Raimund Enders

Auf einen neuen Kurs pocht Dipl.-Ing. Raimund Enders (*1953), der Direktkandidat der Familien-Partei aus Ottobrunn (Landkreis München) zur Bundestagswahl 2009, der im März 2010 zum Landesvorsitzenden gewählt und 2012, 2014 sowie 2016 für je weitere zwei Jahre bestätigt wurde.

"Die Familie ist die Keimzelle des Staates: Nur wenn es den Familien gut geht, dann geht es auch dem Staat, geht es auch der Wirtschaft gut." lautet eine seiner Devisen. Allerdings erhebt sich immer wieder die Frage, ob Wirtschaft, Banken, Versicherungen und Verwaltung, Behörden und Gerichte etc. als Dienstleister für den Menschen, den Bürger, geschaffen seien oder ob es sich in dieser Demokratie etwa gar umgekehrt verhalte.
Noch immer gilt er als mutmaßlich meist-gekündigter Betriebsrat Bayerns, wenn nicht sogar als meist-gekündigter Betriebsrat Deutschlands. Kündigungsgründe, soweit angegeben: Betriebsratstätigkeit. Ein Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde darüber fehlt allerdings. Obwohl jedes Kind weiß, dass man einen Betriebsrat nicht kündigen kann, erst recht nicht wegen Betriebsratstätigkeit, brauchten die Bay. Arbeitsgerichte incl. dem Bay. Landes-Arbeitsgericht dazu mehr als 4 Jahre und weitere ca. 2 Jahre zur Abwehr von Haftungsansprüchen (Gehaltsnachzahlung) gegen den faktischen Konzern, der in dubiose Geschäfte mit höheren Stellen aus Politik und Wirtschaft verwickelt war.

Lange war der Vater vier erwachsener Kinder bei den Grünen aktiv, doch weil ihm die Familie in deren Parteiprogramm - und auch faktisch - zu kurz kam und auch dort immer mehr Familienfeindlichkeit erkennbar war, gab er den Ottobrunner Ortsvorsitz der Grünen auf und trat nach seiner hochstrittigen Scheidung 2004 der Familien-Partei bei.

Der freiberufliche Kfz-Gutachter,  Unfallrekonstrukteur, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Unfallverhütung und Schweißfachingenieur, Sachverständiger für Schweiß- und Klebetechnik, der auch als freier Journalist (und Herausgeber des Väter-Kalender und des Vatermorgana-Umgangs-Kalender) und Fotograf tätig ist, betreut daneben Tageskinder sowie Trennungs- und Scheidungskinder, die er bei Hausaufgaben und Schulproblemen coacht. Auch Kindern mit fremdsprachlichen Wurzeln, die zu Hause kaum Deutsch sprechen, hat er schon aus ihren Schulproblemen geholfen. Bei Bedarf sprang er kurzfristig auch mal als Schulhelfer ein.
Darüber hinaus ist Raimund Enders als ehrenamtlicher Umgangshelfer bzw. Umgangspfleger für Trennungs- und Scheidungskinder und und als ehrenamtlicher Vormund bzw. Ergänzungspfleger für Heimkinder und Pflegekinder tätig und organisiert für seine Schützlinge bzw. Mündel, dass der persönliche Kontakt zu beiden leiblichen Eltern nicht abbricht. Durch sein Engagement entstand aus einem Väterverein ein Verfahrenspflegerverein, dem er auch als Vorstandsmitglied angehörte und dort die Aus- und Fortbildungen für Verfahrenspfleger, Ergänzungspfleger, Vormünder etc. organisierte und durchführte. 

Eine seiner Lieblings-Fragen nach dem Prinzip "Henne oder Ei?" ist die, ob denn der Staat, Verwaltung, Behörden und schließlich Wirtschaft, Industrie und Banken für die Familien geschaffen wurden, oder ob die Familien letztlich nur für diese Institutionen da zu sein haben. Die Antworten, die er erhält, bezeichnet er als "gelegentlich höchst merkwürdig". Erstaunt ist er auch immer wieder über die großenteils grotesken Antworten auf seine Frage, was denn das Wichtigste einer Familie sei.
Diese Fragen hat Enders immer wieder gestellt, wenn er zB in zahlreichen Bundesländern (Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg) Unterstützungsunterschriften für die Zulassung der Landesverbände für Landtags- und Kommunalwahlen gesammelt hat. Diese Unterstützungsreisen machten ihn bei manchen Landesverbänden beliebt, bei anderen aber verhasst.

