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zur Person

Susanne Schumacher, Burgdorf, Niedersachsen, Germany, Fotografin, Filmemacherin, Autorin, Produzentin. Susanne Schumacher setzt sich in ihrer Arbeit mit Fragen der Identität in einer sich verändernden Welt auseinander. Mitbegründerin des Medienhauses Burgdorf und Vorstandsmitglied, Produktion des Fernsehmagazins OKOK TELEVISION. Studium an der Leibniz Universität, Hannover. Seit dem Jahr 2000 im Bereich Fotografie/Bildende Kunst als Bildende Künstlerin tätig und hat an Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Mitglied im Künstlerinnenverband GEDOK. Online-Redaktion und Filmarbeit für das Medienhaus Burgdorf auf YouTube und OKOK Television. Die Arbeit von Susanne Schumacher ist engagiert, es geht um Emotionen, Wissen und Erfahrung, Fotografie und Film ist ständiger Neubeginn, nah und ehrlich sowie Verantwortung auch für die Menschen, die fotografiert und gefilmt werden - jeder ist einzigartig, persönlich.

Susanne Schumacher, ist bekannt u.a. durch ihre Foto-Dokumentation der Aufbauphase der Weltausstellung in Hannover, der EXPO 2000 mit dem Titel EXPOnate für die Zukunft. Ihre Fotografie vom Japanischen Pavillon wurde im Historischen Museum Hannover vom Kulturdezernenten als beste EXPO-Fotografie ausgezeichnet. Weitere Kunst-Projekte der Künstlerin sind: Cuba - 90 miles to Amerika, Timepicture, Leidenschaft - Pain and Suffering in various Colours, Licht - Light Lines, "face to face", Photography Love, Wall-Art,  "1810 - 2010 Die Romantik lebt" und die Serie: "Tattoo - Geschichten auf der Haut". In den Vereinten Nationen, New York, USA,  zeigte sie während der Ausstellung "Nations-Water-Cultures" Inter-Art-Aiud  2013 ihre Serie "Mystic Image Transfer". Seit dem Jahr 2000 präsentiert sie ihre Werke im In- und Ausland. Arbeiten befinden sich in öffentlichem und privatem Besitz.


Auszeichnungen:
2012 Ehrenpreis "Grüne Nika"
2004 Chronik Preis VVV der Stadt Burgdorf
2003 Gütesiegel für nachhaltige Projekte der Stadt Burgorf für das Projekt Filmklasse.
2001 Beste EXPO Fotografie für "Japanischer Pavillon" durch Historisches Museum Hannover
1998 HADIKA-Preisträgerin, Europäischer Autorenkreis für Film und Video, Hamburg 



Pressestimmen:
Sich mit Fragen der Identität in einer sich verändernden Welt auseinanderzusetzen, sichtbar machen, was sonst verborgen bleibt, aber tiefe Gefühle in sich birgt: das ist das treibende und verbindende Motiv der beiden Zyklen, der Fotografin Susanne Schumacher.

Sie zeigt zum einen sogenannte Wall-Art Fotografien, die als Momentaufnahmen urbanen Lebens in den Metropolen der Welt entstanden sind. Mit der Fotodokumentation "Tattoo" führt Schumacher ihre Langzeitstudie zu Geschichten auf der Haut fort, die sie 2009 begann. In beiden Serien gehen Schönheit und Lebenshaltung eine spezielle Symbiose ein.                                                                           (HAZ/NP Anzeiger S. Köhler) 2014

Pressestimmen:
„In Ihren Arbeiten bringt die Künstlerin Susanne Schumacher eindrucksvoll zum Ausdruck, dass es sich mit Hife der Techniken Fotorafie, Film und neuer Medien, wie wir dies in den Fotografien aus den Metropolen der Welt betrachten können, sich mit Fragen der Identität in einer sich verändernden Welt auseinander setzt. In ihren Fotografien fängt sie Augenblicke, Gesichtsausdrücke, Darstellungen und Informationen ein

„Die Motive, die die Künstlerin auf ihren Fotografien gewählt hat sind zeitnah und aktuell, nehmen Fragen und Herausforderungen unserer sozialen und politischen Welt, wie Integration, Verschleierung oder Gleichberechtigung auf, und weisen uns mit künstlerischen Mitteln auf Fragestellungen und dringend zu lösende Probleme im menschlichen Miteinander Umgehen und Leben hin.     Christa Weilert-Penk, stelv. Bürgermeisterin der Stadt Burgdorf

Pressestimmen: Ansprache von Galeristin Marlies Kramski:

