Über Gauting

 
Geschichte Gautings

 
 

 

 
 
 
 
 
 
 Gauting Unterbrunn Kirche
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Gautinger Gemeindegebiet gehört zu den am frühesten besiedelten Orten in dieser Gegend. Hiervon zeugen z.B. die südlich von Gauting und bei Stockdorf gelegenen Bronzezeit-Grabhügel. Am Rande Buchendorfs befindet sich zudem eine gut erhaltene Keltenschanze, die der LaTène-Zeit zugeordnet wird. Damit dürfte das Gebiet um Gauting eine der frühesten bewirtschafteten Rodungen im südlichen Münchner Waldgebiet sein.
Die Zeit der römischen Besiedlung ist mittlerweile archäologisch gut belegt. Der Siedlungsschwerpunkt des römischen Gautings lag westlich der Würm, auf Höhe des heutigen Römersteges, beim Sommerbad. Neben einem römischen Tonkruglager, in dem sich mehrere hundert Krüge befanden, wurden noch Werkstätten, Wohnhäuser, Urnengräber und ein Badehaus mit zahlreichen römischen Beifunden ausgegraben.

Nach dem Rückzug der Römer und der Besiedelung durch die Bajuwaren lässt sich eine erste urkundliche Erwähnung ab dem 8. Jahrhundert nachweisen. Wichtigster archäologischer Fund dieser Zeit ist ein Reihenfriedhof mit mehreren hundert Gräbern in der Gegend des heutigen Sparkassenplatzes. Der Ortsname, der in etwa „bei Godo und den Seinen“ bedeutet, variiert in den Urkunden noch bis ins 18. Jahrhundert. Gauting dürfte über Jahrhunderte kaum mehr ein paar Dutzend Menschen gezählt haben.

Einer Legende zufolge wurde Karl der Große in der Gautinger Reismühle geboren. Eine andere Legende nennt als Geburtsort die sogenannte Karlsburg, etwas südlich von Gauting, oberhalb des Mühltals. Diese Burg ist heute verfallen. Lediglich ein paar Steine und Erdwälle der Grundmauern zeigen die Stelle, an der einst das Schloss stand. Die Kaiserkrone im Gautinger Wappen nimmt auf diese Legenden Bezug.

Auf Gautinger Gemeindegrund befanden sich 2 ehemalige Hofmarkschlösser: das Schloss Königswiesen und das Schloss Fußberg. 1865 wurde Schloss Königswiesen bis auf die noch heute vorhandene Ulrichs-Kapelle abgetragen. Das ehemalige Wasserschloss Fußberg existiert heute noch. Seine jetzige Gestalt erhielt Schloss Fußberg allerdings erst im frühen 18. Jahrhundert. Der zur Schlossanlage gehörende Park ist in Form eines englischen Landschaftsgartens angelegt.

 

Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke München - Starnberg im 19. Jahrhundert und der damit einhergehenden Errichtung des Gautinger Bahnhofs begann auch der Aufstieg Gautings als Villen-Vorort im Münchner Umland. Die Gautinger Villenkolonie beherbergt bis heute viele schöne Villen aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

 

Das berühmte Gautinger Mühlrad ist ein Überbleibsel der an der Würm gelegenen Haerlinschen Papierfabrik, deren Eigentümer auch Schloss Fußberg erwarb und als Fabrikantenvilla nutzte. Nach Aufgabe der Papierfabrikation wurde das heute über 130 Jahre alte Mühlrad abgebaut und etwas flussaufwärts als Industrie-Denkmal und zur Erinnerung an die zahlreichen früheren Würmtaler Mühlen wieder errichtet. Auch im Gemeindewappen findet sich das Mühlrad wieder. Das Schloss erwarb die Gemeinde. Der Schlosspark ist heute ein öffentlicher Erholungsraum für die Gautinger Bevölkerung. Auf dem Gelände der Papierfabrik entstand die heutige Schlossparksiedlung.

Gauting heute

Von Wiesen und Wald eingerahmt liegt Gauting bei München mit seinen Ortsteilen Stockdorf, Buchendorf, Oberbrunn, Unterbrunn, Königswiesen und Hausen im wunderschönen Würmtal zwischen München und Starnberg. Ein ausgeprägtes Fuss- und Radwegenetz durchzieht das Tal und die angrenzenden Forste. An der Würm, bzw. in deren Nähe, liegen zahlreiche schöne Biergärten, die insbesondere in den Sommermonaten, auch zahlreiche Radwanderer aus dem naheliegenden München anziehen.

Das Gemeindegebiet wird hauptsächlich geprägt durch das Würmtal, das Richtung Starnberg etwa 50 m tief in die Moränenkette eingeschnitten ist und dort das romantische und bei Spaziergängern und Radfahrern beliebte Mühltal bildet. Nach Norden, Richtung Stockdorf, flachen die Talhänge merklich ab.

Heute ist Gauting ein beliebter Wohnort im Südwesten der Landeshauptstadt München. Die Nachfrage nach Wohnraum ist hier, wie im gesamten Würmtal, sehr viel höher als das zur Verfügung stehende Angebot. 



Den rund 20.000 Einwohnern Gautings bietet sich eine ausgezeichnete Infrastruktur: So gibt es eine Bibliothek, ein Freibad, ein Kino, das gemeindeeigene Kulturzentrum (Bosco), mit den Gauting Indians eine überregional bekannte Baseball-Mannschaft, diverse Einzelhandelsgeschäfte, unzählige Ausgehmöglichkeiten, sowie 2 S-Bahnanbindungen an München (S 6), mit der man in 25 Minuten das Münchner Stadtzentrum und in ca. 8 Minuten den Starnberger See erreicht. Mit dem Auto ist München nur 19 km entfernt und die nahe gelegenen U-Bahn-Endstationen Fürstenried-West und Klinikum Großhadern bieten ebenfalls Alternativen.

Durch eine große Vielfalt an Geschäften, können Einkäufe auch vor Ort schnell und mit großer Auswahl getätigt werden.

Die ansässigen Gastronomiebetriebe bieten eine Vielzahl an Ausgehmöglichkeiten. Die Palette reicht von der urigen Musikkneipe, über diverse internationale Restaurants, bis zur gehobenen bayrischen Küche. Und auch an Übernachtungsmöglichkeiten mangelt es nicht.

Zahlreiche junge Familien profitieren von über 10 Kindergärten und mehreren Eltern-Kind-Gruppen. Direkt am Ort gibt es auch 2 Grundschulstandorte, eine Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium.

Bekannt ist Gauting auch für den jährlich stattfindenden Gemeindelauf und das Openair-Event Kulturspektakel.

Erste Bürgermeisterin ist seit 2014 Dr. Brigitte Kössinger.


 Quellen: Wikipedia, Eigenbeitrag