Aktuelles

2. September 2014

Nach langjährigen Bestrebungen des "Runden Tisches T4", in Berlin ein würdiges Denkmal zu errichten, wird nun am 2. September 2014 der „Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde am Ort der Planungszentrale, Tiergartenstraße 4 in Berlin" eingeweiht.

Weitere Informationen hierzu:

http://www.sigrid-falkenstein.de/euthanasie/t4_wettbewerb.htm

http://blog.gedenkort-t4.eu/2014/07/28/ns-euthanasie-denkmal-in-berlin-wird-am-2-9-2014-eingeweiht/



7.7.2011

PID - Abstimmung im Bundestag


Mit einer gewissen Fassungslosigkeit mussten wir die Abstimmung zur PID im Deutschen Bundestag zur Kenntnis nehmen. Mit einer überraschend großen Mehrheit von 326 zu 260 Stimmen wurde damit in Deutschland die PID -also die Selektion von Embryonen- legalisiert.


Die Zeit wird zeigen, ob wir hiermit einen weiteren Schritt auf der "schiefen Ebene, auf der es kein Halten gibt" getan haben.


Für den Antrag -und gegen ein Verbot der PID- haben insbesondere die FDP sowie mehrheitlich auch die SPD und DIE LINKE gestimmt.

Gegen den Antrag -und für ein Verbot der PID- waren mehrheitlich die CDU und die GRÜNEN.

Im ZDF-Parlameter können Sie ersehen, welcher Abgeordnete wie abgestimmt hat.


http://parlameter0.zdf.de/flash09/index.shtml?abstID=349


Der Abstimmung im Bundestag waren zahlreiche Diskussionen und Beiträge in den Medien vorausgegangen. 

Interessante Beiträge finden Sie u.a. bei

http://www.kobinet-nachrichten.de/

http://www.faz.net/artikel/C30351/praeimplantationsdiagnostik-wer-entscheidet-was-schwerwiegend-ist-30462196.html


Zu unserem großen Erstaunen hatte bereits am 7.7.2011 der Deutsche Ethikrat mit einer Mehrheit von 13 bzw. 14 zu 11 Stimmen für die PID votiert und damit die Zerrissenheit der Gesellschaft in dieser Frage zum Ausdruck gebracht.


http://www.ethikrat.org/presse/pressemitteilungen/2011/pressemitteilung-03-2011



26.11.2010

Psychiatrie im Nationalsozialismus - Erinnerung und Verantwortung

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) bittet die Opfer und deren Angehörige, um Verzeihung für das Leid und das Unrecht, das ihnen in der Zeit des Nationalsozialismus im Namen der deutschen Psychiatrie und von deutschen Psychiaterinnen und Psychiatern angetan wurde und für das viel zu lange Schweigen, Verharmlosen und Verdrängen der deutschen Psychiatrie in der Zeit.

Rede des Präsidenten der DGPPN Prof. Dr. Dr. Frank Schneider (Aachen)
http://www.dgppn.de/aktuelles/startseite-detailansicht/article/100/psychiatrie-12.html

die Rede in PDF-Format
http://www.dgppn.de/fileadmin/user_upload/_medien/download/pdf/presseservice-kongresse/2010/kongress-2010-gedenkveranstaltung-rede-schneider.pdf

die Rede zum Anhören
http://webcasts.meta-fusion.com/events/dgppn2010/templ/play.php?id_kongresssession=7

Artikel in der FAZ vom 3. Dezember 2010:
"Wir haben geschwiegen! Deutsche Psychiater haben während des „Dritten Reichs“ aktiv die Sterilisierung und Tötung von psychisch Kranken und körperlich Behinderten betrieben. Das wurde lange Zeit beschwiegen. Jetzt endlich ist das Schuldbekenntnis erfolgt."
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EA788AD5CEDA04A148E68808CF927BD1F~ATpl~Ecommon~Scontent.html

18. September 2010

Im Gedenken der Kinder.
Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit

Teilnehmer und Gäste der 106. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Potsdam kamen am 18. September 2010 zu einer Gedenkveranstaltung zusammen, um gemeinsam an die Kinder zu erinnern, die Opfer der Medizinverbrechen der NS-Zeit wurden.
http://www.dgkj.de/ueber_uns/geschichte/gedenkveranstaltung_2010/

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) e.V.
Erklärung zur Gedenkveranstaltung am 18. September 2010 in Potsdam
http://www.dgkj.de/uploads/media/DGKJ_Erklaerung_Gedenkveranstaltung_181010_01.pdf

Die Schauspielerin Nadja Uhl las aus der Korrespondenz zwischen den Eltern der Opfer und den Ärzten und Mitarbeitern der Krankenanstalten lesen. Diese persönlichen Schreiben sind bedrückende Zeugnisse der „Euthanasie“ und Menschenversuche an Kindern im Nationalsozialismus.
http://www.dgkj.de/fileadmin/user_upload/images/dgkj/1009_Gedenkveranstaltung_Lesung.pdf


12. und 13. Dezember 2010

www.spurensicherung.info

 

Am 13. Dezember 1940 wurden im Rahmen der NS-„Euthanasieaktion“ in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb die letzten Menschen vergast und verbrannt. Es waren:

 

