Kennst du Griechenland?

Griechenland in Kürze


Hellenische Republik - Elliniki Dimokratia - Ελληνική Δημοκρατία

Klima: Mittelmeerklima mit starken jahreszeitlichen Schwankungen, (+45° Sommer, -5,5° Winter in Athen)
Lage: Halbinsel- und Inselstaat in Südosteuropa
Landesfläche: 132.000 (107.000 Festland und ca. 25.000 Inselfläche), Küstenlänge ca. 15.000
Verwaltungsstruktur: Griechenland ist in 13 Regionen und 53 Präfekturen  gegliedert. Der Heilige Berg Athos ist eine autonome Region
Hauptstadt: Athen, Großraum Athen-Piräus ca. 4,5 Einwohner


Bevölkerung: ca. 10,7 Mio., davon 1 Mio. registrierte Ausländer (Stand: 2007)Bevölkerungsdichte: 82 Einw/km2
Bevölkerungswachstum: 0,16 %
Kinderzahl pro Frau: 1,4
Lebenserwartung: Frauen 80,5 Jahre, Männer 76,6 Jahre
Bevölkerungsprojektion: 11,67 Mio Einwohner (2025), 11,49 Mio (2050)
Ansässige Deutsche: ca. 45.000


Landessprache: (Neu-)Griechisch
Religionen: Griechisch-Orthodoxe Staatskirche (98% der Bevölkerung ist griechisch-orthodox) sowie muslimische (ca. 130.000), protestantische, katholische (zusammen ca. 50.000) und jüdische (6.500) Glaubensangehörige


 Nationalfeiertage: 25. März (Beginn des Freiheitskampfes gegen die Osmanische Herrschaft am 25.03.1821) und 28. Oktober („Ochi-Tag“ zur Erinnerung an erfolglosen italienischen Annexionsversuch)

Unabhängigkeit: 03.02.1830 (Londoner Protokoll)
Regierungsform: Seit 1974 parlamentarische Demokratie, Einkammersystem (Vouli) mit 300 Abgeordneten

 Staatsoberhaupt: Staatspräsident Dr.Karolos Papoulias (seit 12.03.2005, Amtszeit 5 Jahre, Wiederwahl möglich)
Regierungschef: Ministerpräsident Georgios Papandreou (seit dem 6.10.2009, Partei: Panhellenische Sozialistische Bewegung PASOK)
Außenminister: Georgios Papandreou (seit dem 7.10.2009)


Parteien / Parlament:  Wahlergebnis v. 4.10.2009 / Parlamentssitze: Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK) 43,92% /160 Sitze; Nea Dimokratia (ND) 33,48 % /91 Sitze; Kommunisten (KKE) 7,54 % /21 Sitze; LAOS 5,63% /15 Sitze Linkspartei "SIRYZA" 4,6% /13 Sitze.


Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen, EU, NATO, WEU, Europarat, UNCTAD, ECE, ILO und andere Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, BSEC (Schwarzmeerkooperation)


Wichtigste Medien: Fernsehen: ET 1 und 3, NET (staatlich) - MEGA, ANTENNA, SKAI, ALPHA, ALTER, STAR (privat)
Hörfunk: staatlicher Rundfunk (ERT) sowie zahlreiche private Hörfunksender
Tageszeitungen: KATHIMERINI,TA NEA, ELEFTHEROTYPIA, ETHNOS, TO VIMA u.a.


Währung: Euro
Bruttoinlandsprodukt (BIP): 242,9 Mrd. Euro (2008)
BIP pro Kopf: 21.688 Euro (2008)
Wirtschaftswachstum: 3,2% (2008)
Arbeitslosenquote: 7,5% (2008)
Inflation: 4,2%
Erwerbstätige: 11,35% Landwirtschaft, 21,95% Industrie, 66,70% Handel/Dienstleistungen (4.Quartal 2008)


Gewerkschaften: Dachverband GSEE (über 450.000 Mitglieder), Beamten-Gewerkschaftsbund ADEDY (über 200.000 Mitglieder)


 Griechische Botschaft in Berlin
Jägerstr. 54-55
D-10117 Berlin
Tel. +49 30 206 12 900
Fax  +49 30 206 264 44  
Email:
info(at)griechische-botschaft(dot)de
Web:
www.griechische-botschaft.de 


Deutsche Botschaft in Athen
Odos Karaoli & Dimitriou 3
D-106 75 Athen
Tel. +30 210 728 51 11
Fax + 30 210 725 12 05
Web:
www.athen.diplo.de


 Stand Juni 2009 

Die Geschichte Griechenlands

Griechenland - Eine fast 5000 Jahre alte Geschichte 

Die Geschichte Griechenlands reicht mehr als 4000 Jahre zurück. Die Bewohner des Festlandes, die Hellenen, rüsteten umfangreiche See- und Militärexpeditionen aus und erforschten das Mittelmeer bis an den Atlantik und das Schwarze Meer, bis zum Kaukasusgebirge.

Eine dieser Expeditionen, die Belagerung von Troja, wird in dem ersten großen literarischen Werk Europas, Homers Ilias, beschrieben.

Im gesamten Mittelmeerraum, in Kleinasien und an der nordafrikanischen Küste wurden infolge der Reisen zur Erschließung neuer Märkte zahlreiche griechische Siedlungen gegründet.

Während der klassischen Periode (5 Jh v. Chr.) bestand Griechenland aus Stadtstaaten; der größte war Athen, gefolgt von Sparta und Theben. Ein entschiedener Geist von Unabhängigkeit und Freiheitsliebe verhalf den Griechen zum Sieg über die Perser in Schlachten, die in die Weltgeschichte eingegangen sind: Marathon, Thermopylen, Salamis und Platäa.

In der zweiten Hälfte des 4. Jh.v.Chr. eroberten die Griechen, angeführt von Alexander dem Großen, den größten Teil der damals bekannten Welt und versuchten ihn zu hellenisieren.

146 v.Chr. fiel Griechenland an die Römer. 330 n. Chr. verlegte Kaiser Konstantin die Hauptstadt des römischen Reiches nach Konstantinopel und begründete damit das oströmische Reich das später als "byzantinische Reich" oder kurz Byzanz bekannt wurde. Byzanz transformierte das sprachliche Erbe des antiken Griechenland in einen Träger für die neue christliche Zivilisation.

Das byzantinische Reich fiel 1453 an die Türken, und die Griechen blieben fast 400 Jahre lang unter der ottomanischen Herrschaft. Während dieser Zeit bewahrten sie ihre Sprache, ihre Religion und ihre nationale Identität.

Am 25 März 1821 erhoben sich die Griechen gegen die Türken und erkämpften bis 1828 ihre Unabhängigkeit.

Da der neue Staat nur einen winzigen Teil des Landes umfasste, ging der Kampf für die Befreiung aller, von Griechen bewohnten, Gebiete weiter. 1864 fielen die Ionischen Inseln an Griechenland zurück, 1881 Teile von Epirus und Thessalien. Kreta, die Ostägäis und Makedonien kamen 1913 hinzu und West-Thrakien 1919. Nach dem II. Weltkrieg wurden auch die Dodekanes-Inseln 1948 an Griechenland zurückgegeben.

Während des II. Weltkrieges besiegte Griechenland die Italiener, fiel aber trotz heftigen Widerstandes unter die Besatzung der deutschen Wehrmacht. Im Anschluß daran organisierte sich die Resistance. Der Befreiung von der NS-Besatzung schloss sich ein vierjähriger Bürgerkrieg an, der weitere Opfer und grosse Verwüstungenvon Griechenland abverlangte.

Seit dem Fall der Militärdiktatur (1967-1974) und der Abschaffung der Monarchie (1975) ist Griechenland eine parlamentarische Präsidialdemokratie.

Griechenland wurde 1952 Mitglied der NATO und 1981 Mitglied der EG. 1992 ist Griechenland der WEU beigetreten. Griechenland ist ferner Mitglied der UN und des IWF, der OSZE, der OECD, des Europarates und anderer westlicher Institutionen. Die westeuropäische Orientierung des Landes wurde durch die Ratifizierung des Vertrages von Maastrich, mit 270 der 300 Stimmen, im griechischen Parlament bestätigt.

Geschichtliche Zeittafel

3. und 2. Jahrtausend v.Chr.: Epoche der Steinzeit in Griechenland; Einwanderung indogermanischer Stämme der lonier, Äolier und Achaier auf die balkanische Halbinsel, die sich mit den dortigen vorgriechischen Einwohnern vermischen. Aufblühen bedeutender Kulturen; auf Kreta entsteht die minoische Kultur (2600-1150 v Chr.), die die beeindruckenden Palastbauten von Knossos und Phaistos schuf.

16. - 12. Jh. v.Chr.: Auf dem griechischen Festland entwickelt sich die mykenische Kultur, bekannt aus den Ausgrabungen in Mykene, Tiryns und Pylos. Daneben entsteht die kykladische Kultur (Anfang der Bronzezeit - 15. Jh. v.Chr.), die u. a. die berühmten kykladischen Idole hervorgebracht hat.

Um 1200 v.Chr.: Unter dem Druck der Illyrier findet die dorische Wanderung auf die Peloponnes statt; griechische Bevölkerungsgruppen geraten dadurch ihrerseits unter Druck und weichen auf die kleinasiatische Küste sowie die ägäischen Inseln aus.

800- ca. 500 v. Chr.: Archaische Epoche; sie wird durch Schwächung der Königsherrschaft und Übernahme der vorherrschenden Rolle durch die Adligen gekennzeichnet. In diese Periode fällt auch die Einrichtung der Kolonien. Durch die griechische Besiedlung von Unteritalien und Sizilien entsteht das sogenannte Großgriechenland (Magna Graecia). Alle Griechen nehmen an den panhellenischen Spielen teil und haben als religiöses Zentrum das Orakelheiligtum Apollons in Delphi; beides wirkt als einigendes Band. Die wirtschaftliche Krisenzeit des 7. und 6. Jhs. v.Chr. bringt die Tyrannis hervor, d. h. die Einzelherrschaft von Personen, die nicht durch den Königstitel legitimiert sind. In Athen führt die Entwicklung über aufgeklärte Persönlichkeiten wie Solon und Kleisthenes über die Tyrannis schließlich zur Hervorbringung der Demokratie.

500-336 v.Chr.: Klassische Periode; in ihr hat vor allem der Stadtstaat Athen die Hauptrolle inne. Wichtigster Konkurrent ist Sparta. In den Jahren 490 und 480 (Schlachten bei Marathon und Salamis) widersetzen sich die Griechen erfolgreich dem Angriff der Perser. Durch die Perserkriege gewinnt Athen Macht und Anziehungskraft. Der Erfolg Athens beruht hauptsächlich auf der Politik des Themistokles, der auf die Flottenmacht setzt, um die Perser zu besiegen. Die folgenden Jahre sind durch den Glanz der klassischen Kultur charakterisiert; es setzt ein fieberhaftes Schaffen großer Künstler ein. In Athen werden großartige Werke geschaffen, von denen die berühmtesten die Bauten auf der Athener Akropolis sind. Die Demokratie nimmt ihre vollendetste Gestalt an. Der Widerstand Spartas und seiner Bundesgenossen führt schließlich zum peloponnesischen Krieg (431 - 404 v.Chr.), dessen Ausgang die Niederlage Athens bedeutet. Sparta kann seinerseits die Vormachtstellung nur wenige Jahre lang behaupten. 371 wird Sparta im Kampf bei Leuktra besiegt, woraufhin Theben für ein Jahrzehnt zur Führungsmacht wird. Die folgenden Jahre stehen unter dem Zeichen zerstörerischer Kriege, die es den Griechen des Nordens erleichtern, ins Rampenlicht der politischen Bühne zu treten. So beginnt Philipp II. von Makedonien, seine Herrschaft auszudehnen, um schließlich im Jahre 338 v.Chr. in der Schlacht bei Chaironeia über die Athener und ihre Verbündeten zu triumphieren. Im Anschluss daran bereitet Philipp einen Kriegszug gegen die Perser vor, er wird jedoch ermordet, und so ist es sein Sohn Alexander der Große, der ein ungeheures Reich errichtet, das sich bis tief nach Asien hinein erstreckt.

336 - 146 v.Chr.: Die sogenannte hellenistische Epoche, innerhalb derer die Wissenschaften und die Künste sich hoch entwickeln. Die Städte Alexandria und Pergamon werden zu bedeutenden kulturellen Zentren.

323 v.Chr.: Nach dem Tod Alexander des Großen wird das Reich unter seinen Nachfolgern aufgeteilt. Die Teilgebiete werden zu Königreichen, unter denen nicht immer beste Beziehungen herrschen.

146 v.Chr. bis 330 n.Chr.: Römische Zeit: Die Römer, die den Mittelmeerraum in den folgenden Jahrhunderten beherrschen sollten, unterwerfen Griechenland; Zerstörung Korinths. Während der römischen Zeit wird Griechenland oft von den Kaisern geehrt, so z.B. durch das hadrianische Bauprogramm in Athen. Zur selben Zeit entsteht eine große literarische Bewegung, die sich die klassische Literatur des 5. Jhs. v. Chr. zum Vorbild nimmt.

330: Byzanz (Byzantion) wird unter Kaiser Konstantin 1. Hauptstadt des Oströmischen Reiches und heißt von nun an bis 1930 Konstantinopel. Konstantin ist der erste Kaiser, der zum Christentum konvertiert und sich taufen lässt. Nach 395 zerfällt das Reich endgültig in zwei Teile.

330 - 1453: Byzantinische Zeit. Das byzantinische Reich war ein Vielvölkerstaat, dessen kulturelle Identität jedoch unübersehbar griechisch war. Dafür steht auch die Tatsache, dass die griechische Sprache die lateinische sehr schnell auch im Verwaltungsbereich verdrängte.

6. Jahrhundert: Vorherrschende Gestalt ist Kaiser Justinian, der mit Unterstützung seiner Frau Theodora das byzantinische Reich erstarken lässt, Italien wiedererlangt und ein bedeutendes gesetzgeberisches Werk vollbringt.

7. Jahrhundert: Zu Anfang dieses Jahrhunderts fallen die Slawen in Byzanz ein. Es entwickelt sich in den nächsten Jahrhunderten ein Zusammenleben; Byzanz ist in führender Rolle an der Christianisierung der Slawen beteiligt.

726 bis 843: Die religiöse wie politische Agenda steht unter dem Vorzeichen der lkonomachie.

867 bis 1056: Byzanz erlebt unter der Dynastie des makedonischen Herrscherhauses eine Zeit des Wohlstands und ein Aufblühen der Künste. 963 wird die Große Lavra auf dem Athos gegründet, das erste einer Reihe von großen Klöstern, die auf der Halbinsel des Agion Oros ("Heiliger Berg") ein bedeutendes Zentrum klösterlichen Lebens bilden, das bis heute existiert. 1054 ereignet sich das Schisma (Bruch) zwischen der griechisch-orthodoxen und der katholischen Kirche.

11. und 12. Jahrhundert: Die Normannen fallen von Sizilien aus ins byzantinische Reich ein und bringen die Inseln des ionischen Meeres und Epirus in ihre Gewalt.

1204: Die Kreuzritter des 4. Kreuzzuges nehmen Konstantinopel ein. Es beginnt damit die Frankenherrschaft, unter der Griechenland nach feudalistischem Prinzip untergliedert wird. Diese Epoche ist durch die Anstrengungen der Byzantiner charakterisiert, ihr Reich wiederzugewinnen.

1261: Konstantinopel wird wiedererobert, um die übrigen Reichsteile entspannen sich langjährige Kämpfe.

1453 - 1830: Osmanische Herrschaft.

1453: Konstantinopel wird von den Türken eingenommen, die nach und nach ganz Griechenland in ihre Gewalt bringen. 1669 fällt auch das kretische Heraklion (lraklio), und so findet die bedeutsame Periode der kretischen Literatur ihr Ende.

Zwischen 1687 und 1750: Die Venezianer nehmen Aegina und die Peloponnes ein; die ionischen Inseln bleiben bis zur Französischen Revolution in ihrer Gewalt.

18. Jahrhundert: Das Nationalgefühl entflammt.

1821: Im März proklamiert Erzbischof Germanós die Griechische Revolution, die in ihrer ersten Phase einige Monate lang erfolgreich ist und zur Befreiung fast der ganzen Peloponnes führt. Der Freiheitskampf der Griechen findet die Unterstützung vieler europäischer Philhellenen und wird in den folgenden Jahren fortgesetzt.

1825 und 1826: Ibrahim Pascha unterwirft die aufständischen Griechen, und so fällt die Peloponnes erneut unter türkische Herrschaft. Die Griechen setzen ihren Kampf fort, der auch die Unterstützung der Großmächte findet.

1830: Im "Londoner Protokoll" wird die Existenz eines griechischen Staates als unabhängige Erbmonarchie offiziell anerkannt. Die Verwaltung und Leitung dieses Staates übernimmt der erfahrene griechische Diplomat Graf Ioannis Antonios Kapodistrias, der bis dahin Außenminister des russischen Zaren war. Kapodistrias wird im Oktober 1831 von politischen Gegnern ermordet.

1832: Die Großmächte beschließen, dass der noch unmündige Prinz Otto von Bayern zum König von Griechenland gekrönt wird. Ottos Regentschaft bringt sowohl vor seiner eigentlichen Regierungszeit, als bayrische Beamte die Regierung führten, als auch nach der Übernahme der Amtsgeschäfte durch ihn Unzufriedenheit hervor.

1844: Otto sieht sich gezwungen, eine Verfassung zu erlassen, wodurch es ihm gelingt, seine Amtszeit bis 1862 zu verlängern, dann werden die Wittelsbacher vertrieben.

1863: Sein Nachfolger wird der dänische Prinz Wilhelm von Holstein-Glücksburg, der unter dem Namen Georg I. den Thron besteigt, Großbritannien macht dem neuen König die ionischen Inseln zum Geschenk.

1880: Kreta erhebt sich gegen die Türkenherrschaft, doch der Aufstand misslingt. Dem griechischen Staat wird Thessalien sowie das Gebiet um Arta angeschlossen.

1897: Griechenland startet eine Kriegskampagne zur Befreiung Kretas, welche unter dem Namen "der erfolglose Krieg von 1897" in die Geschichte einging. Trotz der Niederlage Griechenlands erhält Kreta weitgehende Autonomierechte unter türkischer Hoheit.

1908: Als die kretische Nationalversammlung im Oktober die Vereinigung mit Griechenland ausruft, wagt der griechische Staat unter dem noch frischen Eindruck der Niederlage nicht, darauf einzugehen. Eine Militärliga, die sich innerhalb der Führungskräfte der griechischen Armee gebildet hatte, greift ein und lädt den Anführer der Kreter nach Athen ein. Es handelt sich um Eleftherios Venizelos, den Politiker, der die bedeutendste Rolle innerhalb der griechischen Politik der ersten Hälfte des 20. Jhs. spielen sollte.

1912: Griechenland und seine Verbündeten, die übrigen Balkanländer, rufen den Krieg gegen das osmanische Reich aus, mit dem Ziel, Makedonien zu erwerben. Durch den ersten Balkankrieg wird die Herrschaft der Türken auf das Gebiet um Konstantinopel beschränkt.

1913: Im Juni greift Bulgarien wegen der makedonischen Gebiete seine ehemaligen Bundesgenossen an. Als Ergebnis des zweiten Balkankrieges, der im August 1913 endet, erhalten Griechenland und Serbien den größten Teil Makedoniens.

1914: Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges gerät König Konstantin I., Nachfolger des ermordeten Königs Georg I., mit seinem Wunsch nach Neutralität in Konflikt mit E. Venizelos, der Griechenland auf die Seite der Westmächte stellen will.

1916: Mit der Unterstützung der Westmächte, die die Insel Limnos sowie Saloniki einnehmen, gelingt es Venizelos, im Oktober in Saloniki eine Regierung zu bilden.

1917: Der König dankt im Juni zugunsten seines Sohnes Alexander ab.

1920: Im Vertrag von Neuilly erhält Griechenland den bulgarischen Teil Thrakiens sowie Smyrna mit seinem Hinterland.

1920: Im November verliert Venizelos die Wahlen, und im Dezember desselben Jahres besteigt Konstantin I. erneut den Thron.

1921: Die griechischen Streitkräfte dringen in Kleinasien ein und werden schließlich 1922 geschlagen.

1922: Nach dem Militärputsch vom September muss Konstantin I. wieder zurücktreten. Sein Nachfolger Georg II. wird 1924 verbannt.

1923: Griechenland verliert im Vertrag von Lausanne die Gewinne von 1920 wieder. Darüber hinaus muss ein Bevölkerungsaustausch von 1.500.000 Griechen, die in der Türkei leben, und 600.000 Türken, die auf griechischem Gebiet leben, stattfinden.

1924: In Griechenland wird die Republik ausgerufen.

1926: Das parlamentarische System wird für einige Monate durch die Diktatur des Generals Pangalos unterbrochen.

1928: Venizelos wird erneut Premierminister (bis 1932) und unterzeichnet Freundschaftsverträge mit Jugoslawien und Italien sowie einen Vertrag mit der Türkei.

Ab 1932: Zeiten der politischen Unruhe, die zur Rückkehr König Georgs II. führen, der Ioannis Metaxás bei der Einrichtung eines Diktaturregimes unterstützt.

1940: Griechenland tritt im Oktober in den Zweiten Weltkrieg ein. Es wehrt erfolgreich die italienischen Streitkräfte ab, die versuchen, über die albanische Grenze in das Land einzudringen.

April 1941: Einmarsch der deutschen Streitkräfte, Griechenland kapituliert. Die Regierung Tsouderós und der König verlassen das Land, die Besatzungsmächte (Deutsche und Italiener bis 1943, ab 1943 nur Deutsche) setzen Regierungen ein, die von ihnen gelenkt werden.

Seit 1942: Es bilden sich Gruppen des organisierten Widerstandes. Die Jüdische Bevölkerung Griechenlands wird in Konzentrationslager deportiert und ausgelöscht.

1944: Die deutschen Streitkräfte verlassen das Land. Premierminister wird Georgios Papandréou. Erzbischof Damaskinós übernimmt stellvertretend die Regentschaft.

1945: Griechenland wird Mitglied der UNO.

1945 bis 1949: Schwierige Zeit des Bürgerkrieges in Griechenland. Mitglieder linker Widerstandsgruppen liefern sich Kämpfe mit der Regierungsarmee; Griechenland hat auf beiden Seiten Opfer zu beklagen. Die Traumata des Bürgerkrieges führen über Jahrzehnte hinweg zu gesellschaftspolitischen Konflikten.

1946: König Georg II. kehrt nach einem Volksentscheid zurück. Er stirbt im darauffolgenden Jahr, sein Nachfolger wird Paul I.

1947: Griechenland erwirbt im Februar 1947 mit der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Italien die Dodekanes mit Rhodos.

1952: Griechenland wird Mitglied der NATO. In den fünfziger Jahren bis 1967 wird versucht, die Schäden der vorangegangenen unruhigen Zeiten auszugleichen.

1962: Assoziierungsvertrag mit der EWG.

1967: Eine Gruppe konservativer Offiziere unter Führung der Obersten Papadopoulos und Pattakos errichtet am 21. April eine Diktatur, die sich auf sogenannte "griechisch-christliche Ideale" beruft. Politische Gegner werden verfolgt, gefangen genommen und gefoltert.

1973: Im Juni ruft das Oberhaupt der Junta, Georgios Papadopoulos, die Republik aus. General Gizikis übernimmt, nach der blutigen Niederschlagung des Studentenaufstandes im Athener Polytechnikum im November, die Präsidentschaft.

1974: Im Sommer planen die Athener Putschisten einen Putsch auf Zypern, mit dem Erzbischof Makarios als Staatspräsident Zyperns abgesetzt werden soll. Das Misslingen dieses Planes sowie der Einmarsch der Türken auf Zypern haben den Zusammenbruch des Militärregimes zur Folge.

1974: Im Juli wird Konstantin Karamanlis Premierminister. Mit der Volksabstimmung vom 8. Dezember 1974 wird die Monarchie abgeschafft.

1979: Im Mai wird der Vertrag über den Beitritt Griechenlands in die Europäische Gemeinschaft unterzeichnet; er tritt am 1.1.1 981 in Kraft.

1980:Konstantin  Karamanlis wird zum Staatspräsidenten gewählt.

1981: Nach Parlamentswahlen bildet Andreas Papandreou eine neue Regierung.

1985: Der Richter Christos  Sartzetakis wird zum Präsidenten gewählt.

1990: Konstantin Mitsotakis gewinnt die Wahlen und wird Ministerpräsident. Im Mai wird Konstantin Karamanlis für weitere fünf Jahre als Staatspräsident bestätigt.

1993: Nach den Parlamentswahlen übernimmt Andreas Papandreou wiederum die Regierung.

1996: Beginn intensiver wirtschaftlicher Anstrengungen Griechenlands, die Maastricht-Konvergenzkriterien für eine einheitliche europäische Währung zu erfüllen. Im August löst Staatspräsident Konstantinos Stephanopulos das Parlament auf. Im September vorgezogene Wahlen, in deren Ergebnis der seit Januar amtierende Ministerpräsident Konstantinos Simitis in seinem Amt bestätigt wird.

1997/98: Griechenlands Hauptbestrebungen zielen auf eine möglichst baldige Aufnahme in das Europäische Währungssystem ab.

2000
Beitritt Griechenlands in den Schengener Raum (März 2000), Parlamentswahlen – Gewinner ist wieder die PASOK unter der Führung von
Kostas Simitis (April 2000)

2001
Griechenland wird Mitglied in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (1.Januar 2001)

2002
Einführung der gemeinsamen Europäischen Währung (EURO)  in Griechenland (1.Januar 2002)

2004
Parlamentswahlen im März. Die Partei "Nea Dimokratia" gewinnt. Der Parteivorsitzende Kostas Karamanlis wird Ministerpräsident. Im August ist Athen der Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2004. Sie zählen zu den schönsten Spielen in der Geschichte der Olympischen Spiele.

2005
Der frühere Aussenminister Karolos Papoulias wird vom griechischen Parlament am 8. Februar 2005, mit der größten Mehrheit in der Geschichte der Präsidentenwahlen in Griechenland, zum sechsten Staatspräsidenten des Landes gewählt.

2007
Im September 2007 finden vorgezogene Parlamentswahlen statt.  Die Nea Dimokratia unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis ist wieder der Gewinner.

2009
Am 4.Oktober 2009 finden wieder vorgezogene Parlamentswahlen statt. Die Panhellenische Sozialistische Bewegung PASOK erreicht mit 43,92% die absolute Mehrheit der Parlamentssitze. Der PASOK-Vorsitzende
Georgios Papandreou wird Ministerpräsident. 

Die Griechisch-Orthodoxe Kirche

Die Religion hat eine wichtige Rolle im Bildungsprozess des neugriechischen Staates gespielt. Die Mehrzahl der Griechen ist christlich, davon 97% griechisch-orthodox. 

Der Begriff "griechisch-orthodox" hat keinen nationalistischen Akzent, sondern bezieht sich auf den Ritus, in dem man die Gottesdienste feiert, d.h. im byzantinischen bzw. griechischen Ritus, und er ist zu unterscheiden vom lateinischen bzw. römischen Ritus der römisch-katholischen Kirche. Orthodox heißt hier auf der einen Seite rechtgläubig, auf der anderen weist das Wort auf den rechten Lobpreis Gottes hin.


Heutzutage leben in Griechenland auch Gläubige anderer christlicher Konfessionen, etwa jene der römisch-katholischen oder evangelischen Kirche und vieler anderer Religionen: des Islam, des Judentums, Zeugen Jehovas etc. Diese in Zahlen kaum mehr als einige Tausend Menschen sind in den großen Städten Griechenlands zerstreut.

Die römisch-katholische Kirche ist in Athen und auf den Kykladen (besonders auf der Insel Syros) stark vertreten. Evangelische Gemeinden unterschiedlicher reformatorischer Traditionen kann man z.B. in Athen, Thessaloniki oder auf Rhodos finden.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Judentum hauptsächlich in Thessaloniki und Volos  stark vertreten, wo sich auch heute wieder die wichtigen Zentren neben Athen befinden.

Die griechische Verfassung und die Gesetze nehmen eine Haltung des Respekts und des Schutzes gegenüber den religiösen Gefühlen der Bürger ein. Dies geschieht unabhängig von der garantierten Religionsfreiheit und der Forderung nach Toleranz, gleichgültig um welche Religion es sich handelt. Das Strafgesetzbuch sieht Strafen für Prosyletismus oder für öffentliche Gotteslästerung jeglicher Art vor.


 I. Die griechisch-orthodoxe Kirche


Die Zahl der Gläubigen der griechisch-orthodoxen Kirche stimmt mit der Bevölkerung Griechenlands fast überein. Nicht nur aber deshalb genießt sie einen besonderen Status. Aus der Rolle, die die Kirche sowohl während der osmanischen Herrschaft und in der griechischen Revolution als auch beim Aufbau des neugriechischen Staates gespielt hat, wird verständlich, weshalb die griechischen Verfassungen ihr stets eine privilegierte Stellung eingeräumt haben. Obwohl die griechisch-orthodoxe Kirche keine Staatskirche ist, sorgt der Staat für sie und unterstützt sie. In dem Sinne kann man auch nicht von einer vollständigen Trennung sprechen.


Juristisch ist sie, wie auch andere Religionsgemeinschaften, Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Verwaltungsmäßig ist die griechisch-orthodoxe Kirche in Erzdiözesen, die Metropolien, aufgeteilt, die sich über das ganze Land verteilen. Die Mehrzahl davon, 78 Metropolien, gehören der Autokephalen Orthodoxen Kirche Griechenlands an, einer der 16 autokephalen (=unabhängigen) Kirchen, aus der sich die Weltorthodoxie zusammenstellt. [Jede autokephale Kirche ist geistlich und verwaltungsmäßig selbständig, wobei sie in Einheit mit den anderen orthodoxen Kirchen durch das gemeinsame Bekenntnis an den Glauben der Propheten, der Apostel, der Kirchenväter und der sieben Ökumenischen Synoden des ersten Jahrtausends, durch denselben Ritus und ein gemeinsames Kirchenrecht verbunden ist.]


Dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel [dem heutigen Istanbul in der Türkei], einer anderen autokephalen Kirche derer Oberhaupt, der der Ökumenische Patriarch, der Ehrenprimas der Weltortho-doxie ist, unterstehen aus historischen Gründen auch einige Metropolien, die sich auf dem Territorium Griechenlands befinden. Es handelt sich um die Kirche Kretas, deren neun Erzdiözesen eine Art Selbstverwaltung genießen, und die fünf Metropolien des Dodekanes (Rhodos, Kos, Kalymnos, Karpathos, Symi). Unter der geistlichen Obhut des Ökumenischen Patriarchates befinden sich: die Insel Patmos, die kirchlich dem Stift des Klosters des hl. Apostel Johannes des Theologen angehört und die Mönchsrepublik des hl. Berges Athos. Die dritte Halbinsel von Chalkidiki ist ein sich selbst verwaltender, aber zum griechischen Territorium gehörender Ort. Das athonitische Land ist durch die dort vorhandenen 20 Klöster aufgeteilt. Aus Vertretern dieser Klöster bildet sich die Iera Koinotis, die Mönchsregierung, die die Halbinsel verwaltet. Der griechische Staat ernennt einen politischen Gouverneur, der die Verantwortung für die Zivilverwaltung trägt.


