Land- und Forstwirtschaft


Umsetzung Tierzuchtgesetz – Verpflichtungen der Landwirte

Mit dem aktuellen Tierzuchtgesetz ist die Förderung der Vatertierhaltung mit Einschränkung der notwendigen Anwendung der Agrarischen De-minimis Regelung weiter möglich.

 

Was bedeutet die Anwendung der Agrarischen De-minimis-Regelung

Beihilfen an Landwirte, die in den Bereich der Agrarischen De-minimis fallen, dürfen innerhalb von drei Steuerjahren den Betrag von 15.000 Euro nicht überschreiten. Für den Bereich der Tierzuchtförderungen werden dabei aktuell die Jahre 2014, 2015 und 2016 betrachtet. Damit ein Landwirt erkennen kann, dass es sich bei der Förderung um eine Agrarische De-minimis Beihilfe handelt, ist eine verpflichtende Verständigung seitens der Gemeinden mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die Verordnung (EGU) Nr. 1408/2013 erforderlich.

 

Antrag bis 30.1.2017 stellen

Jeder Landwirt, der im Jahr 2016 eine Beihilfe aus dem Titel der Förderung der Vatertierhaltung bereits erhalten hat (z. B. Besamungskostenzuschüsse durch Tierärzte abgerechnet) bzw. noch eine erhalten wird, hat bei der Sitzgemeinde einen entsprechenden Antrag zu stellen. Mit dem Antrag erklärt der Landwirt auch die in den Jahren 2014 bzw. 2015 erhaltenen Agrarischen De-minimis Förderungen, damit die Gemeinde die Einhaltung der Grenze von 15.000 Euro in drei Steuerjahren (2014, 2015, 2016) überprüfen kann.

 

Vorlage der Unterlagen für die Abrechnung von Besamungskostenzuschüssen ebenfalls bis 30.1.2017

Erhält der Landwirt Besamungskostenzuschüsse, so hat er die für deren Abrechnung maßgeblichen Unterlagen (Besamungsscheine Rinder, Samenlieferscheine bzw. Rechnungen Schweine, Tierlisten) der Gemeinde ebenfalls bis 30.1.2017, d. h. im Idealfall zeitgleich mit der Antragstellung vorzulegen. Wenn Viehzuchtgenossenschaften bzw. Tierärzte oder andere für Landwirte die künstliche Besamung auch unterjährig abrechnen, erfolgt die Vorlage der Besamungsunterlagen durch diese ersatzweise für den Landwirt.


Wird der 30.1. im Falle der Antragstellung als auch der Vorlage für die Besamungskostenzuschüsse notwendigen Unterlagen versäumt, erlischt der Förderungsanspruch zur Gänze.


Als Serviceleistung der Gemeinde Hirschegg-Pack erhalten Sie einen vorgefertigten Förderantrag mit dem Ersuchen übermittelt, diesen zu unterschreiben und bis spätestens 30.01.2017 an das Gemeindeamt Hirschegg-Pack zu retournieren. (Die von der Gemeinde Hirschegg-Pack an den jeweiligen Betrieb ausbezahlten Zuschüsse zum Ankauf von Vatertieren sowie Besamungszuschüsse sind in diesen Förderanträgen bereits ausgewiesen).

 
                                                            Übersicht:

 

Landwirt

Antragstellung

De-minimis Bestätigung

Vorlage Unterlagen für  Besamungskostenzuschüsse

 

Jeder Förderungswerber
stellt bis spätestens 30.1.jeden Jahres
einen Antrag
an die Sitzgemeinde.

 

 

 

Der Landwirt legt die erhaltenen Förder-bewilligungen mit Bezug auf Art. 107 und 108 der Verordnung (EGU) Nr. 1408/2013 für das laufende und die beiden vorangegangenen Kalenderjahre vor.

 

Der Landwirt legt bis spätestens 30.1. jeden Jahres die Unterlagen für die Besamungskostenzuschüsse (Besamungsscheine, Tierlisten, Samenrechnungen Schweine) der Sitzgemeinde vor, sofern dies nicht durch Dritte (z. B. Tierärzte, Viehzuchtgenossenschaften) erfolgt.

 

 
 
Neuer Amtstierarzt
Dr. Peter Gumbsch
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Kilian Renhart,
22.05.2017, 04:37
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