Babette H., 45 Jahre alt, Finsterlohr (heute Teilort von Creglingen), Erwin W., 19 Jahre, Flein, Karl W,, 16 Jahre, Herkunft unbekannt, Gregor B,, 47 Jahre, Augsburg, Wilhelm H., 55 Jahre, Glems (heute Teilort von Metzingen), Julie F., 30 Jahre Hemmingen, Erwin D., 23 Jahre Jebenhausen (heute Teilort von Göppingen), Frieda H., 24 Jahre, Kleinsachsenheim (heute Teilort von Sachsenheim), Lydia A., 28 Jahre, Höfingen (heute Teilort von Leonberg), Hans B., 23 Jahre, Nagold, Karl V., 29 Jahre, Obernhausen (heute Teilort von Birkenfeld), Gertrud K., 32, Jahre, Richard R., 43 Jahre und Richard W., 66 Jahre, aus Reutlingen, Karl P., 26 Jahre Schluckenau (heute Sluknov in Tschechien), Otto G. 38 Jahre, und Eugen St., 33 Jahre, aus Schwäbisch Gmünd sowie aus Stuttgart Heinrich R., 21 Jahre, Karl B., 36 Jahre sowie Herbert F., 18 Jahre.

 

Die Menschen kamen aus dem diakonischen Behindertenheim Mariaberg bei Gammertingen. Die Mörder feierten noch Weihnachten in Grafeneck und wechselten anschließend nach Hadamar in Hessen, um ihr Vernichtungswerk weiter fortzuführen.

 

Am 12. Dezember 2010, Sonntagnachmittag, sollen in allen Herkunftsorten Erinnerungsveranstaltungen für die oben aufgeführten Menschen stattfinden, stellvertretend für die über 10.600 im Grafeneck ermordeten Menschen. Daneben wollen wir am Montag, 13. Dezember, dem 70sten Jahrestag mit Kirchenglocken Tonspuren von allen Herkunftsgemeinden bis nach Mariaberg legen. Wir denken, dass in annähernd 400 Kirchen die Glocken läuten werden – in Erinnerung an den Mord an kranken und behinderten Menschen einerseits und andererseits zur Achtsamkeit im Umgang mit den Menschen, die nicht der medizinischen, sozialen oder gesellschaftlichen Norm entsprechen als auch den Grenzsituationen am Beginn und Ende des Lebens. Es ist ein Bemühen, Spuren sicht- und wahrnehmbar zu machen und einmal den Trott des Alltages zu überschreiten – in Birkenfeld, in Flein oder auch in Stuttgart oder Berlin.

 

Wir stehen in der Umsetzungsphase und brauchen Ihre Hilfe. Wenn Sie Geld erübrigen und uns geben können, ist es für uns sehr hilfreich – wichtiger ist uns aber Ihre ideelle Begleitung als Einzelperson oder als Familie, als Schulklasse oder Schule, als Firma oder Betriebsrat, als Behörde oder Personalrat, als kirchliche oder weltliche Gemeinde, als Initiative oder Sportverein – alle sind uns wichtig und wertvoll.

 

Unter www.spurensicherung.info, links, Rubrik „ideelle Unterstützung“ finden Sie die Möglichkeit, sich als ideelle(r) Unterstützerin/er einzutragen und mit Ihren Namen, Ihrem Status und Ihrer Reputation das Bürgerprojekt „SPURENSICHERUNG“ zu unterstützen.

Wenn Sie daneben auch noch etwas Geld abgeben können sind wir dankbar – unser Konto:229 234 2, BLZ: 600 501 01, Bank: BW Bank, Kontoinhaber: AnStifter, Stichwort: Spur, Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden.

 

 
Mahn- und Gedenkveranstaltung in Berlin
am 4. September 2010, 14.00 Uhr, Tiergartenstrasse 4 (T4)
 
Auch dieses Jahr findet die alljährliche Mahn- und Gedenkveranstaltung
wieder am 1. Samstag im September um 14.00 Uhr in der Tiergartenstrasse 4 statt.
 
Auf den 1. September 1939, gleichzeitig mit dem Überfall auf Polen,
datierte Adolf Hitler seinen berüchtigten "Gnadentod-Erlass".
 
Zeigen Sie Ihre Solidarität mit den "vergessenen Opfern" durch Ihr Kommen
und gedenken Sie mit uns der ermordeten Babies, Kinder, Männer und Frauen
sowie der Menschen, die gegen ihren Willen sterilisiert wurden!
 
Am 3. und 4. September findet auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen statt. Siehe Flyer im Anhang.
 
 
 
„Euthanasie“-Ausstellung in Bremen

entwertet - ausgegrenzt - getötet

Medizinverbrechen an Kindern im Nationalsozialismus

So 24.1.20210 - So 7.3.2010

Krankenhaus-Museum - Das Kulturensemble im Park am Klinikum Bremen-Ost gGmbH

http://www.krankenhausmuseum.de/museum/sonderausstellung/melancholie_text_ausstellungen_lang.php

Flyer der Ausstellung:

http://www.krankenhausmuseum.de/museum/sonderausstellung/flyer_medizinverbrechen_10.pdf

 

27.01.2010

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Hubert Hüppe fordert Gedenkstätte für die im Dritten Reich ermordeten Menschen mit Behinderungen

http://www.behindertenbeauftragter.de/cln_108/nn_1040386/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/PM01__Kranzniederlegung__we.html?__nnn=true

 

Ċ
eu thanatos,
22.07.2010, 12:15
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