"WallArt-Fotografien - berauschend in der Formation und erhebend in der Einzelaussage. Eine Hommage an Technik, Sinn und Gestaltung.
"Eine ganz besondere Freude ist es mir, die Fotokünstlerin Susanne Schumacher als Gast vorstellen zu dürfen. Im ersten Raum "Tattoo - Geschichten auf der Haut" aussagekräftige Fotografien, interpretiert mit Beleleuchtung und Eleganz. Fotografie und Model verschmelzen in eins. Eine Offenbarung an Selbstsicherheit, Extravaganz und Zugeständnis. Bravo! Ich bin persönlich Hingerissen von soviel Aussage in der Selstverständlichkeit. Zwei Rote Punkte durfte ich für meine Sammlung setzen."                                                                                                                  Marlies Kramski, Galeristin 


Pressestimmen: 
Aus dem Reich der Fabel nun zu einer Werkgruppe, in der die sprichwörtlich nackte Realität einer ganz bestimmten Leidenschaft thematisiert wird. Die eindringlichen Porträts von Tätowierern und Tätowierten, die Susanne Schumacher uns in ihrer Serie „Pain and Suffering in Various Colours“ präsentiert, bringen uns diese Körperkunst ungewöhnlich nahe. Die vielen kleinen Verletzungen der Haut und die von der Kamera meisterhaft eingefangene Konzentration des Tätowierers machen den Schmerz für den Betrachter förmlich spürbar. Einen Schmerz, den die Tätowierten in Kauf nehmen für ihre ganz persönliche Leidenschaft, Tattoos zu tragen und ich würde soweit gehen zu sagen, dass der Schmerz wahrscheinlich sogar einen Teil des Reizes ausmacht. Susanne Schumacher dokumentiert hier eine ganz eigenwillige Szenekultur und bringt uns die Menschen und ihre Leidenschaft mit einer Eindringlichkeit und Intimität nahe, die mich an die frühen Arbeiten der New Yorker Künstlerin Nan Goldin erinnert, die lange Zeit ihre zum Teil drogenabhängigen Freunde mit der Kamera begleitet hat. Wie sie hat Susanne Schumacher sich ganz in die Situation hineinbegeben ohne einzugreifen oder sie zu verändern.                                                                                                         Anne Prenzler (Referentin der HBK Braunschweig)


Interview zu 1996 - 2011 - 15 Jahre OKOK TELEVISION



Madsack (HAZ/NP) und MyHeimat - 
Redakteurin Annika Kamissek führte zum Anlass 15 Jahre OKOK Television - 15 Jahre Bürgermedien in Niedersachsen ein Interview mit dem OKOK Television Team. Für das Team antworteten Susanne Schumacher und Lars Schumacher.

Frau Schumacher, Herr Schumacher, Sie sind Vorstandsmitglieder des Vereins Medienhaus Burgdorf, dem Trägerverein von OKOK Television. In diesem Jahr feiern Medienhaus und OKOK Television ihr 15-jähriges Bestehen. Erinnern Sie die Anfänge – wie und wieso kam es zur Gründung?

Anfang der 1990´er Jahre etablierte sich Video und Film mehr und mehr in der Kunst- und Kulturszene; in der Region entstanden sehr ambitionierte Projekte, die auf unterschiedlicher Art präsentiert wurden. Filmfestivals gaben oft den Anlass sich über die Weiterentwicklung der Medien auszutauschen. 1992 bestand erstmals ein Kontakt zu einem Offenen Kanal, dem K3 in Rheinland Pfalz durch den ein Film aus Burgdorf ausgestrahlt wurde. Weitere Kontakte zu Offenen Kanälen, auch im Ausland folgten. In der Euphorie weitere Verbreitungsmöglichkeiten zu suchen, startete das Engagement auch lokal die Medienlandschaft weiterzuentwickeln und sich in Niedersachsen für Projekte einzubringen. 

Rund 50 unterschiedlich Interessierte, die sich bislang in Schülerzeitungen, Jugend- u. Erwachsenenbildung, der Film-, Musik- oder Kunstszene engagierten haben, wollten einen Zugang zu neuen Medien etablieren. Es lag nahe diese Kräfte zu bündeln und mit einem Team neue Visionen zu entwickeln.

Ab März 1996 formierte dieses Team als Medienhaus für Kunst und Kultur; ein Haus als Dach, unter dem sich Verschiedenes, Andersartiges und Etabliertes versammeln kann. Dieses ist der Trägerverein von OKOK Television. 