Die Autokephale Kirche Griechenlands und die Metropolien des Ökumenischen Patriarchates folgen dem gregorianischen Kalender, der 1924 vom griechischen Staat eingeführt wurde. Ein Teil der Gläubigen spaltete sich von der „offiziellen“ Kirche ab und bildete eigene Bistümer unter der Bezeichnung „Echte Orthodoxe Christen“. Diese schätzt man auf ca. 50.000. Sie sind strenggläubig und anti-ökumenisch.


II. Mysterien


Eine zentrale Stellung im Leben der griechisch-orthodoxen Kirche haben die Mysterien (vgl. Sakramente). Die wichtigste davon sind die folgenden sieben:
Die Taufe und das Chrisma (Myronsalbung) sind die Mysterien der Eingliederung in die Kirche. Die Taufe muss im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und mit Wasser gespendet werden.
Durch die Eucharistie erfährt man die Gemeinschaft im Leib Christi. Beim Abendmahl empfangen die Gläubigen beides, Brot und Wein, die nach der Wandlung Leib und Blut Christi sind. Da es keine volle kirchliche Einheit mit anderen Christen gibt, ist ein Interkommunion (ein gemeinsames Abendmahl) ausgeschlossen.


Durch die Trauung findet die Eheschließung der Gläubigen statt.
Durch die Mysterien der Beichte und der Heiligen Ölung
(= Krankensalbung) nimmt die Kirche die Reue und Busse der Christen wahr, und spendet ihnen die Vergebung der Sünden.


Das Mysterium der Weihe führt zur Ordination in die kirchlichen Ämter. Allerdings ist das Mysterium der Weihe in der griechisch-orthodoxen Kirche nur den Männern vorbehalten.

III. Heiligenverehrung, Marienverehrung


Die griechisch-orthodoxe Kirche verehrt die Heiligen als Vorbilder im Glauben und Fürbitter vor Gott. Die größte Fürbitterin aller Heiligen ist Maria, die Mutter Gottes. In der Verehrung Maria und der Anerkennung ihrer bedeutenden Rolle in der Heilsgeschichte stellt die Kirche u.a. ihre Achtung gegenüber der Person der Frau, allen Frauen, dar.


IV. Ikonenverehrung


Die zentrale Stellung der Ikonen in der griechisch-orthodoxen Kirche erkennt man sofort, wenn man in eine griechisch-orthodoxe Kirche oder in das Haus eines Gläubigen eintritt. Die Ikone, ein zweidimensionales Bild auf einer Holzplatte oder auf den Wänden der Kirche oder ein Mosaik, ist die Bibel der kleinen Leute. Da werden Themen aus der Heilsgeschichte, aus dem Leben Jesu oder heiliger Männer und Frauen dargestellt. Durch die Verehrung der Ikonen verehrt man die Personen, die abgebildet sind, und letztendlich verehrt man dadurch Gott. So beschied und verkündete das Siebte Ökumenische Konzil (Nizäa II), um jede Idololatrie auszuschließen. Wie Johannes von Damaskus, einer der bedeutendsten Kirchenväter, sagte: „Ikone ist ein Ebenbild, das auf das Urbild hinweist“.


In den Gotteshäusern findet man eine Welt von Bildern, die die Gläubigen mit dem dreieinigen Gott verbinden. Oben in der Mitte unter der Kuppel steht ein Christus als „Pantokrator“ (Allherrscher). In der Apsis über dem Altarraum hat die Gottesmutter als „Platytera ton Ouranon“ (Umfassendere als der Himmel) ihren Platz. Auf der Ikonostase, eine Wand, die den Altarraum vom Kirchenschiff trennt und die Gläubigen mit den Priestern eher verbinden, befinden sich Ikonen Christi, der Gottesmutter, Johannes des Täufers, der Heiligen, nach denen das Gotteshaus benannt ist, und der Erzengel. Auf den übrigen Wänden: Szenen der Heilsgeschichte, Propheten, Apostel, Heilige. Noch immer werden Ikonen genauso hergestellt wie vor 1000 Jahren, in Handarbeit mit traditionellen Motiven, traditionellen Techniken und Materialien.


V. Bedeutende kirchliche Feiertage


1. Januar: Am ersten Tag des Kalenderjahres feiert man das Fest des hl. Basilius von Cäsarea. [Der hl. Basilius ist derjenige, der nach der Tradition den Kindern Geschenke bringt – wie St. Nikolaus oder der Weihnachtsmann in der westlichen Tradition.]
– auch gesetzlicher Feiertag.


6. Januar - Epiphanie: Taufe Christi und Herabkunft des Heiligen Geistes in Gestalt einer Taube – auch gesetzlicher Feiertag.


30. Januar - Fest der Hl. Drei Hierarchen: Basilius der Grosse von Cäsarea, Gregor der Theologe von Nazianz, Johannes Chrysostomus. Die hl. Drei Hierarchen sind die Schutzpatrone der Bildung – auch Schul- und Universitätsfeiertag.


Beweglicher Feiertag - Der Montag nach dem Karneval-Sonntag: Der „Kathari“ (= sauberer) Montag (vgl. Rosenmontag).
– auch gesetzlicher Feiertag.


25. März - Maria Verkündigung. Zugleich Nationalfeiertag; Man gedenkt an des Beginns der griechischen Revolution gegen die osmanische Herrschaft – auch gesetzlicher Feiertag.


Beweglicher Feiertag - Der „große“ Freitag (vgl. Karfreitag): Kreuzabnahme und Grablegung Christi – auch gesetzlicher Feiertag.


Beweglicher Feiertag - Ostersonntag: Auferstehung Christi ¬– zusammen mit Ostermontag auch gesetzliche Feiertage.


Beweglicher Feiertag (40 Tage nach Ostern) - Christi Himmelfahrt – auch gesetzlicher Feiertag.


Beweglicher Feiertag (50 Tage nach Ostern) - Pfingstsonntag und -montag des Heiligen Geistes: Herabkunft des Heiligen Geistes in Gestalt von Feuerzungen – auch gesetzliche Feiertage.


15. August - Entschlafung der Gottesmutter (vgl. Mariä Himmelfahrt): Ein der bedeutendsten kirchlichen Feiertage, auch Ostern des Sommers genannt– auch gesetzlicher Feiertag.


14. September - Kreuzerhöhung.


25. Dezember - Weihnachten: Geburt Christi – zusammen mit dem


26. Dezember auch gesetzliche Feiertage.


VI. Ostern


Das Osterfest ist für die griechisch-orthodoxen Christen das Fest der Feste, wie der Osterkanon sagt. In den Tagen vom Palmsonntag bis Ostern finden viele Gottesdienste statt, die sehr beliebt bei den Gläubigen sind. Menschen, die sonst fast nie in die Kirche gehen, nehmen gerne am Passionsgottesdienst, an der Großen-Freitags-Prozession (vgl. Karfreitags-Prozession) oder in der Auferstehungsliturgie teil. Die Kirchen sind voll und die Menschen traurig, aber zugleich froh: traurig wegen des Todes Christi, froh wegen der Auferstehung, die ihre Herzen mit neuer Hoffnung erfüllt.


Übrigens, in Griechenland feiert man Ostern nach dem Julianischen Kalender, obwohl die sonstigen Feiertage nach dem Gregorianischen gefeiert werden. Dafür hat man sich entschieden, um man Ostern zusammen mit den anderen Autokephalen Orthodoxen Kirchen, die den Alten Kalender verwenden, feiern zu können.


Bekanntlich hat das Konzil von Nizäa festgelegt, dass das christliche Osterfest am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühjahrstagundnachtgleiche gefeiert werden soll. Auch darf das christliche Osterfest nicht vor bzw. zusammen mit dem jüdischen Paschafest gefeiert werden, also am 14. des Monats Nissan. Fallen nach der obigen Bestimmung des Konzils das christliche Osterfest und das jüdische Paschafest zusammen, so muss das christliche Osterfest auf den ersten Sonntag nach dem zweiten Vollmonde verlegt werden. Bestimmend ist auf jeden Fall der Julianische Kalender.


In dem Zeitraum von sieben Wochen vor Ostern wird von den Gläubigen Fasten verlangt, das zum Teil auch streng sein kann. Die meisten Menschen fasten aber hauptsächlich während der ersten Fastenwoche, nach dem Karnevalsonntag, und in der Großen Woche (vgl. Karwoche).
Am Großen Donnerstag (vgl. Gründonnerstag) werden Tsourekia (=Hefezöpfe) gebacken und Eier rot gefärbt; rot als Zeichen des Blutes Christi und zugleich als Farbe der Auferstehung. Diese Eier werden in der Osternacht aufeinander geschlagen. Was aus der roten Eierschale kommt, ist ein neues Leben und ein Zeichen des neuen Lebens, das die Auferstehung Christi uns bringt.


In dem „Epitaphios“, der Prozession des Großen Freitags (Karfreitag), wird das reich mit Blumen geschmückte Grab Christi durch die Strassen während eines besonderen Trauergottesdienstes getragen. Eine große Menge von Christen nimmt daran teil. Gefastet wird an diesem Tag sehr streng.


Die Osterliturgie findet in der Regel Samstag-nacht statt. Diese ist die eindrucksvollste aller orthodoxen Liturgien. Gegen Mitternacht gibt der Priester den Christen das Osterlicht, und kurz darauf nach dem Evangelium verkündet er die frohe Botschaft: „Christus ist auferstanden.“ Diese Botschaft geben dann die Christen untereinander weiter. Der eine sagt: „Christus ist auferstanden“, der andere antwortet: „Er ist wahrhaftig auferstanden.“ In einer Atmosphäre der großen Freude umarmt man sich, küsst man sich.

Übrigens, den, dessen Ei unzerbrochen bleibt, betrachtet man als besonders gesegnet.
Nach der Liturgie findet das festliche Essen statt, das die Fastenzeit beendet. Gegessen wird die Magiritsa, eine Suppe aus Lamminnereien und Reis, und Lamm.


Am Ostersonntagvormittag versammelt man sich in der Kirche zur Vesper der Liebe, die „zweite Auferstehung“, wie man sie so schön nennt, wo das Oster-Evangelium in mehreren Sprachen verkündet wird als Zeichen der Universalität der Auferstehung und der Botschaft Christi.
Der Rest des Tages wird im familiären Kreis groß gefeiert. Man isst, man trinkt, man tanzt, man singt. Spezialität des Tages ist das Lamm. Wo es eine solche Gelegenheit gibt, brät man das ganze Lamm am Spieß. 

Die Nationalflagge

Die griechische Nationalflagge besteht aus vier weissen und fünf blauen, miteinander abwechselnden Streifen. An der linken oberen Seite hat sie ein weisses Kreuz auf blauem Grund. Ihr Aussehen basiert auf einer Entscheidung des griechischen Parlamentes vom 21. Dezember 1978 (Gesetz Nr. 851/78). Sie ist fast identisch mit der bereits 1822 (dem zweiten Jahr der Erhebung gegen die osmanische Herrschaft) von der sog. Nationalversammlung von Epidaurus eingesetzten Flagge.

Blau und Weiss sind die griechischen Nationalfarben: Blau symbolisiert den blauen Himmel und das blaue Meer Griechenlands; Weiss symbolisiert die Reinheit des Kampfes der Griechen um ihre Unabhängigkeit (1821 - 1828). Das Kreuz versin

Die Nationalhymne

Dionyssios Solomos schrieb im Mai 1823 (innerhalb eines einzigen Monats !) auf seiner Geburtsinsel Zakynthos (Zanthe) die"Hymne an die Freiheit", welche aus 158 Strophen besteht und zur Nationalhymne der Griechen werden sollte.

Die ersten Strophen der Hymne wurden 1828 auf Korfu von Nikolaos Chalkiopoulos Mantzaros vertont.Die erste und einzige Herausgabe der Nationalhymne erschien 1873 in London, 1 Jahr nach dem Tod des Komponisten (12.4.1872). Mantzaros beschäftigte sich bis zu seinem Tod mit verschiedenen musikalischen Formen und Entwürfen zur Vollendung der Vertonung der Nationalhymne. Die Komposition war 1830 fertig. Sie ist für vier Männerstimmen und Klavier geschrieben. Die gesamte Komposition besteht aus 25 musikalischen Teilen, deren letzter eine fuga reale ist. Die ersten zwei Strophen werden - nach einer leichten Änderung und Vereinfachung - als Nationalhymne gesungen.

Mantzaros wollte nicht, daß die erste, volkstümliche Vertonung der Hymne veröffentlicht wurde, denn er glaubte, daß eine Hymne an die Freiheit eine reife, ernste Musik benötigt. Aus diesem Grund begann er 1841 mit der zweiten Vertonung der Hymne, die er am 5. Februar 1844 dem Dichter D. Solomos vorlegte. Die Komposition muß besonders anspruchvoll gewesen sein, denn auf Drängen des Philosophen Wrailas hin, schickte Mantzaros sein Werk mit Widmung dem ersten König der Griechen, Otto. König Otto schickte daraufhin die Komposition nach München, damit sie von bayerischen Komponisten und Musikern begutachtet werden sollte. Die Bayern bezeichneten das Werk als "bewunderswert", Mantzaros erhielt von Otto einen Orden, seine Komposition aber sollte ab nun bei Bällen und feierlichen Anlässen im Palast gespielt werden. Als Nationalhymne benutzte man in Griechenland z.Z. König Ottos die Bayerische Hymne.

Im Juni 1865 erfolgte die politische Vereinigung der Ionischen Inseln mit dem Königreich Griechenland, was den damaligen König Georg I. veranlaßte, die Inseln zu besuchen. Auf dem Kai von Korfu hörte er zum ersten Mal die Hymne an die Freiheit, gespielt von der Philharmonie vor Korfu. Er wurde derart beeindruckt, daß er verordnete, diese Hymne sollte jetzt vielmehr als offizielle Nationalhymne gespielt werden. (Verordnung Nr. 3281 vom 4. August 1865).

Mantzaros hat allerdings sein Manuskript - trotz dieser Anerkennung - nicht sofort zur Publikation geliefert. Es ist erst 1873 in London erschienen.

Freiheitshymne

 

Σε γνωρίζω από την κόψη
του σπαθιού την τρομερή
σε γνωρίζω από την όψη
που με βία μετράει τη γή

Απ΄ τα κόκαλα βγαλμένη
των Ελλήνων τα ιερά
και σαν πρώτα ανδρειωμένη,
Χαίρε, ω χαίρε, Eλευθεριά

Εκεί μέσα εκατοικούσες
πικραμένη, εντροπαλή,
κι' ένα στόμα ακαρτερούσες,
Ελα πάλι, να σου πή.

Αργειε νάλθη εκείνη η μέρα
και ήταν όλα σιωπηλά,
γιατί τάσκιαζε η φοβέρα
Και τα πλάκωνε η σκλαβιά.

Δυστυχής! Παρηγοριά
μόνη σου έμενε να λες
περασμένα μεγαλεία
Και διηγώντας τα να κλαις.

Και ακαρτέρι, και ακαρτέρι
φιλελεύθερη λαλιά,
ένα εκτύπαε τ' άλλο χέρι
από την απελπισία,

Κι έλεες: πότε α! Πότε βγάνω!
το κεφάλι από τς ερμιές;
Και αποκρίνοντο από πάνω
κλάψες, άλυσες, φωνές.

Τότε εσήκωνες το βλέμμα
μες στα κλάματα θολό,
και εις το ρούχο σου έσταζ' αίμα,
πλήθος αίμα Ελληνικό.

Με τα ρούχα αιματωμένα
ξέρω ότι έβγαινες κρυφά
να γυρεύης εις τα ξένα
άλλα χέρια δυνατά.

Μοναχή το δρόμο επήρες,
εξανάλθες μοναχή
δεν είν' εύκολες οι θύρες,
εάν η χρεία τες κουρταλή.

Φεύγει οπίσω το ποδάρι
και ολογλήγορο πατεί
η την πέτρα η το χορτάρι
που τη δόξα σου ενθυμεί.

Ταπεινότατη σου γέρνει
η τρισάθλια κεφαλή,
σαν πτωχού που θυροδέρνει
κι είναι βάρος του η ζωή.

Ναι αλλά τώρα αντιπαλεύει
κάθε τέκνο σου με ορμή
που ακατάπαυστα γυρεύει
η τη νίκη η τή θανή

Απ΄ τα κόκαλα βγαλμένη
των Ελλήνων τα ιερά
και σαν πρώτα ανδρειωμένη,
Χαίρε, ω χαίρε, Eλευθεριά

Ich erkenn' dich an der Schärfe
deines Schwerts, der furchtbaren,
ich erkenn' dich an dem Blicke
der mit Kraft die Erde misst.

Von den heiligen Gebeinen
der Hellenen auferweckt
und, wie einst, nun stark geworden,
Freiheit, Freiheit, sei gegrüßt!

Dort im Grabe eingeschlossen,
eingeschüchtert und betrübt,
wartetest du auf die Stimme,
die dir sage "Komm zurück!"

Dieser Tag ließ auf sich warten,
es war alles totenstill,
alles war durch Angst verdunkelt,
Knechtschaft deckte alles zu.

Unglückliche, Trost alleine blieb
dir die Erinnerung an die längst
vergangene Größe, die erzählend du
beweinst.

Banges Harren, banges Warten
auf ein freiheitliches Wort,
schlug die eine Hand die andre
in Verzweiflung immerfort.

Und du sagtest: "Wann erhebe ich
mein Haupt aus dieser Not?"
Es erwiderten von oben Klagen,
Ketten, Jammerlaut.

Da erhobst du deine Blicke,
die vom Weinen ganz getrübt,
Blut tropfte auf deine Kleider,
vieles Blut des Griechentums.

Mit den blutigen Gewändern
stahlst du heimlich dich davon,
um zu suchen in der Fremde
andre Hände voller Kraft.

Einsam gingst du deines Weges,
einsam kehrtest du zurück,
leicht sind nicht die fremden Türen,
wenn die Not an ihnen klopft

Rückwärts wendest du die Schritte,
bald betrittst du mit dem Fuß
jenen Felsen, jenen Rasen,
der dich an den Ruhm gemahnt.

Demütig beugt sich zu Boden
das vom Leid geprüfte Haupt,
wie des Armen, der da bettelt,
dem das Leben eine Last.

Aber jetzt stellt sich zum Kampfe
jedes Kind von dir mit Kraft,
und in rastlosem Bemühen
strebt nach Sieg es oder Tod.

Von den heiligen Gebeinen
der Hellenen auferweckt,
und, wie einst, nun stark geworden,
Freiheit, Freiheit, sei gegrüßt!

(Dionysios Solomos)

Die Verfassung

Die Verfassung Griechenlands wurde nach der fünften überarbeitenden Versammlung verabschiedet und trat am 11. Juni 1975 in Kraft. In der Folge wurde sie zweimal abgeändert (1986 und 2001). Die Verfassung ist die grundlegende Charta des griechischen Staates, sie ist das grundlegende, höchste Recht, das die Staatsform und die Regeln festlegt, nach denen der Staat funktioniert.


Das politische System Griechenlands, so wie durch die neue Verfassung festgelegt, ist eine parlamentarische Demokratie, in der der Premierminister und das Kabinett der Exekutive vorstehen und die Regierung eine Mehrheit im Parlament benötigt.

 
 Das griechische Parlament

Strukturell betrachtet hat sich das politische System Griechenlands als fähig erwiesen, politischen Krisen zu widerstehen oder sie dank einer bemerkenswerter Flexibilität zu überwinden. Der Grund dafür ist, dass die institutionellen Grundlagen eine stabile Regierung durch die Rotation zweier Parteien an der Macht garantieren konnte.


Die Grundprinzipien des Staates sind u.a. die Souveränität des Volkes durch seine Vertreter im Parlament (Prinzip der Demokratie), der Rechtsstaat, der Sozialstaat, Gleichberechtigung, Menschenwürde, Freiheit und der Schutz individueller und sozialer Rechte.


 Die parlamentarische Versammlung

Darüber hinaus legt die Verfassung die Trennung der Gewalten wie folgt fest:

Die Legislative

Die legislativen Befugnisse obliegen dem Parlament (Abgeordnetenkammer), das das höchste gesetzgeberische Gremium des Staates ist und Gesetze verabschiedet, die dann durch den Präsidenten der Republik herausgegeben und veröffentlicht werden. Das aktuelle Parlament besteht aus 300 Abgeordneten, die durch eine direkte, geheime und obligatorische Wahl von wahlberechtigten Bürgern gewählt wurden. Das Parlament wird alle vier Jahre gewählt und das Wahlsystem des Landes sowie die Wahlkreise sind gesetzlich festgelegt.

Die politische Landschaft Griechenlands wird derzeit von zwei Parteien beherrscht: der PASOK (Panhellenische Sozialistische Bewegung, gegründet 1974 durch Andreas Papandreou; Gewinnerin der letzten Wahlen vom Oktober 2009), und der Nea Dimokratia (Neue Demokratie, gegründet 1974 durch Konstantinos Karamanlis, wichtigste konservative Partei). Die anderen im griechischen Parlament vertretenden Parteien sind die KKE (Kommunistische Partei Griechenlands), die Griechisch-orthodoxe Volksallianz (LAOS) und SYRIZA, die Koalition der Linken.

Die Exekutive
Der Präsident der Republik und die Regierung bilden die Exekutive.
Der Präsident der Republik wird alle fünf Jahre durch das Parlament in einer geheimen Wahl in einer Sondersitzung gewählt. Derzeit ist Konstantinos Stephanopoulos der Präsident der Republik; er wurde im Jahre 2000 durch das Parlament in seinem Amt bestätigt und befindet sich in seiner zweiten Amtsperiode (zum ersten Mal wurde er 1995 gewählt). Nach der Überarbeitung der Verfassung von 1986 wurden die Befugnisse des Präsidenten der Republik eingeschränkt, und der höchste Vertreter des Staates wurde von der direkten und aktiven Beteiligung in der Politik ausgeschlossen.

Dr.Karolos Papoulias ist seit 2005 der Präsident der Hellenischen Republik. Sein Vorgänger war Konstantinos Stephanopoulos (1995 - 2005).

Das Kabinett der Regierung besteht aus dem Premierminister und den Ministern, den stellvertretenden Ministern und den Ministern ohne Ressort. Das Kabinett ist, gemeinsam mit den Staatssekretären, verantwortlich für die Regierungspolitik, in Übereinstimmung mit der Verfassung und dem Gesetz. Derzeit bestehen 19 Regierungsabteilungen, die den Ministerien entsprechen.


Der Premierminister gewährleistet die Geschlossenheit der Regierung und legt die Leitlinien für die Umsetzung der Regierungspolitik fest.
Das griechische Regierungssystem stellt den Premierminister in den Mittelpunkt des politischen Entscheidungsprozesses. Derzeit hat Georgios Papandreou, Vorsitzender der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung PASOK, dieses Amt inne. Georgios Papandreou löste nach den Parlamentswahlen am 4. Oktober 2009 den damaligen Vorsitzenden der Partei der Nea Dimokratia (ND), Kostas Karamanlis, ab.

Die Judikative
Die Judikative wird von drei Gruppen von Gerichtshöfen durchgeführt, die für die zivilrechtliche, strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Rechtsprechung zuständig sind. Zu den Zivil- und Strafgerichtshöfen gehören die Gerichtshöfe, die Gerichte erster Instanz, die Berufungsgerichte und, als letzte rechtsprechende Instanz, der Areios Pagos (Oberster Gerichtshof).
In Streitfällen zwischen Staat und Bürger, aufgrund unrichtigen Einsatzes der staatlichen Befugnisse, sind die Gerichtshöfe der ersten Instanz und die Berufungsgerichte zuständig, wobei der Staatsrat (Symvoulion tis Epikrateias) das höchste Rechtsprechungsorgan ist. Der Rechnungshof regelt strittige Finanzangelegenheiten.

Der Präsident der Hellenischen Republik

   Dr. jur. Karolos Papoulias
  Staatspräsident der Hellenischen Republik

 

Karolos Papoulias wurde am 4.Juni 1929 in der nordwest- griechischen Stadt Ioannina geboren. Mit 14 Jahren beteiligte er sich am Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Er studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Athen und Mailand und ließ sich anschließend als Rechtsanwalt nieder.


1968 promovierte er an der Universität Köln bei den Professoren Gerhard Kegel und Gottfried Baumgärtel. Das Thema seiner Dissertation lautete: „ Erwerb und Verlust des unmittelbaren Besitzes im griechischen und deutschen Recht“. Im Suhrkamp-Verlag erschien damals auch sein Buch zur „Anatomie des griechischen Widerstandes“.

Während der siebenjährigen Militärdiktatur (1967-1974) kämpfte Karolos Papoulias von  Deutschland aus für die Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland und war u.a. Mitarbeiter des griechischen Programms der Deutschen Welle, das damals eines der wichtigsten kritischen Informationsquellen für die Griechen im In- und Ausland war.

 Nach dem Sturz der Militärdiktatur gehörte er zu den Mitbegründern der PA.SO.K. (Panhellenische Sozialistische Bewegung) unter Andreas Papandreou und war bis 1985 Parteisekretär für internationale Fragen.

Er wurde 1977 zum ersten Mal für den Wahlkreis Ioannina (Epirus) ins griechische Parlament gewählt und blieb bis 2004 Abgeordneter der PASOK.

In den Regierungen von Andreas Papandreou war er Staatsekretär im Außenministerium (1981-1984), Stellvertretender Außenminister (1984-1985) und von 1985 bis 1989 sowie von 1993 bis 1996 Außenminister. In der Allparteien-Regierung 1989-1990 bekleidete er das Amt des Stellv. Ministers der Verteidigung und zwischen 1998 und 2004 war er Vorsitzender des Ausschusses für Verteidigung und Auswärtige Angelegenheiten im griechischen Parlament.

Karolos Papoulias wurde am 8. Februar 2005 vom griechischen Parlament mit der größten Mehrheit in der Geschichte der Präsidentenwahlen in Griechenland zum sechsten Staatspräsidenten des Landes gewählt (er bekam 279 der insgesamt 296 abgegebenen Stimmen) und trat somit die Nachfolge des damaligen Präsidenten Konstantinos Stefanopoulos an.

Karolos Papoulias war Landesmeister in Stabhochsprung und spielte in der griechischen Volleyball-Nationalmannschaft und stand 25 Jahre lang dem renomierten  Athener Leichtathletik-Verein "Ethnikos" vor.

Der griechische Staatspräsident ist mit May Panou verheiratet und hat drei Töchter und drei Enkelkinder.

Er spricht deutsch, französich und italienisch.

 

  Amtssitz des Präsidenten der Hellenischen Republik


Odos Vassileos Georgiou B΄  2,
GR-100 28 Athen
Tel.  +30 210 7283111
Fax:  +30 210 7232342 und  +30 210 7248938
Website: www.presidency.gr


Generalsekretär des Präsidialamtes:

Botschafter Konstantinos Georgiou

Tel. +30 210 7225231

Leiter des diplomatischen Büros des Staatspräsidenten:
Botschafter Konstantinos Bikas

Tel. +30 210 7251380

Der Ministerpräsident der Hellenischen Republik

 


  Georgios Papandreou

Georgios A. Papandreou ist am 16. Juni 1952 in St. Paul, Minnesota, USA geboren. Er besuchte die Grund- und Hauptschule in Kanada, Schweden, den USA und Griechenland und studierte anschließend Soziologie an der Universität Stockholm, der London School of Economics und am Amherst College in den USA. 1981 begann er seine politische Karriere als Parlamentsabgeordneter der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK), dessen Vorsitzender er seit Februar 2004 ist.

Er bekleidete zwischen 1985 und 2004 mehrere Ministerposten in den Regierungen seines Vaters Andreas Papandreou und in der Regierung von Kostas Simitis: er war u.a. Erziehungsminister (1988-1989 und 1994-1996) und stellvertretender Außenminister (1993-1994 und 1996-1999) Zwischen 1999 und 2004 war er griechischer Außenminister.

Zwischen 1992 und 1993 war er zudem Fellow am Zentrum für internationale Angelegenheiten an der Harvard Universität.

Wegen seiner Bemühungen um die Beziehungen zur Türkei während seiner Zeit als Außenminister wurde er von der europäischen Zeitung „European Voice“ 2003 zum „Diplomaten des Jahres“ ernannt.

Seit 2006 ist er Präsident der Sozialistischen Internationale.

Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern (27 und 19 Jahre). Neben Griechisch spricht er Englisch und Schwedisch.