Der Bundesvorstand der Familien-Partei hatte den Gründer und Vorsitzenden des Bay. Arbeitskreises SGB VIII in die (inzwischen aufgelöste) Bundeskommission Jugendämter berufen und als Leiter des Bundesarbeitskreises Jugendämter bestätigt. Unter seiner Leitung und Redaktion entstand die Bay. Resolution Jugendämter, die mittlerweile bei Jugendämtern, Familiengerichten und -Rechtsanwälten als juristische Fachliteratur vorliegt und gerne von betroffenen Eltern heruntergeladen und als kompaktes Fachwissen studiert wird.

Dass immer mehr Eltern gezwungen sind, auf Betreuungsangebote außerhalb der Schul- und Hortzeiten zurückgreifen zu müssen, betrachtet Raimund Enders als direkten Beweis dafür, „dass bei der Familienpolitik in Deutschland wohl einiges falsch läuft" und dass es bei den etablierten Parteien offensichtlich oft am politischen Willen fehlt, Familien - Eltern und Kinder - tatsächlich so zu fördern, wie es im Grundgesetz vorgeschrieben steht:
Der "Besondere Schutz der staatlichen Ordnung" und "das Kindeswohl" (womit offensichtlich nicht das Wohl des Kindes selbst gemeint sein kann) verkommen leider mehr und mehr zur hohlen Phrase im korrupten Zusammenspiel der Freien Träger mit den entsprechenden Behörden. Ähnliche Entwicklungen sind in der florierenden Alten-Betreungs-und-Entsorgungs-Industrie zu beobachten. Dagegen engagiert - nach bestem Wissen und Gewissen - anzukämpfen und in seiner bayerischen Art auch Mißstände unverblümt beim Namen zu nennen, macht ihn mancherorts unbeliebt, weil unbequem, natürlich auch bei Funktionären, aber auch bei gewissen Kreisen des Bundesvorstands der Familien-Partei. 

So kam es denn auch, dass er als "Rebelle" die Einhaltung des Mehrheits-Beschlusses des Bundesparteitages vom 17.12.2012 monierte, (beschlossen auf Empfehlung der Bundes-Antragskommission mit 2/3-Mehrheit, folglich mit Satzungscharakter), nach welchem sich jeder Kandidat für ein Amt oder Mandat in dieser Partei vor seiner Kandidatur eine Erklärung zu unterzeichnen habe, laut der er sich von den Methoden des Ron Hubbard (Gründer und langjähriges Oberhaupt von Scientology) distanziert. Doch schon am darauf folgenden Tage (18.12.2012) ignorierte der Versammlungsleiter O. Prutz (LV Berlin) und das Wahlgremium diesen Beschluss und ließ Personen in den Bundesvorstand wählen, die diese Erklärung ausdrücklich verweigerten. Der Bundesvorstand und die Bundesgeschäftsstelle verweigern seither beharrlich die Auskunft, welcher der Vorstände die Erklärung verweigert hätten.

Parteiinterne Ungnade:
Als der Landesvorsitzende Enders in einer parteiinternen Mail darauf hinwies, Prutz könne kein stellvertretender Bundesvorsitzender sein, sofern er zu denen gehöre, die diese Erklärung verweigert hätten, ließ dieser ihn (anstatt die unterzeichnete Erklärung offenzulegen) durch die Rechtsanwaltskanzlei Warken (die auch den Bundesvorstand vor Gericht vertrat) kostenpflichtig (als Privatperson) abmahnen und anschließend vor dem LG Saarbrücken auf Unterlassung (als Privatperson) verklagen. Interessant dabei, dass der Kläger in Berlin ansässig ist und der Beklagte seinen Wohnsitz im Landkreis München hat, das LG Sarbrücken eigentlich örtlich unzuständig ist, da es sich beim Untrlassungsverfahren nicht um ein Strafverfahren sondern um ein Zivilverfahren handelt. Dennoch entschied (Richter Jung als Einzelrichter des) LG Saarbrücken erstinstanzlich zugunsten Prutz auf Unterlassung gegen Geldauflage. Den Einwand, Er habe Prutz niemals als "Mitglied" von Scientology bezeichnet, sondern lediglich mit "anderen Anhängern" in Verbindung gebracht, ließ Richter Jung nicht gelten, denn Mitglied, Anhänger und Sympathisant seien einundderselbe Begriff. (Anmerkung: wenn dies laut Duden oder tatsächlich so wäre, dann wäre jeder Fußballverein glücklich über Mitgliedszahlen und Mitgliedsbeiträge.)
Als Enders in einer weiteren parteiinternen Mail auf die Verantwortung des Versammlungsleiters Prutz für die nicht eingeforderten Erklärungen hinwies, ließ er ihn (vom selben Richter Jung) zu einer Geldstrafe von 2.5oo € (ersatzweise 25 Tage Haft) verurteilen.
Das Verfahren, das noch immer zweitinstanzlich vor dem OLG Saarbrücken geführt wird, hat mittlerweile rund 1o.ooo € aus der Privatkasse des Herrn Enders verschlungen und ihn an den Rande des Ruins gedrängt (was den Empfehlungen des R. Hubbard entspricht, den Feind in den Ruin zu treiben).

