Aktuelle Mitteilungen

Schulpreise gehen nach Metzingen, Dettingen und Neuhausen

veröffentlicht um 21.07.2019, 03:54 von TuS Metzingen

Als Namensgeber und Sponsor der Schülerläufe ehrten die Stadtwerke Metzingen auch in diesem Jahr wieder die drei teilnehmerstärksten Schulen und stellten dafür zusätzlich 1000 € zur Verfügung.
Der erste Preis in Höhe von 500 € ging, wie im vergangenen Jahr auch, an die Sieben-Keltern-Schule in Metzingen. Über 300 € freuen konnte sich in diesem Jahr die Schillerschule in Dettingen. Einen Scheck in Höhe von 200 € entgegengenommen hat Peter Keinath für die Uhlandschule in Neuhausen. Überreicht wurden die Preise durch Petra Münzing von den Stadtwerke Metzingen.

Der Bilder-Marathon 2019 beginnt

veröffentlicht um 16.07.2019, 23:06 von TuS Metzingen   [ aktualisiert: 28.07.2019, 02:05 ]

Randnotizen und Kurioses rund um die 11. Auflage des Laufevents

veröffentlicht um 16.07.2019, 13:40 von TuS Metzingen

Die 11. Auflage des Ermstal-Marathons ist Geschichte. Ein paar Randgeschichten rund um den Marathon hat unser Sportredakteur Wolfgang Seitz aber noch zusammengetragen:

Noch ein Zehner
Was macht eigentlich ein Halbmarathon-Läufer nach getaner Arbeit? Er läuft – was soll er auch sonst tun. „Acht bis zehn Kilometer ganz locker. Ich bin ja in der Marathon-Vorbereitung“. So hat Timo Göhler das Programm für den Sonntagnachmittag umrissen. Dominik Notz wollte davon nichts wissen. „Ich habe ab jetzt Urlaub“, verkündete er. Es ist davon auszugehen, dass er, wenn überhaupt, die Beine nur ganz kurz hochlegt. Auch hier steht ein Marathon ins Haus.

Berlin ist eine Reise wert
Egal, mit wem man gesprochen hat. Scheinbar wollen alle zum Marathon nach Berlin. Dominik Notz nicht – der rennt in Frankfurt über die 42,195 Kilometer. Die großen Stadtmarathons haben eine magische Anziehungskraft. Darunter leiden Veranstaltungen wie der Ermstal-Marathon. Wobei dies nur bedingt stimmt. Solange er als Vorbereitung für einen „Großen“ gilt, kommen so erstklassige Rennen wie jenes im Halbmarathon heraus. Der ganze Respekt gilt trotzdem jenen, die sich der Herausforderung stellen. Der Marathon ist immer noch die Königsdisziplin.

Wo ist Richard?
Was ist denn mit Richard Schumacher? Der SWP-Redakteur vermisste den Vorjahressieger, mit dem er sich unter der Woche zum Zwecke eines Porträts noch unterhalten hatte. Jetzt war er einfach nicht da – fehlte aber nicht unentschuldigt. Per Mail hat er sich bereits am Samstag abgemeldet. 39 Grad Fieber fesselten ihn ans Bett. Dass er dies dem Pressemann persönlich mitteilte, hat einen gewissen Charme, unterstreicht die Wichtigkeit der Medienvertreter. Wenn sie dann auch an Wochenenden ihre Postfächer kontrollieren würden, wären sie noch klüger.

Fahrradfahrer und Pizzabäcker
Jochen Coconcelli hatte nicht sein Mountainbike vergessen. Er wollte einfach laufen, einen Halbmarathon. Über den Zehner hat er mit dem oben erwähnten SWP-Redakteur noch eine Wette am Start, eine Hochrechnung auf den Halben wollte kurz vor „Anpfiff“ nicht mehr so richtig klappen. Auf alle Fälle war er hernach zufrieden mit gelaufenen 1:51:07 Stunden. Pasquale Mazzaro, Inhaber des Metzinger Restaurants Piccolo Mondo, hatte zunächst Ankommen als Ziel ausgegeben. Hat er geschafft, wobei er ab sofort 2:04:48 als verbesserungswürdig erachtet. Da hat das Laufvirus scheinbar wieder einen erwischt.

