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Familie v. Duhn 


 




 
Daten zur


Familie


v. Duhn - von Duhn


manchmal auch:
van dun, van dune, van dunen, von dune, von dunen


in

chronologischer Abfolge


zusammengestellt
von
Hans-Dieter v. Duhn
 

 

 

 Diese Zusammenstellung erfolgte aus Interesse an der regionalen Geschichte, die sich an den hier genannten Personen und ihren Schicksalen - soweit dies aus den spärlichen Unterlagen ersichtlich ist - von Fall zu Fall fest machen lässt. Einiges ist dabei legendär, anderes sehr gut belegbar. Eine wissenschaftlich fundierte Genealogie ist hier nicht beabsichtigt. Diese Zusammenstellung kann aber stimulierend auf die Beschäftigung mit der Region und seiner Geschichte und den dort einst lebenden und handelnden Personen dienen und vielleicht mitunter eine Anregung zu eigenem humanem Handeln geben.

Für einen Kontakt bitte an    hvonduhn@yahoo.de     wenden


Zusammenfassung:
Die Familie v. Duhn ist eine der ältesten ritterlichen Familien im Bremischen, die sich nach dem Dorfe (jetzt Nordseebad) Duhnen bei Cuxhaven nennt. Sie tritt schon 1189 urkundlich mit Odoko de Dune auf, der gemeinsam mit Luderus de Wersabe und Friderik de Reimershusen eine Bestätigung - für Erzbischof Hartwig II. - einer Schenkung seines Vorgängers Siegfried an das Kloster Zeven bezeugt (Zevener Urkundenbuch Nr 12).                                                                                                                                                                                                                             Wappen:

In Gold drei schwarze Kesselhaken, auf dem Helm ein Kesselhaken zwischen zwei goldenen Büffelhörnern, Decken schwarz-golden. (Wappen ähnlich wie die Familien v. Hadeln und v. Gustedt ). Die 3 Kesselhaken besagen, dass die Familie von Duhn über zumindest 3 Herdstellen verfügte und folglich eine Großfamilie - mit Einfluss - bildete. Auch eine niederländische Familie van Duhn existiert (jedoch mit 3 Rosenblüten im Wappen).

                                                                                 Etymologie:
Dun bezeichnet im Keltischen eine Wallanlage/Befestigung; im Skandinavischen sowohl eine Birkenart als auch die Daunenfeder. Ein anderes verwandtes Wort ist Duin im Skandinavischen und Niederländisch-Friesischen: Düne. Alle diese Interpretationen sind bei Duhnen möglich: eine Wallanlage existiert und deren Umgebung ist mit Birken auf dem Dünengebiet bewachsen. Allerdings ist Duhnen soweit bekannt, kein keltisch besiedeltes Gebiet gewesen. Verschwiegen werden soll auch nicht, dass duhn im plattdeutschen Sprachgebrauch auch für verwirrt und betrunken gebraucht wird; vergleichbar dem englischen down.


Anmerkung

Heute leben mehr v. Duhn’s in den USA als in Europa. Zwar wurde der Familienstammbaum der amerikanischen v. Duhn’s von Richard R. v. Duhn zur Verfügung gestellt , doch konzentriert sich diese Zusammenstellung hier auf den alten Kontinent und dabei insbesondere den Zweig der Familie, der sich im ausgehenden Mittelalter nach Lübeck orientierte.


Duhnen bei Cuxhaven, links unten der Ringwall



Grabung 2002

Das Forschungsprojekt

Um diese und andere offene Fragen einer Klärung zuzuführen wurde im Jahre 2001 ein gemeinsames Forschungsprojekt zwischen der Universität Tübingen und der Stadt Cuxhaven initiiert. Im Anschluss an großflächige geophysikalische Geländeerkundungen und Probebohrungen erfolgte im Jahr 2002 eine erste systematische Ausgrabung im Bereich des Ringwalles. Dabei wurde zunächst ein drei Meter breiter Grabungsschnitt quer durch Hauptwall, Vorwall und Sohlgraben gelegt.



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Anders als bei Schuchhardts Grabung konnten im 6 m breiten und noch bis zu 1,2 m hohen Hauptwall keine Schwellbalken oder andere hölzerne Wallkonstruktionen beobachtet werden. Vielmehr war klar erkennbar, dass dieser ausschließlich aus Heideplaggen errichtet wurde, deren Schichtung sich im Profil noch deutlich abzeichnete. Auch der ursprünglich 2 m breite und sehr viel kleinere Vorwall zeigte Heideplaggenstrukturen. Der ergrabene Raum zwischen den Wällen erwies sich als befundfrei. Der vorgelagerte Sohlgraben - heute kaum mehr erkennbar - ließ sich als ursprünglich rund 1,8 m breit und 0,8 m tief rekonstruieren.





