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Ein Tag im Wald

Dass mit ihrer Klassenlehrerin, Ricarda Wittnebel, kein Tag dem anderen gleicht, wissen die Kinder der Klasse 1a, der Höner- Mark-Schule, längst.

Doch der 7. Mai 2013 sollte für die Schüler ein Tag voller Überraschungen werden.
Die Schultaschen blieben im Klassenraum zurück. Denn nun stand eine Wanderung zum Burgwald auf dem Programm.

Ernst Borgmann begrüßte die Klasse am Flugzeugspielplatz mit einem fröhlichen Töröö aus dem Jagdhorn. Von dort an übernahm er die Leitung – nein, ausnahmsweise mal nicht der Jagdhornbläser, sondern der 1a durch den Wald.

Voller Erwartungen folgten die Kinder ihm und seinen Ausführungen durch die frühlingshafte Landschaft.

Welcher Siebenjährige weiß schon, dass der sogenannte Tannenbaum eine Fichte ist, oder wie die Bäume anhand ihrer Rinde unterschieden werden können?

Für Langeweile war keine Zeit. Selbst die Rufe nach dem Waldspielplatz wurden leiser, als die Schüler erfuhren, dass sie an diesem Tag die Fütterung der Ziegen und Schweine im Streichelzoo übernehmen durften.

Als die Mitarbeiter des Burgwaldes eimerweise Tierfutter bereitstellten, ließ sich niemand lange bitten. Die Kinder waren eifrig dabei die Tiere zu füttern und die Schweine schmatzten zufrieden.

Am Boden aufgereihte Baumstämme boten Gelegenheit zum Sitzen, Klettern und Spielen. Doch viel interessanter war der Panoramablick in den maigrünen Wald, in dem nun alle dem hungrigen Dammwild beim Frühstück zusehen konnten.

Noch stimmungsvoller wurde es, als Ernst Borgmann gemeinsam mit Arnold Blömer und dessen Mutter zur Jagd blies und den Kindern einige Signale der Jagd näher brachte. Arnold bewies Mut und brachte seine Mitschüler zum Staunen. Denn diesem Instrument klare Töne zu entlocken ist nicht einfach.

Fast nebenbei erfuhren die Kinder einiges über Wildkräuter, zählten Baumringe und entdeckten dabei die Vielfalt des Waldes.

Mit Humor und Geduld vermittelte Ernst Borgmann kindgerecht neues oder fast vergessenes Wissen über Flora und Fauna. Dabei wurde bei den Erstklässlern, ebenso wie bei den Begleitern, der Blick für oft Unbeachtetes geschärft.

Ein weiterer Höhepunkt des Vormittags war das Aufspüren vieler präparierter Wildtiere. In der natürlichen Umgebung wirkten Wiesel, Grünspecht, Eichelhäher, Fuchs, Fasan und Co fast lebendig. Selbst eine Drossel im Prachtgefieder war zu bestaunen.

Zu guter Letzt durften die Kinder im Unterholz nach Geweihen suchen und wurden

(Dank der Unterstützung der Burgwaldmitarbeiter) sogar fündig.

Zufrieden, erschöpft und voller Eindrücke gaben sie ihre „Jagdtrophäen“ ab, um sich nach einem großen „Dankeschön“ an Ernst Borgmann im Eiltempo auf den Weg zurück zur Schule zu machen.

Frau Wittnebel ließ es sich nicht nehmen ihren Schülern den Heimweg noch mit einem schnellen Eis zu versüßen.

Nach der Erfrischung waren sich alle einig: Dieser Waldtag war wirklich 1a.
7. Mai 2013