Jetzt spricht er
Peter Keinath war da – er ist aber nicht gelaufen. Der Glemser hat die Fronten gewechselt, interviewt für den lokalen Fernsehsender RTF. Das macht er sicher auch gut, nur irgendwie fehlt er auf der Strecke. Nächstes Jahr ist aber wieder Ermstal-Marathon ...

Versprechen werden gehalten: Zwei Streckenrekorde purzeln

veröffentlicht um 16.07.2019, 13:29 von TuS Metzingen

Es geht also auch anders beim Ermstal-Marathon. Eigentlich ist es heiß, meist unerträglich heiß, wenn sich die Läuferschar auf diversen Strecken zwischen Metzingen und Bad Urach bewegt. Gestern war alles bestens, das Wetter wie gemalt. Deshalb verwundert es nicht, dass mit 2579 Teilnehmern die erste Bestmarke aufgestellt wurde. Zwei weitere folgten – mit Ansage.
„Dome“ und seine Fans
Er hat sich so gefreut, dass es endlich klappte mit seinem Rennen vor der Haustür. Immer hatte der Dettinger Dominik Notz andere Verpflichtungen, jetzt wurde extra für die zehn Kilometer zwischen Bad Urach und Metzingen die Saison verlängert. „Das war richtig toll, ich bin begeistert. Viele Leute haben mich angefeuert. Es ist etwas ganz besonderes, wenn man auf der Strecke, die man vom Training her bestens kennt, ein Rennen läuft“, sagte Notz. Und wie er gelaufen ist. „Ich war sehr aufgeregt, bin deshalb viel zu schnell angegangen.“ Ein bisschen musste er Tempo rausnehmen, hat dabei aber sein großes Ziel nicht aus den Augen verloren – den Streckenrekord. Den hat er mit 30:51 Minuten geschnappt. „Ich konnte mich unterwegs sogar noch ein bisschen unterhalten.“ Unglaublich, aber der junge Mann hat tatsächlich nebenher Smalltalk betrieben und auf der Zielgeraden ehemalige Mitschüler abgeklatscht, die es sich nicht nehmen ließen, ihren „Dome“ ins Ziel zu brüllen.
Daniel Noll wurde Zweiter (31:57), hatte daran gar nichts auszusetzen. „Die Pace von Dominik mitzugehen hätte keinen Sinn gemacht. Es war perfekt.“ Mit Luca Hauser und Tim-Phillip Koch waren zwei weitere Glemser unter den Top-Fünf. Die Phalanx durchbrach Silvan Rauscher (TSG Münsingen) als Dritter. Triathlet Michael Wetzel konnte mir Rang sieben sehr gut leben. „Unter 35 hat zwar nicht ganz geklappt, ich war aber wohl zu euphorisch, habe mir zu Beginn zu viel zugetraut“, kommentierte er seine 35:14. Nicht kommentieren muss man die erstklassigen 38:21 von Benjamin Diehl. Der 14-jährige Dettinger, der für den LAV Stadtwerke Tübingen unterwegs ist, wird sicher noch des öfteren in den Ergebnislisten des Ermstal-Marathons auftauchen.