An der Basis des Hauptwalles trat eine gut zwei bis drei Zentimeter dicke dunkle Schicht zum Vorschein. Sie repräsentiert die ehemalige Heideoberfläche, die während der Errichtung des Ringwalles begraben wurde. Darin eingelagerte Holzkohlestücke boten die Möglichkeit einer Radiokarbondatierung am Leibniz-Labor der Universität Kiel. Dabei ergab sich eine Zeitstellung in die Zeit zwischen 1900 und 1700 v. Chr. (AMS-Datierung KIA 22777: 1884-1742, 2 Sigma-Bereich, Wahrscheinlichkeit 95,4 %). Sollte sich diese Datierung im Laufe der weiteren Untersuchungen bestätigen, wäre die Ringwallanlage "Am Kirchhof" bereits am Ende der Jungsteinzeit errichtet worden.





Über die Funktion der Anlage lassen sich gegenwärtig noch keine konkreteren Aussagen treffen, auch wenn vieles dafür spricht, dass wir es - wie schon bei anderen Erdwerken vermutet - mit einem Kult- oder Versammlungsplatz zu tun haben. In welchem zeitlichen und funktionalen Zusammenhang diese Anlage zu den erwähnten Grabhügeln steht, soll in weiteren Grabungen geklärt werden. Außerdem wird zu untersuchen sein, wie sich die archäologischen Denkmäler der Duhner Heide in die lokale Landschaftsgeschichte einfügen, die durch verschiedene Mooruntersuchungen der näheren Umgebung (Scharmoor, Pennworthmoor, Twellbergmoor) beleuchtet wird.

 

 

 I. Allgemeines:
Legendär
Laut Grabungsleiter Prof. C. Schuchhardt, dem Ausgräber des Ringwalles von Duhnen (Grabung von ca. 1905), handelt es sich um eine kleinere Burg
(ein Oval von 55 x 40 m ) mit Ringwall und Graben, im Volksmund "Heiden- oder
Judenkirchhof" genannt. Diese, wohl ursprünglich altsächsische Burg, wurde nach Prof. Schuchardt (Schüler des F.C.v.D. !!) wohl von Karl dem Großen bei seinem Sachsenfeldzug 797 n. Chr. dem ersten v. Duhn übergeben (?!?).
Aus dem Grabungsberi

um 820 n. Chr. Die v. Duhns werden zusammen mit den Wiches, Lappes und
Scheinckes als führende Rittergeschlechter des Landes Hadeln im Kampf gegen die Wikinger erwähnt.
Aus : Burgenbau und Burgennamen zwischen Elb- und Wesermündung.
Autor: Eduard Rüther,
In : Sonderdruck 1940. “Aus dem Jahrbuch der Männer vom Morgenstern”. Genealogische Gesellschaft von Cuxhaven und Bederkesa. 

 Duhnen, Lage des Ringwalles und Prof. Schuchard's Ausgrabungsaufnahmen von 1905

Im Jahre 2002 erfolgte eine erneute Untersuchung, die erbrachte, dass der Wall zwischen 1900 und 1700 v. Chr. errichtet wurde. Nach Meinung der Ausgräber spricht vieles dafür, dass es sich, wie bei anderen Erdwerken vermutet – um einem Kult- oder Versammlungsplatz handelt.

http://www.uni-tuebingen.de/ufg/juengere_abteilung/cuxhaven/twellb.htm http://www.uni-tuebingen.de/ufg/juengere_abteilung/cuxhaven/index.htm


Zur Geschichte der Region, des Landes Hadeln:
Die Gegend der Elbmündung wurde in spätrömischer Zeit von den dort ansässigen Sachsen größtenteils mit Richtung England verlassen. Später siedelten sich Friesen dort an. In karolingischer Zeit eroberten die Franken und zeitweise die Wikinger das Land. Dann stritten sich der Erzbischof von Bremen, der Graf von Stade (später die Herzöge von Lüneburg) und die Hamburger um das Land Hadeln. Dieser Streit ermöglichte zeitweise eine größere Selbständigkeit des Landes Hadeln. Daraus resultierte periodenweise eine begrenzte Selbstverwaltung.  Für die Kultivierung der meist tiefliegenden Elbmarschen und die Eindeichung wurden vom 11. – 16 Jahrhundert holländische Kolonisatoren ins Land geholt. Ab dem 14. Jahrhundert beherrschte Hamburg das Amt Ritzebüttel und die Herzöge von Lüneburg den Rest der Elbmündung. Bremens Einfluss ging zurück.



