Projekte‎ > ‎

2014 Aus Holz gemacht

Die Ausstellung „Landleben“ macht Schule

Schüler GSHöner Mark schauen in die Vergangenheit

Kurz vor den Sommerferien (2014) habendie zweiten Klassen der Grundschule Höner Mark schon einige Schulbücheraussortiert. Das Einmaleins wird fleißig geübt und im Deutschunterrichtverfassen die Kinder schon eigene Aufsätze.

Ein spannendes Thema im Sachunterricht ist die Holzbearbeitung. Alle Schüler der Klasse 2a schnitzten mit ihrer Lehrerin Ricarda Wittnebel Pfeil und Bogen. Bei der Bearbeitung der Haselnussruten musste zwar das eine oder andere Pflaster verteilt werden, doch die Kinder hatten viel Spaß beim Schnitzen und sind stolz auf ihre gut funktionierenden Bögen.

Um noch mehr Wissen über Holz vermitteln zu können, fragte Ricarda Wittnebel bei Paul Arlinghaus, dem Vorsitzenden des Heimatvereins „Herrlichkeit“ Dinklage nach einer Führung durch die Ausstellung „Aus Holz gemacht“. Der erklärte sich sofort bereit den Zweitklässlern das Landleben unserer Vorfahren beim Bussjans Hof näher zu bringen. Denn der Rohstoff Holz wird mehr und mehr durch Kunststoffe ersetzt. Beim Betreten der kleinen Sonderausstellung „Aus Holz gemacht“ gelangten die Kinder zuerst in einen Wald. Auf einer großen Baumscheibe konnten sie Jahresringe zählen. Dann lernten die Schüler acht verschiedene Baumarten und deren Beschaffenheit kennen. Aus Buchenholz werden z.B. Zündhölzer hergestellt, Erle eignet sich zur Möbelherstellung. Vom Festmeter Holz ging es zur Fertigung von Holzschuhen. Wozu die heute noch gebraucht werden, wollten die Zweitklässler wissen. „Zum Tanzen“, erklärte Paul Arlinghaus und zeigte ein Bild der Schweger Volkstanzgruppe, auf dem die Tänzer Trachten und Holzschuhe tragen.

Holz war auch wichtiger Bestandteil in der ländlichen Küche. Schneidebrett, Kochlöffel, Fleischklopfer und  Buttermaschine aus Holz gehörten für die Urgroßmütter noch zum arbeitsreichen Alltag.  Besonders eindrucksvoll waren die alten landwirtschaftlichen Gerätschaften. Sense, Dreschflegel, Heuschütter  -  Solche Holzgeräte kennen die Kinder höchstens noch von den Erzählungen der älteren Generation. Viel Spaß hatten die Schüler beim Testen der Holzschuhe. Für Entsetzen sorgte das originalgetreue „Plumpsklo“.

Altes Holzspielzeug,  Gartengeräte, Werkzeuge und viele andere Dinge aus vergangener Zeit konnten außerdem bestaunt werden. Anschaulich, mit viel Witz und Humor fesselte Paul Arlinghaus die Zweitklässler mit seinen Erklärungen.

„Das ist gut gelaufen“, sagte er  zum Schluss. Denn auch für ihn war diese Führung Neuland. Und: “Im nächsten Jahr kommt ihr wieder, um die Schweger Mühle zu besichtigen! Ich mach mich jetzt vom Acker“.

Über den weiten Weg beschwerte sich niemand mehr. Schließlich wurde das abschließende Mäusesuchen für alle mit einem Eis belohnt.

Fortsetzung folgt – Die Klassen 2b und 2c werden im Sachkundeunterricht ebenfalls  die Ausstellung besuchen.

Text und Bilder A. Hentschel