Dass dort Katja Fischer (ebenfalls LAV) als Siegerin des Zehners verewigt ist, hat die sympathische Läuferin doch ein bisschen verwundert. „Ohne Mocki hätte ich das aber nie geschafft“, gab sie die Blumen an die Zweitplatzierte weiter. Sabrina Mockenhaupt musste ihr ganz knapp den Vortritt lassen (35:08 zu 35:09). „Ich trainiere ja nicht mehr so viel, deshalb ist das in Ordnung. Für Katja freue ich mich“, sagte Mocki. Dass jene den Streckenrekord nicht geknackt hat, war für die Frohnatur dann aber auch in Ordnung. Der gehört nämlich immer noch ihr.
Markus Ruopp musste seinen Uralt-Rekord aus dem Jahr 2009 im Halbmarathon hergeben. Mit Ansage. „Das traue ich mir zu“, hatte Simon Stützel zu Protokoll gegeben. Und er hat im bestbesetzten Lauf des Tages geliefert. Die Strecke richtig kennengelernt hat er erst gestern. „Sie ist gar nicht so einfach“, sagte der Top-Läufer aus Karlsruhe. Der „Aufstieg“ nach Bad Urach habe ganz schön Körner gekostet, talabwärts ging es ganz geschmeidig. Da hatte er nur Probleme mit den Kilometerangaben, die nicht mit den eigenen Messungen korrespondierten. Am Ende stand aber der Rekord: 1:09:01 Stunden.
Den hätte auch Timo Göhler gerne gehabt. Ging aber nicht, weil Kollege Stützel ja schneller war. „Ich bin trotzdem zufrieden, auch wenn Zeit und Platzierung nicht ganz gepasst haben. Es hat einen Riesenspaß gemacht“, war Timo Göhler schnell versöhnt. Es ist der Einstieg in die Marathon-Vorbereitung. Da lassen sich, nach einer schweren Vorsaison, gespickt mit Verletzungen, 1:11:41 durchaus sehen. Platz zwei ist ja auch nicht ganz schlecht.
Lorenz Baum, wie Göhler im LAV-Trikot unterwegs, hatte gar nichts zu meckern. Platz drei in 1:13:55 passen wunderbar. „Gut war, dass es nicht so heiß war“, dankte er auch noch dem Wettergott. Efrem Brhane (4.) wurde nach 1:14:15 gestoppt. Eine tolle Leistung des jungen Mannes, der für den AK-Asyl Metzingen rennt.
Passt alles
Auch bei den Frauen hatte sich ein Trio zusammengefunden, das ordentlich Rabatz machte im halben Marathon. Die Reutlingerin Catrin Götz spielte zunächst die Lokomotive, kam final in 1:31:23 Stunden auf Platz drei. Pia Holzer, die niemand richtig auf der Rechnung hatte, und Lokalmatadorin Katrin Kommer, Umsteigerin vom Zehner auf den Halbmarathon, konnten noch überholen. Holzer siegte in 1:29:17. „Es war ein Vorbereitungsrennen für den Berlin-Marathon. Das lief natürlich optimal“, war sie happy. Katrin Kommer (1:30:02) war es auch. „Ich ließ mich nicht hetzen, habe mein Ding gemacht. Passt alles.“ Auch Katrin Kommer hat, wie scheinbar das ganze Feld, Berlin auf dem Laufzettel.
Dem allgemeinen Trend bei vergleichbaren Veranstaltungen folgend, war das Marathonfeld überschaubar. Bei den Männern musste Vorjahressieger Richard Schumacher krankheitsbedingt absagen. So war der Weg frei für den Altdorfer Ultra-Spezialisten Andreas Thumm (2:48:58 Stunden). „Auf der Strecke war es für mich sehr einsam, spätestens als der Halbmarathon im Ziel war“, sagte Thumm, für den der Marathon eine Art Unterdistanz ist. Zumindest hatte er die begleitenden Radfahrer, die sich mit ihm unterhielten. „Tolle Jungs“ seien das gewesen. Den Frauen-Wettbewerb gewann, wie im Vorjahr, Katja Gallasch. Sie war damit die einzige Titelverteidigerin.

Ergebnisse vom Ermstal-Marathon
Marathon
Weiblich: 1. Katja Gallasch (3:23:58), 2. Sandra Fätsch (3:35:10), 3. Ramona Kay (3:46:37), 4. Mara Koster (3:47:26), 5. Monika Herb (3:55:31)
Männlich: 1. Andreas Thumm (2:48:58), 2. Stefano Gatti (3:04:17), 3. Fabio Geiger (3:11:44), 4. Roman Spurny (3:13:14), 5. Philipp Schneider (3:13:58)
Halbmarathon
Weiblich: 1. Pia Holzer (1:29:17), 2. Katrin Kommer (1:30:02), 3. Catrin Götz (1:31:33), 4. Sophia Hess (1:31:42), 5. Linda Sgonina (1:36:44)
Männlich: Simon Stützel (1:09:01), 2. Timo Göhler (1:11;41), 3. Lorenz Baum (1:13:55), 4. Efrem Brhane (1:14:15), 5. Wolfgang Gauss (1:19:45)
Zehn Kilometer
Weiblich: 1. Katja Fischer (35:08), 2. Sabrina Mockenhaupt (35:09), 3. Michaela Renner-Schneck (39:23), 4. Michaela Stützel (39:44), 5. Corinna Coenning (41:33)
Männlich: 1. Dominik Notz (30:51), 2. Daniel Noll (31:57), 3. Silvan Rauscher (32:33), 4. Luca Hauser (34:00), 5. Tim-Philipp Koch (34:23)