II. Einzelne v. Duhn‘s (Filiation unsicher) bis 1406




1189 Odoko de Dune, Ministerial des Erzbischofs Hartwig II. von Bremen

Am 01.April 1189 wird er als Zeuge für eine Schenkung an das Kloster Zeven durch Erzbischof Siegfried von Bremen ( vor 1185 ) im Zevener Urkundenbuch Nr. 12 genannt.

1200 Etwa Baubeginn des "Bauerndomes von Altenbruch"
Das Land Hadeln war im Mittelalter eine weitestgehend selbständige Region. Die Hoheit lag bei den 7 Gemeinden und deren Schulheißen und Schöffen.

    

 

 

"Bauerndom" von Altenbruch mit Zwillingstürmen als Seezeichen genutzt
Das Kirchenschiff mit den Gestühl
Eine Tür als Zugang zu den Kirchenbänken mit Wappen der Anna Cäcilie v. Duhn


1219 von Duhn; erste Erwähnung in Hadler Chronik

1239 Marquadus von Duhn, Ministerial des Erzbischofs von Bremen. Zeuge in einer Urkunde der Hadler Chronik.

1300 Stader Turnier des Erzbischofs von Bremen mit der Folge des Überfalls auf das Land Hadeln und Vernichtung vieler Unterlagen daselbst.

1306 Hasso v. Duhn, Knappe und Ritter
Zeuge in o.a. Urkundensammlung

1329/1333 Alverich v. Duhn, Knappe und Ritter, Zeuge in Hadler Chronik,
Schultheiß zu Altenbruch

1348 - 1352 Große Pest

1359 Johann v. Dun, Knappe und Ritter, Schöffe zu Altenbruch und wahrscheinlich der gleiche in anderer Schreibweise wie:

1369 Johan van Dune; Junker v.D. gelobt mit anderen Schöffen am 10. August zu Altenbruch dem Herzog Erich von Sachsen Treue


Siegel mit Wappen der Urkunde von 1455


Urkunde zur Urfehede des Sörries v. Duhn gegen den Herzog v. Mecklenburg, 1455



Plan der Altstadt Lübecks mit Wohnorten verschiedener v. Duhn's


1400 ? Hinrichtung eines v.Duhn zusammen
mit Klaus Störtebeker auf dem Grasbrook zu Hamburg (?) (nach einer Familienüberlieferung)

 

1406 Johan u. Schynke v. Dun Schöffen zu Altenbruch bzw. als van Dune geschrieben




Lübecker und Altenbrucher Linien trennen sich

Welcher v. Duhn wann zuerst nach Lübeck ging, ist derzeit noch nicht ersichtlich.

1455 Sorejes van Dunen Sorries (Caesarius) v.D. leistet Urfehde, d.h. schwört einer Feindschaft ab ( Urkunde 242 ) gegen Heinrich von Mecklenburg. Quelle: Stadtarchiv Lübeck. Sein Haus in der Alfstr. 41 zu Lübeck wird von seinen Vormunden 1433 verkauft: „na lude onde in de holde enes machtbreves van dem ersamen Rade Tom Sunde versegelt“ (Quelle: Schröder Marienkirche, S 48).
Demnach dürfte S. v. Duhn zwischen 1420 und 1433 geboren sein. Das Haus Alfstrasse 41 wurde durch Bombardierung im II. Weltkrieg zerstört

1460 Wilken von Dune, Lübeck, Schiffer, heiratet eine Margarethe ( Nachname ?)

1518 Wilhelm van Dunen verkauft seinen Anteil am Geschäft in Bergen an Markus Brun für 1000 Lüb‘sche Mark. W. v. D.  steht der gemeinsamen Gesellschaft aber noch bis 1520 vor.
( Lübecker Testament des Markus Brun)