Die griechische Regierung vom 7. Oktober 2009

MINISTERPRÄSIDENT
Georgios Papandreou
Megaro Maximou
Odos Irodou Attikou 19
GR 10674 Athen
________________________________________

STELLV. MINISTERPRÄSIDENT
Dr.Theodoros Pangalos
Odos Fillelinon 9
GR-10557 Athen
Tel. +30 210 3311714-6
Fax: +30 210 3227544

__________________________________
MINISTERIUM FÜR INNERES, DEZENTRALISIERUNG
UND E-GOVERNANCE
Leoforos Vassilissis Sofias 15
GR -10674  Athen
Minister:  Jannis Ragoussis
Tel. +30 210 3393506,
+30 210 3393508,
+30 210 3393502
Fax: +30 210 3641048


Staatssekretär:  Dinos Rovlias
Odos Stadiou 27
GR-10183 Athen
Tel. +30 210 3744904-6
Fax: +30 210 3744401

Staatssekretär:  Frau Theodora Tzakri
Dioikitirio
GR-54123 Thessaloniki
Tel. + 30 2310 379401-4
Fax: +30 2310 263332
________________________________________
MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, WETTBEWERB UND SCHIFFAHRT

Minister: Frau Louka Katseli
Leoforos Mesogeion 119
GR-10192 Athen
Tel. +30 210 6974801-3
Fax: +30 210 6969604

Staatssekretär: Stavros Arnaoutakis
Odos Nikis 5-7
GR 10180 Athen

Tel. +30 210 3332501-6, +30 210 3332470
Fax: +30 210 3332570

Staatssekretär: Markos Bolaris
Tel. +30 2310 379240
Fax: +30 2310 235109
Dioikitirio
GR 54123 Thessaloniki
________________________________________
MINISTERIUM FÜR FINANZEN
Minister: Giorgos Papakonstantinou
Tel. +30 210 3244924, +30 210 3332606, +30 210 3221511
Fax: +30 210 3332608
Odos Nikis 5-7
GR 10180 Athen

Staatssekretär: Philippos Sachinidis
Tel. +30 210 3249869, +30 213 949867
Fax: +30 210 3238783
Odos Panepistimiou 37
GR 10165 Athen
________________________________________
AUSSENMINISTERIUM
Minister: Georgios Papandreou
Tel. +30 210 3681810, +30 210 3681800, +30 210 3681811, +30 210 3681820
Fax: +302103681433
Leoforos Vasilissis Sofias 5
GR 10027 Athen

Stellv. Minister: Dimitris Droutsas
Tel. +30 210 3681810
Fax: +30 210 3681433
Leoforos Vasilissis Sofias 5
GR 10027 Athen

Staatssekretär: Spyros Kouvelis
Tel. +30 210 3682912, +30 210 3682714
Fax: +30 210 3684152
Odos Zalokosta 10
GR 10027 Athen
________________________________________
MINISTERIUM DER VERTEIDIGUNG
Minister: Prof.Dr.Evangelos Venizelos
Tel. +30 210 6598604-9, +30 210 6598631
Fax: +30 210 6443832
Leoforos Mesogeion 227-231
GR 15451 Athen - Cholargos

Stellv. Minister: Panos Beglitis
Tel. +30 210 6598515, +30 210 6598516
Fax: +30 210 6544485
 Leoforos Mesogeion 227-231
GR 15451 Athen - Cholargos
________________________________________
MINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALVERSICHERUNG
Minister: Prof.Dr.Andreas Loverdos
Tel. +30 210 5289101-4, +30 210 3368352-4
Fax: +30 210 5249805, +30 210 3213688
Odos Peireos 40
GR 10182 Athen

Staatssekretär: Giorgos Koutroumanis
Tel. +30 210 3368318-9, +30 210 3368347
Fax: +30 210 3368327
Odos Stadiou 29
GR 10110 Athen
________________________________________
MINISTERIUM FÜR ERZIEHUNG, LEBENSLANGES LERNEN UND RELIGIONEN
Minister: Frau Anna Diamantopoulou
Tel. +30 210 3442000, +30 210 3443000, +30 210 3443900
Fax: +30 210 3442887
Odos Andrea Papandreou 37
GR 15180 Athen - Marousi

Staatssekretär: Frau Evi Christophilopoulou
Tel. +30 210 3443901
Fax: +30 210 3442821
Odos Andrea Papandreou 37
GR 15180 Athen - Marousi

Staatssekretär: Prof.Dr.Jannis Panaretos
Tel. +30 210 3443902
Fax: +30 210 3442882
Odos Andrea Papandreou 37
GR 15180 Athen - Marousi ______________________________________
MINISTERIUM FÜR GESUNDHEIT UND SOZIALE SOLIDARITÄT
Minister: Frau Mariliza Xenogiannakopoulou
Tel. +30 210 5235815, +30 210 5235819
Fax: +30 210 5239101
Odos Aristotelous 17
GR 10187 Athen 

Staatssekretär: Frau Fofi  Gennimata
Tel. +30 210 5221905, +30 210 5239555, +30 210 5238503
Fax: +30 210 5227977
Odos Aristotelous 17
GR 10187 Athen
________________________________________
MINISTERIUM FÜR INFRASTRUKTUR, TRANSPORTWESEN UND NETZWERKE
Minister: Dimitris Reppas
Tel. +30 210 6454347-9
Fax: +30 210 6427520
Odos Charilaou Trikoupi 182
GR 10178 Athen

Staatssekretär: Jannis Mangriotis
Tel. +30 210 6425600
Fax: +30 210 6437066
Odos Charilaou Trikoupi 182
GR 10178 Athen

Staatssekretär: Nikos Sifounakis
Tel. +30 210 6508930, +30 210 6508020
Fax: +30 210 6508040
Odos Anastaseos 2
GR 15669 Athen
________________________________________
MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE UND KLIMAWANDEL
Minister: Frau Dr.Tina Birbili
Tel. +30 210 6451795-6, +30 210 6475101-3, +30 213 1515401
Fax: +30 210 6451793
Odos Amaliados 17
GR 11523 Athen

Staatssekretär: Jannis Maniatis
Tel. +30 210 6969849, +30 210 6969850, +30 210 6969852
Fax: +30 210 6969501
Leoforos Mesogeion 119
GR 11527 Athen

Staatssekretär: Thanos Moraitis
Tel. +30 210 6447493, +30 210 6447495
Fax: +30 210 6432589
Odos Amaliados 17
GR 11523 Athen
________________________________________
MINISTERIUM FÜR DEN SCHUTZ DES BÜRGERS
Minister: Michalis Chryssohoidis
Tel. +30 210 6988152, +30 210 6988154
Fax: +30 210 6917944
Odos P. Kanellopoulou 4
GR 10177 Athen

Staatssekretär: Spyros Vougias
Tel. +30 210 6988221-2
Fax: +30 210 6911995
Odos P. Kanellopoulou 4
GR 10177 Athen
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MINISTERIUM FÜR JUSTIZ, TRANSPARENZ UND MENSCHENRECHTE
Minister: Charis Kastanidis
Tel. +30 210 7708961, +30 210 7709660
Fax: +30 210 7755835
Leoforos Mesogeion 96
GR 10127 Athen

Staatssekretär: Apostolos Katsifaras
Tel. +30 210 7714336, +30 210 7714425
Fax: +30 210 7758742
Leoforos Mesogeion 96
GR 10127 Athen
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MINISTERIUM FÜR KULTUR UND TOURISMUS
Minister: Pavlos Geroulanos
Tel. +30 210 8201648, +30 210 8201650, +30 210 8201622
Fax: +30 210 8201435
Odos Bouboulinas 20-22
GR 10632 Athen

Staatssekretär: Frau Angeliki Gerekou
Tel. +30 210 3736378
Fax: +30 210 3229537
Odos Amalias 12
GR 10557 Athen
________________________________________
MINISTERIUM FÜR LANDWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG UND ERNÄHRUNG
Minister: Frau Katerina Batzeli
Tel. +30 210 2124388, +30 210 2124392
Fax: +30 210 5237904
Odos Acharnon 2
GR 10176 Athen

Staatssekretär: Michalis Karchimakis
Tel. +30 210 2124128, +30 210 5232436
Fax: +30 210 5230472
Odos Acharnon 2
GR 10176 Athen
________________________________________
STAATSMINISTER BEIM MINISTERPRÄSIDENTEN
 Prof.Dr.Charis Pampoukis
Tel. +30 210 3385232, +30 210 3385234, +30 210 3385336
Fax: +30 210 7241776
Palais Maximou (Megaro Maximou)
Odos Irodou Attikou 19
GR 10674 Athen

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Staatssekretär beim Ministerpräsidenten
und Regierungssprecher
Giorgos Petalotis  
Tel. +30 210 3385222, +30 210 3385224, +30 210 3385233
Fax: +30 210 8826166
Palais Maximou (Megaro Maximou)
Odos Irodou Attikou 19
GR 10674 Athen


Regierung vom 7.Oktober 2009

Das Politische System

Die aktuelle Verfassung Griechenlands trat am 11. Juni 1975 in Kraft. Es handelt sich um eine revidierte Form der Verfassung aus dem Jahre 1864. Die Verabschiedung einer neuen Verfassung war nötig, nachdem die Militärjunta, die seit dem 21. April 1967 an der Macht war, im Frühjahr 1974 zurücktrat und Griechenland wieder ein parlamen¬tarisch- demokratisches Land wurde.

Gegen die Möglichkeit einer Wiedereinführung der Monarchie, die in Griechenland vor dem Militärputsch herrschte, entschied sich das Volk durch eine Volksabstimmung. Das Volk wählte eine parlamentarische Demokratie mit sozial- rechtsstaatlichem Charakter wie aus dem Art. 2 der Verfassung zu entnehmen ist: „ Der griechische Staat ist eine Republik. Alle Gewalten gehen vom Volke aus, bestehen zu seinem Wohl und werden ausgeübt nach den Bestimmungen der Verfassung“.

Die wichtigsten Änderungen großer Teile der Verfassung erfolgten in den Jahren 1974/75 und 1986. Unter anderen Veränderungen im Grundrechtsschutz, Flexibilität bei Verfassungsänderungen undanderen Änderungen, die dem Staat eine überragende Bedeutung im wirtschaftlichen und sozialem Leben einräumen, wie die Verpflichtung des Staates, für Gesundheit und Vollbeschäftigung einzutreten, die Gleichbehandlung von Mann und Frau zu garan¬tieren und die sozial Schwachen zu schützen. Die jüngste Aktualisierung ist aus dem Jahr 2001 datiert.

Die persönliche Religions- und Glaubensfreiheit ist unantastbar. Nach dem Ende der Militärdiktatur 1974, während der die Junta das Land mit Gewalt, Unterdrückung und Terror regierte, war das Ziel der neuen Verfassung, Griechenland eine stabile Regierung zu garantieren. Deshalb hat der Premierminister eine zentrale Stellung. Als Parteichef der stärksten Fraktion wird er direkt vom Staatspräsidenten zum Regierungschef ernannt. Danach stellt er sich im Parlament einer Vertrauensabstimmung. Dafür reicht ihm die absolute Mehrheit. Selbst wenn das Parlament ihn zum Rücktritt zwingen möchte, würde dazu die absolute Mehrheit aus-reichend sein.

  Das Wahlsystem

Das parlamentarische Regierungssystem ist in der Verfassung verankert. Die Regierung und ihre Mitglieder müssen das Vertrauen des Parlaments besitzen. Die Regierung wird entlassen, wenn sie dieses Vertrauen verliert. Obwohl sich ein bestimmter Wahltypus etabliert hat, unterliegt das griechische Wahlsystem häufig gesetz¬lichen Änderungen. Das griechische Parlament besteht aus 300 Mitgliedern.

Die Abgeordneten werden in allgemeiner, unmittelbarer, geheimer und freier Abstimmung in Wahlkreisen gewählt. Ihre Anzahl ent-spricht den Anteilen der Bevölkerung in den einzelnen Wahlkreisen. Von den 300 Abgeordneten werden 288 in den 56 Wahlbezirken des Landes in Parteilisten gewählt, die übrigen 12 auf gesamtstaatlicher Ebene. Das Parlament wird in allgemeinen Wahlen alle vier Jahre gewählt. Das Wahlgesetz bestimmt die Art der Verteilung der Parlamentssitze zwischen den Parteien und den Wahlbündnissen. Das geltende Wahlrecht ist eine Verbindung von Mehrheitswahlrecht und Verhältniswahlrecht. Das verstärkte Verhältniswahlrecht verhindert das Entstehen vieler Splitterparteien und lässt parlamentarische Mehrheiten zu.

Dieses System, das in jüngerer Zeit bei allen Wahlen angewendet wurde, sieht drei Runden der Sitzverteilung vor. An der ersten Wahlrunde nehmen alle Parteien teil. An der zweiten die Parteien, die mindestens 17% und die Wahlbündnisse zweier Parteien, die mindestens 25% der Stimmen im ganzen Land auf sich vereinigen konnten. Außerdem die Wahlbündnisse von mehr als zwei Parteien, die 30% der Stimmen bekommen haben. Die dritte Runde der Sitzverteilung erfolgt nach dem Muster der zweiten. Mit ihr werden noch unbesetzt gebliebene Parlamentssitze vergeben. Vor dem Einzug einer Partei in das Parlament muss sie eine Sperrklausel von 3% überwinden. Da in den einzelnen Wahlkreisen die Mandate entsprechend der Bevölkerungszahl vergeben werden, hat Athen zwei Wahlkreise 38 Mandate. Die Abgeordneten des Parlaments gehören Parteien an, die als verfassungsmäßige Institutionen geschützt sind und im Mittelpunkt des öffentlichen Lebens stehen.

Die Partei oder Parteienkoalition, die die parlamentarische Mehrheit stellt, regiert und verwirklicht ihr Programm. Die Parteien der Minderheit arbeiten als parlamentarische Opposition, die eine Kontrollfunktion ausüben. Seit 1932 besteht Wahlpflicht für alle wahlberechtigten griechischen Staatsbürger. Gemäß des Verfassungsartikels 52 ist jeder griechische Bürger ab seinem 18 Lebensjahr wahlberechtigt. Gewählt werden darf jeder Staatsbürger, sobald er sein 25. Lebensjahr erreicht hat. Die durch¬schnittliche Wahlbeteilung liegt bei etwa 80%.

  Die griechische Parteienlandschaft

  

  

Wie in allen modernen, pluralistischen Gesellschaften, so steht es auch in Griechenland jedem Menschen frei, politische, soziale, wirtschaftliche, religiöse oder künstlerische Ideen zu äußern. Es steht ebenfalls jedem Menschen frei, politische Ideen aus der Sphäre der Theorie und der Diskussion durch die Gründung politischer Parteien auf die Ebene der praktischen Politik zu übertragen.
 
Die griechische Verfassung von 1975 garantiert das Recht „auf die Freiheit zur Gründung politischer Parteien sowie zur Teilnahme an der Arbeit politischer Parteien. Der Artikel 29 der Verfassung regelt die Aktivität politischer Parteien im Staat. Für die Gründung von Parteien sind keinerlei Beschränkungen vorgesehen.


Das Gesetz von 1974, welches gleich nach dem Zusammenbruch der Militärdiktatur (1967-1974) die Wiedereinführung der Parteien erlaubte, hat nur eine grundlegende Bedingung eingeführt.


Jede Partei, die ihren Namen und ihr Zeichen beim Obersten Gericht, dem Arios Pagos, niederlegt, ist verpflichtet, eine Erklärung abzugeben, dass ihre Prinzipien gegen jeden Versuch gerichtet sind, die Macht mit Gewalt zu erlangen oder das freie, demokratische Staatswesen zu stürzen.


Griechische Staatsbürger, die das Wahlrecht besitzen, können politische Parteien gründen oder in diese eintreten. Dies bestimmt der oben genannte Verfassungsartikel.
Die politischen Parteien erhalten in Griechenland keine staatlichen Zuwendungen. Auch sind sie bezüglich ihres Wahlkampfs und sonstiger Ausgaben keinen Einschränkungen unterworfen. 
 
Eine solche Beschränkung gibt es auch nicht für die persönlichen Wahlkampfkosten der einzelnen Kandidaten. Die einzigen Staatsbürger, die sich auf Grund eines Verfassungsverbotes nicht für oder gegen die politischen Parteien äußern dürfen, sind die Mitglieder der Justiz und der Streitkräfte, die Organe der öffentlichen Sicherheit und die Beamten.
 
Durch diese Bestimmung soll nach Möglichkeit die Neutralität des Staates im Wettstreit der Parteien gesichert werden.


Im gegenwärtigen Parlamentssystem, das aus den allgemeinen Wahlen vom September 2007 hervorgegangen ist, sind alle politischen Strömungen vertreten. Das Parteiensystem wird seit 1974, nach dem Fall der Junta, von zwei großen Parteien beherrscht. Dies wird durch das Wahlrecht begünstigt.

Es sind Parteien, die wie erwähnt, Mitte der 70er Jahre gegründet wurden, die Nea Dimokratia (Neue Demokratie, gegründet durch Konstantinos Karamanlis), die sich aus bürgerlichen und konservativen Kräften zu einer Partei zusammenschloss und außerdem die Pasok (Panhellenische Sozialistische Bewegung, gegründet durch Andreas Papandreou), die sich Mitte- links positioniert.


Wenn eine dieser Parteien keine absolute Mehrheit bei den Wahlen erreicht, so kann sie eine Koalition mit einer anderen Partei eingehen. Als kleinere Parteien gelten die Kommunistische Einheitspartei, KKE, die seit 1918 besteht, die Koalition der Linken SYRIZA und LAOS (Orthodoxer Volksalarm).
 

 Die Exekutive

Laut der revidierten Verfassung von 1975 ist Griechenland eine parlamentarisch- demokratische Republik.

Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Staatspräsident (seit Januar 2005 Karolos Papoulias). Er wird alle fünf Jahre vom Parlament gewählt und ernennt den Parteichef der Mehrheitspartei zum Premierminister und vereidigt die vom Premier vorgeschlagenen Minister. Nach der Verfassungsänderung von 1986 wurde seine repräsentative Rolle eingeschränkt. Seitdem besitzt der griechische Staatspräsident
nicht mehr die Macht, Krieg zu erklären sowie Bündnisse und Verträge zu schließen. Auch sein Recht zur Amnestie bei politischen Vergehen wurde deutlich eingeschränkt.


Er verfügt, wenngleich begrenzt, immer noch über das Recht der Parlamentsauflösung. Der Staatspräsident darf das Parlament auf-lösen, wenn zwei Regierungen hintereinander das Misstrauen ausgesprochen wurde, und daher die Regierungsstabilität nicht mehr gewährleistet ist.

Der Staatspräsident ist nicht befugt, das Parlament willkürlich auf¬zulösen, sondern nur, wenn die Regierung ihn dazu auffordert. Nach der Auflösung des Parlaments hat er das Recht, Neuwahlen anzusetzen.

Außerdem hat der Staatspräsident das Recht, sein Veto bei der Verabschiedung von Gesetzen einzulegen und die Sitzungsperiode des Parlaments für ungefähr 30 Tage zu unterbrechen.

  Die Legislative

Das griechische Parlament besteht aus einer Kammer, der so genannten Vouli. Diese wird in allgemeiner, geheimer und glei¬cher Wahl alle vier Jahre gewählt. Die Rechte der einzelnen Abgeordneten sind begrenzt, denn sie beraten nur über die allge-meinen Staatsangelegenheiten. Wichtige Entscheidungen werden zwischen den Fraktionsvorsitzenden getroffen. Neben der Gesetzgebung verpflichtet sich das Parlament zur Kontrolle der Regierung. Das Parlament besitzt das Recht, der Regierung das Vertrauen zu entziehen und das Misstrauen auszusprechen. Weil die Regierung vom Vertrauen des Parlaments abhängig ist und eine starke Regierungsstabilität benötigt, ist die Rolle des Parlaments wichtig. Das Parlament besitzt die Möglichkeit, den Staatspräsidenten oder andere Regierungspolitiker mit einer Zweidrittelmehrheit anzu¬klagen. Daraufhin muss sich der angeklagte Politiker vor einer speziellen Gerichtskommission verantworten.

  Die Judikative


Die Rechtsprechung erfolgt in Griechenland durch unabhängige Gerichte. Ihre Zusammensetzung (die Richter werden auf Lebenszeit ernannt), ihre Zuständigkeit, ihre Rangstufen, die Ernennungen, die Dienstlaufbahn, die mit dem Richteramt unver-einbaren Tätigkeiten und die disziplinäre Verantwortung der Richter werden bis ins kleinste Detail von der Verfassung bestimmt. Sie stattet die Gerichte und die Richter mit verschiede¬nen Garantien aus, damit ihre amtliche und persönliche Unabhängigkeit geschützt, ihre Neutralität und Objektivität gesichert und zugleich die Einmischung der anderen Gewalten in das Werk der Rechtsprechung verhindert wird.

Die Richter sind während der Ausübung ihres Amtes ausschließlich an die Verfassung und die anderen Gesetze gebunden, nicht aber an Weisungen oder Aufträge der Exekutivgewalt oder der gesetzge¬benden Gewalt. Die Judikative setzt sich aus drei Gruppen von Gerichtshöfen zusammen, die für die zivilrechtliche, strafrechtli¬che und verwaltungsrechtliche Rechtssprechung zuständig sind. Zu den Zivil- und Strafgerichtshöfen gehören die Gerichtshöfe, die Gerichte erster Instanz und die Berufungsgerichte. Gegen deren Urteile kann Berufung bei den Appellationsgerichten und schlie߬lich Revision beim Obersten Gerichtshof, der höchsten juristischen Instanz, eingelegt werden. Das Oberste Tribunal ist letzte Entscheidungsinstanz in Verfassungsfragen. Das höchste Rechtsprechungsorgan ist der Staatsrat, das Symvoulion tis Epikratias. Der Rechnungshof regelt strittige Finanzangelegenheiten.

  Die Regierung

Die griechische Regierung wird Ministerrat genannt und besteht aus dem Premierminister und seinen Ministern. Nach Neuwahlen eines Parlaments beginnt die Regierungsbildung. Der Fraktions¬und Parteivorsitzende der Mehrheitsfraktion ist neuer Premierminister. Sobald der Premierminister über die Zusammensetzung des Kabinetts entschieden und die absolute Mehrheit im Parlament inne hat, erfolgt die Ernennung durch den Staatspräsidenten.


Wenn keine klare Mehrheit gegeben ist, muss der Premierminister mit Sondierungsgesprächen beginnen und eine mehrheitsfähige Koalition bilden. Erst dann kann der Staatspräsident den Premierminister und die vorgeschlagenen Minister vereidigen. Danach muss sich die neue Regierung in einem Zeitraum von zwei Wochen der Vertrauensabstimmung im Parlament stellen. Die griechische Regierung ist vom Vertrauen des Parlaments abhängig.


Der griechische Premierminister verfügt über große politische Macht. Er kann einen oder mehrere Minister als Stellvertreter ernennen, was jedoch selten geschieht. Der Premierminister besitzt gegenüber seinen Kabinetts-mitgliedern die Richtlinienkompetenz sowie das Vorschlagsrecht zur Ernennung und Entlassung der Regierungsmitglie¬der durch den Staatspräsidenten. Obwohl die Minister in ihren Aufgabenbereichen grundsätzlich selbstständig entscheiden, greift der Premierminister auch in ihre Kompetenzbereiche ein. So erwies sich die griechische Regierung als durchsetzungsfähig und ent¬scheidungsstark. Der derzeitige griechische Premierminister ist Kostas Karamanlis, der bei der Parlamentswahl am 7. März 2004 mit seiner Partei Nea Dimokratia, als Sieger hervorging. Die bis¬lang regierende Panhellenische Sozilialistische Bewegung (Pasok) unter Georgios Papandreou musste zurücktreten. Mit 43,7 % der Stimmen gewann die bürgerliche- konservative Partei, Nea Dimokratia, die Wahlen. Von den 24 Mandaten erhielt 19 die Nea Dimokratia. Am 8. März 2004 beauftragte der damalige Staatspräsident, Konstantinos Stefanopoulos, den Premierminister mit der Bildung der neuen Regierung. Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen vom Oktober 2009 errang die größte Oppositionspartei, die Panhellenische Sozialistische Regierung PASOK unter Georgios Papandreou, die absolute Mehrheit der 300 Parlamentssitze (160) und am 7.Oktober 2009 wurde im Präsidenten-Palais in Athen die neue PASOK-Regierung vereidigt. Ministerpräsident Papandreou ist gleichzeitig Aussenminister.
 
 
Die staatliche Organisation verzweigt sich in verschiedenen Organisationseinheiten, die zueinander in einem bestimmten hie-rarchischen Verhältnis stehen. Ihre Ausgaben werden vom jährli-chen staatlichen Budget getragen, über das in einem eigenen Verfahren vom Parlament abgestimmt wird. Damit der Staat wirk-sam arbeitet, gibt es parallel eigene Budgets für die ununterbro-chene Befriedigung fiskalischer und sozialer Aufgaben. Parallel dazu gibt es die verwaltungsmäßige Selbständigkeit eigens orga-nisierter staatlicher Dienststellen (Nationaler Statistischer Dienst, Staatliche Lotterie, Postsparkasse).

 Spezielle und örtliche Selbstverwaltung 

Ein ähnliches Phänomen ist die Selbstverwaltung, die Schaffung vieler selbständiger juristischer Personen öffentlichen Rechts, die organisch und finanziell unabhängige Einheiten, durch ihre Tätigkeit eigene Ziele verfolgen und sich „nach dem Ort“ als örtliche Selbstverwaltung (Städte und Gemeinden sowie ihre Vereinigungen) und „nach der Materie“ als spezielle Selbstverwaltung unterscheiden. Das heißt, jene juristischen Personen üben öffentliche Gewalt aus. Diese Einheiten haben manchmal den Charakter von juristischen Personen des privaten Rechts in öffentlichen Betrieben (z.B. DEH Staatliche Elektrizitätsgesellschaft, ATE Agrarbank Griechenlands, ELTA Griechische Post, OSE Organisation griechischer Eisenbahnen usw.).

Die Organisationsprinzipien und Systeme der Privatwirtschaft werden als geeigneter angesehen, das öffentliche Interesse bei der Verwirklichung der angestrebten Ziele zu sichern. Gemeinsames Merkmal dieser Einheiten ist, dass sie keiner hierarchischen Kontrolle unterstehen. Es wird über sie nur Aufsicht in dem vom Gesetz ausdrücklich bestimmten Maß und Rahmen ausgeübt.


Die lokalen Angelegenheiten obliegen nicht der Sorge des Staates, sondern gewählten Organen der Städte und Gemeinden. Was frei-lich lokale Angelegenheiten sind, ist eine schwer zu lösende, häu¬fig politische Streitfrage. Im Kodex der Städte und Gemeinden werden Kompetenzen aufgezählt, die ausschließlich in den Rahmen der örtlichen Selbstverwaltung gehören, z. B. Wasserversorgung, Bewässerung, Kanalisation, Parks, Gärten, gemeinnützige Anlagen, Märkte, Schlachthöfe, Friedhöfe, Gemeindebauten. Die örtliche Selbstverwaltung ist in der Verfassung verankert, die außer der verwaltungsmäßigen Selbständigkeit das Prinzip der Selbstregierung vorsieht, d.h. die Wahl der Vorsteher durch die Gemeindemitglieder in allgemeiner und geheimer Abstimmung. Außerdem ist die Schaffung weiterer Stufen der örtlichen Selbstverwaltung außer Städten und Gemeinden möglich.


Die Zelle der Stadt oder der Gemeinde, die zur Erhaltung des Griechentums und zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Griechen während der vierhundertjährigen Türkenherrschaft beigetragen hat, wird heute vom Stadtrat und dem Stadtausschuss in den Städten und vom Gemeinderat in den Gemeinden - sowie vom Bürgermeister oder vom Gemeindevorsteher verwaltet. Die Organe der örtlichen Selbstverwaltung besitzen eigenes
 
Vermögen mit eigenem Ertrag und Einkünften aus ihrer Nutzung, ferner Einkünfte aus Steuern, Gebühren, Rechten, Beiträgen, sowie aus den (ständigen und außerordentlichen) staatlichen Subventionen. Ihre Ausgaben sind entweder Pflicht oder fakulta¬tiv. Sie werden in einem jährlichen Budget aufgezeichnet, das vom Präfekten kontrolliert wird.


Die Städte und Gemeinden können in verwaltungsmäßiger und finanzieller Selbständigkeit Anstalten zur Betreuung ihrer Mitglieder gründen (Altersheime, Krankenhäuser usw.), sowie Organisationen für Dienstleistung (Bibliotheken, Orchester).


Die Verwaltungsaufsicht des Staates wird vom Präfekten ausgeübt und in Ausnahmefällen vom Innenminister. Ihre Grenzen werden vom Gesetz bestimmt. Die Aufsicht darf gewisse von der Verfassung gezogene Grenzen nicht überschreiten. Die Initiative und die Aktionsfreiheit der Organe der örtlichen Selbstverwaltung darf nicht behindert werden.
Die Verwaltungspraxis wird vom Prinzip der Gesetzlichkeit getra-gen. Dadurch ist sie mit dem Prinzip der Souveränität des Volkes verbunden. Das Parlament bestimmt den Raum, in welchem sich die Tätigkeit der Verwaltung entfaltet. Handlungen ohne gesetzli-chen Rückhalt sind unerlaubt und strafbar.

  Prinzipien der Verwaltungsarbeit

Die Verwaltungspraxis wird in erster Linie von den übergeordneten Behörden kontrolliert, sofern sie sich auf niedrigerer als der Ministerebene entfaltet.


Für die ministeriellen Handlungen und Unterlassungen gibt es keine hierarchisch übergeordnete Behörde. Die Verwaltung wird auch von Organen aus einem oder mehreren Mitgliedern kontrol¬liert, denen das Gesetz eine solche Kompetenz einräumt, das so eine eigene (richterliche) Instanz zur Anrufung gegen Verwaltungsakte schafft. Bei den unabhängigen öffentlichen Dienststellen, den juristischen Personen öffentlichen Rechts und den öffentlichen Betrieben wird die Kontrolle von jener Behörde ausgeübt, die im Rahmen des Gesetzes die Aufsicht führt.


Eine Art Kontrolle wird vom Parlament mittels der Eingaben aus-geübt, die ihm von den Staatsbürgern eingereicht werden, sowie durch die Fragen und Anfragen der Abgeordneten, ferner von den Untersuchungsausschüssen, die vom Parlament eingesetzt werden und schließlich – drastischer – durch die Stellung der Vertrauensfrage oder durch Misstrauensanträge gegen die Regierung oder einen Minister. Die wirksamste Kontrolle jedoch ist die richterliche Kontrolle, die zur Aufhebung eines gesetzwid¬rigen Verwaltungsaktes führen kann oder zur grundsätzlichen Rechtfertigung des Betroffenen durch Befriedigung seiner Forderung.

  Die Menschenrechte
Die griechischen Verfassungen waren bei der institutionellen Sicherung der persönlichen Freiheiten und Rechte von Anfang angroßzügig gewesen. Die Verfassungen aus der Zeit der grie-chischen Revolution (1821-1827) waren in diesem Kapitel vielen europäischen Verfassungen voraus. In der geltenden Verfassung (in der die Bestimmungen der Charta der Vereinten Nationen, der Deklaration der Menschenrechte vom 10.12.1948 und die römische Konvention des Europarates vom 4.11.1950 berücksichtigt sind) sind diese Freiheiten und Rechte vor dem Eingriff des Staates sowie Dritter offenkundig gesichert und ihre soziale Grundlage erweitertworden. Über die bekannten persönlichen Freiheiten (wie die Freiheit und Sicherheit der Person, die religiöse und wirtschaftli¬che Freiheit, die Gleichheit, die Unverletzlichkeit der Wohnung, das Briefgeheimnis, die Gedanken -, Presse -, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, die Freiheit der Erziehung, der Berufung, des Eigentums) und über die politischen Freiheiten hinaus (wie das Recht, an der Regierung und an den Wahlen teilzunehmen), garantiert die Verfassung von 1975 auch soziale Rechte und Pflichten des Staatsbürgers, wie das Recht auf Arbeit, das Recht auf freie soziale und kulturelle Entfaltung der Persönlichkeit und das Recht auf den Schutz der natürlichen und der kulturellen Umwelt

Wahlergebnisse

Wahl für das nationale Parlament

 

Pasok

43,92

 

Nea Dimokratia

33,48

 

KKE

7,54

 

LAOS

5,63

 

sy.Riz.a

4,6

 

Grüne

2,53

Wahl für das nationale Parlament

Partei

7/03/2004

16/09/2007

 

Wahlberechtigte
9.730.540

Wahlberechtigte
9.921.343

 

%

Sitze(300)

%

Sitze(300)

Neue Demokratie

45,37

165

41,83

152

PASOK

40,55

117

38,10

102

KKE

5,89

12

8,15

22

SYNASPISMOS

3,26

6

5,04

14

LAOS

2,19

0

3,80

10

DIKKI

1,79

0

-

-

Andere

0,95

0

-

-

Wahl für das europäische Parlament

Partei

2004

12/06/2009

 

Wahlberechtigte
9.938.863

Wahlberechtigte
9,996,353

 

%

Sitze(24)

%

Sitze(22)

Neue Demokratie

43.01

11

32.29

8

PASOK

34.03

8

36.64

8

KKE

9,48

3

8.35

2

SYNASPISMOS

4,16

1

4,70

1

LAOS

4,12

1

7,15

2

Ökologen/Grünen

0,67

0

3,49

1

Land und Leute

 Griechenland - Die Geographie

Griechenland, ein Land Südosteuropas. Es liegt am südlichen Rand der Balkanhalbinsel. Zusammen mit den Inseln der Ägäis, mit Kreta, den Inseln des Dodekanes und denen des Ionischen Meeres bildete Griechenland ein einheitliches territoriales Gebiet, dessen Geschichte sich in der Tiefe der Jahrhunderte verliert. Dieser Raum Griechenlands, durch den sich Europa mit Asien verbindet und der den besten Zugang zu Afrika bietet, ist eines der wichtigsten Gebiete der Welt.

Betrachtet man die geographischen Koordinaten, so ist die Lage des Landes folgende: Der nördlichste Punkt befindet sich im Dorf Orménio in der Provinz Evros, an der griechisch-bulgarischen Grenze. Geographische Breite 41°45'01". Der südlichste Punkt befindet sich auf der Insel Gavdos, südlich von Kreta, geographische Breite 34°48'11". Der östlichste Punkt (und der vom Festland entfernteste) liegt auf der kleinen Insel Strongyli, östlich von Kastelorizo, geographische Breite 36°06'17". Der westlichste Punkt ist die kleine Insel Othoni, nordwestlich von Kerkyra, geographische Breite 39°51'11".

