AK Hebammen in Kooperation mit Elternprotest Hebammen



Frauen haben Anspruch

auf umfangreiche Hebammenleistungen während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und darüber hinaus.
Familien brauchen Hebammen!

Macht Euch stark für Eure Rechte - zur Sicherheit von Mutter und Kind!
Infos auch unter www.hebammenunterstützung.de

Rettet unsere Hebammen !

Stell Dir vor, Dein Baby kommt - und keiner ist da !


Egal, wo ein Kind auf die Welt kommt, es ist die Hebamme, die die Geburt leitet. Auch im Krankenhaus. Für einen Arzt gilt nach § 54 Hebammengesetz: Es darf keine Geburt ohne Hebamme stattfinden. Auch kein Kaiserschnitt.
Denn die Hebammen sind unsere SpezialistInnen für sichere Geburt, auf die wir nicht verzichten können.
Ihre Vertrauensstellung in der Familie darf nicht durch wirtschaftliche Zwänge gefährdet werden!

Dadurch dass die Hebamme die die Vorsorge und  die Geburt von Anfang bis Ende einschließlich der Nachsorge begleitet und jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung steht, kann sich die Mutter voll und ganz auf das Baby konzentrieren.
Was, wenn diese Rundum-Betreuung bald nicht mehr möglich sein wird?
Oder gar Hebammen aus finanzieller Not als Spion und Melder fungieren sollen, um gegen Provision eine angebliche "Kindeswohlgefährdung" zu konstruieren und dabei Umsatz und die Auslastung unseriöser Freier Träger der Jugendhilfe zu gewährleisten?

Hintergrund:

Petition Rettet unsere Hebammen

An alle Eltern, Großeltern, werdenden Eltern und Menschen mit Kinderwunsch: Macht Euch stark für Eure Hebammen. Lasst uns gemeinsam für die Wahlfreiheit der Geburt einstehen und konkrete Maßnahmen fordern. Ab Sommer 2015 haben Hebammen in Deutschland keine Haftpflichtversicherung mehr. Für die Hebammen bedeutet dies das BERUFLICHE AUS, denn ohne Versicherung dürfen sie nicht arbeiten. Wir müssen jetzt laut werden und unsere Hebammen retten!

Seit 27. März 2014 ist Gesundheitsminister Gröhe 100 Tage im Amt. Im Koalitionsvertrag wurde dank einer großen Kampagne auf Change.org die Sicherung "einer angemessenen Vergütung" von Hebammen festgeschrieben. Jetzt reden wir nicht mehr nur von "Vergütung". Wir reden von der Existenz der Hebammen!

Wieso ich mich als Elternteil engagiere? Nun... Ich habe vor einem Jahr in einem Geburtshaus unsere Tochter geboren. Meine Hebamme war vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit nur für mich da und ich spüre bis heute eine tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit gegenüber dieser wunderbaren Frau. Ich freute mich sehr über die wohnliche Nähe zum Geburtshaus und auf eine zweite Geburt dort. Doch das Geburtshaus hat inzwischen nach 12jährigem Bestehen geschlossen. Nicht nur die Geburtshäuser schließen, es finden sich auch immer weniger Beleghebammen, die Krankenhausgeburten begleiten. Grund: In Deutschland als Hebamme zu arbeiten, ist unwirtschaftlich.

Hebammen sind per Gesetz dazu verpflichtet eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. 2003 zahlten sie noch 453 Euro Haftpflichtprämie im Jahr. In den letzten zehn Jahren sind die Kosten um das Zehnfache gestiegen. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 8 Euro lohnt es sich nicht mehr, Geburtshilfe anzubieten. Seit 2010 haben sich ungefähr 20 Prozent der Hebammen aus der Geburtshilfe verabschiedet. Für werdende Familien bedeutet das: Ihre Grundversorgung wird nicht mehr flächendeckend gewährleistet, das Menschenrecht auf freie Wahl des Geburtsortes verletzt.

Im Juli 2014 soll die Haftpflichtprämie für Hebammen erneut um 20 Prozent erhöht werden. Ganz aktuell haben wir erfahren, dass es für Hebammen ab 1.7.2015 keinen Versicherer innerhalb der Verbände geben wird, wodurch nur noch die Allianz übrig bleibt, die jetzt schon unbezahlbar ist und zu der auch nur die Hebammen wechseln dürften, die schadensfrei sind. Die Situation hat sich dramatisch zugespitzt!