Kurz zur Begriffserklärung: Für was steht OKOK? Und welche Idee steckt hinter OKOK Television?

Du bist Okay, Ich bin Okay – Zusammen sind wir OKOK! Ein Wortspiel, dass auch für unser vorrangiges Sendegebiet steht: Offener Kanal Ostkreis Hannover. Wir haben wesentliche Themen aus dem Burgdorfer Land audiovisuell aufbereitet und in das Kabelnetz Hannover für 270.000 Haushalte eingespeist. Passend wäre auch Offene Kommunikation ohne Kommerz!

15 Jahre sind eine lange Zeit, Paradigmenwechsel nicht ausgeschlossen. Was von Ihren Ausgangsideen und -idealen gilt noch heute? Haben Sie sich vielleicht sogar neue Ziele gesteckt?

OKOK Themen können oft global sein, haben aber immer einen lokalen Handlungsansatz. Unsere Mitmenschen in der Umgebung liegen uns sehr am Herzen. Viele von unseren Ausgangsideen, die als Satzungsziele formuliert wurden bestehen noch heute, die Lage hat sich um ein vielfaches verbessert. Die freie Zugangsoffenheit hat vor allem durch das Internet eine ganz neue Dimension erhalten. Mit der Nutzung des Web 2.0 kann der Paradigmenwechsel von OKOK verstanden werden.

Wurde OKOK Television früher an einem festen Sendeplatz z.B. an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr ausgestrahlt, musste der Zuschauer es per Rekorder aufzeichnen oder am Bildschirm verfolgen um es sehen zu können. Heute werden Beiträge veröffentlicht, die jederzeit im Internet unter www. okok.de anzusehen sind. 


1996 war das Internet noch eine Unbekannte. Wenn Sie zurückblicken: Wie wichtig ist das World Wide Web für Sie heute?

Wissen aus allen Schichten wird zusammengetragen und geteilt. Heute kann man es fast eine Revolution nennen, es ist eine Informationsquelle, die die Welt ein Stück näher zusammenwachsen lässt. Wir haben früh die Entwicklung im Internet begleitet und stehen den Möglichkeiten sehr aufgeschlossen gegenüber. Erst mit dem Web 2.0, dem anwenderfreundlichen Internet, machte eine Verknüpfung zu unseren Inhalten einen Sinn und für die Betrachter eine Freude. Heute werden unsere Videobeiträge ca. 12.000 mal im Monat angesehen. Das Interesse ist vielfältig, so wird die Sendung vom Shanty-Chor gern in allen typischen Seefahrernationen gesehen, der Burgdorfer Glockenfilm vor allem in der christlichen Welt und Musikmitschnitte in speziellen Foren.

Eine tolle Ergänzung bietet auch das MyHeimat-Angebot, bei dem wir verschiedene Inhalte und Medien (Text/Foto/Film) miteinander verknüpfen können. Hier wird das lokale Publikum angesprochen.

Durch die stark zunehmende Nutzung von Informationen über Fernsehen, Internet, Telefon, Hörfunk und anderen digitalen Kommunikationsmitteln kann diese Epoche als das Medienzeitalter in die Geschichte eingehen. Wir tragen dazu bei.
 

Auf Ihrer Homepage www.okok.de schreiben Sie, das Format von OKOK Television birgt die Möglichkeit Neues auszuprobieren, mit Fernsehen zu experimentieren, etwas zu wagen. Wann haben Sie zuletzt experimentiert, etwas gewagt? Und welches war Ihr erstes Experiment?

OKOK war in den ersten Jahren ein Modellversuch in den Bürgermedien, man kann diese Idee wohl als großes Experiment werten. Die Kommunen in unserer Region bestätigen das „Berichte über regionale Ereignisse nicht nur interessant, sondern auch wichtig sind, weil sie anregen: zum Miterleben, Mitfühlen und Mitmachen.“ Wir sind mit unserem Angebot hier in Niedersachsen Pioniere und Vorreiter.


Ganz allgemein gefragt: Welche Erfahrungen haben Sie in 15 Jahren OKOK Television mit Experimenten gemacht? 