Die Länge der Festlandsgrenzen Griechenlands beträgt 1.180,53 km. Im Norden grenzt das Land an Albanien (Länge der Grenzen 246,7 km), an die Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien (256,13 km) und an Bulgarien (474,7 km). Im Osten grenzt es an die europäische Türkei (Ostthrakien, Länge der Grenze 203 km).

Die Gesamtfläche Griechenlands beträgt 131.957 km², von denen 112.192 km² den Festlandanteil ausmachen und 19.765 km² die Inseln. Es gibt über 9.000 solche kleinere und größere Inseln, von denen nur ca. 220 bewohnt sind. Länge der Küste: 15.021 km.

Die geologische Physiognomie dieses Gebietes hat sich oft geändert, bis es zur heutigen gekommen ist. Das Charakteristikum dieser Veränderungen ist der ständige Kampf zwischen Meer und Land.

Vor hunderten Millionen von Jahren war das heutige griechische Festland bis nach Kleinasien hin vom Meer bedeckt. Vor rund 140 Millionen Jahren schufen geologische Umwälzungen die ersten Erdformationen, die sich aus den Wogen erhoben. Entscheidende Wandlungen im griechischen Raum sind vor 35 Millionen Jahren eingetreten. Es ist die Zeit der Auffaltung der Alpen, in der die höchsten Gebirgsmassen der Erde in Erscheinung traten (Alpen, Pyrenäen, Himalaya). Vor 400.000 Jahren, am Ende der Eiszeit, erfuhr Griechenland erneut eine Veränderung, da das Meeresniveau sich um etwa 200 m senkte. Von da an bis 1.300 v. Chr. geben Erdbeben, Vulkanausbrüche und andere geologische Phänomene dem griechischen Raum jene Gestalt, die er bis heute behalten hat.

Der vielgestaltige geographische Raum Griechenlands zeigt die Vielfalt von klimatischen Verhältnissen. Die meisten Gebiete des Landes gehören zum Mittelmeerklima oder zum so genannten „Klima des Ölbaumes“. Allgemein gilt das griechische Klima mit rund 300 Sonnentagen als das mildeste im Mittelmeergebiet, bei gleichzeitig vielen Variationen in den nördlichen und westlichen Teilen des Landes.

Ein weiteres Grundmerkmal des griechischen Klimas ist der Wechsel der Jahreszeiten: Ein kurzer Frühling mit mittleren Temperaturen um die 20° C mit einigen Regenschauern von März bis Mitte Mai, ein langer, heißer Sommer mit Temperaturen von 30 bis 40° C und nur selten Niederschlag von Juni bis Anfang Oktober, ein wunderbarer Herbst mit mittleren Temperaturen, die aber höher liegen als im Frühling, ein milder und sonniger Winter mit nur kurzen Regenschauern. Dies gilt fast für ganz Zentral- und Südgriechenland (außer für die Gebirgsgegenden), für die Inseln des Ionischen Meeres und der Ägäis. Der Sonnenschein erreicht im Jahr 3.000 Stunden, Regenfälle gibt es im Sommer selten, und vom Meer wehen die Brisen und die kühlen Nordwestwinde (Meltemi).

In den nördlichen und östlichen Gebieten (Epirotisches, Mazedonisches und Thrakisches Binnenland) ist der Winter verhältnismäßig hart und die Temperatur sinkt gelegentlich bis - 20° C. Es wehen starke Winde, es gibt häufig Schneefall und viele Wolken. Ab 1.200 m Höhe gibt es sogar heftige Schneefälle, und teilweise bleibt der Schnee in manchen Bergregionen ab 2.000 m Höhe bis in den Juni liegen. Es kommt selten vor, doch kann man in höheren Gebieten, zum Beispiel auf dem Olymp, dem höchsten Berg Griechenlands, sogar das ganze Jahr über Schnee sehen. Das Meer erreicht in den Wintermonaten eine Temperatur von 15° C. Im Sommer dagegen liegen die Temperaturen sehr hoch.

Die größte Niederschlagsmenge wird im ganzen griechischen Raum zwischen November und Februar gemessen. Im Gebirge wird der Regen mit 1.500 mm/m2 im Jahr berechnet, während er im Südosten Kretas nur ein Drittel davon erreicht. Ein weiteres Charakteristikum des griechischen Klimas ist die Reinheit und Durchsichtigkeit der Atmosphäre, in welcher sich die harmonischen Massen der Berge abzeichnen. Die Farben werden unter der leuchtenden Sonne lebendig, und das Auge entdeckt Schönheiten der Natur selbst auf die Entfernung von vielen Kilometern.

  Die griechische Tier- und Pflanzenwelt

Schwerlich kann man die Schäden übersehen, die durch eine rasche und oft ungeplante Nutzung der griechischen Natur entstanden sind. Ihre Ursache sind der oft unkontrollierte Rohstoffabbau, die Waldbrände, die Jagd, die von mehr als 300.000 Jägern ausgeübt wird, die Viehzucht und anderes mehr.

Zwei Drittel der Oberfläche Griechenlands sind Waldgebiete (genau 8.894.800 Hektar). Diese sind aber unterschiedlich gegliedert. 2,4 Millionen Hektar, d.h. 19 % der Gesamtfläche, sind reiner Wald, 31 Millionen Hektar sind teilweise waldbedeckte Flächen und 2,4 Millionen Hektar überwiegend Weideland. Kreta hat einen Waldbestand von 3 %, während er in Thrakien 28 % umfasst.

Griechenland besitzt einen der reichsten Pflanzenbestände der Welt mit 4.050 eigenen Arten. Der Reichtum, die Vielfalt und die besondere Schönheit der Pflanzen der griechischen Flora haben seit der Antike viel Bewunderung auf sich gezogen. Viele dieser Pflanzen (Hyazinthe, Narzisse, Iris, Akanthus, Rose, Olivenbaum usw.) haben sich mit antiken Mythen verbunden und viele Künstler inspiriert. Innerhalb dieses Reichtums können manche Pflanzen als schlechthin typisch für den griechischen Raum angesehen werden, so etwa der Klatschmohn, die Kamille, die Anemone, die Margerite usw.

Der Schutz der Natur und der Tierwelt  ist in der griechischen Verfassung verankert. Man begegnet ihm durch die Errichtung von Nationalparks, die Schaffung von Gehegen (Prespa), durch Jagd- und Fischereiverbot in verschiedenen Gebieten und für verschiedene Tier- und Fischgattungen, sowie durch eine entsprechende Information der Bevölkerung. Selbst wenn die griechische Fauna in den weiteren Bereichen der so genannten paläarktischen Gebiete angehört (dazu gehören viele Länder des Mittelmeeres, Europas und Asiens), so gibt es dennoch manche Tierarten, die als spezifisch griechisch bezeichnet werden, die Landschildkröte etwa, die Wildziege Griechenlands und insbesondere Kretas, die Kleinpferde der Insel Skyros u. a. m.


 Die Berge - Die Flüsse und das Meer

Zwei Grundelemente bestimmen den griechischen Raum: Gebirge und Meer. Mindestens 20 Berge übersteigen die Höhe von 2.000 m, die Grenze des ewigen Schnees. Das Kennzeichen der griechischen Gebirge (vier Fünftel des Territoriums Griechenlands bestehen aus Bergen) ist etwas fast Einzigartiges in der Welt: Es gibt kaum einen Berg in Griechenland, von dem aus nicht ein Stück Meer zu sehen ist und der nicht von den Meereswinden erreicht wird. Kein Punkt des Landesinneren ist mehr als 100 km vom Meer entfernt, während auf den Peloponnes dieser Wert nur 50 km beträgt und in Zentralgriechenland 60. Hohe griechische Berge, der Olymp etwa und der Taygetos, sind nur 10 – 20 km vom Meer entfernt.

Dieses einmalige Nebeneinander von Gebirge und Meer, mit den kleinen Küstenebenen, die sie trennen, diese Verbindung der scheinbar so verschiedenen Elemente, gibt der griechischen Landschaft ihre eigene Farbe und Gestalt.

Die zehn höchsten Berge Griechenlands sind:

Olymp   2.904 m
Smolikas   2.631 m
Grammos   2.521 m
Voras oder Kaimaktsalan 2.519 m
Giona   2.508 m
Tymphi   2.500 m
Parnaß   2.456 m
Psiloritis   2.454 m
Levka Ori   2.453 m
Athamanon   2.429      m

Die geringe Ausdehnung des Landes, die Gebirgsmassen, die Heftigkeit der Regenfälle und die geringe Zahl dieser Niederschläge in den meisten Gebieten haben die Bildung von Flüssen mit reichlich Wasser verhindert. Es gibt nur wenige große Flüsse, und meistens haben sie ihre Quellen außerhalb des griechischen Raumes, wie der Evros, der Nestos, der Axios und der Strymon usw. In der Antike war der Evros - an der griechisch-türkischen Grenze - schiffbar. Heute wird die Möglichkeit untersucht, auf dem Nestos und dem Axios im Rahmen einer internationalen Schiffsroute zur Ägäis den Schiffsverkehr erneut einzuführen. Die Flüsse hatten stets für den Verkehr große Bedeutung, denn die Hauptstraßen folgten seit der Antike den Flusstälern. Darüber hinaus waren die griechischen Flüsse für die Bewässerung wichtig. Sie wurden deshalb als heilig angesehen. Denn in den meisten Gebieten war im Sommer der Wassermangel groß.

Die zehn größten Flüsse, entsprechend ihrer Länge auf griechischem Territorium, sind die folgenden:

Aliakmon   297 km
Acheloos   220 km
Pineios (Thessalien)  205 km
Evros   204 km
Nestos   130 km
Strymon   118 km
Thyamis/Kalamas  115 km
Alfeios   110 km
Arachthos   110 km
Enipeas     84 km

Viele Flüsse wurden in den letzten Jahren genutzt, und zwar durch die Errichtung von Staudämmen und durch Bewässerungsanlagen. Auch die griechischen Seen sind nicht umfangreich. Früher waren sie oft Seuchenherde. Nach ihrer Trockenlegung entstanden aus manchen Seen Anbauflächen für Kleinkulturen (Karla, Kopais, Agoulinitis usw.).

Die zehn größten griechischen Seen sind:

Trichonis (Agrinion)  96,22 km²
Volvi   70,44 km²
Vegoritis (Ostrovo)  54,47 km²
Koronia (Langada)  46,53 km²
Vistonis   44,86 km²
Kleiner Prespa  42,54 km²
Großer Prespa  39,04 km²
Kerkini    34,01      km²
Kastoria   28,87  km²
Yliki   19,44 km²

 

  Die Bevölkerung


Im Jahre 1821, nach der Befreiung des Landes von der osmanischen Herrschaft, erreichte die Bevölkerung Griechenlands (Peloponnes und Zentralgriechenland) nur 938.765 Einwohner. Im Jahr 1920 umfassten die griechischen Grenzen 5.016.889 Einwohner. Im Jahr 1961 betrug die Einwohnerzahl 8.388.553 und wuchs zehn Jahre später auf 8.768.641 an. Die Einwohnerzahl der Städte belief sich 1971 auf 4.667.489, d.h. auf 53 %, die halbstädtische Bevölkerung betrug 1.019.421, d.h. 11,6 % und die bäuerliche Bevölkerung 3.081.731, d.h. 35,4 %.

Heute beträgt die Einwohnerzahl 11.082.751 Menschen (Volkszählung 2001).  Davon leben 72,8 % in den Städten. Nur 10,9 % sind Bauern. Die Landflucht und die Auswanderung stellten die zwei größten Nachkriegsprobleme des Landes dar: Abwanderung der Arbeitskräfte, Rückgang der Geburtenziffer, das Veröden vieler landwirtschaftlicher Gebiete und die Probleme, die sich mit der raschen Entwicklung der städtischen Zentren ergeben. Die Auswanderung ist in den letzten Jahren fast zum Stillstand gekommen; die Landflucht wird aber immer mehr zu einem brennenden sozialen und wirtschaftlichen Problem. Man schätzt, dass heute in der Ebene von Attika ca. ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes lebt.

  Die Verwaltungsstruktur

Das Land ist heute in 54 Verwaltungsbezirke (griechisch: Nomoi = Präfekturen) aufgeteilt (4 davon in Attika) und in 13 Regionen (griechisch: Peripheries) : Attika, Mittelgriechenland, Thessalien, Westgriechenland, Epirus, Westmakedonien, Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Kreta, Ionische Inseln, Nördliche Ägäis, Peloponnes, Südliche Ägäis.

Insgesamt gibt es in Griechenland 914 Städte und 120 Gemeinden. Nach der Volkszählung 2001 zählte die Hauptstadt Griechenlands Athen offiziell 745.514 Einwohner, die Präfektur Athen insgesamt 2.664.776 und die Metropolitanregion Athen 3.761.810, die Hafenstadt Piräus miteinbezogen. In Thessaloniki leben 363.987 Einwohner, in Patras 163.446, in Iraklion 137.711, in Larissa  126.076, in Volos 82.439, in Kavala 63.293, in Serres 56.145, in Chania 53.373 und in Ioannina 70.203. 

  Die Religion

Ca. 97 % der Griechen gehören der Griechisch-Orthodoxen Kirche an. Die restlichen ca. 3% sind Moslems, katholische und evangelische Christen u.a. Auf der Halbinsel Chalkidiki in Makedonien, liegt die autonome Mönchsrepublik Athos, in der seit Jahrhunderten 20 griechisch-orthodoxe Klöster existieren.

Die griechische Sprache

Die griechische Sprache  bildet einen eigenen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Seit 3500 Jahren schriftlich überliefert, ist sie die älteste Sprache Europas und stellt ein starkes Element nationaler Kontinuität dar. Die neugriechische Sprache stützt sich auf dasselbe Idiom, das Homer benutzte. Das griechische Alphabet und die griechische Sprache haben alle westlichen Sprachen nachhaltig beeinflusst.

 

Die Regionen
Thrakien

Die Region Thrakien  liegt im östlichen Teil der Balkanhalbinsel. An ihrer Westgrenze verläuft der Fluss Nestos, im Nordosten der Fluss Evros (griechisch-türkische Grenze), im Norden grenzt sie an Bulgarien und die Bergkette Rodopi und im Süden an die Ägäis.

Das Gebiet um Evros erstreckt sich auf eine Fläche von etwa 118.000 Hektar. Das Evros-Delta ist von Kanälen durchzogen, in deren Umgebung der Boden landwirtschaftlich genutzt wird.

Gelangt man auf seiner Reise in das waldreiche Hinterland, kann man die reiche Greifvogelfauna entdecken und Vögel wie den Seeadler, den größten dort lebenden Vogel, beobachten. Salzwiesen, Schwemmland und Lagunen führen bis zum Westarm des Evros, an dessen Ufern Schilf und der schmalblättrige Rohrkolben wachsen. An seiner Mündung ins Meer wachsen allerdings nur noch Pflanzen, die den zunehmend salzigen Boden tolerieren wie die Strandimse. Hin und wieder entfalten Schwertlilien, Schwanenblumen, die weiße Seerose und der Wasserfenchel ihre wunderschöne Blütenpracht, und teilweise wird man durch lockeren Galeriewald aus Weiden und Pappeln geführt. Nach einiger Zeit gelangt man in den Wald der Greife bei Dadiá-Lefkími im waldreichen Hinterland, das sich bis nach Bulgarien erstreckt und in dem 219 Vogel-, 40 Reptilien- und Amphibien- sowie 36 Säugetierarten zuhause sind. Vor allem gibt es eine bemerkenswerte Artenvielfalt der Greifvögel, die 36 Arten umfasst.

An der Grenze zu Bulgarien schließt sich eines der zwei großen Massive, die Rhodopen an. Ihnen sind das Falakrón-Gebirge und die Kerkíni-Berge vorgelagert, die aus einem Kristallin-Massiv bestehen. In der griechischen Mythologie gibt es die Geschichte von Lysisthea, einer Okeanide und Geliebten Zeus. Um ihre Schwangerschaft geheim zu halten, bat sie eine Pflanze, einen Stein und ein Tier um Hilfe. Die Pflanze und das Tier wollten ihr nicht helfen, doch der Stein schloss sie bis zur Geburt des Kindes ein. Während dieser Zeit weinte Lysisthea und aus ihren Tränen wurden Kristalle, die sie dem Stein zum Dank schenkte. So entstanden laut der Mythologie die Bergkristalle. Das im Tertiär entstandene Falakrón-Gebirge setzt sich im Norden aus Gneis- und Schiefergesteinen, in den übrigen Gebieten aus Kalkgesteinen und Marmor zusammen. Während in den ersten Höhenlagen nur kahles, felsiges Gelände zu sehen ist, erstrecken sich an den unzugänglichen Nordhängen dichte Wälder aus Buchen und Fichten. Am Südhang hingegen befinden sich Wälder aus Schwarzkiefern.

  Makedonien

Makedonien (West- Zentral und Ostmakedonien) ist die größte der geographischen Regionen Griechenlands. Die dreiarmige Halbinsel Chalkidiki, die wiederum aus drei Halbinseln besteht (Kassandra im Westen, Sithonia in der Mitte und Athos im Osten), umfasst eine Fläche von ungefähr 4.000 km². Drei Viertel dieser Fläche sind gebirgig. Die autonome Mönchsrepublik Athos (Der Heilige Berg), die sich 2033 m über dem Meer erhebt, ist noch ursprünglich geblieben.

Mit kilometerlangen Stränden, fruchtbaren Ebenen und hohen Bergen vereint Makedonien „südliche“ und „nördliche“ Landschaften. Ein großes Becken befindet sich in Makedonien um Dráma, Sérres und Édessa, wenn man sich westlich bewegt. In dieser Ebene bahnt sich der Fluss Loudías neben den Flüssen Axiós und Aliákmon seinen Weg. Er führt in ein sehr fruchtbares Mehrfachdelta und mündet in den Thermäischen Golf. Der Fluss Aliákmon hat seinen Ursprung im Pindos-Gebirge nahe der albanischen Grenze und ist mit seinen 297 km der längste Fluss Griechenlands. Kleine Inselchen erheben sich aus ihm, auf denen man Seiden-, Grau-, Rallen- und Nachtreiher beobachten kann. Das Aliákmon-Delta wird vom Wasserhahnenfuß im Frühjahr mit seinen weißen Blüten geschmückt. Viele Wasservögel wie Stockenten, Moorenten, der Löffler und der Säbelschnäbler erfreuen sich hier ihres Lebens. Südlich des Aliákmon gelegen, wird die Alyki-Lagune teilweise als Saline genutzt. In einer üppigen Vegetation begegnet man der einen oder anderen griechischen Landschildkröte, deren Weg man beim Wandern kreuzt. Ebenso ist es der Lebensraum der Riesensmaragdeidechse und der Vierstreifennatter.

Nicht weit von den Kerkíni-Bergen liegt der Kerkíni-See, dessen Fläche je nach Jahreszeit von 34 bis 72 km² schwankt. Dieser See gliedert sich in offene Wasserflächen, Flachwasser- und Schwimmblattzonen, Altarme und isolierte Tümpel und ist ein wichtiger Rast- und Brutplatz vieler Wasservögel wie zum Beispiel sämtlicher Reiherarten. Insgesamt wurden hier schon 227 Vogelarten gesichtet. Weiter führt der Weg zum Volvi-See, der eine Fläche von 70,44 km² einnimmt. Wandert man durch das umliegende Flachland, findet man Getreide-, Mais-, Tabak- und Tomatenfelder. Es bleiben ausgedehnte Flachwasserbereiche zurück, die von Hunderten Rosaflamingos zur Nahrungssuche aufgesucht werden. Hier sind auch einige Greifvögel wie beispielsweise der Adlerbussard und der Schlangenadler zu beobachten. Nach Osten hin führt ein Fluss aus dem Volvi-See; an dessen Ufern er von einem Platanen-Auwald gesäumt wird. In mitten von Pappeln, Weiden und Eschen leben hier der Weißstorch, Schwarzstorch und der Schreiadler.

Epirus

Epirus, die nordwestlichste Region Griechenlands mit den Präfekturen Ioannina, Arta, Preveza und Thesprotia hat einem Reisenden ungeheuer viel zu bieten. Eine ganz eigene Welt stellen die Bergdörfer von Zagoria dar mit ihren wunderschönen alten Steinhäusern, gepflasterten Gassen und einzigartigen Brücken.

Eine Landschaft von hinreißender Schönheit mit hohen Bergen wie dem Pindos-Gebirge und atemberaubenden Schluchten wie der Vikosschlucht, eine der tiefsten Schluchten Europas, finden sich ebenso wie archäologisch bedeutende Stätten wie Dodoni mit seinem hervorragend erhaltenen Theater oder das Totenorakel am Acheronfluss. Seltene Tiere wie Braunbären, Steinadler oder Mönchsgeier sind zu beobachten, herrliche Strände liegen am tiefblauen, kristallklaren Meer entlang der Westküste. Städte mit riesigen Kunstschätzen wie Arta, malerische Hafenstädte wie Parga, das wie ein Amphitheater am Hang zum Meer gebaut ist oder das freundliche, lebhafte Ioannina mit seiner romantischen Altstadt, der schönen Uferpromenade am See und der kleinen Insel darauf, laden den Besucher ein, zum Entdecken, Bummeln und  Verweilen. Ganz eigen ist die traditionelle Musik von Epirus. Auch die epirotische Küche hat dem Gast Leckeres zu bieten. Unterkunft ist in zahlreichen Hotels, urgemütlichen traditionellen Pensionen oder auf Campingplätzen zu finden.

Thessalien

Thessalien liegt im mittleren nördlichen Teil des Festlandes. Die Inselgruppe der Nördlichen Sporaden gehört ebenfalls zu dieser Region. Hauptsächlich aber ist die thessalische Ebene von mehreren Bergen umgeben, unter denen Griechenlands höchster Berg, der Olymp, zugleich der berühmteste ist.

Reist man nach Süden, so trifft man auf das Pindos-Gebirge, das sich von Nord nach Süd durch ganz Griechenland zieht. Es besteht aus Serpentingestein und Tonschiefer, sehr weichen Gesteinen, die leicht verwittern. So gibt es in diesem Gebirge Stellen mit kargen Gesteinshalden, ohne die Schönheit von Blüten und Vegetation. Die Bodenerosion ist unter anderem eine Folge der Abholzung der vielen Wälder, die noch in der Antike in Griechenland existierten. Sie wurden zur Römerzeit abgeholzt und boten so der Bodenerosion Angriffsflächen, die auch große Auswirkungen auf das Klima haben. Vorrangig Zedernwälder fielen den Rodungen durch Römer und Phönizier zum Opfer, denn Zedernholz ist sehr hart und robust. Dieses Holz wurde für den Schiffsbau verwendet. Zusätzlich wurden mit der steigenden Bevölkerung viele Gebiete landwirtschaftlich genutzt, und so musste erneut eine große Fläche an Wäldern weichen.

Weiter in Richtung Süden verlaufen die Gebirge Olymp, Ossa und Pélion in der gleichen geologischen Strukturrichtung wie das Pindos-Gebirge und bilden eine Kette. Die Verlängerung dieses Gebirges stellen die Insel Euböa und die Kykladen, eine Inselgruppe in der Ägäis, dar.

Der Olymp ist in der griechischen Mythologie der Sitz des Göttervaters Zeus; er besteht aus Kalk-, Dolomit- und Marmorgesteinen und ihm schließt sich das Ossagebirge an. Das Péliongebirge fügt sich ebenfalls in diese Formation ein. Ganz wenige Gebirgsformationen stehen quer zu dieser Strukturrichtung, so zum Beispiel der Parnass. Auf den Wiesen am Fuße des Olymps verleiht Flora der Umgebung ihre Schönheit. Weißer Affodill, die Zwerg-Schwertlilie und Roter Mohn bilden eine Blütendecke, unter der sich viel Getier wohl fühlt.
Passiert man das Témpi-Tal, gelangt man auf der Wanderung weiter zum Ossagebirge. Dort entdeckt man üppige Vegetationen wie zum Beispiel Stein-Eichenwälder. Wälder in dieser Region bilden ebenfalls die Flaumeiche, Orient-Hainbuche sowie die Hopfenbuche. In trockenen Gebieten findet man die König-Boris-Tanne. Zudem kann man sich an Laubwäldern und offenen Buschland erfreuen, in welchem Rotkopfwürger, Maskenwürger und Neuntöter zu Hause sind. Das gesamte Gebirge beheimatet in seinen unterschiedlichen Vegetationszonen eine beachtliche Artenvielfalt. Das südlich gelegene Péliongebirge ist hauptsächlich durch eine Macchie, bestehend aus Salbeiblättriger Zistrose, dornigem Ginster, Thymian und anderen würzigen Sträuchern sowie der Büschelblütigen Erika gekennzeichnet.
Setzt man seinen Weg fort, erreicht man die Metéora, eine Gruppe von Konglomeratfelsen, die durch Erosion in Jahrmillionen entstanden sind und in deren Wände und Gipfel Klöster gebaut wurden. Sie wirken wie in die Landschaft hineingezaubert und sind eine atemberaubende Attraktion. In südlicher Richtung gelangt man zum Parnass, in dessen Nähe die Orakelstätte Delphi liegt. Bezaubernd malerisch stellt sich die Natur hier ebenfalls dar.

Die Blüten von verschiedenfarbigen Glockenblumen, Wilder Malve, Schneckenklee, blauvioletten Felsen-Glockenblumen, Gelber Affodeline und vieler anderer Pflanzen verleihen dieser Landschaft einen bunten Blütenzauber, der sich sanft wie ein Schleier über das felsige Land legt. Ebenso vielfältig wie die Flora ist auch die Fauna. So leben in den Felsenwänden des Parnass Turmfalken, Kolkraben und Felsenkleiber. Die Apollo Tanne bildet hier vorrangig die Wälder.

Zentralgriechenland

Zentralgriechenland - Im Herzen Griechenlands befindet sich Delphi, das berühmte Orakel der Antike. Der höchste Gipfel des Pindos-Massivs, das sich durch ganz Zentralgriechenland zieht, ist 2.637 m hoch und heißt Smolikas-Berg.

Das Achelóos-Fluß  oder auch das Messolóngi-Delta gehören zu den bedeutendsten Regionen für die Vogelwelt in ganz Griechenland. Es hat eine Fläche von 63.000 Hektar und bildet zahlreiche Lagunen, in denen viele Vögel brüten, überwintern und ganzjährig leben. Am Achelóos gibt es einen Eschenwald. Er stellt die Überreste eines ursprünglichen Auenwaldes dar, und am Ufer dieses Flusses kann man den Eisvogel inmitten von Schilfzonen brüten sehen.

Der größte See Griechenlands ist der Trichonis- oder Agrinion-See mit einer Fläche von 96,22 km². Er befindet sich im Osten der Präfektur Ätolien-Akarnanien südsüdöstlich der Stadt Agrinio, nordwestlich der Stadt Navpaktos und nordnordöstlich der Stadt Messolóngi.
Weiter nach Süden geht es auf die Halbinsel Peloponnes, die seit 2004 mit einer 2,2 km langen Schrägkabelbrücke zwischen Rio und Antirio mit dem westlichen Festland verbunden ist. Im Osten gelangt man über eine Brücke über den künstlich angelegten Kanal von Korinth auf die Halbinsel.

Der Peloponnes

Der Peloponnes ist der südlichste Teil des Festlandes, von ihm durch den Kanal von Korinth getrennt. Viele große Städte der Antike, wie Mykene, Sparta und Olympia, die Heimatstätte der Olympischen Spiele, befinden sich in dieser Region. Der Peloponnes bietet im Allgemeinen eine reiche Vielfalt an Landschaften, die von Gebirgen bis hin zu Lagunen und Dünenküsten reicht. Ein wichtiges Gebirge ist das Taygetos-Gebirge, das eine Höhe von 2405 m erreicht. Ebenso wird die Landschaft des Peloponnes von Ölbaumhainen geprägt. Der Peloponnes wird im Norden vom Golf von Korinth begrenzt und besteht dort aus drei tief ins Meer ragenden Armen. Auf einer dieser Halbinseln in der Nähe der Hafenstadt Pátras erstreckt sich das Chélmos-Gebirge, dessen Umgebung ebenfalls von Olivenhainen charakterisiert wird. Ein Stück weiter befindet sich der Vouraikós-Fluss mit seinem Platanen-Auwald. Weiter  geht es auf die blütengeschmückte Xerokambos-Hochebene, die auf einer Höhe von 1650 m liegt. Hier wird ein Blumenparadies von gelb, violett und weiß blühenden Krokussen, Gelbsternen, Messinischem Blaustern, Traubenhyazinthen, blauer und weißer Strahlenanemonen, dem Berg-Milchstern, wilden Tulpen und dem violettroten Holunder-Knabenkraut dargeboten.

Im Nordwesten des Peloponnes, nördlich vom Prokopos-See erstreckt sich kaum erschlossenes und ursprüngliches Land, und man sieht Küstenwälder, Buchten und Lagunen im Westen des Peloponnes. Auf der Halbinsel Kyllíni findet man die berühmten Thermalwässer des Peloponnes, die bei Hautkrankheiten Wunder bewirken sollen. Südlicher, in der Nähe Spartas, liegt Mystras, die berühmte byzantinische Ruinenstadt und Klosteranlage. Östlich davon findet man die Kleinstadt Monemvassia, die sich auf einem Felsen vor der Küste befindet und mit ihren kleinen Häusern und Gassen bezaubert.

Insgesamt gehören zu Griechenland 9841 Inseln und Inselchen. Damit ergibt sich eine Küstenlänge von insgesamt 15.021 km. Hellas nimmt damit Platz 2 in Europa bei den Küstenkilometern ein, nicht zuletzt auch wegen der zahlreich zerklüfteten Küsten des Festlandes. Viele der Küsten sind sehr felsig. Sandstrände gibt es vor allem am Westpeloponnes, an der Küstenregion östlich des Olymps, auf der Halbinsel Chalkidikí und in Thrakien. Die tiefste Stelle des Meeresgrundes befindet sich mit 5.221 m im Ionischen Meer. Es ist die Calypsotiefe, die zugleich die größte Meerestiefe im gesamten Mittelmeer darstellt. Die Ägäis ist wesentlich flacher. Hier liegt die tiefste Stelle bei 4.452m, 49 Seemeilen östlich von Kap Prasso auf Rhodos.

Die Ionischen Inseln

Diese Region ist das kleinste geographische Gebiet Griechenlands und besteht aus sieben Hauptinseln, die sich entlang der Westküste Griechenlands ziehen. Sechs dieser sieben Inseln befinden sich im Ionischen Meer: Korfu, Ithaka, Lefkas, Paxi, Kephalonia und Zakynthos. Kythira liegt gegenüber des Kap Maleas am südlichen Peloponnes. Die Landschaften der Ionischen Inseln sind abwechslungsreich, gebirgig, mit steilen Felsküsten, sanften Buchten und üppiger Vegetation. In dieser Region herrscht ein mildes und relativ feuchtes Klima mit einer recht hohen Niederschlagsrate. Daher ist eine reiche Vegetation für diese Region kennzeichnend; darüber hinaus sind Elemente tropischer Flora mit Einfluss des europäischen Mittelmeerraums spürbar.