Richard Schumacher und die Mission Titelverteidigung

veröffentlicht um 12.07.2019, 00:19 von TuS Metzingen

Richard Schumacher und die Mission Titelverteidigung. Auf der Marathon-Strecke ist die Konkurrenz für den dreimaligen Sieger dünn gesät. 
Das Lob kommt aus berufenem Munde. „Es ist eine schöne Strecke, die Veranstaltung top organisiert. Obwohl es meist sehr heiß ist, gibt es immer genügend Wasser.

Herrlichen Eindrücke unterwegs
 Das mit den Wendepunkten ist viel besser gelöst als bei vergleichbaren Rennen. Man merkt kaum, dass man alles doppelt läuft“, sagt Richard Schumacher. Es ist also ganz einfach. Die herrlichen Eindrücke unterwegs, die Runde durchs Stadion in Bad Urach (zwei Mal) – und schon hat man einen astreinen Marathon zwischen Metzingen und Bad Urach beisammen. Wenn da nur die Tatsache nicht wäre, dass man am Ende des Tages 42,195 Kilometer in den Beinen hat. Das merkt man dann schon.
Richard Schumacher ist in seiner Karriere selbstverständlich schon andere Sachen gelaufen, sein Ding ist aber der Marathon – und Distanzen, die darüber hinaus gehen. So hat er für dieses Jahr noch ein ganz besonderes Schmankerl auf dem Wunschzettel. Die Deutsche Meisterschaft über 100 Kilometer am 21. September in Kandel. Die Vorbereitung ist darauf ausgerichtet, deshalb ist der Marathon im Ermstal eine selbstverständliche und logische Etappe für den Läufer des Sparda-Teams Rechberghausen.
 „Vom Training her geht es gar nicht anders. Auf kürzere Sachen muss man sich ganz anders vorbereiten“, erklärt der Sieger des vergangenen Jahres – und der Jahre 2015 und 2016. Noch einer und er ist der alleinige Rekordhalter, zieht an Peter Keinath vorbei. Das ist aber ein Aspekt, den das Langstrecken-Ass nicht einmal erwähnt.
 Auf den kürzeren Strecken sei sowieso alles Tempo-Bolzerei, im Marathon kommt es natürlich auch auf die Zeit an, die man am Schluss auf der Uhr hat, bis dahin ist man allerdings in eine spezielle Auseinandersetzung verstrickt. „Marathon ist eine ganz besondere Herausforderung, ein Kampf gegen sich selbst“, sagt Richard Schumacher. Den gewinnt er meistens.

Es gibt absolut keinen Schatten
Auch wenn es heiß ist. „Bei dieser Hitze ist er nicht zu schlagen“, sagte im vergangenen Jahr Michael Wetzel, ein früherer Vereinskamerad aus gemeinsamen Süßener Zeiten. Das sieht Schumacher nicht ganz so. Allerdings gibt er zu, dass er sein Trainingspensum immer durchzieht. Egal ob 30 Grad plus oder zehn minus. Das ist eben die Härte zu sich selbst.
Und wer in enormer Hitze eine lange Einheit trainingstechnisch gebacken bekommt, bei dem klappt es auch, wenn es beim Rennen richtig warm wird. Wobei, Kenner wissen es, auf der Strecke zwischen Metzingen und Bad Urach erschwerend hinzu kommt, dass es absolut keinen Schatten gibt.
 Den Kampf mit sich selbst ficht Richard Schumacher etliche Male aus. Sieben Marathons waren es im vergangenen Jahr. Aufgeben ist keine Option, es sei denn, es tritt eine Verletzung auf. Richtig schlecht gegangen ist es ihm auch schon. Zum Beispiel in diesem Jahr in Bonn. „Überall Krämpfe“, blickt jener zurück, der nach 2:41,11 Stunden trotzdem noch auf Platz fünf einlief.
 Vor dem Rennen am Sonntag ist alles bestens. Bis zu 180 Kilometer in der Woche sollten als gewissenhafte Vorbereitung reichen, das Wetter scheint mitzuspielen. Wenn es nicht ganz so heiß ist, freut dies durchaus auch Richard Schumacher. Bei der Zeit macht er sich keinen Stress. „2:35 wie im vergangenen Jahr – oder besser.“ Wir werden es überprüfen.