Experimentieren heißt für uns auch neue Wege gehen "Wer die Zukunft gestalten will, muss seiner Zeit voraus sein. Wer seiner Zeit voraus sein will, muss neue Wege gehen!" beschreibt Albert Einstein wohl in diesem Zusammenhang sehr zutreffend.
 Wir haben unterschiedliche Netzwerke aufgebaut. Eines unserer Experimente ist oder war auch das MyHeimat – Portal, das für uns zu einem tollen Netzwerk mit persönlichen Kontakten gewachsen ist. Viele von unseren MyHeimat-Freunden und Lesern haben sehr ähnliche Interessen. Wir alle sammeln durch das Portal verschiedenste Eindrücke aus unserem Leben, unserer Gesellschaft und unserer Kultur in der Reflektion durch Andere. Wunderbare Erfahrungen mit tollen Begegnungen, die man nicht missen möchte, sei es im technischen als auch im menschlichen Bereich unter dem Dachbegriff "Bürgermedien". Viel ehrenamtliches Engagement. Weiterbildung im publizistischen, medienpolitischen und künstlerischen Sinn, Lars Schumacher an der Akademie Remscheid mit dem Schwerpunkt Medienberatung und Susanne Schumacher an der Leibniz Universität Hannover im Schwerpunkt Kunst / Kultur / Medien.

In Burgdorf und der Region sind wir von den Menschen sehr herzlich angenommen worden, von einigen Politikern im Rat ebenso, doch gilt noch immer hier die Prämisse, es zählt Gewicht, wenn ein Verein viele Mitglieder hat. Das können wir nicht bieten, obwohl wir gern mehr Personen hätten, die verantwortungsvolle Arbeit mit übernehmen möchten. Doch es hapert einfach an der Bereitschaft so viel Zeit und Engagement, was Filmarbeit nun mal bedeutet, mitzutragen. 

Da geht es anderen Filmgruppen zu denen Kontakte bestehen jedoch nicht anders. Arbeitet man ohne finanzielle Interessen, besteht die schwierige Aufgabe in der Filmarbeit professionell herüberzukommen. Eventuell können hier Zusammenarbeiten und der Erfahrungsaustausch auch die Situation noch verbessern.


In 15 Jahren haben Sie bestimmt viel erlebt, viele Menschen getroffen. Ist Ihnen ein Erlebnis, eine Begegnung in besonderer Erinnerung geblieben, über das, die Sie eine Anekdote erzählen können?


Zu unseren Begegnungen gehören große Persönlichkeiten und ebenso viele liebevolle wichtige Menschen aus unserer Heimat. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man uns mit sehr viel Wohlwollen begegnet und unsere offene Art schätzt. Letztendlich ist jedoch das Resultat, nämlich die Veröffentlichung aus der "Begegnung", der eigentliche Schlüssel zum Erfolg. Denn wenn man wirklich gut den Menschen zugehört hat und sie so versteht, wie es für sie wichtig ist - und das individuell in der Filmarbeit, wie in einem Bericht veröffentlicht, dann hat man die "Kunst des Erzählens" getroffen. 
Ehrlich und mit Herz.


Ganz allgemein gefragt: Wie finden Sie Ihre Themen?

Die Themen finden uns. 

Wichtig in unserer Auswahl ist auch eine Bedeutung für die Region, für Werte wie Heimat, Geschichte und Kultur. Doch auch jugend-, gesellschaftliche und kirchliche Themen können zu der unterhaltsamen Heimatgeschichte dazugehören. Wir sind gut, wenn wir nah dran sind an den Menschen und an dem was sie bewegt. Viel Freude hatten wir auch an Berichten zu Lifestyle, Musikgeschichte und zum Umweltschutz zu dem wir auf mediale Art und Information beitragen können.

Ihre Detailserie über Dörfer im Burgdorfer Land erfreut sich großer Beliebtheit und hat hohe Leserzahlen auf 
myheimat.de. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, all diese Orte zu porträtieren?

Geschichte ist faszinierend und wir wollten die Geschichte und besondere Begebenheiten unseres Wirkungskreises (Offener Kanal Ostkreis bzw. das das Burgdorfer Land) einmal persönlich besuchen und kennenlernen sowie gleichzeitig darüber schreiben.


Gibt es einen Ort, der Ihnen besonders gut gefallen hat? Wenn ja, welcher war es und warum ist er in besonderer Erinnerung geblieben?

Jeder Ort ist einzigartig mit eigener Identität und hat sogleich Gemeinsamkeiten - das hat uns sehr gefallen. Alle 70 Orte gehörten über 89 Jahre zu der Gebietskörperschaft „Landkreis Burgdorf“. Die Orte haben eine gemeinsame Geschichte, auf deren Spurensuche wir uns begeben haben. Wir stellten uns die Frage „Was blieb von damals, was entwickelte sich neu?“ 

Neben historischen Quellen aus denen wir uns ein Fachwissen aneignen, ist unser Geheimtipp die persönlich erzählten Geschichte und Anekdote. Viele dieser lokalen Geschichten werden bei Ortsfesten, Feiern und in geselligen Runden erzählt. Sei es von Hermann Löns in Engensen, über „Das Große Freie“ in Dolgen oder der Spargelernte in Fuhrberg. Besonderheiten, die diese Ortschaften prägen, haben wir in unserer Serie aufgenommen:http://www.myheimat.de/gruppen/burgdorfer-land-3339.html Schön auch, dass diese Serie über das Burgdorfer Land bisher so viele Freunde gefunden hat.


