An(ge)dacht


Liebe ist...

„Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm. (1. Johannes 4,16)

Vom greisen Apostel Johannes wurde überliefert, dass er nur noch wenig geredet habe. Wenn er aber in der Versammlung der Gläubigen war, habe er nur gesagt: „Meine teuren Kindlein! Liebet einander!“

Johannes hält in diesem Vers zunächst einmal fest, was er unter der Liebe versteht: Gott ist von seinem Wesen her Liebe.

Er ist uns mit der größtmöglichen Liebe entgegengekommen, weil er in seinem Sohn Jesus Christus auf diese Welt gekommen ist, um unsere Schuld auf sich zu nehmen. Diese Liebe kommt ohne Voraussetzung und wir dürfen uns von Gott lieben lassen. Wir dürfen in seine Gegenwart kommen, was ohne Jesu Tod am Kreuz gar nicht möglich wäre.

Das Bekenntnis zu Jesus Christus als Gottes Sohn ist Ausdruck der Verbundenheit mit Gott.

Und diese Liebe, die wir durch Gott erfahren, hat Auswirkungen.

In der Liebe Gottes bleiben bedeutet: Gott nicht nur am Sonntag im Gottesdienst in dein Leben zu lassen, sondern auch im Alltag - beim Abwasch, beim Gassi-Gehen mit dem Hund, an deiner Arbeitsstelle. Gott möchte auch im Alltag eine Beziehung mit dir. Und aus deiner Liebesbeziehung zu Gott kannst du Kraft schöpfen. Das ist das gegenseitige Ineinanderbleiben von Gott und Mensch.

Diese Liebe hat Auswirkung auf die Beziehungen zueinander. Das kann tätige Nächstenliebe sein, das Einstehen füreinander im Gebet, aber auch das Stehenlassen unterschiedlicher Meinungen. Jesus hat das mit seinem Doppelgebot der Liebe zusammengefasst: Matthäus 22,35-40.

Wenn wir also Gott lieben und unsere Mitmenschen, wie uns selbst, dann haben wir schon alles erfüllt. Nicht mehr und nicht weniger.

Wie kann das praktisch für dich aussehen? Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht.

Aber lass uns gerne darüber persönlich ins Gespräch kommen.

Stefan Thiemert