FENZAU im Gebiet Tauroggen

Der Weg der Familie Fenzau nach Tauroggen

Geschichtliche Fakten zu Tauroggen


Die Stadt wurde erstmals 1507 im Zusammenhang mit dem Bau einer Kirche erwähnt. Von 1691 bis 1793 gehörte Tauroggen gemeinsam mit Serrey infolge der Heirat des Markgrafen Ludwigs von Brandenburg mit der Prinzessin Luise Charlotte von Radziwill zu Preußen. Es wurde wegen der isolierten Lage als Enklave im zu dieser Zeit noch mit Polen verbundenen Litauen als "Entschädigung" für die Zweite Polnische Teilung an Polen-Litauen abgetreten, fiel aber im Rahmen der dritten Teilung schon 1795 schließlich an Russland. 1920 war die Stadt Teil des unabhängigen Litauen. Durch die am 30. Dezember 1812 zwischen dem preußischen Generalleutnant Johann David von Yorck und dem russischen Generalmajor Hans von Diebitsch geschlossene Konvention von Tauroggen, die die Trennung des preußischen Hilfskorps von der französischen Armee einleitete, ging Tauroggen in die Geschichtsbücher ein. In den Jahren 1708 - 1710 entvölkerte die Pest weite Gebiete von Ostpreußen. Danach erfolgte Neuansiedlung aus allen Gebieten Deutschlands und auch Schweizer, Franzosen und vor allem Salzburger fanden im 18. Jahrhundert den Weg nach Ostpreußen.

(wikipedia.de)


Der Weg der Familie Fenzau nach Tauroggen


1718 erscheint in einer Urkunde (alte Kirche zu Goldap) der Name Meister Fenzau als Taufpate. Weitere Einträge in den Jahren 1742 bis 1745 dokumentieren die Geburt von Marie Louise Fenzau (1742), Louise Fenzau (1743) und Ewa Fenzau (1745).

In der Kartei Quassowski erscheint 1719 (Buchstabe F, Seite 60) folgender Eintrag. Michael Fentzau mit seiner Frau und 3 Töchtern wollen 1719 vom adligen Dorf Schönau nach preußisch Litauen übersiedeln, Gutsverwaltung widerspricht aber. Man erkennt an diesem Eintrag, das Bestrebungen bestanden haben müssen, nach preußisch Litauen überzusiedeln. Tauroggen gehörte zu Preußen in dieser Zeit.


Kirchenbücher der evang. luth KIrche zu Tauroggen

Den ältesten Eintrag in den Kirchenbücher zu Tauroggen findet man 1762 zu Christian Fenzau (1762-1847) Leider wurde in der Urkunde nicht der Geburtsort genannt. In einer weiteren Urkunde wird das Jahr 1787 als Geburtsjahr bei Johann Fenzau (1787-1869) genannt. Als Geburtsort wird Kiukiszke (Kiukischken) genannt, etwas 20 km von Tauroggen entfernt. So kann man annehmen. dass die Fenzau´s schon vor 1800 im Gebiet Tauroggen gesiedelt haben


aus einer Broschüre über Tauroggen folgendes Dokument:

Gaurėje ir jos apylinkėse įsikūrė gana didelė vokiečių bendruomenė, kurioje buvo daug labai kvalifikuotų amatininkų. Čia paminėtinas Gaurės dvaro račius Fridrichas Fencovas. Jo tėvas buvo geldžius ir, atkeliavęs iš Prūsijos XVIII a. pabaigoje, įsikūrė ant Ikojo upelio kranto, kur augo daug drebulių, tinkamų geldoms skaptuoti. Už sąžiningą darbą Fridrichas buvo apdovanotas 4 ha žemės sklypu. Trys jo sūnūs Liudvikas, Gustavas ir Albertas liko ištikimi amatams ir tapo puikiais meistrais: kalviu, kailiadirbiu ir batsiuviu.

In Gauré und Umgebung war eine sehr große deutsche Gemeinschaft, in der sehr viele qualifizierte Handwerker waren. Hier wurde erwähnt, dass auf dem Gut Gauré ( 20 Kilometer von Tauroggen und in der Nähe von Kiukischken) Stellmacher Friedrich Fenzau war. Sein Vater war Trogmacher und kam Ende des 18. Jahrhunderts aus Preußen. Er hat sich am Ufer des Ikojo eingerichtet, wo es viele Espen gab, die sehr gut für die Herstellung der Tröge waren. Für seine gewissenhafte Arbeit wurden ihm 4 ha Land geschenkt. Seine 3 Söhne Ludwig, Gustav und Albert sind auch sehr gute Handwerker geworden: Schmied, Kürschner (evtl. Gerber) und Schuhmacher ...