1587 Jürgen von Dunen
Schwört Urfehde in einem Pergament des Lübecker Stadtarchivs (Nr. 914)
Diese ist gesiegelt mit dem Wappen der v.D.s. . Am 24.1.1600 ist er Mitglied der Christofferer Gemeinschaft der Seefahrer. 15.10.1601 als Bootsmann genannt.
Heirat mit:
1. 6.12.1600 ? Name unbekannt. 30.3.1601 Tod dieser Frau
2. 27.01.1605 ? Name unbekannt
Kinder: (??)
- Hans v. Duhn lebt nur 1609 - 1612
- Gerdt v. Duhn etwa 1610 – 1660
- Peter v. Duhn etwa 1615 - 1677 (? noch zu prüfen)
3. 18.6.1631 Margarete Höker
4. 10.6.1641 Margarete Erck
Kinder:
- 8.11.1641 Otto ?
- 9.6. 1641 Geesche ?
- 3.12.1643 Esther
- 10.4.1650 Geerdt
- 14.11.1655 Jacob
alle wohnhaft Engelschgruben, Gartenbredergang
5. 1660 Dorothea Petermann   
(Alle diese im Stadtarchiv von Lübeck)

1601 Wolder von Duhn, Vogt Hamburgs auf der Insel Neuwerk.
Das Oberhaupt der Gemeinde Neuwerk -der Vogt - wurde vom Hamburger Rat eingesetzt und war gleichzeitig Wächter des Neuwerker Turmes und Strandvogt. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Aufsicht über die Erbpächter und Piloten (Lotsen), die Rettung Schiffbrüchiger, die Bergung von Strandtgut und die Sicherung des Deiches. Der Vogt von Neuwerk (so sein Titel) lebte auf Neuwerk (ab 1572) und war dem Ritzebüttler Amtmann direkt unterstellt. Nach 1915 wurde die Stelle des Vogtes von Neuwerk aufgehoben.
Vögte von Neuwerk:
1572-1585 Bastian Rulle (Rolle)
1586-1590 Jürgen Feddeler
1601 .... Wolder von Duhnen
(Quelle: Genealogische Gesellschaft Hamburg in: Gen Wiki)

EndgültigeTrennung der Altenbrucher und Lübecker v. Duhns, laut C.v.Duhn in: " Ein Lebensbild" von 1904.



Interessant sind bei Cuxhaven:

- die Kirche St. Abundus von Grode bei Cuxhaven
(Claus v. Duhn u.a. stiftete 1700 die Glocke; die Kirchenbücher sind im Hamburger Staatsarchiv)

- der "Bauerndom St. Nikolai von Altenbruch mit seinem Kirchengestühl (website: http://www.kirche-altenbruch.de/bauwerk/sitze.htm ) aus dem 18. Jahrhundert in dem mehrere  v.Duhnsche Damen mit Wappen und Kirchensprüchen verewigt sind; weiterhin ist die Orgelrenovierung durch einen Spender v. Duhn an der Orgel dokumentiert; auf einer Empore ist noch eine alte Kirchenbank mit dem Eintrag eines Peter v. Duhn aus dem 17. Jahrhundert verborgen.

- der Bauerndom St. Jakobi von Lüdingworth mit dem v.Duhnschen Stifter der großen Statue des Jakobus Major neben der Kanzel sowie dem Grabstein der Eltern des großen  Forschungsreisenden Carsten Niebuhr, dessen Mutter eine v. Duhn war.

- im Katasteramt Cuxhaven sollen angeblich Unterlagen über v.Duhnsche Liegenschaften der"Altenbrucher Linie"vorhanden sein.

-zahlreiche Unterlagen über die "Altenbrucher v.Duhns" sind in den Unterlagen der Altenbrucher Kirche sowie in Archiven in Otterndorf und ggf. Stade und Hannover zu finden. Besonders zu erwähnen u.a. die Auslösung eines in der Elbmündung von Barbaresken entführten v.Duhn im 17.Jahrhundert sowie die Zurschaustellung eines v.Duhn am Pranger (noch vorhanden) der Stadt Otterndorf wegen des "schreibens liederlicher Briefe wider die Obrigkeit".


Ca. 1615 - 1677 Peter v. Duhn I. Heiratet Elisabeth Mencke 18.6. 1638
Wohnhaft in Lübeck 1639
1. "Bey der Trave uff Maesses Sand,
2. oben in der Fischergrube.
Kinder:
- Elisabeth, geb. 15.5.1640
- Heinrich/ Hinrich v.Duhn, geb.  5.8.1641
- Maria, geb. 27.3.1643, heiratet:
  1. Martin von Dals und
  2. 1690, 10. Nov den Johann Nolte, Physicus, gest. 1711, 13. März
- Frantz, geb. 25.3.1646 ist Besitzer des Rotbrauhauses in der Fischergrube 458/Engelsgrube 47



1677 Bei Tod des Peter v.Duhn erben die Kinder des P.v.D.;
Sohn Hinrich wird Besitzer des Rotbrauhauses. (Schröder 17. Jahrh. S 337 )

 