Anfang 2o16 behauptete der Bundesvorstand unter Roland Körner (St. Inkbert, Saarland) und dem Bundesschatzmeister Hauck (ebenfalls St. Inkbert), der per DHL übersandte Rechenschaftsbericht des Landesverbands Bayern sei dort nicht angekommen, das Paket, welches zunächst angeblich nicht zustellbar gewesen sein soll, habe "Prospekte" enthalten, RA Warken (als Rechtsanwalt des Bundesvorstands, siehe oben) schrieb sogar von "Papierschnipsel". Tatsächlich aber kam das Paket an der Unterseite geöffnet und wieder verklebt vom Bundesschatzmeister Hauck aus St. Inkbert (Saarland) zurück. Der Bundesvorstand hielt die Weiterleitungen der für den LV Bayern bestimmten Anteile aus der staatlichen Parteienfinanzierung (wie in den Jahren davor) zurück und reichte Klage gegen den Landesverband auf Herausgabe ein, was jedoch das LG München in einem (mittlerweile rechtskräftigen) "unechten Versäumnisurteil" zurückwies.

Ende 2o16 (unmittelbar nach der Feststellung des LG München) beschloss der Bundesvorstand einstimmig, den Landesvorsitzenden Enders und die Landes-Schatzmeisterin (sowie die Vorsitzende und die Schatzmeisterin des LV BaWü) wegen angeblich parteischädigendem Verhalten aus der Partei auszuschließen und ihm (sowie den entsprechenden LaVo-Mitgliederinnen von BaWü) die Teilnahme und die Ausübung der Mitgliedsrechte am Bundesparteitag (Rederecht, Antragsrecht, Stimmrecht, zB bei der Entlastung und der Neuwahl des Bundesvorstands - entgegen jeglicher Rechtslage) zu verweigern. Dennoch wurde der vornehmlich aus Saarländern bestehende Bundesvorstand abgewählt, lediglich Prutz wurde wiedergewählt.
Das Partei-Ausschlussverfahren liegt derzeit noch immer in 1. Instanz vor dem Bundesschiedsgericht, wird vom BSG-Vorsitzenden Dahlem (ebenfalls St. Inkbert, Saarland) nach allen Regeln der Kunst verzögert und verschleppt, wogegen das Parteiengesetz für einen Parteiausschluss ausdrücklich die Gewährleistung der Berufung zu einem höheren Parteischiedsgericht fordert (ansonsten ein Parteiausschluss schon aus formalen Gründen nicht erfolgen kann). Der saarländische Bundesvorstand nutzte diese Situation durch einen Putsch in BaWü, wo er unbefugt und ohne Einhaltung der Ladungsfrist einen LPT einberief und Mitglieder eines angeblich gegründeten Stadtverbands Mannheim sich selbst gegenseitig in den Landesvorstand wählen ließ.

Da mag sich angesichts der Fakten jeder selbst ein Bild davon machen...
Ron Hubbard jedenfalls gab seinerzeit die Fair Game Anweisung, Feinde zu betrügen und mit Gerichtsverfahren zu überziehen um sie finanziell und psychisch fertig zu machen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Die Kommentare von Raimund Enders lauten auch hier: "Da muss ma' durch" und "Hauptsach' g'sund sa'mm'a (= sind wir)", auch wenn uns die Mitglieder davon laufen (was möglicherweise damit bezweckt werden soll).
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