1996 hieß es Sendestart für OKOK Television beim Offenen Kanal Hannover. Wie lange haben Sie dort gesendet und wie viel „Fernsehen“ macht OKOK heute noch? Wo können Interessierte Ihre Filmbeiträge sehen?

Seit Beginn hieß es für uns: einmal im Monat eine Stunde oder eine halbe Stunde Sendezeit. Hierfür wurde produziert und dann im Sender der Beitrag ins Kabelnetz gespeist. Am Abend und darauffolgenden Sonntag wurde die Sendung wiederholt. 

Das haben wir bis 2007 gemacht. Dann sagten wir uns, wie schön ist es doch über das Internet:
(http://www.youtube.com/OKOKTELEVISION ) einen eigenen OKOK Kanal zu haben, dort die Beiträge hochzuladen und einzustellen. Die Zuschauer können nun täglich selbst bestimmen, wann und wie oft sie unsere Beiträge sehen möchten. Bisher schauen uns rund 500 Zuschauer täglich. Einfach im Internet nach OKOK Television suchen. 

Seit dem Start der Bürgermedien tragen Personen aus dem OKOK Team auch Vorstands - Verantwortung im TV Sender „h1 – Fernsehen aus Hannover“ So war es von 1996 bis 2000 Susanne Schumacher, in den drei folgenden Jahre unser ehemalige Vorsitzende Roland Paduch und seit dem Jahr 2003 Lars Schumacher. 

Eine Woche nach der Grenzöffnung waren Sie mit der 
Kamera in Helmstedt und Marienborn unterwegs. Wenn Sie heute daran zurückdenken: Wie erinnern Sie dieses historische Erlebnis?


Wir haben rund vier Stunden Filmmaterial vom 9. November 1989 – Emotional geprägt, war allerdings das folgende Wochenende am Grenzübergang. Wir waren mit Foto- und Filmkameras unterwegs. Man hat uns sehr zuvorkommend als Presseteam behandelt. So konnten wir schnell und unkompliziert an die Besonderen Orte kommen. Zu diesem Zeitpunkt haben noch nicht viele Menschen daran gedacht diese Ereignisse zu dokumentieren; Videokameras waren noch nicht sehr stark verbreitet.
Zur Feier „20-Jahre nach dem Mauerfall“ entwickelte sich ein Kontakt zu einer amerikanischen TV Produktionsfirma, die unsere Bilder über alle amerikanischen Sender ausstrahlen ließ. Besonders bewegt hat uns allerdings, dass diese Aufnahmen während der Feierstunde in Berlin vor Michail Gorbatschow und Ex-Bundeskanzler Kohl gezeigt wurden.


Gewähren Sie uns einen Blick in die Zukunft: Welche Projekte planen Sie?

Wir sind dabei, die OKOK Aufnahmen in das digitale Format zu überführen und so für die Zukunft zu erhalten und interessierten zur Verfügung zu stellen. Uns stellen auch Bürgerinnen und Bürger Filme aus der Region mit lokalen Ereignissen zur Verfügung. Auch diese Dokumente geben uns eine große Verantwortung sie zu erhalten und später zugänglich zu machen. Einige Beiträge sind kleine Diamanten, die in Zukunft ein audiovisuelles Archiv bereichern. Für ein ganz neues Filmprojekt stehen Menschen, mit all ihrer Faszination im Mittelpunkt. Nach dem Burgdorfer Land Projekt starten wir diese neue Serie, die auch im TV ausgestrahlt werden kann.

Mal abgesehen von OKOK Television: Was macht Burgdorf lebenswert? Und was sollte besser werden?

Burgdorf lebt besonders durch die Aktivität der Menschen in einer beschaulich wertvollen Fachwerkstatt mit einer besonderen Idylle und einem interessanten Branchenmix. Wir Burgdorfer bemühen uns gerade um eine noch attraktivere Innenstadt. Wir haben viel vor! Der Schwerlastverkehr verläuft bereits außerhalb der Stadt und die Voraussetzungen sind gut.