Startunterlagen sind gepackt

veröffentlicht um 12.07.2019, 00:13 von TuS Metzingen

Wir waren fleißig und haben die Taschen mit den Startunterlagen gepackt. Im Moment sind wir bei stolzen 2186 Teilnehmer und weitere Taschen warten auf weitere Teilnehmer.
Wer noch Lust auf den Ermstal-Marathon bekommen hat kann sich am Samstag von 14-17 Uhr und am Sonntag von 7-8 Uhr noch in der Metzinger Festkelter zu einem der Wettbewerbe anmelden. Für die Schülerläufe ab 14.45 Uhr ist eine Anmeldung am Sonntag bis um 13.45 Uhr möglich.

Das Debüt des Ex-Anwohners

veröffentlicht um 10.07.2019, 01:15 von TuS Metzingen

Michael Wetzel hatte noch eine Lücke auf seinem „Laufzettel“. Mit dem Zehn-Kilometer-Lauf wird sie am 14. Juli geschlossen.
Der Ex-Neuhäuser Michael Wetzel hat einen harten Winter hinter sich. Das (Ex-) verdeutlicht, dass sich im Leben des langen Schlakses etwas verändert hat. Er ist nicht nur umgezogen, sondern musste die neue Wohnung in Altdorf bei Holzgerlingen auch renovieren. Der Bauleiter bei einer der größten Baufirmen des Kontinents musste also selbst Hand anlegen. Da kam das Training etwas zu kurz, beziehungsweise die ganz langen Einheiten waren nicht drin. Deshalb tritt er kürzer, bleibt indes trotzdem schnell.
„Kürzere Sachen gehen ganz gut“, verweist Michael Wetzel auf das aktuelle Wettkampf-Programm. Das bietet für einen Triathleten trotzdem noch ein mannigfaltiges Betätigungsfeld. Beispielsweise war er am 30. Juni beim Triathlon in Erbach zu Gange. Mit Platz drei über die olympische Distanz konnte der Athlet des TSV Dettingen sehr gut leben, mit dem was danach kam nicht so sehr. „Weil es so dermaßen heiß war, habe ich mich auf der Heimfahrt mit der Dosierung der Klimaanlage wohl ein bisschen vertan“, verrät der 35-Jährige noch immer leicht verschnupft. Die Nase war zu, der Trainingsumfang tendierte in der Woche danach gen Null.
Mittlerweile geht es aber wieder aufwärts, sodass Michael Wetzel am Sonntag eines seiner letzten großen Ziele in Angriff nehmen will. „Mit dem Lauf über zehn Kilometer kann ich meine Geschichte beim Ermstal-Marathon abrunden. Die bin ich bisher nämlich noch nicht gelaufen.“ Er hat Recht, wie eine Schnell-Recherche ergab. Es wird also höchste Zeit.
Zeit will sich Wetzel indes nicht so sehr viel lassen. „Die Strecke geht von Bad Urach aus ja tendenziell bergab. Ich denke, dass ich knapp unter 35 Minuten ankommen kann. Mit den schnellen Jungs kann ich nicht mithalten. Das hätte ich aber auch früher nicht gekonnt. So schnell war ich einfach noch nie.“ Das mit den 35 Minuten mögen ambitionierte Freizeitläufer wie einen Schlag ins Gesicht empfinden. Er meint es aber nicht böse, es ist einfach logisch. Wer zum Abschluss eines „olympischen Triathlons“ die zehn Kilometer in 37:40 Minuten rennt (Erbach), kann sich ohne entsprechende Vorleistungen zu Wasser und auf dem Rad schon einmal mit einer 35-er-Zeit beschäftigen.