Das Rotbrauhaus, Engelsgrube 47, Außen- und Innenansicht

ab 1646b im Besitz v. Duhn

Unteres Photo: Innen Wand-und Deckenmalereien des 16. Jahrhunderts

Das Haus ist heute Sozialstation der Hilfsorganisation DIE BRÜCKE, Lübeck


"In diesen Räumlichkeiten atmet die Geschichte, das Miteinander der Menschen hier lässt den Unterschied zwischen erkrankt, gesund oder behindert kaum spüren. Die Architektur und Geschichte des Hauses wird im Folgenden in Umrissen dargestellt. Der denkmalgeschützte Speicher stammt aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Teile eines mittelalterlichen Vorgängerbaus sind - jedoch nur für Experten erkennbar - in dem Gebäude noch heute vorhanden. Erste urkundliche Erwähnung 1318. Offenbar nach seiner Fertigstellung 1599 taucht es als „Rotbrauhaus“ wieder auf (damals ist es im Besitz von Claus Emmermann gewesen).
Das Haus spiegelt die typische Lübecker Haussituation wider. Das zur Straße gelegene Gebäude verspringt auf die Hälfte, die rückwärtige Bebauung lässt einen Innenhof dadurch frei. Zu beachten ist auch die große Tiefe der Grundstücke, insbesondere hier in dem Quartier zwischen Engelsgrube und Fischergrube.
Die im Erdgeschoß des Flügelbaus vorhandene Holzdecke gehört zu den wenigen erhaltenen Ausstattungstücken des einst als Brauhaus dienenden, 1600 unter Verwendung von Teilen des älteren Vorgängerbaus errichteten Hauses Engelsgrube 47. Sie ist Bestandteil einer ursprünglichen Gestaltung dieses Raumes, dessen Wände ebenfalls bemalt gewesen sind, so dass die Deckenbemalung gleichsam den oberen Abschluß der in ähnlicher Weise geschmückten Wandflächen bildete." ( Aus: Die BRÜCKE, Lübeck, Internetauftritt: www.diebruecke-luebeck.de  Geschichte des Gebäudes - Engelsgrube 47 )

1673 – 1710 Peter von Duhn II
Getauft 27.7.1673 (Petri Tfb S 16, 99 )
Heirat mit Elsabe Minus 1692, die für ihn zusammen mit seinem Onkel Hinrich v.D. im Bürger-Eidbuch 1692 bürgte. Er ist Kaufmann.
Kinder:
1. Jürgen v.D. geb. 26.12.1679 ?
1693 wird das Haus in der Mühlenstrasse 914 an P.v.D. verkauft. Vorbesitzerin
Maria von Duhn, verwitwete Martin Dahl.


Ca. 1610 – 1660 Gerd v. Dunen
Heiratet:
1. 18.6.1631 Margarete Höker
2. 10.6.1641 MargareteErck
- 9.6.1641 Tochter Geesche
- 3.12.1643 Tochter Esther
- 10.4.1655 Sohn Geerdt
- 14.11.1655 Sohn Jacop
3. 1660 Dorothea Petermann
Wohnhaft in den Engelschgruben im Garten (?) bredergang

Ca. 1630 – 1700 Gerd v. Duhn II Schwedenfahrer. Verheiratet mit:
(Sohn oder Neffe des Gerd I ??) 1. Margareta der Nodden
2. Margar. Solle
Kinder:
1. Otto
2. Esther
3. Jacob

Otto van Dunen, geb. 8.11.1641, gest 1710
Heiratet
1. 1678 Hanseline Martes
Kinder:
2.9.1679 Zwillinge Anna Elisabet und Margareta
2. 1684 Catharina Kock
Kinder:
24.6.1686 Bootsmann Otto v.D. tauft (US-Urahn ?)
seinen Sohn Carsten



1641(67 ?) -1734*Hinrich v.Duhn
1684 Hinrich v. Duhnen heiratet Elisabeth Stratmann. Im Stadtarchiv von Lübeck.

Ca. 1686 – 1730 Carsten von Duhn
(Vater des Zacharias v. Duhn, Stammvater der US-v.Duhns ??)