 

Korfu ist die nördlichste der Ionischen Inseln und liegt gegenüber Albanien und der Region Epirus.Im Norden von Korfu erblickt man ein schroffes Kalkgebirge der ca. 579 km² großen Insel. Den Süden dominieren vor allem grüne Hügel und Olivenhaine, welche 3 Mio. Olivenbäume beherbergen. Kerkyra, die Hauptstadt der Insel, befindet sich an der Ostküste. Dort musizieren Zikaden mit ihren Chitinplatten und in den feuchten Gebieten lebt die Dalmatinische Raubschnecke. Der Weg führt weiter an einem der wenigen kleinen Seen auf Korfu vorbei, von welchem man aus das Quaken der Teichfrösche hört und man der europäischen Sumpfschildkröte begegnen kann.
Schließlich gelangt man zum Pantokrator, dem größten Bergstock Korfus. Mit seinen 906 m ist er der höchste Berg der Insel. Dort gibt es eine sehr reiche Insekten- und Spinnentierfauna. In diesem Terrain und in Erdröhren lebt auch die Apulische Tarantel, die größte in Griechenland vorkommende Wolfspinne.

Im Westen der Insel befindet sich die Andioniti-Lagune, ein bedeutender Brutplatz für Vögel wie Knäk-, Löffel-, Pfeif- und Spießenten. In dieser von Schilf umgebenden Lagune lassen sich auch verschiedene Reiherarten gut beobachten. Im Westen der Insel befinden sich lange, romantische Sandstrände, an denen man den Badefreuden frönen kann. An diese Strände schließen sich Olivenhaine an, durch welche man schließlich in ein mit Zypressen bewachsenes Hügelland gelangt.

Ein Stück weiter erblickt man breite Sanddünen, bewachsen mit verschiedenen Gräsern, Sanddisteln, Scheiben-Schneckenklee, Meersenf, Leimkraut und Stechwacholderbüschen. Wieder im Osten von Korfu, blickt man auf die kleine Insel Pontikoníssi, die mit Zypressen geschmückt Mäuseinsel, welche der Legende nach das versteinerte Schiff des Odysseus sein soll.

 

Die Ägäischen Inseln 

Das Ägäische Meer erstreckt sich zwischen Griechenland und Kleinasien, dem Ionien der griechischen Antike. Die Inselgruppe der Ägäis besteht aus hunderten von Inseln und Felseninseln. Diese sind bergig oder hügelig und erfreuen sich eines warmen Klimas. Mykonos, Santorin, Naxos, Paros - die Kykladen - Rhodos, Kos, Samos, Chios und Lesbos sind die international bekanntesten Feriendomizile in Griechenland.

Lesbos, die drittgrößte griechische Insel, ist vor der türkischen Küste gelegen. Die Insel mit der Hauptstadt Mytilene gilt seit der Bronzezeit als besiedelt und wurde bei den Hethitern erstmalig als Lazpa erwähnt. Hier lebte im 7. Jh. v. Chr. die berühmteste Dichterin der Antike, Sappho, die auch als die zehnte Muse bezeichnet wurde.

Chios ist eine sehr gebirgige Insel. Der Dichter Homer soll im Dorf Pitios auf dieser Insel geboren sein; doch gilt dies nicht als sicher, da viele andere Orte in Griechenland ebenfalls behaupten, Homer sei dort geboren. Die zwei vorsokratischen Philosophen Ion von Chios und Metrodoros stammen jedoch tatsächlich von dieser Insel. Die Landschaft prägen vor allem Olivenbäume, Wein und Mastixbäume, deren Harz sehr berühmt ist und für Kaugummi und Süßigkeiten verwendet wird. Südlich von Chios-Chora, dem Hauptort der Insel gelegen befindet sich die 480 km² große Insel Samos.

Die wasserreiche Samos ist unter anderem für seinen Wein berühmt. Durch den Reichtum an Wasser gibt es eine landschaftliche Vielfalt zu bewundern. Es werden Tabak, Wein, Ölbäume genauso wie Zitrusfrüchte angebaut. Anhand von zahlreichen Ruinen antiker Baukunst kann man die Zeugnisse der Vergangenheit bewundern. Eines der bedeutendsten antiken Heiligtümer ist das Heraion, ein der Göttin Hera geweihter Tempel, welcher im Laufe der damaligen Zeit in größeren Abständen neu errichtet wurde. Unter den reichlich vorhandenen Ruinen befinden sich auch römische Thermen und ein hellenistisches Gymnasium mit dem dazugehörigen Stadion.

Die Insel Naxos ist die größte Insel der Kykladen. Während es im Osten der Insel hauptsächlich steilere Ufer gibt, erstreckt sich im Westen ebenes Land, und von Norden nach Süden verläuft ein bis zu 1.300 m ansteigendes Granitgebirge. Da Naxos gut bewässert ist, gibt es fruchtbares Land, auf dem Weizen, Gerste, Südfrüchte, Wein und Mastixbäume gedeihen. Zudem werden, wie es in Südeuropa typisch ist, Olivenbäume angepflanzt und Marmor abgebaut.

Rhodos, die viertgrößte Insel Griechenlands, liegt nur 18 km von der türkischen Küste entfernt und nimmt eine Fläche von ungefähr 1.400 km² ein. Besonders an den Stätten Ialyssos, Lindos und Kameiros finden sich Überreste aus neolithischer Zeit sowie mykenische Nekropolen (Gräber).


Die Vulkaninsel Santorin, auch Thíra genannt, liegt etwa 100 km nördlich von Kreta und ist die südlichste Insel der Kykladen. Auf der 71 km² großen Fläche leben dauerhaft rund 9.700 Einwohner. Die sichelförmige Insel bildet mit den ihr gegenüberliegenden Inseln Thirasía und Aspronísi eine Caldera, die sich vermutlich durch den großen Vulkanausbruch von 1220 v. Chr. geformt hat. Es entstand ein Hohlraum unter der Erdkruste, die dadurch einbrach, so dass sich die Caldera bildete. Diese füllte sich sehr schnell mit Wasser. So erhielt Santorin das Aussehen, für das es heute bekannt ist. Santorin ist berühmt für seine Weine, deren Trauben auf der fruchtbaren vulkanischen Erde reifen. Das Santoringestein (vulkanischer Bims) wird für Wasserbauten verwendet.

 

  Kreta

Kreta - Südlich von Santorin gelegen ist die Insel Kreta, die größte (mit einer Gesamtfläche von ca. 8.336 km²) und zugleich südlichste Insel Griechenlands. Sie bildet den südlichsten Teil Europas und hat dessen südlichste Stadt, Ierapetra. Wie fast alle griechischen Inseln ist auch Kreta sehr gebirgig. Im Westen der Insel erheben sich die Weißen Berge, die Lefka Ori, mit dem Ida- und dem Díkti-Gebirge, deren Gipfel über 2.400 m hoch sind. Die Mythologie beschreibt, dass hier einst die Nymphe Ida lebte, welche sich liebevoll um den kleinen Zeus kümmerte und ihn säugte, als Rhea ihn in den Weißen Bergen vor Kronos versteckte. Damit Kronos das Versteck des kleinen Zeus nicht finden konnte, verwandelte Ida sich in die Ziege Amalthea auf dem gleichnamigen Berg Ida, wodurch das Gebirge seinen Namen erhielt. Der Talisman des Zeus, ein Horn, brach er der Amalthea einst als Knabe ab. Die Dactyli, die Kinder des Berges Ida, sind kleine Satyrn, die der Amalthea halfen, den kleinen Zeus zu hüten, indem sie Abzählreime für ihn erfanden, um ihn vom Schreien abzuhalten. Zeus versetzte Amalthea zum Dank als Leitstern in das Sternbild Capella, das im lateinischen „Ziege“ bedeutet.

Die Samariá-Schlucht in den Weißen Bergen ist wohl die bekannteste Schlucht Kretas und ganz Griechenlands. Sie zählt mit 18 km Länge zu den längsten Schluchten Europas. Es sind 1.800 Pflanzenarten in den Weißen Bergen zu finden, von denen einige auf die Samariá-Schlucht beschränkt sind. Dort kann man kretische Wildziegen, deren Spitzname Kri-Kri ist, beobachten.
 
Im Nordosten Kretas liegt der Palmenstrand von Wái. Hier gibt es die größten Bestände der Kreta-Dattelpalme, die dank einer Süßwasserquelle hier prächtig gedeihen. Sie verleihen dem breiten, weißen Strand auf der Sideros Halbinsel ein exotisches Südseeaussehen. Die zahlreichen Orchideenarten geben ihm einen sinnlichen und magischen Charakter. Berühmt ist Kreta heute vor allem für seine Zeugnisse aus minoischer Zeit: Knossos mit dem Palast und dem Labyrinth des Königs Minos. In Phaistos befinden sich ebenfalls minoische Palastanlagen. Funde aus den Palästen von Knossos und Phaistos sowie anderer antiker Stätten, Steingefäße aus frühminoischer Zeit, Keramik, Sarkophage und Schmuck kann man im archäologischen Museum von Heraklion sehen.

Griechische Gemeindevereine in Deutschland

Baden – Württemberg

 Griechische Gemeinschaft Reutlingen
 
www.hellenische-Gemeinde-reutlingen.de

 Griechische Gemeinde Bietigheim-Bissingen
 Mitter-Str.  36
 74321 Bietigheim-Bissingen

 Griechische Gemeinde Schorndorf u.  Umgebung
 Vorstadtstr.  61-67
 73614 Schorndorf

 Griechische Gemeinde Ludwigsburg
 Mathildenstr.  31 / 1
 71638 Ludwigsburg

 Griechische Gemeinde Neckarsulm
 Urbann Str.  6
 74172 Neckarsulm

 Griechische Gemeinde Esslingen
 Württembergstraße 28
 73733 Esslingen am Neckar

 Griechische Gemeinschaft Mühlacker
 Enzstraße 22
 75417 Mühlacker

 Griechische Gemeinde Göppingen
 Östliche Ringstr.  25
 73033 Göppingen

 Griechische Gemeinde Ladenburg
 Hauptstraße 4
 68526 Ladenburg

 Griechische Gemeinde Winnenden
 Hauff-Str.  8
 71364 Winnenden

 Griechische Gemeinde Ehingen
 Kollegengasse 7
 89584 Ehingen (Donau)

 Griechische Gemeinschaft Villingen
 Sperber Str.  7
 78048 Villingen-Schwenningen

 Griechische Gemeinde Schwaikheim
 Ludwigsburgstr 6
 71409 Schwaikheim

 Griechische Gemeinschaft Vahingen
 Köpferwiesenweg 1
 71665 Vaihingen an der Enz

 Griechische Gemeinde Fellbach
 Wilhelm-Maybachstr.  13
 70734 Fellbach

 Griechische Gemeinschaft Mannheim
 K 3, 16
 68159 Mannheim

 Griechische Gemeinde Waiblingen
 Winnenden Str.  5
 71334 Waiblingen

 Griechische Gemeinde Filderstadt
 Bonländer Hauptstr.  100
 70794 Filderstadt

 Griechische Gemeinde Sindelfingen
 Marien-Str.  11
 71063 Böblingen
 
www.hellenische-Gemeinde-Sindelfingen-bb.de

 Griechische Gemeinde Heilbronn
 74076 Heilbronn

 Griechische Gemeinde Murrhardt
 71540 Murrhardt

 Griechische Gemeinschaft Club Haus Ulm
 Beim Alten Fritz
 89075 Ulm

 Griechische Gemeinde Giengen-Brenz
 Spitalstr.  5
 89537 Giengen-Brenz

 Griechische Gemeinschaft Herrenberg
 Stuttgarterstr.  24
 71083 Herrenberg

 Griechische Gemeinde Backnang
 Talstraße 7
 71522 Backnang

 Griechische Gemeinde Gaildorf
 Schloss Straße 12
 74405 Gaildorf

 Griechische Gemeinde Schwenningen
 Niedereschacher Str.  22
 78083 Dauchingen

 Griechische Gemeinde Schwäbisch Gmünd
 Königsturmstr.  31
 73525 Schwäbisch Gmünd

 Griechische Gemeinde Tübingen
 Eichenweg 4
 72076 Tübingen

 Griechische Gemeinschaft Stuttgart Bad Cannstadt
 Krefelderstr.  11
 70376 Stuttgart

 Griechische Gemeinschaft Albstadt
 Haupt-Str.  20
 72461 Albstadt

 Griechische Gemeinde Leonberg
 Robert-Koch-Str.  16
 71229 Leonberg

 


  Bayern


 
Griechische Gemeinschaft Nyremvergis
 Adam-Klein-Str.  6
 90429 Nürnberg
 
www.griechische-gemeinde.de

 Griechische Gemeinde München
 Rüdesheimer Str.  4
 80686 München
 
www.kinotita.de

 Griechische Gemeinde Schwabach
 Glockengieber Str.  6
 91126 Schwabach

 Griechische Gemeinde Aschaffenburg
 Ludwigstr.  7
 63739 Aschaffenburg

 Griechische Gemeinde Erlenbach
 Postfach 1148
 63906 Erlenbach am Main

 Griechische Gemeinde Fürth
 Hirschen Str.  40
 90762 Fürth

 Griechische Gemeinde Karlsfeld
 Adalbert Stifter-Str.  3
 85757 Karlsfeld

 Griechische Gemeinde Erlangen
 Raumer Str.  2
 91054 Erlangen

 Griechische Gemeinde Geretsried
 Robert Schumannweg 1
 82538 Geretsried

 Griechische Gemeinschaft Ingolstadt
 Heidbachstr 11
 93413 Cham

 Griechische Gemeinde Lindau
 Paradiesplatz 1
 88131 Lindau


  Berlin

Ελληνική Κοινότητα Βερολίνου
Hellenische Gemeinde zu Berlin
 
www.gr-gemeinde.de


  Hessen


Griechische Gemeinschaft Darmstadt
 
www.greekcity.de / Darmstadt

 Griechische Gemeinde Frankfurt
 
www.griechische-Gemeinde-frankfurt.de

 Griechische Gemeinschaft Offenbach
 
www.gg-offenbach.de
 Speyerstraße 7
 63065 Offenbach am Main

 Griechische Gemeinschaft Neu Isenburg
 
www.griechischegemeinde.com

 Griechische Gemeinschaft Mörfelden - Walldorf
 
www.griechischegemeinde.de

 Griechische Gemeinschaft Bad Homburg
 Köppernerstr.  65a
 63065 Friedrichsdorf

 Griechische Gemeinschaft Breuberg
 Haus Athen 3
 64747 Breuberg

 Griechische Gemeinschaft Rüsselsheim
 Graben-Str.  17
 65428 Rüsselsheim

 Griechische Gemeinde Kelsterbach
 Frankenallee 111
 60326 Kelsterbach

 Griechische Gemeinde Wiesbaden
 Rathaus - Str.  64
 65203 Wiesbaden


 Niedersachsen

Griechische Gemeinde Hannover
 Allerweg 7
 30449 Hannover
 
www.gr-Gemeinde-hannover.eu

 Griechische Gemeinde Göttingen
 Pommerneck 14
 37083 Göttingen

 Griechische Gemeinschaft Quakenbrück
 Griechenweg 1
 49635 Badbergen

 Griechische Gemeinde Herzberg / Harz
 Wiesenweg 38
 37412 Herzberg am Harz

 Griechische Gemeinschaft Wolfsburg
 Klötzerstr.  3
 38442 Wolfsburg

 Griechische Gemeinde Einbeck
 Olenburg 10
 37574 Einbeck

 Griechische Gemeinschaft Badberger / Landen
 Griechenweg 7
 49635 Badberger

 Griechische Gemeinde Braunschweig
 Hamburgerstr.  267
 38114 Braunschweig

 Griechische Gemeinschaft Gifhorn
 Knickwall 6
 38518 Gifhorn


 Nordrhein-Westfalen


Griechische Gemeinde Köln
 
www.elliniki-koinotita-kolonias.de

 Griechische Gemeinschaft Düsseldorf
 grgd.blogspot.com
 Postfach 10 26 18
 40017 Düsseldorf

 Griechische Gemeinschaft Gütersloh
 
www.gr-Gemeinde-gt.com

 Griechische Gemeinde Mönchengladbach und Umgebung
 Hindenburgstr.  288a
 41061 Mönchengladbach
 
www.ekmg.de

 Griechische Gemeinde Castrop-Rauxel
 www.agora-kulturzentrum.de

 Griechische Gemeinschaft Wuppertal
 
www.griechen-in-wuppertal.de

 Griechische Gemeinschaft der Rhein-Sieg-Kreis
 www.griechische-Gemeinde-rsk.de

 Griechische Gemeinschaft Hilden
 Ellerrstraße 1a
 40721 Hilden

 Griechische Gemeinde Velbert
 Ost-Str.  85/87
 42551 Velbert

 Griechische Gemeinschaft Viersen
 Bahnhof Str.  21
 41747 Viersen

 Griechische Gemeinschaft Hilchenbach
 Postfach 4027
 57263 Hilchenbach

 Griechische Gemeinde Lippstadt
 Lichtensbergstraße 1
 50555 Lippstadt


 
Griechische Gemeinde Bonn
 Josef-Str.  19
 53111 Bonn

 Griechische Gemeinde Aachen
 Rudolfstr.  18
 52070 Aachen

 Griechische Gemeinde Iserlohn
 Konrad Adenauer Ring
 58636 Iserlohn

 Griechische Gemeinde Werdohl-Neuenrade
 Hohestr.  5
 58791 Werdohl

 Griechische Gemeinschaft Ratingen
 Hauser Ring 1
 40878 Ratingen

 Griechische Gemeinschaft Leverkusen
 Kaiserstraße 16
 51373 Leverkusen

 Griechische Gemeinschaft Bochum
 Nordring Str.  54
 44787 Bochum


 Griechische Gemeinde Altena
 Postfach 1236
 58762 Altena

 Griechische Gemeinde Oberhausen und Umgebung
 Wilhelm-Haumann-Weg 13
 46049 Oberhausen

 Griechische Gemeinde Hagen
 Bergischer Ring 109
 58097 Hagen

 Griechische Gemeinde Witten
 Johannisstr.  45
 58452 Witten

 Griechische Gemeinschaft Siegburg
 Heinrich-Str.  4
 53721 Siegburg

 Griechische Gemeinde Menden
 Hochstr.  10
 58706 Menden

 Griechische Gemeinde Lüdenscheid
 Weberger Str.  34
 58507 Lüdenscheid

 Griechische Gemeinschaft Mülheim an der Ruhr
 Bollerts Hofe 6
 45479 Mülheim ad Ruhr

 Griechische Gemeinde Meschede
 Kolpingstraße 35
 59872 Meschede

 Griechische Gemeinde Olpe
 Kimickeweg 2
 57462 Olpe

 Griechische Gemeinde Neuss
 Am Kothausenweg 8
 41462 Neuss

 Griechische Gemeinschaft Grevenbroich
 Postfach 100331 D
 41487 Grevenbroich

 Griechische Gemeinde Duisburg
 Paulusstr.  27
 47053 Duisburg

 Griechische Gemeinde Bergisch Gladbach
 Hauptstrasse 264
 51465 Bergisch Gladbach

 Griechische Gemeinde Heinsberg
 Aloysiusplatz 14
 52525 Heinsberg

 Griechisch - Deutsches Kulturzentrum Porz
 Mühlenstraße 40
 51143 Köln

 Griechische Gemeinde Essen
 Kocher-Str.  24
 45219 Essen

 Griechische Gemeinde Brühl
 Gartenstrasse 6
 50321 Brühl

 Griechische Gemeinde Minden
 Immen-Str.  1
 32427 Minden

 Griechische Gemeinde Krefeld
 Mühle-Str.  42
 47798 Krefeld

 Griechische Gemeinschaft Bielefeld
 Meisenstr.  65
 33607 Bielefeld

 Griechenland Community -  Kulturzentrum Solingen
 Van-Meenen-Str.  1
 42651 Solingen

 Griechische Gemeinde Plettenberg
 Am Beiese 11
 58840 Plettenberg

 Griechische Gemeinde Münster
 Heerderstr.  19
 48149 Münster



  Saarland

Griechische Gemeinde Saarland
 
www.griechische-gemeinde.com

Sachsen

Griechische Gemeinde Dresden
 
www.griechische-Gemeinde-dresden.de

Schleswig – Holstein

Griechische Gemeinde Bönningstedt
 Am Markt 8
 25474 Bönningstedt

 Griechische Gemeinschaft Flensburg
 Schlosstr.  4
 24939 Flensburg

 Griechische Gemeinschaft Lübeck
 Mecklenburgerstr.  183
 23568 Lübeck

Verband der Griechischen Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland

Der Verband der Griechischen Gemeinden e.V., der 1965 in Stuttgart gegründet wurde, ist der Dachverband fast aller in der Bundesrepublik existierenden Griechischen Gemeinden.

Die Griechische Gemeinde versteht sich als ein freiwilliger Zusammenschluss von volljährigen GriechInnen oder mit GriechInnen Verheirateten. Der Verband, folgend hier OEK genannt, erkennt örtlich nur eine Gemeinde an, deren Ziele mit denen der OEK übereinstimmen. Und dies, um eine Zersplitterung nicht zu erleichtern und die Gemeinden zur einer starker Präsenz zu verhelfen.

Mitglieder des Verbandes sind 145 von den insgesamt 150 Griechischen Gemeinden, mit ca. 60.000 ordentlichen Mitgliedern. Der Verband wird von einem 15köpfigen Vorstand geleitet, dessen 5k�figes Präsidium vertretungsberechtigt ist. Der Vorstand entscheidet bei Bedarf über die Bildung von Arbeitsgruppen. Die Arbeit des Vorstandes wird durch die ständigen Arbeitsgruppen (Referate) unterstützt. Er vertritt nicht nur die Interessen der bei ihm organisierten Griechischen Gemeinden, sondern der in der BRD lebenden rund 300.000 griechischen Migranten, unabhängig ihrer politischen oder religiösen Zugehörigkeit. Dies ist möglich geworden, weil die Wahlen sowohl im Verband als auch in den meisten Gemeinden mit dem Verhältniswahlsystem stattfinden.

Durch die gute enge Zusammenarbeit mit deutschen und griechischen Institutionen (Ministerien, Botschaft, Wohlfahrtsverbänden, Parteien), Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV), Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Journalisten, bringt er die Interessen der griechischen Migranten in die Öffentlichkeit und versucht Defizite auszuräumen.

Zu den originären Aufgaben des Verbandes (OEK) geh�t die Koordination der Aktivitäten seiner Mitglieder. Er steht allen Gemeinden, die sich an ihn wenden, unterstützend zur Verfügung.

Im Mittelpunkt seiner Aufgaben steht die politische Partizipation der GriechInnen in Deutschland. Seit dem 1. Januar 2000 haben die Griechen das Recht, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erwerben ohne die griechische zu verlieren. Durch mehrere und vielfältige Aktionen (Seminare, Publikationen, örtliche Besuche etc.) leistet der Verband große überzeugungsarbeit, damit die Griechen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Im Bereich Jugendarbeit verfährt der Verband zweigleisig, da er einerseits das Ziel der sozialen Integration andererseits aber auch das Erlernen und die Pflege der Kultur des Herkunftslandes und der griechischen Sprache verfolgt. Denn gerade im Spannungsfeld unterschiedlicher Sprachen, Kulturen und Lebensauffassungen haben viele Jugendliche Probleme bei der Identitätsfindung und -entwicklung.

Auch bei der Frauenarbeit, die von der Frauen - AG des Verbandes mitgetragen wird, legt der Verband Wert auf den Austausch mit Frauen aus anderen Kulturkreisen. Die Frauen - AG entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Vorstand die Grundlinien der Frauenarbeit. Sie legt auf die Emanzipation und Integration von griechischen Frauen besonderen Wert. Da griechische Frauen, wie Frauen in anderen Kulturkreisen auch, durch die klassische Frauenrolle sowie die Kindererziehung eher an das Haus gebunden und somit in ihrer Entwicklung eingeschränkt sind, hat der Verband spezielle Angebote für Frauen, damit sie den in der Emigration forcierten gesellschaftlichen Wandel mit vollziehen können und die durch Kulturunterschiede entstehenden Konflikte nicht die Familie auseinanderreißen. Griechische Emigrantinnen sollen durch die Maßnahmen der einzelnen Gemeinden sowie durch die übergreifenden Maßnahmen des Verbandes zu Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein ermutigt werden.

Die Schulproblematik und die berufliche Zukunft der griechischen SchülerInnen hat große Priorität. Der Schulausschuss des Verbandes in Zusammenarbeit mit Eltern- und Lehrerverbänden sowie deutschen und griechischen Fachleuten und Institutionen (Gewerkschaften, Erziehungsabteilung in der Griechischen Botschaft in Berlin u.a.) trägt durch Tagungen, Seminare, Zeitungsartikeln maßgeblich dazu bei Lösungen für die vielfältigen schulischen Problemen zu finden.

Da auch die griechischen Arbeitnehmer zunehmend das Rentenalter erreichen, jedoch nicht mehr nach Griechenland zurückkehren könen oder wollen, bieten die Griechische Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Verband viele Unterhaltungsmöglichkeiten.
Besondere Bedeutung hat die Behandlung des Themas Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und die damit verbundene Diskriminierung. Die Veranstaltungen in diesem Rahmen finden in Zusammenarbeit mit anderen Migrantenorganisationen statt und insbesondere im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV), bei der OEK Mitglied ist.

Seit November 1995 ist auf Initiative von OEK die Gründung eines Weltorgans - World Council of Hellenes Abroad (SAE) - nach jahrelanger Vorbereitung zustande gekommen. Die bisherige Bilanz ist positiv. 

Die griechisch-orthodoxe Kirche in Deutschland


Metropolit Augoustinos von Deutschland wurde am 7. Februar 1938 in Voukolies im Kreis Chania (Kreta) geboren. Nach der Schulausbildung im Heimatdorf besuchte er das Gymnasium und die Theologische Hochschule auf der Insel Chalki bei Istanbul, wo er seine Studien im Jahr 1960 beschloss. Im gleichen Jahr wurde er zum Diakon geweiht. Anschließend studierte er Theologie und Philosophie an den Universitäten von Salzburg und Münster sowie an der Freien Universität Berlin.

1964 wurde er vom damaligen Metropoliten von Deutschland Polyefktos in Eitorf bei Bonn zum Priester geweiht, zum Pfarrer der Gemeinde des heiligen Nikolaus im damals geteilten Berlin bestimmt und zum Archimandriten ernannt. Von 1964 bis 1972 war er Pfarrer in West-Berlin, betreute aber auch die orthodoxen Griechen im Ostteil der Stadt. Gleichzeitig (bis 1976) hielt er Vorlesungen über orthodoxe Theologie am katholischen Seminar der Freien Universität Berlin.

Im Jahr 1972 wählte ihn die Heilige Synode des Ökumenischen Patriarchates zum Vikarbischof der Metropolie von Deutschland mit dem Titel des Bischofs von Elaia. Seine Bischofsweihe, die erste eines griechischen orthodoxen Bischofs in Deutschland, fand am 26. März 1972 in Frankfurt/Main statt. Auch als Vikarbischof hatte er seinen ständigen Sitz in Berlin. Dort entstand zu dieser Zeit der erste Neubau eines griechischen orthodoxen Gotteshauses in Deutschland, die Kirche Christi Himmelfahrt in Berlin-Steglitz.

Als Vikarbischof setzte er sich besonders für die Anerkennung der Metropolie als Körperschaft des Öffentlichen Rechts ein.
Von 1973 bis 1979 war er in der Nachfolge des verstorbenen evangelischen Bischofs Kurt Scharf Vorsit7ender des Ökumenischen Rates Berlin.

1978 wurde er erstmals zum stellvertretenden Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland gewählt, ein Amt, das er bis heute innehat. Auch in der Europäischen Kommission der Kirchen für Fragen ausländischer Arbeitnehmer, die in Brüssel ihren Sitz hat, war er zwischen 1976 und 1982 stellvertretender Vorsitzender.

Nachdem der damalige Metropolit Irineos (1972 - 1980) nach Kreta zurückgekehrt war, wurde Vikarbischof Augoustinos am 29. September 1980 von der Heiligen Synode des Ökumenischen Patriarchates zum Metropoliten von Deutschland gewählt und am 8. November 1980 in der Kathedralkirche Agia Trias zu Bonn in sein Amt eingeführt.

Als Metropolit von Deutschland wurde er zum Vorsitzenden der Delegation des Ökumenischen Patriarchates im bilateralen theologischen Dialog mit der Evangelischen Kirche in Deutschland ernannt. Weiterhin ist er ist einer der beiden Vorsitzenden der Gemeinsamen Kommission der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und der römisch-katholischen Kirche in Deutschland sowie in der Gemeinsamen Kommission zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland und den kanonischen orthodoxen Kirchen in Deutschland.

Seit 1996 ist er auch Vorsitzender der Ökumenischen Kommission für die Unterstützung orthodoxer Priester- mit Sitz in München.

Seit 2006 ist er Vorsitzender der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland - Verband der Diözesen (KOKiD) und somit Vorsitzender der Bischofsversammlung der KOKiD.

Metropolit Augoustinos ist Träger zahlreicher staatlicher und kirchlicher Ehrungen: So verlieh ihm Bundespräsident Karl Carstens 1980 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Ministerpräsident Johannes Rau 1992 den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. 1994 wurde ihm der Ehrenorden 1. Klasse der Republik Griechenland vom Präsidenten Konstantinos Karamanlis verliehen.
 

Einige Schwerpunkte der Tätigkeit des Metropoliten Augoustinos sind besonders zu erwähnen:

- Aufbau und Organisation der Metropolie. Die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland, die 1963 im Zuge einer Neuordnung der griechischen Kirchengemeinden in der Diaspora vom Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel gegründet wurde, ist heute die drittgrößte christliche Kirche Deutschlands mit über 70 Kirchengemeinden und über 150 Gottesdienststätten. Eine halbe Million orthodoxer Christen insbesondere griechischer und rumänischer Herkunft gehören ihr an.

- Errichtung eigener Kirchen und Gemeindezentren. In den letzten Jahren entstanden zahlreiche Gotteshäuser, etwa in Berlin, Düsseldorf, Esslingen, Frankfurt, Hannover, Lüdenscheid, München, Nürnberg, Reutlingen. Neben den Gottesdiensträumen umfassen sie auch Gemeindesäle, in denen Seelsorge und Jugendarbeit, Kultur- und Bildungsveranstaltungen stattfinden. Nachdem die griechisch-orthodoxen Kirchengemeinden jahrelang als Gäste in katholischen bzw. evangelischen Räumen untergebracht waren, konnte sich dank dieser Bautätigkeit ein reges Gemeindeleben entfalten, was zu einem gegenseitigen Annäherung und Bereicherung beigetragen hat.

- Ökumenische Zusammenarbeit. Die Griechisch-Orthodoxe Metropolie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) sowohl auf Bundesebene als auch in den regionalen Arbeitsgemeinschaften und in den örtlichen ökumenischen Gremien. Hier werden – ebenso wie in den gemeinsamen Kommissionen mit der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche - theologische und pastorale Fragen der zwischenkirchlichen Beziehungen behandelt. So hat die Metropolie mit der Deutschen Bischofskonferenz folgende Texte bzw. Handreichungen veröffentlicht: "Die Eucharistie der Einen Kirche. Liturgische Überlieferung und kirchliche Gemeinschaft" (1989), "Ehen zwischen orthodoxen und katholischen Christen" (1993) und "Die Sakramente (Mysterien) der Eingliederung in die Kirche" (1997). Als herausragendes Ereignis seiner Amtszeit und Bestätigung des guten ökumenischen Klimas zwischen den Kirchen betrachtet Metropolit Augoustinos den Deutschlandbesuch Seiner Allheiligkeit des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. im Oktober 1993, der auf Einladung der beiden großen Kirchen stattfand.

