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Freiwillige Feuerwehr leistet technische Hilfe bei Unfällen

veröffentlicht um 27.09.2017, 22:18 von Christian Kleindienst   [ aktualisiert: 27.09.2017, 22:19 ]
Absicherung der Einsatzstelle
Ein verunglücktes Kraftfahrzeug, bei dem die verklemmten Türen geöffnet und die Insassen befreit werden müssen? Ein Unglück am Bau, mit eingestürztem Gerüst oder mit Verschütteten? Ein aus den Gleisen gesprungener Bahnwaggon oder ein umgestürzter Container? Wann und wo immer sich solche Unfälle ereignen: die Feuerwehr hilft!

Auch die Freiwillige Feuerwehr in Nußloch ist für solche Einsätze gut gerüstet und mit umfangreichen Spezialwerkzeugen ausgestattet, die auf den Einsatzfahrzeugen stets mitgeführt werden. Von der Brechstange zum Aufstemmen einer Tür bis zur technisch komplexen Hydraulik-Zange haben die Wehrleute im technischen Hilfseinsatz alles dabei was benötigt wird. 

Aber was nutzt das beste Werkzeug, wenn man es im Ernstfall, bei Wind und Wetter, bei Dunkelheit und unter Zeitdruck, nicht richtig anwendet und einsetzt? Genau deshalb übt die Feuerwehr Nußloch regelmäßig den Umgang mit diesen Gerätschaften, wie auch wieder in der vergangenen Woche auf dem Gelände rund um das Feuerwehrhaus an der Carl-Metz-Straße.

Die korrekte Bereitstellung der Werkzeuge erleichtert den Einsatz
Das Vorgehen bei einem technischen Hilfseinsatz ist klar vorgegeben. Zu Beginn, gleich nach Eintreffen der Fahrzeuge am Unglücksort, verschafft sich der Einsatzleiter ein Bild vom Geschehen. Dann gibt er die Anweisung, die benötigten Gerätschaften aus den Löschfahrzeugen zu holen und auf einer schweren, orangefarbenen Kunststoffplane auszubreiten. Damit beim Einsatz jeder Handgriff sitzt und mitten in der Arbeit nicht nach irgendwelchen Werkzeugen gesucht werden muss, gibt es einen klaren Plan wie die Gerätschaften auf der Plane ausgelegt werden sollen. Besonders wenn Eile geboten ist, oder bei widrigen Verhältnissen wie Dunkelheit oder Regen, hilft diese Ordnung den Überblick zu behalten und zügig die gestellten Aufgaben zu lösen.

Ebenso wichtig, besonders bei Unfällen im Straßenverkehr, ist die richtige Absicherung der Unglücksstelle. Blinklichter, dreieckige Aufsteller mit reflektierender Folie und Absperrband sind hier die Mittel der Wahl. Und dann geht es an die Arbeit, mit klarer Aufgabenverteilung und der Erfahrung aus Dutzenden Übungen und Einsätzen.
Text und Bilder: Udo Lahm

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