Tauft 21.8.1718 seinen Sohn Jochim Hinrich
Tauft 21.8.1722 Tochter Sarah Margaretha
Tauft 19.9.1725 Sohn Zacharias



1679-1715 Hinrich v. Duhn (auch Heinrich). Geboren 17.03.1679 gest. 1715,
15. September zu Lübeck.
Heiratet Anne Döling( gest 1724 Juli). Brauer von Beruf.
Kinder:
1.Johann v. Duhn, geb. 11.7.1695.
2. Franz Peter v.Duhn, geb 1683
"Ging nach Schweden"
3. Katharina Maria, verheiratet
mit David Hinrich Lavrenzen
4. Elsabe

1683 Franz Peter von Duhn. Erwähnt in Lübeck mit „Ging nach Schweden“
Kinder:
Albert von Duhn, geb. 1701 ?
Heiratet in Ystaad 30.5.1728
Catharina Hansson Giutzelke
Deren Sohn:
Hinric Nicolaus von Duhn, geb. 22.12.1729


1695 Johann v. Duhn.  Geboren 11.07.1695, gestorben
12.09.1748. Handelsmann in Lübeck. Wohnhaft Oberer Engelgraben.
Heiratet
1. Heirat 1725, 7. Mai, mit Anna Christine Rhon, geb. 1697,
gest 1735, 12.April.
Kinder:
-
Christo(ph)ffer Hinrich v.Duhn,
  geb. 1726, 6. März zu Lübeck, gest. 1727, 18. Juni.

- August Hermann v. Duhn, geb. 1727, 9. Mai, gest. 1728, 8. Juni
- Anna Katharina v. Duhn, geb. 1729, 21. Mai, gest. 1732, 30. März.
- Johan Joachim v. Duhn, geb. 1732, 6. September, gest. 1807, 16. April

- Hinrich v. Duhn

1734 Hinrich v. Duhn.
Geboren. 1734, 29. Januar, gest. 1795, 15. September.
Gewürzhändler in der Mühlenstraße. Später Zöllner vor dem Mühlentor.

 

Das äußere Mühlentor in Lübeck, dargestellt auf der Lübecker Stadtansicht des Elias Diebel, 1552

 Heirat:
1. Elsabe Engel Stoltenberg
Heirat am 1763, 3. Nov., Tochter des Johann Hinrich S. und der Nicole S.
Eine Tochter: Rosina Dorothea, geb. 1770, 12 Sept., gest. 1809, 25. Januar, verheiratet 1793, 17. Mai zu Lübeck mit Jacob Peter S..., Kaufmann und Handelsmann zu Hamburg.
2. Luciana Eleonora Lüders, Heirat 1769, am 11. Juli. Gest. 1792, 23. September(?), Tochter des Joh. Leonardo L., Zöllner am Mühlentor (Daten von K.G. Bergold/Lüders)
3. 1736, 6. Aug. Catharina Fitzmann (geb. 1703, gest. 1739, 20. Juni ).
4. Heiratet 29.05.1741 Magdalene
Elisabeth Hahn (geb. 1714, gest. 4/1749).
Kinder:
(August ??) Hermann v.Duhn,
geb. 26.03. 1742, gest. 1781




1700 Christoffer v. Duhnen Leistet am 25.11.1700 als Fetthändler (Filiation unsicher)
den Bürgereid in Kiel, Nr. 2690 im Kieler Bürgerbuch)
Ein Christoph von Duhn ist Mitglied des erweiterten Kieler Rates ( der
XXXII ) für den Stadtteil „Lorenz Mutzenbacher“. Aufnahme in den Rat
Am 29.8.1725.
Söhne:
1. von Duhn, Christopher junior
leistet Bürgereid (Nr. 3141) 1723 als Zinnengiesser, bestattet 7.9.1765
2. von Duhn, Christoph junior leistet Bürgereid am 17.7.1727 als Schneider,
bestattet 4.7.1745
3. von Duhn, Bernd Friderich , geb. 23.7.1706 in Kiel, leistet
Bürgereid am 15.7.1734 als Glaser,
bestattet 4.3.1748
heiratet die Witwe: von Reihn, verw. Sager

Verbindung zu Lunden oder Wandsbek oder Altona ?


1718 wird ein Jochim Hinrich Duhn erwähnt in Lübeck (aber ohne von)

1725 Zacharias v.Duhn Sohn des Carsten .D., geb 1686 in Lübeck (USA-Linie ???) als Sohn des Otto v.D. ??? Geb. 1725, getauft 19.9. in Lübeck
Heirat mit Maria Bohm ( aus Schleswig) wann????
Kinder:
1. Johann Hinrich v.D. geb 1748 ???
Gestorben 31.5.1793 in Neufeld St. Annen.
Heirat 28.10.1777 mit Catharina Margarete Blohm (geb, 1757)
Kinder:
Christopher v.D. geb 9.5.1791 in Neufeld St. Annen. Gest. 28.4.1845 in Lunden
Heirat 23.8.1816 in Lunden mit Anna Kröger,
geb. 30.11.1795 in Krempe/Steinburg. Diese starb 23.12.1838 in Lunden.
Deren Sohn Johann Hinrich geb. 10.5.1817 und gest. 27.3.1902 heiratet Catharina Margarete Lünsmann, geb 12.9.1811 in Lunden, gest 30.10.1881 in Krempel/Lunden
Deren Tochter Sophia Dorothea v.D. geb. 30.3.1847 in Lunden und gestorben 5.3.1929 in Calumet/USA den J.J. Reimers.