-Pflege der griechisch-orthodoxen Identität. Bereits sehr früh engagierte sich Metropolit Augoustinos für die Errichtung zweisprachiger Schulen für die griechischen Kinder in Deutschland, da die Bewahrung der eigenen kulturellen und religiösen Identität eine Grundvoraussetzung für ihre Integration in den deutschen und europäischen Kontext darstellt. Dank seiner Initiativen wurde das Fach "Orthodoxer Religionsunterricht" in den Ländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen als ordentliches Lehrfach anerkannt. Sein unermüdliches Engagement und die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen staatlichen und universitären Stellen führte zur Gründung des Institutes für Orthodoxe Theologie an der Universität München und dessen Erweiterung zum Fachbereich Orthodoxe Theologie. Auch die Errichtung des Lehr- und Forschungsgebietes Orthodoxe Theologie an der Universität Münster ist auf seine Bemühungen zurückzuführen.

- Gemeinschaft der orthodoxen Diözesen in Deutschland. Auf Initiative von Metropolit Augoustinos erfolgte 1994 die Gründung der Kommission der Orthodoxen Kirchen in Deutschland (KOKiD), in der alle in Deutschland vertretenen orthodoxen Patriarchate zusammenarbeiten. Neben der Herausgabe eines Informationsdienstes "Orthodoxie aktuell" koordiniert die Kommission derzeit die Bemühungen zur Einführung des orthodoxen Religionsunterrichtes in weiteren Bundesländern und zur einheitlichen Übersetzung der liturgischen Texte ins Deutsche.

- Dialog mit den anderen Religionen. Neben den ökumenischen Kontakten der Griechisch-Orthodoxen Metropolie engagiert sich Metropolit Augoustinos auch für das Gespräch mit dem Judentum und dem Islam. Dabei liegt ihm - ganz im Sinn des Ökumenischen Patriarchats – die Überwindung jeder Form des Fanatismus, insbesondere des religiösen Fanatismus, besonders am Herzen.

Ein besonderes Anliegen des Metropoliten Augoustinos ist stets die Integration der hier lebenden orthodoxen Griechen in ihre kirchliche und gesellschaftliche Umgebung. Deshalb ist die Metropolie in den 35 Jahren ihres Bestehens ein nicht mehr wegzudenkender Ansprechpartner in Fragen des Zusammenlebens von Deutschen und Griechen und im ökumenischen Miteinander der Kirchen hierzulande geworden.



  Metropoliten seit der Gründung der Metropolie

1964-1968: Metropolit Polyefktos (Finfinis)
1969-1971: Metropolit Iakovos (Tzanavaris)
1971-1980: Metropolit Irineos (Galanakis)
Seit 1980: Metropolit Augoustinos (Labardakis)


 
  Wichtige Stationen in der Geschichte der Metropolie

30. März 1960:
Deutsch - Griechisches Abkommen über die Anwerbung und Vermittlung von griechischen Arbeitnehmern
5. Februar 1963:
Gründungsurkunde (Patriarchischer und Synodales Beschluss) der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland
Seit August 1969
ist die Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland auch Exarchat von Zentraleuropa benannt worden
20.12.1972:
Verfassung der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, Exarchat von Zentraleuropa
29.10.1974:
Anerkennung der Metropolie als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch das Land Nordrhein-Westfalen
Anfang 1978:
Fertigstellung des Metropolitanzentrums mit der Agia-Trias-Metropolitankathedrale in Bonn
01.06.1983:
Satzung zur Organisation der Jugend auf Gemeindeebene
19.09.1983:
Einführung des Faches "Orthodoxer Religionsunterricht" für die Region München in Bayern
28.06.1985:
Einführung des griechisch-orthodoxen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen
06.12.1988:
25jähriges Jubiläum der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland in Bonn
 



  Zeitschriften

Oktober 1967 bis Juni 1968: Monatszeitschrift mit dem Titel "Phylax" (=Wächter)
April 1972 bis Ende 1979: "Orthodoxos Metanastis" (=Orthodoxer Migrant)
Anfang 1981 bis heute: Vierteljahreszeitschrift mit dem Titel "Orthodoxe Gegenwart"
Mehrere Kirchengemeinden geben in [un-]regelmäßigen Abständen ihre Gemeindeblätter heraus
 



  Fortbildungsangebote

1975 bis 1977: Seminare über orthodoxe Theologie im Altkatholischen Theologischen Seminar der Universität Bonn
Seit 1965 bis heute: Priestertagungen
Seit 2008 bis heute: Vorlesungen/Übungen über orthodoxe Theologie im Rahmen des "Master of Ecumenical Studies" des Zentrums für Religion und Gesellschaft (Universität Bonn)


 Griechisch-orthodoxe Kirchengemeinden in Deutschland

Eine Liste der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinden in Deutschland finden Sie auf der Homepage der Metropolie.

Deutsch-Griechische Vereine

Deutsch-Griechische Gesellschaft Aachen e.V.

Vorsitzender Wolfgang Tscherner
Schloßweiherstr. 22
52072 Aachen

Tel.: 0241 13173
Fax: 0241 13381
eMail:
w.tscherner(at)t-online(dot)de  
www.dgg-aachen.de.vu

 


Philia Amberg e.V.

Vorsitzende Vera Rittner
Wissmannstr. 12
92224 Amberg

Tel. 09621 88527
Fax 09621 781 590
eMail:
v.rittner(at)philia-amberg-ev(dot)de oder rittner(at)philia-ev(dot)de
www.philia-amberg-ev.de


Hellas Amberg e.V.

Vorsitzende Romy Sandner
Veit-Stoß-Str.
292224 Amberg
Tel.: 09621 14129
Fax: 09621 429 201
eMail:
info(at)hellas-amberg(dot)de 
www.hellas-amberg.de


Heinrich Schliemann Gesellschaft Ankershagen e.V.

Vorsitzender Rainer Hilse (c/o Heinrich-Schliemann-Ges.)
Lindenallee 1
17219 Ankershagen

Tel. 039921 35010
Fax 039921 3212
eMail:
info(at)schliemann-museum(dot)de
www.schliemann-museum.de/


Deutsches Kontakt- und Informationszentrum, Athen

Massalias 24
10680 Athen (GR)

Tel. 0030 210 361 2288
Fax 0030 210 3612 288


eMail:
dkiz(at)otenet(dot)gr
        
www.dkiz.gr


Deutsch-Griechischer Club Bamberg e.V.

Vorsitzender Panagiotis Malekas
Josephstr. 17
96052 Bamberg

Tel. 0951 22345 oder 0175 8066636
Fax 0951 407 6923
eMail:
Panagiotis.Malekas(at)web(dot)de oder dgc-bamberg(at)web(dot)de
www.dgc-bamberg.de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Berlin e.V.

Vorsitzender Prof. Dr. Bernd Sösemann
Grunewaldstr. 27
12165 Berlin

Tel. 030 8241 246 (Folkens)
oder 030 7792 448 (Uni)
eMail:
info(at)dggb(dot)de
        
www.dggb.de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Bielefeld e.V.

Vorsitzende Elisabeth Kalantzis
Im Felde 3
33829 Borgholzhausen

Tel. 05425 5336
eMail:
EWKalantzis(at)t-online(dot)de
www.vdgg.de/mitglieder/bielefeld


Deutsch-Griechische Gesellschaft Böblingen/Sindelfingen e.V.

Vorsitzende Änne Flügel
Fasanenweg 2
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel. 0711 756451
eMail:
info(at)dgg-bb(dot)de oder Vorsitzende: a.fluegel(at)dgg-bb(dot)de
www.dgg-bb.de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Braunschweig und Umgebung e.V.

Prof. Dr-Ing. P. Adamis
Theodor-Rehn-Str. 43
38442 Wolfsburg

Tel. 05362 63039
Fax: 05362 938 331
eMail:
adamis.p(at)onlinehome(dot)de oder info(at)dggbs(dot)de
www.dggbs.de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Dortmund e.V.
Länderkreis in der Auslandsgesellschaft NW

Vorsitzende Dr. Renate Müller
Postfach 102 731
44027 Dortmund

Tel. 0231 83800 47 (d) oder 0231 825624 (p)
eMail:
mueller(at)agnrw(dot)de


Deutsch-Griechischer Kulturverein Duisburg e.V

Vorsitzender Georgios Raptis
Kulturstr. 44
47055 Duisburg

Tel. 0203 448896
Fax 0203 446049
eMail:
Info(at)Philia-Duisburg(dot)de
www.philia-duisburg.de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Düsseldorf e.V.

Vorsitzende Catherine Yannidakis-Hahne
Nagelsweg 35
40474 Düsseldorf

Tel. 0211 6004079
Fax 0211 6004079
eMail:
info(at)de-gr-gesellschaft(dot)com oder yannidakishahne(at)arcor(dot)de
www.de-gr-gesellschaft.com


Deutsch-Griechische Gesellschaft Essen e.V.

Vorsitzender Dr. Elmar Winters-Ohle
Arneckestr. 5
44139 Dortmund

Tel. 0231 102690 (p)
oder 0231 101509 (p)
eMail:
e(at)winters-ohle(dot)com oder elmar.winters-ohle(at))uni-dortmund(dot)de
www.vdgg.de/mitglieder/essen/


Deutsch-Griechische Gesellschaft Frankfurt am Main e.V.

Vorsitzender Berthold Böhm
Carl-Goerdeler-Str. 104
60320 Frankfurt am Main

Tel. 069 562 652
eMail:
dgg_ffm(at))yahoo(dot)de


Arbeitsgemeinschaft Griechenland e.V.

im Bund der Deutschen Philatelisten, Sitz Frankfurt am Main

Vorsitzender Petros Tiberius
Gottfried-Keller-Str. 38 60431
Frankfurt am Main

Geschäftsstelle: Paul Bohne Nordstr. 2 53819 Neunkirchen
Tel.: 02247 300075
eMail:
HerrIthakos(at)gmx(dot)de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Gießen e.V.

Hans Peter Gumtz
Auf der Bach 2
35390 Gießen
Tel. 0641 686 8454

Prof. Dr. Siemer Oppermann
Klein-Lindener Str. 39
35398 Gießen
Tel.: 06403 3705

www.vdgg.de/mitglieder/giessen/


Deutsch-Griechische Gesellschaft Gütersloh e.V.

Vorsitzender Jürgen Jentsch
Eggstr. 44b
33332 Gütersloh

Tel. 05241 48905
eMail:
juergen.jentsch(at)t-online(dot)de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Oberbergischer Kreis e.V. Gummersbach


Vorsitzender Sergios Ulrich Kuckhoff
Postfach 14 32
58557 Kierspe

Tel. 02359 4501
Fax 02359 4501


Deutsch-Griechische Gesellschaft Hagen e.V.

Vorsitzender Dr. Louis Pattichis
Mallnitzer Straße 59
58093 Hagen

Tel. 02331 51513
eMail:
dgg.hagen.fll(at)gmx(dot)de
www.dgg-hagen.de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Hamburg e.V.

Vorsitzender Prof. Dr. Günther S. Henrich
Burgwedeltwiete 17
22457 Hamburg

Tel. 040 550 9951


Deutsch-Griechische Gesellschaft Hannover e.V.

Vorsitzende Kalliopi Filippou
Paul-Ehrlich-Str. 26 H
30952 Ronnenberg

Tel. 0511 468 517
kalliopifilippou(at)t-online(dot)de
www.dgg-hannover.de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Heidelberg e.V.

Vorsitzender Pantelis Nikitopoulos
Spinozastr. 18
68165 Mannheim

Tel. 0621 416 171 oder 0621 416 177
Fax 0621 4185 029

eMail: pantelisnikitopoulos(at)hotmail(dot)com

Schriftführerin Regina Koethke
Leibnizstr. 3
68165 Mannheim

Tel. 0621 417076
Fax 0621 415611


Deutsch-Griechische Gesellschaft Kassel e.V.

Vorsitzender Burkhard Meyer
Adolfstr. 72
34121 Kassel

Tel. 0561 7661 959
Fax 0561 7661 949


Deutsch-Griechische Gesellschaft zu Kiel e.V.

Vorsitzender Dimitrios Mastoras
Möllenholt 36
24107 Kiel

Tel. 0431 31666
Fax 0431 3197 5767

eMail: Dimitrios(at)Mastoras(dot)de
www.dgg-kiel.de


Kaiserin-Theophano-Gesellschaft zu Förderung der Städtepartnerschaft Köln Thessaloniki e.V.

Vorsitzender Konstantin Theodoridis
Postfach 906 026
51126 Köln

Tel.: 02203 921 298
Fax: 02203 928 683
Email:
kaiserintheophanugesellschaft(at)aol(dot)com


T E R P S I C H O R E e.V. Köln

Vorsitzende Gudrun Boye
Jacob-Fröhlen-Str. 3
51381 Leverkusen

Tel. 02171 - 76 57 69
Fax 02171 - 76 57 68
eMail:
terpsichori(at)web(dot)de
www.terpsichori.de


Deutsch-Griechische Gesellschaft Krefeld e.V.

Vorsitzender Hans-Dieter Klose
Kaufmannsstr. 5
47839 Krefeld

Tel. 02151 561 270
eMail:
hdmklose(at)t-online(dot)de
www.dgg-krefeld.de

Ansprechpartner:
Georgios Carastergios
Geldernerstr. 104
47918 Tönisvorst

Tel.: 02151 994 163 (p) oder 02151 341 278 (d)
Fax: 02151 970212
Email:
Carastergios(at)t-online(dot)de


Deutsch-Griechische Gesellschaft "Griechen-Haus-Leipzig"

Vorsitzende Frau Dr. Ursula Novotny
c/o Universität Leipzig, Institut für Klassische Philologie und Komparatiotik
Postfach 142 201
04107 Leipzig

Tel. 0341 9737 704
Fax 0341 9737 748
eMail:
Griechenhaus_Leipzig(at)hotmail(dot)com
www.griechenhausleipzig.net


Verein zur Förderung griechischer und zypriotischer Studien an der Universität Mannheim e.V.

Vorsitzender:
Prof. Dr. phil. Heinz A. Richter
Plöck 12
69198 Schriesheim

Tel. 06203 62210
eMail:
hrichter(at))rumms.uni-mannheim(dot)de

Schatzmeister/Ansprechpartner:

Dr. Ingeborg Huber
Archäologisches Institut der Uni
Mannheim - Schloß
68131 Mannheim

Tel.: 06239 2143 oder 06239 920 079
Email:
ingeborg.huber(at)absolventum.uni-mannheim(dot)de


Deutsch-Griechische Gesellschaft in Mittelfranken e.V.

Vorsitzender Heiko Schultz MdL
Hallerstr. 51
90419 Nürnberg

Tel. 0911 377 3990
oder 0172 880 50 30
Fax 0911 377 3992

eMail: heiko.schultz.mdl(at)arcor(dot)de


Deutsch-Griechischer Verein Mülheim an der Ruhr e.V.

Vorsitzender Dipl.-Ing. Gerhard Frank
Kruppstr. 104
45472 Mülheim an der Ruhr

Tel. 0208 49 32 77
Fax 0208 49 32 77

eMail: g-frank40(at)versanet(dot)de
www.vdgg.de/mitglieder/muelheim/

Deutsch-Griechische Gesellschaft München e.V.

Vorsitzender Prof. Dr. Raimund Wünsche
Werneckstr. 9
80802 München

Tel. 089 289 27504 (d)

Geschäftsführer:
Prof. Dr. Reinhard Heydenreuter

Generaldirektion der Staatlichen
Archive Bayerns
Schönfeldstr. 5
80593 München

Tel. 089 2898 6168 (p) oder 089 28638 2581 (d)


Deutsch-Griechische Gesellschaft Münster e.V.

Vorsitzender Gerassimos Katsaros
Wermelingstr. 13
48147 Münster

Tel. 0251 754543 (p) oder 0251 833 3926 (d)
Fax 0251 833 8352 (d)
eMail:
katsaro(at))uni-muenster(dot)de
www.vdgg.de/mitglieder/muenster


Deutsch-Griechische Gesellschaft Ortenau e.V. (Mitgliedschaft ruht derzeit)


Vorsitzender Maria Senegalia
Hindenburgstr. 1
77654 Offenburg

Tel. 0781 948 9023
Fax 0781 37162
eMail:
MSenegalia(at)t-online(dot)de


Deutsch-Griechische Begegnung Osnabrück e.V.

Vorsitzende Dr. Marietta Klekamp-Lübbe
Gevaweg 5
49086 Osnabrück

Tel. 0541 708653


Förderkreis Otto König von Griechenland-Museum der Gemeinde Ottobrunn

Vorsitzender Dietrich Wax
Putzbrunner Str. 136
85521 Ottobrunn

Tel. u. Fax 089 601 7229


Deutsch-Griechische Gesellschaft Saar e.V.

Vorsitzende Euthymia Graßmann-Gratsia Vizepräsidentin der Vereinigung
Lessingstr. 48
66121 Saarbrücken

Tel. 0681 62318
Fax 0681 8957536
eMail:
gra-gra(at))superkabel(dot)de
www.dgg-saar-ev.de


Ellinikos Kyklos Siegburg e.V.

Vorsitzender Gerhard Zilles
Apollinarisstr. 48
50169 Kerpen

Tel. 02273 69819
Fax 02273 69819
eMail: Ellinikos
Kyklos(at)AOL(dot)com
www.ellinikos-kyklos.de


Deutsch-Griechischer Club Bad Sobernheim e.V.

Vorsitzender Rolf Schatto
Münchenwiesen 7
55566 Staudernheim

Tel. 06751 2125
Fax: 06751 854 125
eMail:
RSchatto(at)t-online(dot)de


DGG Tübingen-Reutlingen e.V.

Vorsitzender Ulrich Mittag
Nauklerstr. 57 72074 Tübingen
Tel. 07071 24230 
eMail:
ulrich.mittag(at)googlemail(dot)com
www.dgg-tue-rt.de


Arbeitsgemeinschaft für internationale Jugendprojekte Unna e.V

Ansprechpartner Frank Müller
Karyoupolis - Protowa
Gr – 23200 Gythio / Griechenland

Tel. Büro Griechenland +30 27330 93367
Büro Deutschland 02303 943868
Fax Griechenland +30 27330 93367
eMail:
pikilia(at))web(dot)de
www.ger-mani.net


Deutsch-Griechische Gesellschaft Weimar e.V.

Vorsitzender Lazaros Alkimos
Postfach 2638 oder Bodelschwinghstr. 22
99407 Weimar oder 99425 Weimar

Tel. 03643 852892
eMail:
dgg-weimar(at)web(dot)de
www.dgg-weimar.de


Deutsch-Grieschische Gesellschaft Wiesbaden-Mainz e.V.

Vorsitzender Prof. Dr. Dietram Müller
Gustav-Freytag-Str. 25
65189 Wiesbaden

Tel. 0611 370 691
Fax 0611 9100 838

eMail: dietrammueller(at)arcor(dot)de
www.dgg-wiesbaden.de.vu


Deutsch-Griechische Initiative Würzburg e.V.

Vorsitzender Prof. Dr. Evangelos Konstantinou
Postfach 11 02 35
97029 Würzburg

Tel. 0931 16929
euro-initiative(at)web(dot)de
www.europa-zentrum-wuerzburg.de/

Andere Deutsch-Griechische Vereine

Deutsch-Griechische Juristenvereinigung e.V

Stadthausbrücke 13
20355 HAMBURG, 
Tel: 040-376300
 
www.dgjv.de 


Die Deutsch-Griechische Juristenvereinigung e.V. ist im Jahre 1984 in Hamburg gegründet worden. Ziel der Gesellschaft ist die Vertiefung der Kenntnisse von den Rechtsordnungen beider Staaten sowie die Harmonisierung der beiderseitigen Rechtssysteme auf der Grundlage der europäischen Einigung.

Die Vereinigung ist bundesweit tätig. Rechtsanwälte, Richter und Hochschullehrer wollen durch ihre Mitwirkung den immer enger werdenden Verflechtungen zwischen den Rechts- und Wirtschaftssystemen beider Länder Rechnung tragen.

Die Vereinigung hat seit ihrer Gründung in zahlreichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, die in Hamburg, dem Sitz der Vereinigung, aber auch in vielen anderen Orten der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt wurden, Fragen des Völkerrechts, des Gemeinschaftsrechts, der Rechtsordnungen beider Länder sowie der Rechtsvergleichung behandelt.

Die Arbeit der Vereinigung wird wesentlich bestimmt auch durch die lange gemeinsame Rechtstradition beider Länder. Aufgrund der rechtsgeschichtlichen Gemeinsamkeiten studieren bzw. promovieren noch heute überdurchschnittlich viele griechische Juristen in Deutschland. Zahlreiche griechische Rechtslehrer veröffentlichen und referieren in deutscher Sprache. In Athen hat sich 1996 die Griechisch-Deutsche Juristenvereinigung als Schwestervereinigung gegründet. Die Vorstände beider Gesellschaften sind personell verflochten.

Der Vorstand der Vereinigung:

1. Prof. Dr. Gert Nicolaysen (Vorsitzender) 
Prof. Dr. Nicolaysen ist neben vielen anderen Veröffentlichungen Autor wissenschaftlicher Stellungnahmen zum Europarecht. Er ist erreichbar über die Universität Hamburg
2.
Dr. Jürgen Daniels (stellvertretender Vorsitzender) 
Dr. Daniels ist Vorsitzender Richter am Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg.
Dr. Daniels - jahrelanger Sprecher der Hamburger Gerichte, ist Vorsitzender des Vorstandes des Vereins Hamburger Juristen und ist Mitglied der Hamburgischen Ethikkommission.
3.
Prof. Dr. Constantinos Iliopoulos (stellvertretender Vorsitzender) 
Dr. Iliopoulos ist zudem Vorsitzender der Griechisch Deutschen Juristenvereinigung
c/o RA Dr. Iliopoulos Andreou Metaxa 2 GR - 10581 Athen
Dr. Iliopoulos ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zum Beispiel zu Rechtsfragen zu Gemeinschafts-unternehmen im EGKS- und EU Kartellrecht.
4.
Rechtsanwalt Dr. Jürgen Sparr LL.M (stellvertretender Vorsitzender) 
Dr. Sparr ist Partner der Anwaltskanzlei SES Schlutius Eulitz Schrader Hamburg / Berlin.
5.
Rechtsanwalt Stavros Konas (Generalsekretär) 
Rechtsanwalt Konas ist Generalsekretär der Vereinigung.
Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzlei, Hamburg - Rostock
6.
Rechtsanwalt Daniel Wendland (Schatzmeister) 
Rechtsanwalt Wendland ist Schatzmeister der Vereinigung und ist für die Finanzen der Vereinigung, insbesondere für das Beitragswesen, zuständig.
 


  Initiativgruppe Griechische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (ΠΟΠ)
 

c/o Theo Votsos
Aachener str. 250
D-50931 Köln
Tel. +49 (0) 221 739 1881
Email:
theo.votsos(at)web(dot)de
Vorsitzende: Niki Eideneier, Köln
                         Tel. +49 (0) 510 12 88
Aktivitäten: Kulturveranstaltungen, Lesungen, monatliches Mitteilungsblatt



  Griechisch-Deutscher Förderverein e.V.

c/o Waltraud Rossmann
Marschnerstr. 17
12203 Berlin
Tel. +49 30 834 76 46
Fax +49 30 810 988 56
Email:
axelrossmann(at)t-online(dot)de
Vorsitzender: Georgios Bakalios
Email:
georgios(at)sochos(dot)de

Aktivitäten: Griechische Folklore, Sprachkurse, Sozialberatung für Jugendliche und Erwachsene, Rentenberatung, Schüleraustausch, Städtepartnerschaften


  Philhellenische Gesellschaft Augsburg "Diogenes" e.V.


Postfach 11 16 44
D-86041 Augsburg
Tel. +49 (0)821 426553
Fax  +49 (0)821 426624


   Hellasfreunde Galini e.V.
  

  Hellasfreunde Galini e.V.
  c/o Volker Kuhnert
  Döbereinerstr. 27b
  07745 Jena
  Email:
hellasfreunde(at)web(dot)de
  Tel. 03641/523 727
  mobil: 0176/504 401 71
  Fax: 03221/135 26 90
 
www.hellasfreunde.de

Deutsch-Griechische Vereine in Griechenland

Deutsch - Griechischer Verein "Philadelphia" e.V.
 
Odos Kriezi 62-64

GR-151 25 Maroussi
 Telefon: 0030 / 210 - 68 48 009

Fax: 0030 / 210 - 68 13 902
 Email:
philadel(at)hol(dot)gr

 

Verein der Ehemaligen
der Deutschen Schule Athen e.V.
 
Odos Chomatianou & Ziridi

GR-151 23 Maroussi
 Telefon: 0030 / 210 - 61 06 589

Telefax: 0030 / 210 - 61 06 589
 
Email:
ex-dsa(at)otenet(dot)gr

Homepage: www.ex-dsathen.gr 

 

Verein der Ehemaligen
der Deutschen Schule in Thessaloniki e.V.

 
Postfach 51 / Finikas

GR-551 02 Thessaloniki
 Telefon: 0030 / 2310 - 27 68 12

Telefax: 0030 / 2310 - 27 68 12
 
 

Verein ehemaliger DAAD-Stipendiaten
aus Griechenland -
 Thessaloniki e.V. 
Kontaktadresse:

Prof. Dr. Panagiotis Ladas

GR-541 24 Thessaloniki
 Telefon: 0030 / 2310 - 99 26 90

Telefax: 0030 / 2310 - 99 26 90
 
 Email:
panladas(at)hol(dot)gr

 

Verein ehemaliger DAAD-Stipendiaten
aus Griechenland - 
 Athen e.V. 
Kontaktadresse:

Prof. Dr. Th. Panagopoulos

Av.El. Venizelou 44

GR-106 79 Athen
 Telefon: 0030 / 210 - 36 39 791

Telefax: 0030 / 210 - 36 17 419
 
 

Verein griechischer Absolventen
der Universität Karlsruhe e.V.
 
Kontaktadresse:

Prof. Dr. N. Moussiopoulos

Postfach 483

GR-540 06 Thessaloniki
 Telefon: 0030 / 2310 - 99 60 11

Telefax: 0030 / 2310 - 99 60 12
 
 

Griechischer Humboldt-Club Athen e.V. 
Kontaktadresse:

Prof. Dr. N. Klamaris

Universität Athen

Odos Ippokratous 33

GR-106 80 Athen
 Telefon: 0030 / 210 - 36 03 946

Telefax: 0030 / 210 - 36 03 947


 
Evangelische Kirche deutscher Sprache in Athen
Odos Sina 66

GR-106 72 Athen
 Telefon: 0030 / 210 - 36 12 713

Telefax: 0030 / 210 - 36 45 270
 
 Email:
evgemath(at)otenet(dot)gr

 

Evangelische Kirche deutscher Sprache in Thessaloniki
Odos Palaion Patron Germanou 13

GR-54622 Thessaloniki
 Telefon: 0030 / 2310 - 27 44 72

Telefax: 0030 / 2310 - 26 41 19
Email:
evkithes(at)otenet(dot)gr  
Homepage:
www.evkithes.net

 

Gemeinde Rhodos
 
Odos Papalouka 27

GR-851 00 Rhodos
 Telefon: 0030 / 22410 - 75 885

Telefax: 0030 / 22410 - 75 885
 
 

Gemeinde Thessaloniki
 
Paleon Patron Germanou 13

GR-564 22 Thessaloniki
 Telefon: 0030 / 2310 - 27 44 72

Telefax: 0030 / 2310 - 26 41 19
 
 

Deutschsprachige Katholische
Gemeinde "St. Michael"
 
Odos Ekalis 10

GR-145 61 Kifissia
 Telefon: 0030 / 210 - 62 52 647

Telefax: 0030 / 210 - 62 52 649
Email:
dkgathen(at)ath.forthnet(dot)gr  
Homepage:
www.dkgathen.net

 

Seemannsmission
 
Postfach 80303

GR-185 10 Piräus
Telefon: 0030 / 210 - 42 87 566

Telefax: 0030 / 210 - 42 87 566
 
 

Deutsches Kontakt-und Informationszentrum e.V. 
Odos Massalias 24

GR-106 80 Athen
Telefon: 0030 / 210 - 36 12 288

Telefax: 0030 / 210 - 36 12 952
 
Email:
www.dkiz@otenet.gr 

(Alle Angaben ohne Gewähr)

Griechenland - ein attraktives Urlaubsziel

 

Griechenland und das Meer, Griechenland und seine Inseln, Griechenland in seiner Bedeutung als Wiege europäischer Kultur, Philosophie und Wissenschaft ziehen jährlich Millionen von Besuchern aus aller Welt an.

Umrahmt von drei Meeren - der Ägäis, dem Ionischen und dem Libyschen Meer - und seiner einzigartigen Inselwelt ist es das Land, das nahezu jedem Urlaubsanspruch gerecht wird. Das Festland mit seinen abwechslungsreichen Landschaften und Küstenstreifen, mit unzähligen Buchten und Stränden, mit traditionellen Dörfern und modernen Ferienanlagen konkurriert mit der Faszination der Inselwelt.

Dem Feriengast in Griechenland wird ein vielschichtiges Aktivitätenangebot offeriert, dessen breites Spektrum nicht zuletzt aus der Tatsache resultiert, dass die natürlichen Vorzüge des Landes und die Lebensgewohnheiten der Einheimischen als wesentliche Elemente in die touristische Angebotspalette miteinbezogen werden.

Die kulturhistorische Bedeutung Griechenlands ist Thema jeder Bildungs- und Studienreise, Erholung für Sonnenhungrige bieten die unzähligen Strände und beständiger Sonnenschein, und für Wassersportler gibt es die günstigsten Wasser- und Windverhältnisse zur Ausübung aller Wassersportarten. Naturfreunde können den Artenreichtum der Pflanzenwelt und unberührte Naturschutzgebiete kennen lernen. Aktivurlauber haben zahlreiche Möglichkeiten für River-Rafting, Binnensee- und Meereskajak, für Trekking, Canyoning, Mountain-Biking, Klettern, Reiten, Wandern oder Golf. Auch Besucher, die sich für christliche Pilgerreisen, Kultur- und Wissenschaftsreisen interessieren, finden ein spezielles Angebot.

Noch dazu ist Griechenland ein kinderfreundliches Land, in dem Familien gut aufgehoben sind. In der Atmosphäre griechischer Gastfreundlichkeit kann sich jeder Urlauber relativ sicher und geborgen fühlen, denn in Griechenland gibt es glücklicherweise weder Probleme mit ethnischen Volksgruppen noch existieren fundamentalistische oder rassistische Strömungen. Für Griechenland ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der jährlich mehr als 18 Prozent zum Bruttosozialprodukt beiträgt, rund 700 000 Arbeitsplätze schafft und die Entwicklung peripherer Regionen positiv beeinflusst. Durch die Einführung alternativer Tourismusformen entstehen neue touristische Produkte, die Wege zu neuen Kundenpotentialen mit spezifischen Interessen öffnen. So wird zum Beispiel in ländlichen Gebieten die Agrar- und Naturlandschaft mit sanften Tourismusformen zum Treffpunkt der Individualurlauber, die in sich in ursprünglicher Vielfalt der Natur erholen möchten.

Noch nicht voll genutzte, kostbare Ressourcen erschließen sich behutsam dem Wellness- und Kursektor. Thermalquellen und Heilwasser gehören zum natürlichen Reichtum Griechenlands, das immerhin über insgesamt 20 Thermalquellen verfügt, die meist in Meeresnähe oder in malerischen Landschaften liegen. Beispiele sind Kyllini an der Westküste der Peloponnes, Edipsos auf der Insel Evia und Kamena Vourla in Zentralgriechenland.

