Von der Gründung bis heute...
Vor nunmehr 125 Jahren hatte man gar oft in schweren Stunden empfunden, dass es in unserem kleinen  Landstädtchen bei Feuersgefahr an einer aus hilfsbereiten Bürgern zusammengestellten geschlossenen Truppe fehlte, die streng diszipliniert, von einer Hand geführt, der Macht des Feuers Trotz zu bieten vermochte. So manchem vom Schicksal schwer Verfolgten war durch große Verwirrung Hab und Gut verloren gegangen. In den älteren Schriftstücken steht eine bittere Klage, welche lautet: „Wohl waren reichlich Zuschauer, aber wenig tatkräftige Helfer zur Stelle“. Man sah und fühlte, dass es ein Gebot der Zeit sei, hier durchgreifende Änderungen vorzunehmen. Von der Erkenntnis dieser Notwendigkeit erfüllt, erließen die Herren Bürgermeister Salbach† und Wilhelm Düppers † einen Aufruf zur Bildung einer Feuerwehr. Ein in dieser Zeit geführtes Tagebuch sagt uns, „dass diese Herren öffentlich zum Ausdruck gebracht haben, dass, wie auch an anderen Orten, so auch hier, das Bedürfnis rege sei, eine Feuerwehr zu gründen“. Hier finden wir also in den beiden Herren gefallen, in den Anfangszeiten die rechten Männer zu finden und zu einem festgefügten Ganzen zusammenzuhalten. Oft, ja sehr oft sehen wir im ganzen Werdegang der Wehr ein ernstes Hin- und Her, ein Auf- und Ab. Es fehlte an allem, die Finanzlage war schlecht. Viel Mut und Aufopferung gehörte für jeden Wehrmann dazu, sich unter Fortlassung aller persönlichen Momente im Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Doch reichten nach den vielen Opfern und Mühen die Mittel der Einzelnen nicht mehr aus, sodass an die Unterstützungsfreudigkeit der gesamten Bürgerschaft appeliert werden musste. Unablässiges Arbeiten der beiden Herren am weiteren Aufbau der Wehr führte aber bald zum Ziel. Geräte und Ausrüstung wurden immer besser. Dankbar schaut heute die Wehr zurück auf das Wirken und Streben dieser beiden längst heimgegangen Männer. Beispiel sollen Sie uns sein und bleiben. 

Das kleine Landstädtchen wurde 1882 in 3 Bezirke eingeteilt. In jedem Bezirk gab es 1 verantwortlichen Brandmeister. In allen 3 Bezirken wechselten die Brandmeister 5 mal. Nachdem Wevelinghoven am 1. Januar 1975 aufgrund der kommunalen Neugliederung ein Stadtteil von Grevenbroich wurde, begann am 01.01.1975 Josef Biermann nach einer Beförderung das Amt des Löschzugführers des Löschzuges Wevelinghoven. Welche nun unter der Leitung HBM Willi Esser der Freiw. Feuerwehr Grevenbroich geführt wurde. 

Die damalige Alarmierung erfolgte durch die Sturmglocke und Hornsignale. Die persönliche Ausrüstung der Wehrleute war recht notdürftig. Die erste Anschaffung in guten Ausrüstungsstücken erfolgte im Oktober 1882 und bestand aus 100 Leinenkitteln und Gürteln. Am 18.02.1883 wurden die ersten Mützen verteilt und am 03.11.1883 gab es die ersten Feuerwehrröcke – 36 Stück – geliefert von dem Schneidermeister Hagen. Am 09., 10., 11. und 12. April 1892 wurde der Steigerturm durch den Stellmachermeister Peter Schilden erbaut. Schon in dieser Zeit hatte die Wehr zahlreiche Brände zu bekämpfen. 


Von 1882 - 1975 wurde das kleine Landstädtchen in 3 Bezirke unterteilt. 

Bezirk I südlicher Stadtteil bis zur evang. Kirche
Bezirk II von der evang. Kirche bis zur kath. Kirche
Bezirk III nördlicher Stadtteil ab der kath. Kirche


Ab 1975 wurde Wevelinghoven ein Stadtteil von Grevenbroich und musste sich der Feuerwehr Grevenbroich untergliedern.
Die 3 Bezirke wurden zusammengefasst und unter der Führung von Josef Biermann geführt.