 

 Wappen des 18. Jahrhunderts


1742 Dr. jur. Hermann v. Duhn. Geboren 26.03.1742 in Lübeck,
gestorben 1781. Heiratet Dorothea B. Fürstenauen. Promoviert in Göttingen 1768. Seine Dissertation: De donatibus inter virum et uxorem.
Lübecker Jurist und Grundbesitzer
Kinder:
1. Johann Herman, geb. 1772
2. Heinrich, geb. etwa 1775
3. Friederike verheirate Mielck.



1772 Johann Herman v.Duhn. Geboren 17.05.1772. Heiratet
Sophie, Margarethe Elisabeth
Harmsen. Er starb 17.05.1837. Sie
wurde 1781 geboren und starb
1859, wie er, in Lübeck.
Kinder: Wohnte Mengstrasse
1. Carl Alexander, geb. 1815
2. Joachim gest 1841, Kaufmann in
Riga, starb unverheiratet.
3. Dorothea. unverheiratet,
gest. 1853.
C.A. gründet 1806 Firma Gebrüder v. Duhn mit Bruder Heinrich.
Er war Kaufmann und Senator zu Lübeck, später Stadthauptmann zu Travemünde. Verhandelt 1813 erfolgreich über Reduktion der Kriegskontribution Lübecks mit Napoleons Marschall Davout ( oder seinem Beauftragten ?) in Hamburg auf der PALMALLIE (Hamburg Altona. Beginn der Elbchaussee). Er ist Mitvorsteher des St.Annen Armen- und Werkhauses in Lübeck. 1818 Konkurs wegen Schiffsuntergang. Übertragung des Amtes des Stadthauptmann zu Travemünde. Begraben unter dem heute denkmalgeschützten Grabkreuz auf dem Friedhof der St. Lorenzkirche in Travemünde.
  


Die Alte Vogtei zu Travemünde mit Renaissance Deckenmalerei - heute Café


1793 Beschwerden über den Zöllner von Duhn (welcher ?) am Mühlentor. wegen Fremden abgenommenen Koffergeldes. 1793. (3043. Bergenfahrer, Lübeck).


Letzter v.Duhn in Altenbruch/ Ritzebüttel

1775 *Johann v. Duhn Kirchengestühl zu Altenbruch
gest. 1827. Dort verstarb nach Aussage des Dr. Carl Alexander v.D. der letzte Altenbrucher von Duhn.

1815 Dr jur Carl Alexander v. Duhn. Geboren 3.7.1815 zu Lübeck, gestorben
24.03.1904 in Hamburg. Heiratet Anna M. Heineken ( aus Bremen, geb. 3.7.1821, gestorben 18.03.1902 in Hamburg) am 31.05.1849. Er ist namhafter Jurist, Rechtsanwalt und Richter am Appellationsgericht zu Lübeck mit Schwerpunkt Zivilrecht, Mitbegründer ( u.a. mit Geibel) der nationalgesinnten "Germanisten (Germanistenkeller zu Lübeck im Rathaus) und  1871 - 1874 Vorsitzender der "Gesellschaft zur Beföderung Gemeinnütziger Tätigkeit", die noch heute in Lübeck von Bedeutung ist. Er wechselte nach Gründung des Deutschen Reichs zum Oberlandesgericht in Hamburg. Wohnhaft zuletzt in Aumühle bei  Hamburg.
Kinder:
1. Friedrich-Carl, geb 17.4.1851,
2. August Wilhelm, geb 18.4.1858,
gest. 1880
3. Carl- Christian Heinrich, geb. 4.11.1859, verh. mit Marie
Ottilie Roosen-Runge.
Kinder C-C. H. v.D.:
1. Margarethe, verh. Cordes
geboren:1921, gestorben 1998.
2. Otto : Zwillingsbruder von Margarethe.  

geboren: 1921, gestorben in den 60ern

heiratet Imgard (Rücker-Embden, Hamburg) verzieht nach
Vaduz, Liechenstein. Beide verstorben.
Kinder:  Sörries Otto v. Duhn  und Magdalena v.Duhn
(beide verstorben). S. O.  v. D. studierte 1951 in Stanford/USA und heiratete
Margarete v. Duhn (Geb-Name ?), deren Kinder 2008: A.  und Nora (lebt in München)
Magdalena v. Duhn war Lehrerin in Hamburg. Sie veröffentlichte u.a.:
"Die Gleichnisse in den Allecto-Szenen des VII. Buches von Vergils Aeneis".