Das Konzept des griechischen Kururlaubs - ob klassische Badekur, Thalasso-Therapie oder modernste Wellnesspflege - haben inzwischen zahlreiche Hotels aufgegriffen. Seine Kompetenz im MICE-Geschäft - also für den Kongress- und Konferenzbereich, hat Griechenland mit den Sommerspielen 2004 bewiesen.

Durch die erfolgreiche Organisation und Durchführung der Olympischen Spiele Athen 2004 und die Vollendung der großen Infrastrukturprojekte hat Griechenland nicht nur einen erheblichen Prestigegewinn für das ganze Land erreicht, sondern der Welt auch vor Augen geführt, welche Möglichkeiten sich für den internationalen Markt eröffnen. Vor allem Athen konnte eine enorme Image-Aufwertung verzeichnen.

Mit der radikalen Umstrukturierung des Verkehrswesens, mit neuen Hotelbauten, der Sanierung und Renovierung bestehender Hoteleinheiten, der Modernisierung von Kongresszentren, der Einrichtung von Fußgängerzonen und Spazierwegen ist die griechische Landeshauptstadt gut vorbereitet für Großevents sowohl für den touristischen als auch den privaten Geschäftsbereich. Landesweit sind weitere Konferenzzentren geplant. Eine schnelle und bequeme Anreise gewährleisten Flugverbindungen zwischen 35 innergriechischen Flughäfen, von denen mindestens 20 über einen internationalen Charterflugstatus verfügen.

Athen ist das Zentrum des Landes für große Kongresse und Kulturveranstaltungen, gefolgt von der makedonischen Hauptstadt Thessaloniki. Beide Städte bieten mit ihren großen Konzerthallen ein anspruchsvolles Musik- und Konzertprogramm in gediegenem Ambiente. Das antike Athener Freilichttheater Herodes Attikus feierte im Jahr 2005 eine überaus erfolgreiche Premiere: Das 50-jährige Jubiläum des Athener Festivals. Mit der Idee, die Theater-Aufführungen im antiken Theater von Epidaurus - 1954 erstmalig inszeniert - in die Musik-Festspiele in Athen einzubeziehen, war 1955 ein Konzept geboren, das unterschiedliche Kunstrichtungen und Antike und Moderne verband. Im Laufe der Jahre hat das Festival Athen internationales Renommee erworben und zieht bis heute als Höhepunkt des griechischen Kultursommers alljährlich Tausende von Besuchern an.

Griechenland ist ein Land mit langer Tradition im Urlaubs-geschäft. Noch längere Erfahrung hat es als traditionelles Seefahrerland. Mit seinem günstigen Klima in Verbindung mit der einzigartigen Inselwelt und der Vielfalt seiner Landschaft bietet es ideale Voraussetzungen für alle modernen Wassersportarten. Yachting und Kreuzfahrt bilden einen wichtigen Bestandteil des touristischen Angebots. Nicht weniger als 16 000 Kilometer Küste und die stattliche Zahl von mehr als 6000 Inseln sind mit einem Netz von 21 modern ausgestatteten Yachthäfen, kleinen Häfen und Ankerbuchten verbunden. Sie eröffnen den Freunden des Wassersports unzählige Möglichkeiten, die Welt der Meere zwischen den Ionischen bis zu den kleinsten Inseln der Ägäis zu erkunden. Dem Feriengast stehen etwa 2000 Charterboote und Yachten der unterschiedlichsten Klassen zur Verfügung.

Zu den strukturellen Konstanten des touristischen Angebots Griechenlands gehören die Meere, das kulturelle Erbe, die landschaftliche Vielfältigkeit, das günstige Klima, die Authentizität der Menschen und deren Gastfreundlichkeit. Aufbauend auf dieser Basis zielt die griechische Tourismuspolitik auf die systematische Förderung alternativer Tourismusformen wie Yachting, Öko- und Agrartourismus, Kongress- und Incentivetourismus, Kurtourismus, Sporttourismus, Städte- und Erlebnisreisen und die Einrichtung von Themenparks. Die natürlichen Vorzüge Griechenlands in Verbindung mit neuen kreativen Entwicklungstendenzen sind Faktoren, die dazu beitragen, die Aufwertung des Gesamtbildes des touristischen Angebots zu erreichen. Ziel der griechischen Tourismuspolitik ist, die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands auf dem internationalen Markt durch eine Differenzierung und Diversifizierung der touristischen Angebotspalette weiterhin zu stärken. Im Hinblick der vom Konsumverhalten geprägten hohen Anforderungen an anspruchsvolle Erholungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten investiert Griechenland in die touristische und allgemeine Infrastruktur und setzt auf eine qualitative und quantitative Optimierung der Dienstleistungen und den systematischen Ausbau hochwertiger Hotelanlagen.

Wichtigste Tourismusmärkte für Griechenland sind Deutschland und Großbritannien. Beide Länder stehen an der Spitze der Einreisestatistik der insgesamt rund 14 Millionen ausländischer Touristen, wobei entweder die deutschen oder englischen Besucher mit jährlich durchschnittlich 2,5 Millionen Ankünften jeweils abwechselnd den ersten Platz belegen, gefolgt von den Urlaubern aus Italien und Frankreich. Die Inseln gehören nach wie vor zu den bevorzugten Feriendestinationen, wie zum Beispiel Kreta, Rhodos, Kos, Korfu, Santorin und Mykonos. Periphere Regionen wie Thrakien, Epiros, Zentralgriechenland, der südliche Peloponnes, Limnos und Chios sind vom Tourismus noch weniger frequentiert und ideale Ziele für individuelle und alternative Urlaubsformen.

Im Jahr 2006 steht die Region des westlichen Peloponnes im Mittelpunkt des internationalen Interesses: Patras ist Europäische Kulturhauptstadt. Mit der Nominierung von Patras als Europäische Kulturhauptstadt 2006 kehrt dieser Titel das dritte Mal nach Griechenland zurück.

Der Vorschlag, jährlich eine europäische Kulturhauptstadt zu benennen, kam ursprünglich von der griechischen Kulturministerin Melina Merkouri. Diese Idee wurde 1985 in die Tat umgesetzt und Athen zur ersten Kulturhauptstadt Europas ernannt, gefolgt von Thessaloniki im Jahr 1997.
Patras, Hauptstadt der Präfektur Achaia und nach Piräus und Thessaloniki die drittgrößte Hafenstadt Griechenlands, wichtigster Handelsplatz der Halbinsel Peloponnes, Universitätsstadt und Sitz eines Erzbischofs, ist eine junge Stadt.

Ihre Vorgängerin, gegründet im Jahr 1100 v. Chr. und bedeutend in römischer Zeit, würde während des Befreiungskampfes gegen die Osmanen zerstört. Bei dem Wiederaufbau ab 1828 erhielt die Stadt ein neues Gesicht durch neoklassizistische Gebäude, großzügig angelegte Plätze, baumbestandene Alleen und Grünflächen.

Die neoklassizistische Architektur aus dem 19. Jahrhundert besteht neben der modernen Silhouette der Stadt, die heute rund 250 000 Einwohner zählt. Die Atmosphäre der Stadt wird geprägt von der Weltoffenheit ihrer Stadtbewohner und der 50 000 Studenten. Wissenschaft und zeitgenössische Kunst sind ebenso angesiedelt wie Tradition und Brauchtum. Dazu gehört der berühmte Karneval von Patras, dessen Wurzeln bis in die mythische Zeit des Dionysos-Kultes zurück reichen sollen.
Patras, im Olympia-Jahr 2004 einer der Austragungsorte der Olympischen Spiele, verfügt über moderne Sport-, Freizeit- und Kongresszentren und anspruchsvolle Hotelanlagen.
Als Europäische Kulturhauptstadt 2006 stellt Patras die markanten Merkmale der Stadt und der Region der Öffentlichkeit vor und präsentiert sowohl das traditionelle kulturelle Erbe als auch die zeitgenössische Kulturlandschaft.

Griechenland ist ein attraktives Urlaubsland, dessen Geschichte und Kultur eine ganze Zivilisation geprägt haben. Dieser Impuls ist gleichzeitig Verpflichtung für eine touristische Entwicklung, die das kulturelle Erbe des Landes, Umwelt und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt. 

Fremdenverkehrszentrale

riechische Zentrale für Fremdenverkehr

Die Griechische Zentrale für Fremdenverkehr in Frankfurt ist zuständig für touristische Fragen und Infomaterial wie auch die übrigen Büros in Berlin, Hamburg und München (siehe Adressen).

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr Frankfurt

Neue Mainzer Str. 22
D-60311 Frankfurt/ a.M.
Tel.: 0049 69 2578270
Fax: 0049 69 25782729
Email:info@gzf-eot.de
Web:
www.eot.gr
Leiter: Dr. Ilias Galanos   

Die griechischen Regionen

Thrakien

Diese Region ist im östlichsten Teil der Balkanhalbinsel. An ihrer Westgrenze zu Makedonien verläuft der Fluss Nestos, im Nordosten der Fluss Evros, im Norden grenzt sie an Bulgarien und die Bergkette Rodopi und im Süden an die Ägäis.
Das Gebiet um den Evros erstreckt sich auf eine Fläche von etwa 118.000 ha. Das Evros-Delta ist von Kanälen durchzogen, in deren Umgebung der Boden landwirtschaftlich genutzt wird. Zudem ist das Delta reich an Salzwiesen.

Gelangen wir auf unserer Reise in das waldreiche Hinterland, können wir die reiche Greifvogelfauna entdecken und Vögel wie den Seeadler, der größte dort lebende Vogel, beobachten. Salzwiesen, Schwemmland und Lagunen führen uns bis zum Westarm des Evros, an dessen Ufern Schilf und der schmalblättrige Rohrkolben wachsen. An seiner Mündung ins Meer wachsen allerdings nur noch Pflanzen, die den zunehmend salzigen Boden tolerieren wie die Strandsimse. Hin und wieder entfalten Schwertlilien, Schwanenblumen, die Weiße Seerose und der Wasserfenchel ihre wunderschöne Blütenpracht und teilweise führt unser Weg durch lockeren Galeriewald aus Weiden und Pappeln. Nach einiger Zeit gelangen wir in den Wald der Greife bei Dadiá-Lefkími im waldreichen Hinterland, welches sich bis nach Bulgarien erstreckt und in dem 219 Vogel-, 40 Reptilien- und Amphibien- sowie 36 Säugetierarten zuhause sind. Vor allem gibt es eine bemerkenswerte Artenvielfalt der Greifvögel, die 36 Greifvogelarten umfasst.

An der Grenze zu Bulgarien schließt sich eines der zwei großen Massive, die Rhodopen an. Ihnen sind das Falakrón-Gebirge und die Kerkíni-Berge vorgelagert, die aus einem Kristallin-Massiv bestehen. In der Griechischen Mythologie gibt es die Geschichte von Lysisthea, einer Okeanide und Geliebten des Zeus. Um ihre Schwangerschaft geheim zu halten, bat sie eine Pflanze, einen Stein und ein Tier um Hilfe. Die Pflanze und das Tier wollten ihr nicht helfen, doch der Stein schloss sie bis zur Geburt des Kindes ein. Während dieser Zeit weinte Lysisthea und aus ihren Tränen wurden Kristalle, die sie dem Stein zum Dank schenkte. So entstanden laut der Mythologie die Bergkristalle. Das im Tertiär entstandene Falakrón-Gebirge setzt sich im Norden aus Gneis- und Schiefergesteinen, in den übrigen Gebieten aus Kalk-Gesteinen und Marmor zusammen. Während in den ersten Höhenlagen nur kahles, felsiges Gelände zu sehen ist, erstrecken sich in den unzugänglichen Nordhängen dichte Wälder aus Buchen und Fichten. Am Südhang hingegen befinden sich Wälder aus Schwarzkiefern.

Weitere Infos:  www.ditea.gr , www.mathra-sights.gr

Makedonien

Makedonien ist die größte der dreizehn geographischen Regionen Griechenlands. Die dreiarmige Halbinsel Chalkidiki, die wiederum aus drei Halbinseln besteht: Kassandra im Westen, Sithonia in der Mitte und Athos im Osten, umfasst eine Fläche von ungefähr 4000 km². Drei Viertel dieser Fläche ist gebirgig. Die autonome Mönchsrepublik Athos (Der Heilige Berg), die sich 2033 m über dem Meer sich erhebt, ist noch sehr ursprünglich geblieben.

Mit kilometerlangen Stränden, fruchtbaren Ebenen und hohen Bergen vereint Makedonien „südliche“ und „nördliche“ Landschaften.

Ein sehr großes Becken befindet sich in Makedonien um Dráma, Sérres und Èdessa, wenn wir uns westlich bewegen. In dieser Ebene bahnt sich der Fluss Loudías neben den Flüssen Axiós und Aliákmon seinen Weg. Er führt in ein sehr fruchtbares Mehrfachdelta und mündet in den Thermäischen Golf. Der Aliákmon hat seinen Ursprung im Pindos nahe der albanischen Grenze und ist mit seinen 297 km der längste Fluss Griechenlands. Kleine Inselchen erheben sich aus ihm, auf denen man Seiden-, Grau-, Rallen- und Nachtreiher beobachten kann. Das Aliákmon-Delta wird vom Wasserhahnenfuß im Frühjahr mit seinen weißen Blüten geschmückt. Viele Wasservögel wie Stockenten, Moorenten, der Löffler und der Säbelschnäbler erfreuen sich hier ihres Lebens.
Südlich des Aliákmon gelegen wird die Alyki-Lagune teilweise als Saline genutzt. In einer üppigen Vegetation begegnet man der einen oder anderen griechischen Landschildkröte, deren Weg man beim Wandern kreuzt. Ebenso ist es der Lebensraum der Riesensmaragdeidechse und der Vierstreifennatter.

Nicht weit von den Kerkíni-Bergen liegt der Kerkíni-See, welcher je nach Jahreszeit in seiner Fläche von 54 bis 72 km² schwankt. Dieser See gliedert sich in offene Wasserflächen, Flachwasser- und Schwimmblattzonen, Altarme und isolierte Tümpel und ist ein wichtiger Rast- und Brutplatz vieler Wasservögel wie zum Beispiel sämtlicher Reiherarten. Insgesamt wurden hier schon 227 Vogelarten gesichtet. Weiter führt uns unser Weg zum Volvi-See, die eine Fläche von 76,2 km² einnimmt. Wir wandern durch das umliegende Flachland durch Getreide-, Mais-, Tabak- und Tomatenfelder. Im Hochsommer verdunsten große Teile der Gewässer sehr stark. Es bleiben ausgedehnte Flachwasserbereiche zurück, die von Hunderten Rosaflamingos zur Nahrungssuche aufgesucht werden. Hier sind auch einige Greifvögel wie beispielsweise der Adlerbussard und der Schlangenadler zu beobachten. Nach Osten hin führt ein Fluss aus dem Volvi-See; an dessen Ufern er von einem Platanen-Auwald gesäumt wird. In mitten von Pappeln, Weiden und Eschen leben hier der Weißstorch, Schwarzstorch und der Schreiadler.

Weitere Infos: www.mathra-sights.gr , www.ditikimakedonia-region.gr , www.halkidiki.gov.gr , www.pieria-tourism.gr

Epirus

Die nordwestlichste Präfektur Griechenlands mit den Regionen Ioannina, Arta, Preveza und Thesprotia hat dem Reisenden ungeheuer viel zu bieten. Eine ganz eigene Welt stellen die Bergdörfern von Zagoria dar mit ihren wunderschönen alten Steinhäusern, gepflasterten Gassen und einzigartigen Brücken.
Eine Landschaft von hinreißender Schönheit mit hohen Bergen wie dem Pindos und atemberaubenden Schluchten wie der Vikosschlucht, eine der tiefsten Schluchten Europas, finden sich ebenso wie archäologisch bedeutende Stätten wie Dodona, mit seinem hervorragend erhaltenen Theater oder das Totenorakel am Acheronfluß. Seltene Tiere wie Braunbären, Steinadler oder Mönchsgeier sind zu beobachten, herrliche Strände liegen am tiefblauen, kristallklaren Meer entlang der Westküste. Städte mit riesigen Kunstschätzen wie Arta, malerische Hafenstädte wie Parga, das wie ein Amphitheater am Hang zum Meer gebaut ist oder das freundliche, lebhafte Ioannina mit seiner romantischen Altstadt, der schönen Uferpromenade am See und der kleinen Insel darauf laden den Besucher ein zum Entdecken, Bummeln und Verweilen. Ganz eigen ist die traditionelle Musik von Epirus. Auch die epirotische Küche hat dem Gast Leckeres anzubieten. Unterkunft ist in zahlreichen Hotels oder in urgemütlichen traditionellen Pensionen zu finden.

Weitere Infos: www.epirus.gov.gr, www.epirusdiscover.gr  

Thessalien

Thessalien liegt im mittleren nördlichen Teil des Festlandes. Die Inselgruppe der Nördlichen Sporaden gehört ebenfalls zu dieser Region. Hauptsächlich aber ist die thessalische Ebene von mehreren Bergen umgeben, unter denen Griechenlands höchster Berg (2.917 m), der Olymp, der berühmteste ist.

Setzen wir unsere Reise nach Süden fort, in welche Richtung das Pindos-Gebirge verläuft, das sich von Nord nach Süd durch ganz Griechenland zieht. Es besteht aus Serpentingestein und Tonschiefer, sehr weichen Gesteinen, die leicht verwittern. So gibt es in diesem Gebirge Stellen, an denen Gesteinshalden sich ganz karg zeigen, ohne die Schönheit von Blüten und Vegetation. Die Bodenerosion ist unter anderem eine Folge der Abholzung der vielen Wälder, die einst noch in der Antike in Griechenland existierten. Sie wurden zur Römerzeit abgeholzt und boten so der Bodenerosion Angriffsfläche, die auch große Auswirkungen auf das Klima hat. Vorrangig Zedernwälder fielen den Rodungen durch Römer und Phönizier zum Opfer, denn Zedernholz ist sehr hart und robust. Dieses Holz wurde für den Schiffbau verwendet. Zusätzlich wurden mit der steigenden Bevölkerung viele Gebiete landwirtschaftlich genutzt und so musste erneut eine große Fläche an Wäldern weichen.

Weiter in Richtung Süden verlaufen die Gebirge Olymp, Ossa und Pélion in der gleichen geologischen Strukturrichtung wie das Pindos-Gebirge und bilden eine Kette. Die Verlängerung dieses Gebirges stellen die Insel Euböa und die Kykladen, eine Inselgruppe in der Ägäis, dar. Der Olymp ist in der griechischen Mythologie der Sitz des Göttervaters Zeus; er besteht aus Kalk- Dolomit- und Marmorgesteinen und ihm schließt sich das Ossagebirge an. Das Pílion fügt sich ebenfalls in diese Formation ein. Ganz wenige Gebirgsformationen stehen quer zu dieser Strukturrichtung, so zum Beispiel der Parnassos. Auf den Wiesen am Fuße des Olymps verleiht Flora der Umgebung ihre Schönheit. Weißer Affodill, die Zwerg-Schwertlilie und Roter Mohn bilden eine Blütendecke, unter der sich viel Getier wohl fühlt.
Passiert man das Témpi-Tal, gelangt man auf der Wanderung weiter zum Ossagebirge. Wir sehen eine üppige Vegetation wie zum Beispiel Stein-Eichenwälder. Wälder in dieser Region bilden ebenfalls die Flaumeiche, Orient-Hainbuch sowie die Hopfenbuche. In trockenen Gebieten findet man die König-Boris-Tanne. Zudem kann man sich an Laubwäldern und offenem Buschland erfreuen, in welchem Rotkopfwürger, Maskenwürger und Neuntöter zuhause sind. Das gesamte Gebirge beheimatet in seinen unterschiedlichen Vegetationszonen eine beachtliche Artenvielfalt. Das südlich gelegene Pélion-Gebirge wird hauptsächlich durch eine Macchie bestehend aus Salbeiblättriger Zistrose, dornigem Ginster, Thymian und anderen würzigen Sträuchern sowie der Büschelblütigen Erika gekennzeichnet.

Wir setzen unseren Weg fort und erreichen die Metéora, eine Gruppe von Konglomeratfelsen, welche durch die Erosion der Jahrmillionen entstanden sind und in deren Wände und Gipfel Klöster gebaut wurden. Sie wirken wie in die Landschaft hineingezaubert und sind eine atemberaubende Attraktion. In südlicher Richtung setzen wir unsere Wanderung zum Parnassos fort, in dessen Nähe die Orakelstätte Delphi liegt. Bezaubernd und malerisch stellt sich die Natur hier ebenfalls dar.

Die Blüten von verschiedenenfarbigen Glockenblumen, Wilder Malve, Schneckenklee, blauvioletten Felsen-Glockenblumen, Gelber Affodeline und vieler anderer Pflanzen verleihen dieser Landschaft einen bunten Blütenzauber, der sich sanft wie ein Scheier über das felsige Land legt. Ebenso vielfältig wie die Flora ist hier auch die Fauna. So leben in den Felsenwänden des Parnassos Turmfalken, Kolkraben und Felsenkleiber. Die Apollo-Tanne bildet hier vorrangig die Wälder.

Weitere Infos: www.thessaliatourism.gr, www.volos.gr, www.pelion.gr  

Sterea Ellas

Wir befinden uns jetzt im Herzen Griechenlands, wo sich Delphi, das berühmteste Orakel der Antike, befindet. Der höchste Gipfel des Pindos-Massivs, das sich durch ganz Zentralgriechenland zieht, ist 2.637 m hoch und heißt Smolikas-Berg.
Das Achelóos- oder auch Messolóngi-Delta ist eine der bedeutendsten Regionen für die Vogelwelt in ganz Griechenland. Es hat eine Fläche von 63000 ha und bildet zahlreiche Lagunen, in denen viele Vögel brüten, überwintern und ganzjährig leben. Am Achelóos gibt es einen Eschenwald. Er stellt die Überreste eines ursprünglichen Auwaldes dar und am Ufer dieses Flusses kann man den Eisvogel inmitten von Schilfzonen brüten sehen.
Der größte See Griechenlands ist der Trichonis- oder Agrinion-See mit einer Fläche von 77,7 km², zu dem uns unser Weg weiterführt. Auf unserer Reise geht es weiter nach Südgriechenland auf den Peloponnes über die längste Schrägkabelbrücke der Welt zwischen Rio und Antirio.

Weitere Infos: www.cityofathens.gr , www.athensattica.gr , www.aegina.gr, www.hydra.gr, www.poros.com.gr, www.salamina.gr, www.spetses.gr

Der Peloponnes

Der Peloponnes ist der südlichste Teil des Festlands. Viele große Städte der Antike, wie Mykene, Sparta und Olympia, die Heimatstätte der Olympischen Spiele, befinden sich in dieser Region.
Der Peloponnes bietet im Allgemeinen eine reiche Vielfalt an Landschaften, die von Gebirgen bis hin zu Lagunen und Dünenküsten reicht. Ein wichtiges Gebirge ist hier das Taygetos-Gebirge, das eine Höhe von 2407 m erreicht. Ebenso wird die Landschaft des Peloponnes von Ölbaumhainen geprägt.

Der Peloponnes wird im Norden vom Golf von Korinth begrenzt und besteht dort aus drei tief ins Meer ragenden Armen. Auf einer dieser Halbinseln in der Nähe der Stadt Pátras erstreckt sich das Chélmos-Gebirge, dessen Umgebung ebenfalls von Olivenhainen charakterisiert wird. Ein Stück weiter befindet sich der Vouraikós-Fluss mit seinem Platanen-Auwald. Unsere Reise geht weiter und bringt uns auf die blütengeschmückte Xerokambos-Hochebene, die auf einer Höhe von 1650 m liegt. Hier bietet sich uns ein Blumenparadies von gelb, violett und weißblühenden Krokussen, Gelbsternen, Messinischen Blaustern, Traubenhyazinthen, blaue und weiße Strahlenanemonen, dem Berg-Milchstern, wilden Tulpen und dem violettroten Holunder-Knabenkraut dar.

Im Nordwesten des Peloponnes, nördlich vom Prokopos-See erstreckt sich vor uns so gut wie nicht erschlossenes und ursprüngliches Land und wir lernen den von Küstenwäldern, Buchten und Lagunen geprägten Westen des Peloponnes kennen. Auf der Halbinsel Kyllíni findet man die berühmten Thermalwässer des Peloponnes, die bei Hautkrankheiten Wunder bewirken sollen. Südlicher, in der Nähe Spartas, liegt Mistras, die berühmte byzantinische Ruinenstadt und Klosteranlage.

Weitere Infos: www.infocenterpatras.gr, www.argolida.gr, www.epidavros.gr

Die Inselwelt

Insgesamt gehören zu Griechenland 9841 Inseln und Inselchen. Damit ergibt sich eine insgesamte Küstenlänge von 15021 km. Hellas nimmt den 2. Platz in Europa bei den Küstenkilometern ein, nicht zuletzt auch wegen der zahlreichen zerklüfteten Küsten des Festlands. Viele der Küsten sind sehr felsig. Sandstrände gibt es vor allem am Westpeloponnes, an der Küstenregion östlich des Olymps, auf der Halbinsel Chalkidikí und in Thrakien. Die tiefste Stelle des Meeresgrunds befindet sich mit 5221m im Ionischen Meer. Es ist die Calypsotiefe, die zugleich die größte Meertiefe im gesamten Mittelmeer darstellt. Die Ägäis ist wesentlich flacher. Hier liegt die tiefste Stelle bei 4452 m 49 Seemeilen östlich von Kap Prasso auf Rhodos.

Die Ionischen Inseln

Diese Region ist das kleinste geographische Gebiet Griechenlands und besteht aus sieben Hauptinseln, die sich entlang der Westküste Griechenlands ziehen. Sechs dieser sieben Inseln befinden sich im Ionischen Meer: Korfu, Ithaka, Lefkas, Paxi, Kephalonia und Zakynthos; Kythira liegt gegenüber des Kap Maleas am südlichen Peloponnes. Die Landschaften der Ionischen Inseln sind abwechslungsreich, gebirgig, mit steilen Felsküsten, sanften Buchten und üppiger Vegetation. In dieser Region herrscht ein mildes und relativ feuchtes Klima mit einer recht hohen Niederschlagsrate. Daher ist eine üppige Vegetation für diese Region kennzeichnend; darüber hinaus sind Elemente tropischer Flora mit Einfluss des europäischen Mittelmeerraums spürbar.
Eine kurze Reise durch das Ionische Meer bringt uns nach Korfu, der nördlichsten der Ionischen Inseln, die Albanien und Epirus gegenüber liegt.
Wir gehen auf der Insel im Norden Griechenlands an Land und unser Weg führt uns über ein schroffes Kalkgebirge der ca. 579 km² großen Insel. Den Süden von Korfu dominieren vor allem grüne Hügel und Olivenhaine, welche 3 Mio. Olivenbäume beherbergen. Wir erreichen Kerkyra, die Hauptstadt der Insel an der Ostküste, wo Zikaden mit ihren Chitinplatten musizieren. Dort lebt in feuchten Gebieten auch die Dalmatinische Raubschnecke. Unser Weg führt uns an einen der wenigen kleinen Seen auf Korfu vorbei, von welchem man aus das Quaken der Teichfrösche hört und man der Europäischen Sumpfschildkröte begegnen kann.
Schließlich gelangen wir zum Pantokrator, dem größten Bergstock Korfus. Mit seinen 906 m ist er der höchste Berg auf dieser Insel. Dort gibt es eine sehr reiche Insekten- und Spinnentierfauna. In diesem Terrain und in Erdröhren lebt auch die Apulische Tarantel, die größte in Griechenland vorkommende Wolfspinne.
Nach einiger Zeit sind wir auch im Westen der Insel angekommen, wo sich die Andioniti-Lagune, ein sehr bedeutender Rastplatz für Vögel wie Knäk-, Löffel-, Pfeif- und Spießenten, befindet. In dieser von Schilf umgebene Lagune lassen sich auch verschiedene Reiherarten gut beobachten. Im Westen der Insel befinden sich lange, romantische Sandstrände, an denen wir unsere Reise fortsetzen und den Badefreuden frönen können. An diese Strände schließen sich Olivenhaine an, durch welche man schließlich in ein mit Zypressen bewachsenes Hügelland gelangt.
Gehen wir ein Stück weiter, so erblicken wir breite Sanddünen, bewachsen mit verschiedenen Gräsern, Stranddisteln, Scheiben-schneckenklee, Meersenf, Leimkraut und Stechwacholderbüschen. Wieder im Osten der Insel Korfu angekommen, haben wir sie nun einmal umrundet und verabschieden uns mit einem Blick auf die kleine Insel Pontikoníssi, die mit Zypressen geschmückte Mäuseinsel, welche der Legende nach das versteinerte Schiff des Odysseus sein soll.

Weitere Infos: www.corfuvisit.gr, www.ioanianislands.gr, www.kefalonia.gr, www.zakynthos.gr , www.paxi.gr

Die Ägäischen Inseln

Das Ägäische Meer erstreckt sich zwischen Griechenland und Kleinasien. Die Inselgruppe der Ägäis besteht aus Hunderten von Inseln und Felseninseln. Diese sind bergig oder hügelig und erfreuen sich eines warmen Klimas. Mykonos, Santorin, Naxos, Paros, auf die Kykladen, Rhodos, Kos, Samos, Chios und Lesvos sind die international bekanntesten Feriendomizile in Griechenland.
Wir segeln nach Lesbos, der drittgrößten griechischen Insel, die vor der türkischen Küste gelegen ist. Die Insel mit der Hauptstadt Mytilene gilt seit der Bronzezeit als besiedelt und wurde bei den Hethitern erstmalig als Lazpa erwähnt. Hier lebte im 7. Jh. v. Chr. die berühmteste Dichterin der Antike, Sappho, die auch als die zehnte Muse betitelt wurde.

Chios ist eine sehr gebirgige Insel. Der Dichter Homer soll im Dorf Pitios auf dieser Insel geboren sein; doch dies gilt nicht als sicher, da viele andere Orte in Griechenland ebenfalls behaupten, Homer wäre dort geboren. Die zwei vorsokratischen Philosophen Ion von Chios und Metrodoros stammen jedoch tatsächlich von dieser Insel. Die Landschaft prägen vor allem Olivenbäume, Wein und Mastixbäume, deren Harz sehr berühmt ist und für Kaugummi und Süßigkeiten verwendet wird. Von Chios-Chora, dem Hauptort der Insel, aus segeln wir weiter nach Süden. Vom Schiff aus können wir schon die 480 km² große Insel Samos sehen.

Das wasserreiche Samos ist unter anderem für seinen Wein berühmt. Durch den Reichtum an Wasser, den Samos besitzt, gibt es eine landschaftliche Vielfalt zu bewundern. Es werden Tabak, Wein, Ölbäume genauso wie Zitrusfrüchte angebaut. Zwischen zahlreichen Ruinen antiker Baukunst wandern wir umher und bestaunen diese Zeugnisse der Vergangenheit. Eines der bedeutendsten antiken Heiligtümer ist das Heraion, ein der Göttin Hera geweihter Tempel, welcher im Laufe der damaligen Zeit stetig in größeren Abständen neu errichtet wurde. Unter den reichlich vorhandenen Ruinen befinden sich auch römische Thermen und ein hellenistisches Gymnasium mit dem dazugehörigen Stadion.
Wir legen am Hafen der Insel Naxos an, der größten Insel der Kykladen. Während es im Osten der Insel hauptsächlich steilere Ufer gibt, erstreckt sich im Westen ebenes Land und von Norden nach Süden verläuft ein bis zu 1300 m ansteigendes Granitgebirge.