Die Hebammen in den Kliniken und insbesondere die Beleghebammen arbeiten ebenfalls unter widrigen Bedingungen, was in der Diskussion um die außerklinische Geburtshilfe unterzugehen droht. Unsere Sorge gilt ALLEN Hebammen, die sich für uns Frauen, für eine 1:1-Betreuung und eine natürliche Geburt stark machen.

Wir fordern Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hiermit auf, das Koalitionsversprechen zu halten und bis dahin eine Lösung für die Haftpflichtproblematik zu finden. Sie muss für alle Hebammen und Geburtshäuser tragfähig sein, damit Frauen und Familien ihr Menschenrecht auf freie Wahl des Geburtsortes wahrnehmen können und eine flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe gewährleistet ist.

Der Deutsche Hebammenverband e.V. hat 2010 die erste Petition ins Rollen gebracht.

2013 ist schließlich Anke Bastrop als Mutter den nächsten großen Schritt gegangen, indem sie durch ihre Online-Petition auf die weiterhin bestehenden Missstände aufmerksam gemacht hat und die Politiker mit Hilfe tausender Unterschriften dazu bewegte, die Hebammensituation in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Jetzt geht es darum, unsere Vertreter in der Politik beim Wort zu nehmen. Lieber Herr Gröhe, wir bitten Sie eindringlich uns zu unterstützen und eine Neuregelung der Haftpflichtprämien herbeizuführen.

Ihre Überzeugungen machen uns Hoffnung:

„Als überzeugter Familienmensch setze ich mich mit Nachdruck dafür ein, unsere FamiIien nach Kräften zu unterstützen.“

„Es geht um die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen, den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung sowie um den Anspruch der Menschen auf Gerechtigkeit und Solidarität. Es geht um den Einsatz für Frieden und die Bewahrung der Schöpfung."

„Daher halte ich es für erforderlich, unsere solidarischen sozialen Sicherungssysteme so weiter zu entwickeln, dass sich auch kommende Generationen auf sie verlassen können.“

Ich bitte Sie, diese Petition zu unterstützen. Sie unterstützen damit ihre Töchter, ihre Enkelin, ihre Freundin, alle Frauen, die eine selbstbestimmte Geburt haben möchten. Sie unterschreiben im Sinne aller Kinder, die ein Recht darauf haben, in Ruhe geboren zu werden. Sie unterschreiben den Fortbestand dieser Gesellschaft.

Twitter an Hermann Gröhe: https://twitter.com/groehe

Facebook an Hermann Gröhe: https://www.facebook.com/groehe


Übelste Auswüchse, die zu diesem Problem führen:
Hebammen sind auch keine Hellseher.
Sie sind leider nur der schwächere Gegner, da sie in der Regel nicht so hohes Einkommen bzw. Vermögen wie Ärzte und Klinik-Verwaltungen und keine juristische Fachabteilung bzw. Ausbildung haben, auch keinen öffentlichen Träger als Sicherheit im Rücken.
Während der Staat als Sozialversicherungsträger (als eigentlicher Kostenträger bei einem unvorhersehbaren Geburtsschaden) keine Gewinne erwirtschaften und seine Prämien nicht ohne Zustimmung des Gesetzgebers erhöhen darf, können das die Haftpflichtversicherer als Aktiengesellschaft sehr wohl - und machen das auch gerne, soweit der "Markt" das zulässt, weil der Aktionär an den Gewinnen (als Dividende oder Aktienkurs) profitiert. Als Begründung für Prämienerhöhungen dient die Zunahme der Schadenfälle bzw. Schadenaufwendungen. Für den Staat bedeutet das sogar: zusätzliche Steuereinnahmen.
Es besteht daher sogar ein gewisses politisches Interesse, die Haftung vom (staatlichen) Sozialversicherungsträger auf eine (privatwirtschaftliche) Versicherungs-AG, also den Haftpflichtversicherer der Hebamme, abzuwälzen.
Dem Teufelskreis kann man nur begegnen indem man die (meist mehr oder weniger korrupten) Politiker nicht nur freundlich bittet, sondern mit Hilfe der breiten Öffentlichkeit unter politischen Druck und unter Zugzwang setzt. Es gibt nämlich für einen Politiker nichts schlimmeres als nicht wieder ins Parlament gewählt zu werden.