3. Annemarie

Lehrerin in Hamburg

geboren:    ?   , verstorben:  ?


C. A. v. D. promovierte in Göttingen 1839,
war Advokat in Lübeck, Jurist und
Richter (1848). 1870 Wortführer der Bürgerschaft in Lübeck. 1879 Rat am hanseatischen Oberlandesgericht zu Lübeck, wohnhaft: Beckergrube,
Zusammen mit Emmanuel Geibel Initiator der ersten deutsch-nationalen Germanistentagung“ in Lübeck zur Schaffung eines deutschen Nationalbewusstseins und eines Deutschen Staates, der das "Kleindeutsche", favorisiert, beerdigt Ohlsdorfer Friedhof/Hamburg.

1851 Friedrich Carl v. Duhn. Geboren 17.04.1851 in Lübeck.
Gestorben 05.02.1930 in Heidelberg. Heiratet:
1. 1880 in Neapel  Florence Wolfssohn, geb. 1860(Bradford,UK ) gest. 1881.
Kind: August Wilhelm,(Kitty) gefallen 1914 bei Verdun (Douai) am 24.9. in Frankreich. 

 

 

 

2. Heiratet Maria, Josefine, Babette v. Böckmann (aus Baden-
Baden, dort geboren 25.01.1857), die beste Freundin der ersten Ehefrau,
am 07.09.1882 im Oberhofener Schloss am Thunersee (Schweiz) 

 und Heidelberg. Sie starb dort 07.05.1928. 

                                                                     Heidelberg, Werrgasse 7

 

 

Kinder:
1. Carl-Christian Waldemar geb
1883, gest. 1884
2. Carl-Hans Waldemar geboren
09.02.1885 in Heidelberg.
3. Anna Antonie Clara verh.
Burger,geb. 1886
4. Carola Maria Frieda Elisabeth,
geb. 1896 (Mia), gest. 13.06.1966 bei einem Autounfall auf der Alten Brücke zu Heidelberg.



Friedrich Carl v. Duhn

F.C.v. D. ist Patenkind des berühmten Rechtsgelehrten Savigny. Er promoviert 1874 in Bonn als Archäologe und wird Dekan der Universität in Heidelberg, dort wohnhaft am Philosophenweg. Er ist Forscher, Ausgräber, Sammler und Verfasser vieler wissenschaftlicher Werke der Archäologie. Er steht in ständigem Austausch mit den Wissenschaftlern seiner Zeit. Er ist kaisertreu (Wilhelm der II besucht ihn 1912 in seinem Haus) und zählt zu den prominenten Unterzeichnern des Aufrufs gegen die "Alleinige deutsche Kriegsschuld" im I. Weltkrieg.


1885 Carl Hans Waldemar v. Duhn. Geboren 09.02.1885 in Heidel-
berg. Gestorben 16.02.1951 in Hamburg. Heiratet am 20.05.1914
in Hamburg Magda Hansine Petersen, geboren 24.09.1890 in
Flensburg. Sie starb 18.02.1947 in Hamburg.
C.H.W. v.D. war Oberleutnant im I.Weltkrieg, kriegsblind und dann
Rentier. Wohnhaft in Hamburg Winterhude, Flemingstraße 3.
Kinder:
1. Hans - Waldemar, Friedrich
Carl Christian, geb. 21.2.1916.
2. Maria-Louise gest. bei Geburt,
1918 in Hamburg.
3. Friedrich Wilhelm , geb. 1920
in Hamburg, gest. 1991 in Hamburg.
Kriegsversehrt 1943. Verheiratet
mit Anneliese Heinrich geboren in
Dresden 01.01.1923.

Kinder :
1. Christiane
2. Brigitte, verheiratete Herbst
Kinder:
1. Franziska
2. Roman


1916 Hans-Waldemar v.Duhn. Geboren 21.02.1916 in Hamburg.
Heiratet Gisela Marianne Tilla Zeidler
Kinder:
1. Hans-Dieter heiratet R. Doutres
Kinder :
Isabell
Anne
Carl-Christian
2. Maria-Louise heiratet H. Weinrich
Kind:
Astrid