freikirche?!?

Geschichte und Tradition

Um die Reformationszeit mit den Protagonisten Luther, Calvin, Menno Simmens oder Zwingli entstanden diverse Glaubenszweige, deren Ansätze ähnlich waren, die aber unterschiedliche Ausprägungen annahmen. Während sich Luthers Ansätze stark in Gegenden des heutigen Deutschlands etablierten, waren dies in Gegenden der Schweiz stark die Ansätze Calvins, wie auch in England (wobei sich anschließend die heutige anglikanische Kirche unter Einfluss eines Monarchen entwickelte) oder in Holland die Ansätze Menno Simmens.

Diese Anfänge der Reformationsbewegungen wurden von einschneidenden geschichtlichen, politischen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Änderungen begleitet, dies wird Dialoge erschwert und teilweise auch Missverständnisse aufgeworfen haben.


Unser Ansatz

In Zeiten von Frieden und Demokratie haben wir die Möglichkeit verpasste Diskussionen wieder aufzugreifen und diverse Perspektiven neu zu betrachten.

So soll es für uns als evangelische Freikirche GG selbstverständlich sein, auf Grundlage des Glaubens an einen schöpferischen und persönlichen Gott und auf Grundlage der Bibel die Kirchengeschichte und religiöse Traditionen kritisch und konstruktiv zu betrachten.

Wir wollen nichts weniger als die Gemeinschaft mit Gott, von der wir glauben, dass ihre Definition, also die Wurzel unseres Glaubens nicht erst in der Reformationszeit, nicht in diversen Konzilen oder in, aus christlicher Sicht, wichtigen Ereignissen zu finden ist, sondern in der souveränen Offenbarung Gottes, die sich in der Schöpfung, in der Menschwerdung Gottes durch/ in Jesus, in der Bibel und in Gottes Wunsch nach Gemeinschaft mit den Menschen manifestiert.

Wir sind von Gottes Liebe, seiner Weisheit, seiner Unfehlbarkeit, seiner Herrlichkeit und seiner Souveränität überzeugt. Wir glauben, dass Gott mit jedem Menschen persönlich Gemeinschaft auf Basis freiwilliger Entscheidung und beidseitiger aktiver Interaktion, haben möchte. Wir glauben daran, dass Gott die Bereicherung, der Ursprung und der Sinn unseres Lebens ist. Wir wollen gerne diese Gemeinschaft mit anderen Menschen teilen, uns darüber unterhalten und Gott  in unserem Leben erfahren und erfahrbar machen.

Wir freuen uns über die Möglichkeiten Gott zu feiern, ihn zu befragen und zu erforschen, von Ihm getragen zu werden, uns voller Vertrauen auf  Ihn einlassen zu können und  wir freuen uns über seine Liebe und Barmherzigkeit.

Gerade in der heutigen Zeit, in welcher wir Menschen frei über die Grenzen unserer Länder und über die Grenzen unserer Gesellschaften, Kulturen und sozialer Herkunft miteinander kommunizieren können, sollten wir eben dieses nicht vergessen. Grenzen gibt es aber nicht nur zwischen unseren Ländern oder der Kulturen, sondern auch in unseren Köpfen. Diese sollten wir ebenfalls abbauen.

Dafür hat Gott uns als intelligente und freie Persönlichkeiten geschaffen, uns Vernunft, Verstand, Menschlichkeit und Sehnsucht gegeben, damit wir bewusst am Leben teilnehmen, Ihn darin finden können und Ihm die Ehre geben.