eine gesunde Entwicklung braucht Ihr Kind Zeit für sich und seine spielerischen Bedürfnisse. Schließlich hat es sich bisher alles, was es "erlernt" hat, spielerisch angeeignet. Lassen Sie ihm daher den Freiraum zu erproben, zu üben und nachzuahmen, was es selber möchte

Ein erholsamer Schlaf

Schulanfänger sollten möglichst immer zur gleichen Zeit und nicht zu spät ins Bett gehen (spätestens zwischen 19:30 und 20:00 Uhr). In einem gut belüfteten Kinderzimmer und mit genügend Frischluft während der Nacht schläft Ihr Kind sicher gut. Aufregende Fernsehsendungen am Abend oder kurz vor dem Zubettgehen sollten tabu sein. Apropos Fernsehen: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zu lange fernsieht. Eine halbe bis eine Stunde sind für Schulanfänger ausreichend. Wählen Sie dafür gemeinsam mit Ihrem Kind altersgerechte Sendungen aus.