Da Naxos gut bewässert ist, gibt es sehr fruchtbares Land, auf dem Weizen, Gerste, Südfrüchte, Wein und Mastixbäume gedeihen. Zudem werden, wie es in Südeuropa typisch ist, Olivenbäume angepflanzt und Marmor abgebaut.

Wir erreichen nun die Insel Rhodos, die viertgrößte griechische Insel. Sie liegt nur 18 km von der türkischen Küste entfernt und nimmt eine Fläche von ungefähr 1.400 km² ein. Besonders an den Stätten Ialyssos, Lindos und Kameiros finden sich Überreste aus neolithischer Zeit sowie mykenische Nekropolen (Gräber).
Die Vulkaninsel Santorini, auch Thíra genannt, ist unser nächstes Ziel. Sie liegt etwa 100 km nördlich von Kreta und ist die südlichste Insel der Kykladen. Auf der 71 km² großen Fläche leben dauerhaft rund 9.700 Einwohner. Diese sichelförmige Insel bildet mit den ihr gegenüberliegenden Inseln Thirasía und Aspronísi eine Caldera, welche sich vermutlich durch den großen Vulkanausbruch von 1220 v. Chr. geformte. Es entstand ein Vakuum unter der Erdkruste, welches diese einbrechen ließ, so dass sich eine tiefe Caldera bildete. Diese füllte sich sehr schnell mit Wasser. So erhielt Santorini das Aussehen, für das es heute bekannt ist. Santorini ist berühmt für seine Weine, deren Trauben auf der fruchtbaren vulkanischen Erde reifen. Das Santoringestein (vulkanischer Bims) wird für Wasserbauten verwendet.
Weiter in Richtung Süden kommen wir in Kreta an. Kreta schließlich ist die größte (mit einer Gesamtfläche von ca. 8.336 km²) und zugleich südlichste Insel Griechenlands. Sie bildet den südlichsten Teil Europas und hat dessen südlichste Stadt (Ierapetra).

Weitere Infos: www.northaegean.gr, www.cyclades-tour.gr, www.paros.gr , www.samos.gr, www.santorini.gr, www.chios.gr, www.mykonos.gr , www.alonissos.gr, www.skiathos.gr, www.skopelos.gr  

Wie fast alle griechischen Inseln ist auch Kreta sehr gebirgig. Im Westen der Insel erheben sich die Weißen Berge, die Lefka Ori, mit dem Ida- und dem Díkti-Gebirge, deren Gipfel über 2400 m hoch sind. Die Mythologie beschreibt, dass hier einst hier die Nymphe Ida lebte, welche sich liebevoll um den kleinen Zeus kümmerte und ihn säugte, als Rhea ihn in den Weißen Bergen vor Kronos versteckte. Damit Kronos das Versteck des kleinen Zeus nicht finden konnte, verwandelte Ida sich in die Ziege Amalthea auf dem gleichnamigen Berg Ida, wodurch das Gebirge seinen Namen erhielt. Zeus hat als Talisman ein Horn, das er der Amalthea einst als Knabe abbrach.
Die Dactyli, die Kinder des Berges Ida, sind kleine Satyrn, die der Amalthea halfen, den kleinen Zeus zu hüten, indem sie Abzählreime für ihn erfanden, um ihn vom Schreien abzuhalten. Zeus versetzte Amalthea zum Dank als Leitstern in das Sternbild Capella, das im Lateinischen „Ziege“ bedeutet.
Die Samariá-Schlucht in den Weißen Bergen ist die wohl bekannteste Schlucht Kretas und ganz Griechenlands. Sie zählt mit ihren 18 km Länge zu den längsten Schluchten Europas und es sind 1800 Pflanzenarten in den Weißen Bergen zu finden, von denen einige auf die Samariá-Schlucht beschränkt sind. Dort kann man kretische Wildziegen, deren Spitzname Kri-Kri ist, beobachten.
Im Nordosten Kretas liegt der Palmenstrand von Wái. Hier gibt es die größten Bestände der Kreta-Dattelpalme, die dank einer Süßwasserquelle hier prächtig gedeihen. Sie verleihen dem breiten, weißen Strand auf der Sideros Halbinsel ein exotisches Südseeaussehen. Die zahlreichen Orchideenarten geben ihm einen sinnlichen und magischen Charakter.

Berühmt ist Kreta heute vor allem für seine Zeugnisse aus minoischer Zeit: Knossos mit dem Palast und dem Labyrinth des Königs Minos. In Phaistos befinden sich ebenfalls minoische Palastanlagen. Funde aus den Palästen von Knossos und Phaistos sowie anderer antiker Stätten, Steingefäße aus frühminoischer Zeit, Keramik, Sarkophage und Schmuck kann man im archäologischen Museum von Heraklion sehen.

Weitere Infos: www.crete-tourism.gr , www.heraklion-crete.gr

Freier Eintritt in die Museen und archäologischen Stätten

 

Das neue Akropolis-Museum in Athen


1. SchülerInnen bis zum vollendeten 19. Lebensjahr haben bei Vorlage eines entsprechenden Personaldokuments freien Eintritt in archäologische Stätten und Museen Griechenlands. Das gilt auch für Studenten bei Vorlage ihres Studentenausweises.

2.  Schüler und Studenten einer deutschen Schule bzw. Hochschule, die an einer Studienreise nach Grie­chenland teilnehmen und von einer Lehrkraft begleitet werden, können freien Eintritt beantragen. Der Antrag muss rechtzeitig, jedoch mindestens 6 Wochen vor Reisebeginn, über das Presse- und Informationsbüro der Griechischen Botschaft in Berlin beim  Griechischen Ministerium für Kultur gestellt werden.  

3. Lehrkräfte, die in den Museen und den archäologischen Stätten ihre SchülerInnen selbst führen möchten, bedürfen einer zusätzlichen (Führungs-) Genehmigung.

4. Für die Beantragung des freien Eintritts und/oder der Führungsgenehmigung sind jeweils folgende Unterlagen mit Originalunterschrift und –stempel nötig:

 

  • Ein Programm der Besichtigungen, das wie folgt gestaltet werden soll: 
    Mo, 06.06.2009: Athen, Besichtigung der Akropolis und des Nationalmuseums
    Di, 07.06.2009: Korinth, Besichtigung der archäologischen Stätte usw.
  • Eine Liste der an der Studienreise teilnehmenden Lehrkräfte und Schüler/innen mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum
  • Zwei Lichtbilder des Leiters/der Leiterin der Studienfahrt
  • Eine Bescheinigung der Schul- bzw. der Hochschulleitung, dass die begleitenden Lehrkräfte an der die Schule/Hochschule tätig sind.
  • Eine Bescheinigung der Schulleitung, dass die Lehrkraft, welche die Führung machen wird, Griechisch bzw. Geschichte bzw. klassische Archäologie als Hauptfach.


5. Alle Unterlagen sollen an das Presse- und Informationsbüro der Griechischen Botschaft per Post geschickt werden. Sie sollen mindestens 6 Wochen vor der Studienfahrt bei der zuständigen griechischen Behörde eingereicht sein. Die beantragten Genehmigungen werden aus Athen direkt bzw. über die Botschaft an die Schule/Hochschule geschickt.

 Für weitere Fragen steht interessierten Schulen/Hochschulen das Presse- und Informationsbüro der Botschaft gern zur Verfügung.

Sie erreichen uns über die Anschrift :

Griechische Botschaft Berlin
Presse- & Informationsbüro
Jägerstr. 54-55, 10117 Berlin
Postanschrift :
Postfach 080753, 10007 Berlin
Tel.: +49 30 20612900
Fax: +49 30 20450908
E-Mail:
pressinfo(at)griechische-botschaft(dot)de
www.griechische-botschaft.de

BESUCH DES HEILIGEN BERGS ATHOS

I. Über den Berg Athos

Der Heilige Berg Athos (griechisch Άθως, Àthos; im Griechischen meist Άγιον Όρος, Ágion Óros, „Heiliger Berg") ist eine orthodoxe Mönchsrepublik mit halbautonomem Status unter griechischer Souveränität in Griechenland. Er befindet sich auf dem gleichnamigen östlichen Finger der Halbinsel Chalkidikí in der Verwaltungsregion Zentralmakedonien in der Region Makedonien und wird von den Vertretern der 20 Großklöster (17 griechische, 1 russisches, 1 serbisches und 1 bulgarisches) mit z. Zt. 2262 Mönchen regiert. Das Territorium umfasst rund 336 km². Im Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff „(Berg) Athos" entweder die ganze Halbinsel Athos mit dem Mönchsstaat oder auch nur den eigentlichen Berg an der Südost-Spitze der Halbinsel, der 2.033 Meter hoch ist.

 

Der Besuch des Athos soll Personen mit religiösem Interesse, in zweiter Linie erst solchen mit künstlerischen oder wissenschaftlichen Neigungen, vorbehalten bleiben. Der Zutritt auf den Heiligen Berg ist ausschließlich Männern (ab 18 Jahren) vorbehalten. Die sichtbare Organisation zeigt ein Bild der byzantinischen Welt um das Jahr 1000 n. Chr.: Jedes der Großklöster ist Herr über mehrere Kleinklöster, Mönchsdörfer („Skiten") und Einsiedeleien („Kellion"). Jedes Großkloster entsendet einen Vertreter („Antiprosopos") in das "Parlament" („Hiera Koinotis") der Hauptstadt Karyes.

II. Formalitäten vor einem Besuch

Interessenten müssen sich mit ihrem Terminwunsch zunächst telefonisch bzw. schriftlich an das

 Pilgerbüro der Heiligen Gemeinde des Athos in Thessaloniki

Herrn Gikas (spricht Englisch und Französisch)

Egnatia Odos 109

GR - 54635 Thessaloniki

Tel.: 0030-2310-25 25 78, Fax: 0030-2310-22 24 24

Öffnungszeiten: Mo.bis Sa. von 9.00 bis 14.00 Uhr,

(telefonisch Mo.-Fr. bis 16.00 Uhr erreichbar)

www.inathos.gr/athos/gr/general/stixia.htm

wenden.

 

Sobald Ihr Termin beim Pilgerbüro vorgemerkt ist, senden sie diesem per Post Fotokopien ihres Reisepasses bzw. Personalausweises. Das Pilgerbüro wird daraufhin den Termin schriftlich bestätigen. Pro Tag ist der Zutritt für nur 10 Ausländer von insgesamt 120 täglich zugelassenen Besuchern genehmigt.

 

Um den Termin zu sichern, muss spätestens zwei Wochen vorher der Einreisetermin nochmals telefonisch gegenüber dem Pilgerbüro in Thessaloniki bestätigt werden. Ansonsten verfällt die Vormerkung und der Termin wird anderweitig vergeben. Schließlich muss man sich rechtzeitig (den genauen Zeitpunkt erfragen Sie bitte beim Pilgerbüro) vor der bewilligten Einreise beim Pilgerbüro in Ouranopolis einfinden, bei dem man sein eigentliches Athos-Visum" erhält. Eine Vorsprache beim Pilgerbüro in Thessaloniki ist nicht (mehr) erforderlich. Der Aufenthalt darf maximal vier Tage (drei Übernachtungen) betragen, wobei jedes der Klöster Gäste nur für eine Nacht beherbergen kann). Die Gruppen bestehen aus maximal fünf Personen.

 

Die Vorlage eines Empfehlungsschreibens des deutschen Generalkonsulats bzw. der Kirchengemeinde ist nicht mehr erforderlich.

 

III. Sonderregelungen

 Geistliche jeglicher Konfession (auch orthodoxe) benötigen eine schriftlich beantragte Erlaubnis („Evlogia") des Ökumenischen Patriarchats Konstantinopel (Anschrift: Rum Cad. No. 35, 34220 Fener - Istanbul, Türkiye, Tel. Nr. 0090-212-5349037). Dem Antrag ist ein Empfehlungsschreiben des jeweils zuständigen eigenen Bischofs bzw. der eigenen Kirchenleitung beizulegen; ein zusätzliches Empfehlungsschreiben des orthodoxen Bischofs (für Deutschland: Metropolit Augoustinos von Deutschland und Exarch von Zentraleuropa, Dietrich-Bonhoeffer-Str. 2, 53287 Bonn-Beuel) kann die mitunter sehr langen Bearbeitungszeiten beim Ökumenischen Patriarchat verkürzen. Auch Geistliche müssen sich um eine Vormerkung für die Einreise beim Pilgerbüro in Thessaloniki bemühen.

 

Orthodoxe Christen erhalten in der Regel eine Sondererlaubnis auch außerhalb des Kontingents, wenn sie beim zuständigen Bistum („Mitropolis") (in 54622 Thessaloniki, OdosVogatsikou 7), ein Empfehlungsschreiben erbitten. Hierzu muss eine kirchliche Bescheinigung der zuständigen orthodoxen Kirchengemeinde vorgelegt werden.

IV. Anreise

Von Thessaloniki fahren Überlandbusse nach Ouranoupolis (143 km, Fahrtzeit ca. 3 Std.). Abfahrt ab 9-km-Stein an der Nationalstraße Chalkidiki-Thessaloniki (Schild: „Pros KTEL Chalkidikis"; Tel.: 2310-316-555, 316-565; an der Ringroad - bei der Deutschen Schule/Praktiker).

Busverbindung von der Innenstadt/Egnatia: Bus 31 Richtung Voulgari bis Endstation, dann umsteigen und mit dem Bus 36 bis Endhaltestelle Zoni Kenotomias fahren (nähere Infos über die einzelnen Busverbindungen unter www.oasth.gr). In den Sommermonaten sollte man sich die Fahrkarten einen Tag vorher besorgen (Einzelfahrschein 10,70 EUR, Hin- und Rückfahrtschein 18,50 EUR). Um in Ouranoupolis das nur einmal täglich verkehrende Schiff rechtzeitig zu erreichen (Abfahrt 09.45 Uhr), sollte man morgens den ersten Bus nehmen (Abfahrt 05.30 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen um 06.15 Uhr). Grundsätzlich empfiehlt das Pilgerbüro, drei Tage vorher unter der Telefonnummer 23770-21041 (werktags: 10.00 - 15.00 Uhr sowie 17.00 - 20.00 Uhr) eine Platzreservierung für das Schiff vorzunehmen. Der Fahrpreis beträgt z. Zt. 6,00 EUR.

 

Der Athos-Besucher erhält in Ouranoupolis gegen Vorlage seines Reisepasses oder Personalausweises das Athos-Visum („Diamonitirion") gegen eine Zahlung von 25,00 EUR (Jugendliche und Studenten 10,00 EUR). Die Abwicklung erfolgt durch das Pilgerbüro rechts vor der JET-Tankstelle am Anfang der Restaurantzeile. Von Daphni aus verkehrt nach jeder Schiffankunft ein Bus zur „Hauptstadt" Karyes.

 

Auf dem Visum werden die Daten des Besuchers, die Code-Nr. der Vorreservierung, das Einreisedatum und die Dauer des Aufenthalts (höchstens 4 Tage) notiert.

Es wird dringend empfohlen, den Athos nur per Schiff zu bereisen und wieder zu verlassen. Die Einreise zum Athos auf dem Landweg ist nicht erlaubt und durch einen 20 km breiten Buschwaldstreifen ohne Ausschilderung unmöglich. Ein Versuch, dieses Gelände zu Fuß zu durchqueren, kann erfahrungsgemäß lebensgefährlich sein. Das Baden an der Küste des Athos ist unerwünscht und in Sichtweite von Klöstern verboten.

Folgendes ist bitte zu beachten: das Fotografieren auf dem Athos ist erlaubt. Das Mitführen von Video- und Filmkameras oder Tonbandgeräten auf dem ganzen Athos ist strengstens untersagt.

 

Es muss ferner beachtet werden, dass die Klostertore bei Sonnenuntergang schließen. Angesichts der gewöhnungsbedürftigen, auf zwei Mahlzeiten täglich reduzierten Essenszeiten empfiehlt sich die Mitnahme von ergänzendem Proviant. Lediglich in Daphni und Karyes besteht Gelegenheit zum Einkauf.

 

Es ist grundsätzlich möglich, in den Klöstern auf dem Berg Athos zu übernachten. Informationen wie auch Telefonnummern und Reservierungsmodalitäten der einzelnen Klöster können auf den einschlägigen Internetseiten (s. a. Ziffer VI) stets aktuell abgerufen werden.

V. Abreise

 

 Am letzten Aufenthaltstag sollte man sich vormittags im Hafen von Daphni einfinden. Das Schiff fährt von dort nach Ouranoupolis gegen 12.00 Uhr mittags ab, sonntags in der Regel später. Das Schiff hält zwar auch an den Klöstern und Anlegestellen, die auf dem Rückweg nach Ouranoupolis an der Westseite der Halbinsel liegen; es kann aber vorkommen, dass dort wegen Überfüllung keine weiteren Fahrgäste mehr aufgenommen werden. Gelegentlich fällt das Schiff wetterbedingt auch völlig aus. In einem solchen Falle muss man notfalls einen Tag warten. In Einzelfällen kann man telefonisch bei der Hafenpolizei in Daphni um Rat fragen.

 

VI. Sonstige Informationen und Kontakte

Der Zutritt zum Heiligen Berg ist generell erwachsenen Männern ab 18 Jahren vorbehalten. Minderjährige können in Begleitung ihres Vaters oder eines älteren Mannes, z. B. eines Priesters oder Lehrers, einreisen, wenn sie eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern oder der Erziehungsberechtigten vorlegen, welche vom zuständigen griechischen Konsulat beglaubigt sein muss. Die Kleidung sollte dezent und angemessen sein (lange Hosen und langärmelige Hemden/Pullover); festes Schuhwerk wird für die mitunter langen und schwierigen Fußmärsche empfohlen, die oft zu erheblichen Orientierungsproblemen führen können.

 

Die Klostertore schließen bei Sonnenuntergang. Angesichts der gewöhnungsbedürftigen, auf zwei Mahlzeiten täglich reduzierten Essenszeiten empfiehlt sich die Mitnahme von ergänzendem Proviant. Lediglich in Daphni und Karyes besteht Gelegenheit zum Einkauf. Es ist grundsätzlich möglich, in den Klöstern auf dem Berg Athos zu übernachten. Informationen wie auch Telefonnummern und Reservierungsmodalitäten der einzelnen Klöster können auf den einschlägigen Internetseiten (s.u.) abgerufen werden.

Da der Besucherstrom zum Berg Athos in letzter Zeit einen sehr großen Umfang erreicht hat, kann keine Gewähr für die Bewilligung von Einreiseanträgen geleistet werden.

 

Internetadressen zum Heiligen Berg Athos

 www.agioros.com

www.lectus.gr

  

 

Nützliche Telefonnummern auf dem Athos

Pilgerbüro in Ouranoupolis: 23770-71422

(8.00-14.00 Uhr) (Fax: 23770-71450)

Hafendirektion in Ouranoupolis: 23770-71248

Polizei Ouranopolis: 23770-71203

Gouverneursbüro in Karyes: 23770-23230

Karyes-Polizeistation: 23770-23212

Daphni-Hafenpolizei: 23770-23300

Daphni-Polizeistation: 23770-23222

Arzt in Karyes: 23770-23217

Krankenhaus Poligiros: 23710-24021

Touristenpolizei Poligiros: 23710-21264

 

 Telefonnummern aller Klöster

Megistis Lavras 23770-23751 (09.00-13.00 Uhr)
Vatopedi 23770-41488 (10.00-16.00 Uhr)
Xiropotamos 23770-23251 (12.30-14.30 Uhr)
Simonos Petra 23770-23254 (13.00-15.00 Uhr)
Stavronikita 23770-23255 (10.00-12.00 Uhr)
Karakalou 23770-23225 (12.00-14.00 Uhr)
Iviron 23770-23643 (12.00-14.00 Uhr)
Koutloumousiou 23770-23226 (12.00-14.00 Uhr)
Grigoriou 23770-23668 (11.00-13.00 Uhr)
Pantokratoros 23770-23880 (12.00-14.00 Uhr)
Panteleimon 23770-23252 (10.00-12.00 Uhr)
Agiou Pavlou 23770-23741 (10.30-13.30 Uhr)
Philotheou 23770-23256 (12.00-15.00 Uhr)
Dionysion 23770-23687
Zografou 23770-23247
Nea Skiti 23770-23656
Aghias Annis 23770-23320

Dochiariou 23770-23245

Konstamonitou 23770-23228

Esphihmenou 2377-23796

 

(Alle Angaben ohne Gewähr)

Stand: Juni 2009 

Die griechische Küche

Nach wie vor existiert die in Griechenland typische und für Griechenlandfreunde längst bekannte Gastronomie der Tavernen mit ihrem charakteristischen und traditionellen Stil der Einfachheit und Herzlichkeit.

Die Tavernen werden von den Griechen mit ihrer Familie oder mit Freunden auch heute noch häufig aufgesucht, wo man bei Ouzo, Landwein und vielen kleinen Tellern mit den traditionellen, frisch zubereiteten Spezialitäten (den sogenannten „Mesedakia“) einige Stunden verbringt.

Inzwischen hat sich aber auch eine neue Art des Essengehens in Griechenland entwickelt.
In modernen griechischen Speise – und Weinrestaurants hat sich der Stil des „Savoir Vivre“ etabliert. Mit Blick auf die großen Namen der Gastronomie in Europa und anderen Ländern der Welt hat man eine „New Age – Küche“ mit besonderer griechischer Note geschaffen.


Dafür bietet der griechische Markt und die Natur verschiedener Regionen beste Produkte, die eine hervorragende Grundlage für die schöpferische Phantasie der Küchenchefs ausmachen.

In diesen Etablissements werden natürlich auch die bekannten Klassiker serviert, nur innovativ verfeinert und mit der Kunst der hohen Schule angerichtet und dargeboten.
So sind in den letzten zehn Jahren ganz neue, inzwischen heißbegehrte Kreationen entstanden, wie z.B. der bereits schon überall bekannte Zwischengang „Gratinierter Feta an Melonensaucen-spiegel“.


Diese Entwicklung kommt durch die engagierte und ehrgeizige Ausbildung der angehenden Köche in den staatlichen und privaten Kochakademien, die sich zum Ziel gesetzt haben, die griechische Küche innovativ, qualitätsorientiert und modern weiter zu entwickeln.
Ein weiterer Grund besteht darin, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen Akademien und den im Land führenden Hotelketten dazu geführt hat, dass talentierte und ehrgeizige
Jungköche gefördert werden und dabei unterstützt werden, an einer halbjährigen bis ganzjährigen Fortbildung in der Schweiz, Frankreich oder Italien teil zu nehmen.
Zurückgekehrt mit ergänzendem Wissen werden traditionelle Speisen der griechischen Küche in überraschender Art neu kreiert und Zutaten einer zum Teil völlig neuen Verwendung zugeführt.


Als Beispiele seien hier erwähnt: Milchlammkeule mit Thymian und Wildkräuterhonig im Ofen geschmort und mit griechischem Cremejoghurt gefüllt, sautierte Nudelteignestchen, gefüllt mit Geflügelleberragout, auf einer Granatapfeljus, Frischkäse-Hackfleischbällchen mit Tomatenpesto, Hähnchenbrustfiletspieße mit einer Nusskruste auf Samos-Süßweinsauce mit lauwarmem, gegrilltem, süßsauer mariniertem rotem Spitzpaprika oder in Sitia-Olivenöl sautierte Wolfsbarschfilets an geschmortem Chikorèe, mariniert mit frischen Kräutern und Frühlingszwiebeln.


Die Entdeckungslust und Neugier des griechischen Restaurantgastes hat zur Existenz vieler derartiger Restaurants geführt, die nicht nur, aber oft in den großen Städten zu finden sind.  

Herausragende Merkmale der griechi­schen Küche bleiben jedoch die Schlichtheit der Zutaten, die Verwendung von Olivenöl, die lukullische Liebe zu Fisch, Wurzel­früchten und Gemüse, die wohlbedach­te Verwendung von Kräutern und die gut dosierten Fleischbeigaben. Vor al­lem sind Essen und Trinken für die Griechen ein geselliges Erlebnis, ein guter Anlass, sich in der Familie oder mit Freunden und Bekannten zu tref­fen, zu reden,  und gemeinsam zu genießen.

 Der Zauber des Olivenöls

Es ist längst erwiesen, zuletzt 1994 durch eine Studie der Weltgesundheits­organisation WHO, dass die Ernährung der Mittelmeervölker die Gesundheit und ein langes Leben fördert. Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Getreideprodukte und das Olivenöl als wichtigste Fett­quelle mit seinen ungesättigten Fettsäu­ren stärken und schützen Herz, Kreis­lauf und das zentrale Nervensystem. Olivenöl hat einen hohen Gehalt an Vitamin E, ein guter Schutz für die menschliche Haut.

Eine griechische Spezialität ist die in Salzwasser aufbewahrte schwarze oder grüne Olive. Die Sorten aus Kalamata und Amfissa sind am bekanntesten und beliebtesten.

Bei Obst und Gemüse lehrt Grie­chenland, dass sie ganz offenkundig am besten gedeihen, wenn keine Dünger eingesetzt werden. Was bei den Helle­nen als Sommergemüse übrig bleibt, wird in Essigsoße eingelegt. Und wer über Obst und Gemüse aus Griechen­land spricht, erwähnt fast immer die Perlen an Geschmack und Qualität, ­wie die Wassermelonen aus Manolada und Astakos oder die Kartoffeln aus Nevrokopi und Naxos, wo bekanntlich Ariadne vom treulosen Theseus zurück­gelassen wurde.

Griechischer Käse

Das reichliche Sortiment an griechi­schen Käsesorten ist eine schmackhafte Besonderheit im Kapitel Essen und Trin­ken. Es gibt heute mehr als hundert Käsesorten in Griechenland. Die mei­sten werden aus Ziegen- oder Schafs­milch hergestellt. Kuhmilch liefert nur den Grundstoff' für drei griechische Käsesorten, die eine geschützte Ursprungs­bezeichnung haben.

Am bekanntesten ist sicher­lich der Feta, hergestellt aus einer Kombination von Zie­gen- und Schafsmilch. In einigen Regionen wird der Kefalotiri - der »Kopfkäse« - produziert. Er hat seinen Namen nicht von seiner runden Form. Er wird so genannt, weil er als »Haupt« aller griechischen Käsesorten gilt. In eine Aufzählung der Käsesorten gehören auch Graviera, Kaseri, Kefalograviera, Mizithra, Manouri, Ladotyri aus Mitilyni, San Michalis aus Syros, Formaela aus Ara­chova, Kopanisti aus Mykonos und Ant­hotyro aus Kreta.

 Fleisch und Fisch

Als Mittelmeervolk konsumieren Grie­chen eher Lamm- und Ziegenfleisch als Kalb- und Rindfleisch. Huhn und Kaninchen (gekocht mit kleinen Zwiebeln und Öl) zählen zu den Lieblings­gerichten in Griechenland. In die Auf­zählung traditioneller griechischer Fleischgerichte gehören ebenso Schwei­nefleisch mit Lauch und Sellerie, ge­kochtes Ziegenfleisch, Sofrito (leicht angebratenes Kalbfleisch) aus Korfu, Frikassee vom Lamm und Huhn mit Okra oder grünen Bohnen. Speisen wie Magiritsa, Kokoretsi oder Exochiko sind in der westeuropäischen Küche  nahezu unbekannt, gelten in Griechen­land jedoch als Leckerbissen.

Fische und Muscheln werden auf alle er­denklichen Arten gekocht, gegrillt oder gebraten. Sie sind gewissermaßen Grundnahrungsmittel in Griechenland. Die typische Methode, große Fische für Feinschmecker zuzubereiten, ist das Gril­len mit Holzkohle, gewürzt mit Öl und Zitrone. Die kleineren Fische werden gern in der Pfanne gebraten, mit Essig und Öl mariniert oder in Kakavia ein­gelegt. Sei den frühesten Zeiten ist das Bild vom traditionellen »Kafeneto-tsi­pouradiko-ouzert« - dem kneipenähn­lichen Kaffeehaus - mit seiner Vielfalt an Muscheln und Tintenfischen typisch für Essgewohnheiten in Griechenland.

  Griechische Weine

Oft genug ist der griechische Wein be­sungen und bewundert worden. Als ers­te Weine mit geschützter Ursprungsbe­zeichnung gelten die Gewächse aus Chios und Thassos. Und schon die römischen Kaiser ließen sich per Schiff den süffi­gen Robola aus Kefalonia kommen. Im Mittelalter war der Malagouzia aus Mo­nemvasia der anerkannt beste Tropfen.

Amtlich werden die griechischen Weine in vier Kategorien eingeteilt: Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung, Wein mit Ursprungsbezeichnung hoher Qualität, lokaler Wein und Tafelwein. Zur ersten Kategorie gehören nur liebli­che Weine wie Mavrodafni aus Patras, Moschato aus Patras, Limnos, Kefalonia und Rhodos oder der süße Wein von Samos.

Die Kategorie »Ursprungsbezeichnung hoher Qualität« umfasst zwanzig Anbaugebiete in Nordgriechenland (Zitsa, Amintaio, Goumenissa, Naous­sa), Chalkidiki (Plagies, Melitona), Thessalien (Achialos, Rapsani), Attika (Kantza), auf der Peloponnes (Patras, Mantin­eia, Nemea), den Ionischen Inseln (Robola), den Ägäischen Inseln (Paros, Limnos, Rho­dos, Santorini) und Kreta (Archanes, Peza, Sitia, Dafines).

Die Zeitschrift »Ambelotopoi« (»Wein­länder«), die seit 1994 die alljährliche panhellenische Weinausstellung organi­siert, bezeichnet die Gegend von Nemea (wo die rote Traube Agiorgitiko kultiviert wird) als das EI Dorado der griechischen Weinproduktion. Die Wein­güter von Nemea wurden mit interna­tionalen Auszeichnungen bedacht.

In der Palette der griechischen Wein­trauben hat die Xinomavro aus Makedonien sich zur Freude und zum Erfolg der griechischen Winzer trefflich in den vergangenen fünfzehn Jahren mit aus­wärtigen Rebsorten gekreuzt und ver­mischt. Als kostbarste weiße Traube gilt die Asirtiko, die auf den kargen Inseln der Kykladen zu finden ist. Iin Atti­ka hat Savvatiano Berühmtheit erlangt. Hoher Alkoholgehalt und besonderer Geschmack sind die Merkmale von Ouzo, Destillate mit Anis und anderen Gewürzen, Raki und Tsipouro.

Die HEPO - die griechische Außenhandels­organisation - hat vor einiger Zeit eine Kampagne unter der Bezeichnung »Ke­rasma« gestartet. Sie vermarktet inter­national die traditionellen griechischen Produkte auf dem Ernährungssektor.

 Kerasma-KE-rasma

ist das griechische Wort für Bewirtung. Doch es bedeutet viel mehr. Kerasma symbolisiert die berühmte griechische Gastfreundschaft - ein geplantes oder spontanes Treffen zu einer Mahlzeit. Gästen wird in Griechenland immer etwas zu essen angeboten.

Griechische Mahlzeiten sind einfach und gesund, sozusagen »heiten«. Keras­ma ist die griechische Bewirtung, aber es ist auch eine Vision: Die Welt einzu­laden, um das köstliche Essen und die gute Laune Griechenlands zu genießen. 

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