Elternprotest für Hebammen auf der BabyWelt 2015

BabyWelt München 2015

Während ein Teil unserer Mitglieder sich auf den Weg zur TTIP-Demo nach Berlin machten, bauten andere bis tief in die Nacht den diesjährigen Messestand auf der Babywelt-Messe (9. bis 11.10.2015) im Münchner MOC (Freimann) auf. Wir hatten diesmal vom Veranstalter den Standplatz an der rechten hinteren Ecke in Halle 3 zugeteilt bekommen, schräg gegenüber der Tagesmütter- und Väter-Organisation der Stadt München, gleich neben der gut besuchten Still-Lounge.
Wir danken dem Veranstalter, der mit dem Messestand die Öffentlichkeitsarbeit des Arbeitskreises Hebammen und des Bayerischen Hebammen-Unterstützer-Netzwerkes fördert. Eine für Mütter und Familien tragbare Lösung des Hebammen-Problems hat die Bundesregierung allerdings noch immer nicht gefunden, da vor Allem wirtschaftliche Belange der Krankenkassen dort weiterhin im Vordergrund stehen. Wir kennen die dortige Einstellung gegenüber Familien ja schon aus anderen Bereichen der Familienpolitik: Es wird zu Lasten der Familien (hier: Hebammen für Familien) gespart, während bei Jugendämtern angesiedelte "Familien-Hebammen" (die keine beratende und unterstützende Hebammentätigkeit im ursprünglichen Sinne auszuüben haben, sondern lediglich prüfende und meldende StaSi-Spitzeltätigkeiten in jungen Familien) gefördert werden, dafür war schon immer genügend Geld da.
"So haben wir uns das nicht vorgestellt".
Zahlreiche Hebammen haben deshalb nach Abschluss entsprechender Fort-Bildung und Aufnahme der neu erfundenen Tätigkeit den Job enttäuscht aufgegeben, Andere mussten ihn notgedrungen weiterführen, da ihnen das liebe Geld fehlt. Eines unsere Mitglieder hatte uns dazu aus dem Nähkästchen berichtet, was leider genau dieses Ziel bestätigt, er bat jedoch im Interesse seiner Tochter, einer mittlerweile umprogrammierten "Familien-Hebamme", diesen Bericht hier nicht zu veröffentlichen.
 
Messe-Bericht von Sabine, die die ganze Messe incl. Auf- und Abbau eisern durchgestanden hat, folgt in Kürze. Ein dickes Lob mit Hebammen-Herzchen für Sabine!


Demo München 5. Mai

"Wir wollen eine Zukunft mit HebammenKundgebung  am Internationaler Hebammentag 5. Mai 2014 um 15 Uhr in München

Rund 6ooo Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil, die auch vom Bay. Landesverband der Familien-Partei unterstützt wurde:

  Wir rufen alle Hebammen, Eltern und UnterstützerInnen auf, sich um 15:oo Uhr am Rindermarkt zu treffen. Um 15:3o geht der Marsch mit musikalischer Begleitung los über Oberanger und Sendlinger Tor um sich am Karlsplatz Stachus zu versammeln. Dort werden neben Müttern aus der Bewegung "Elternprotest" auch Politiker aus diversen Parteien und die Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates  kurze Reden halten. Eine Schauspielgruppe, ein Flamencotanz und eine Trommlerin untermalten dort die Kundgebung. 
  Beim Stand der Elterninitiative am Karlsplatz/Stachus können Sie bei der Aktion "Die längste Nabelschnur Deutschlands" mitmachen.
  Parallel zu den Aktionen in den Ländern wird der DHV zum 5. Mai eine Internetplattform starten. Bei dieser Plattform handelt es sich um eine gezielte Mitmach-Aktion für Eltern. (www.hebammenverband.de )


Da die Politik noch keine für Eltern und Hebammen tragbare Lösung gefunden hat.
sind für das Frühjahr 2015 weitere Aktionen geplant.

Die im wesentlichen auf der Babywelt-Messe 2014 in München gesammelten ca. 1400 Unterschriften besorgter Eltern wurden mittlerweile an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages übersandt.
Für die Übergabe der von vielen Eltern unterschriebenen persönlichen Botschaften per Postkarte an ausgewählte verantwortliche Politiker sind oder werden öffentliche Übergabetermine angefragt.


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