Heimische Gefühle
Auch wenn er seit ein paar Monaten nicht mehr in Neuhausen wohnt, so kommen doch heimische Gefühle auf, spätestens wenn sich der Pulk der „Zehner“, in rasendem Tempo Neuhausen nähert. Im ersten Haus das dort auftaucht, residiert die Familie Wetzel und wird, wie bei den zehn Auflagen zuvor, als großzügiger Wasserspender dem gesamten Tross Linderung verschaffen. Ein, wie der Veranstalter betont, ganz feiner Zug. Ebenso selbstverständlich ist, dass Sohn Michael mitrennt – sofern er Zeit hat. Vergangenes Jahr hat er sich gefreut, dass es zum ersten Mal mit dem richtigen Marathon geklappt hat, den er nach 2:46,30 Minuten beendet hat. Jetzt geht es ratzfatz ermstalabwärts. Am elterlichen Anwesen kann sich Wetzel junior dann schon einmal mit dem Schlussspurt befassen, sollten bis dahin nicht schon alle Körner verbraucht sein.

Saisontechnisch gibt es noch ein weiteres Highlight. Erstmalig lockt der 70.3 Ironman in Slowenien. Es ist eine Halbdistanz, die sich zusammensetzt aus 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21,1 Kilometer Laufen. Da muten die zehn Kilometer durchs Ermstal fast wie Erholung an.

NACHMELDEN, UMMELDEN, ABMELDEN

veröffentlicht um 06.07.2019, 09:37 von TuS Metzingen

Wir bekommen seit der Schließung des Anmeldeportals viele Anfragen bezüglich Nachmeldungen, Ummeldungen und Abmeldungen. Bitte habt Verständnis, dass wir keine Nachmeldungen per Email oder fb annehmen. Nachmeldungen (+5,00 €) und Ummeldungen (+3,00 € Strecke/Person) sind nur noch am Samstag, dem 13. Juli von 14-17 Uhr und am Sonntag, dem 14. Juli ab 7.00 Uhr in der Metzinger Festkelter möglich. Abmeldungen vom Ermstal-Marathon sind auch nicht möglich. Einmal angemeldet, bleibt man im System. Diese Regel gilt bei allen Veranstaltungen und Meisterschaften in der Leichtathletik.

Simon Stützel mit klarer Ansage

veröffentlicht um 06.07.2019, 02:49 von TuS Metzingen   [ aktualisiert: 06.07.2019, 02:49 ]

Simon Stützel hat bei seinem Debüt viel vor. Im Halbmarathon will er sich intensiv um einen neuen Streckenrekord kümmern.
Das folgende Zahlenwerk war in den vergangenen Tagen im Rahmen der Vorberichterstattung zum Ermstal-Marathon schon des Öfteren ein Thema: 1:10,46 Stunden. Das ist die Zeit, die Markus Ruopp 2009 im Halbmarathon gelaufen ist. Zuvor war niemand schneller, danach auch (noch) nicht.
Um diesen Streckenrekord endlich zu knacken, hat sich ein Kompetenzteam zusammengefunden – allerdings nicht wissentlich, eher zufällig. „Ich wusste nicht, dass Timo Göhler und Lorenz Baum laufen“, sagt Simon Stützel und findet das prima. Unabhängig von den Mitstreitern ließ er aber schon bei der Anmeldung anklingen, dass er sich vorstellen könnte, die Bestzeit anzugehen. Und dafür gibt es gute Gründe. „Bei der Halbmarathon-DM in Freiburg bin ich 1:04,45 gelaufen, wurde Vierter. Diese Zeit hätte früher dicke gereicht, um Deutscher Meister zu werden“, blickt Stützel auf diesen extrem schnellen Lauf zurück. Die Zeit ist, siehe oben, aber bedeutend schneller als der ominöse Rekord.
Um bei schnellen Zeiten zu bleiben, die Stützel 2019 schon gelaufen ist: 2:18,58 Stunden wurden beim Marathon in Düsseldorf aktenkundig, den er als Zweiter in der DM-Wertung beendete. „Auf den letzten sieben Kilometern hatte ich schlimme Krämpfe und deshalb einige Zeit verloren“, sagt der Karlsruher. Wäre schon interessant zu wissen, wohin die Reise ohne Krampf gegangen wäre.
Das sieht man dann vielleicht in Berlin, wo der 32-Jährige erneut die 42,195 Kilometer in Angriff nimmt. Genau deshalb passt auch die halbe Distanz im Ermstal bestens in den Trainingsplan. Simon Stützel war zwar noch nie da, kennt sich aber aus. Seine Frau stammt aus Pliezhausen, deshalb erkundet er des öfteren die Umgebung. „Florian Neu ist ein guter Kumpel. Der hat mir schon viel den Ermstal-Marathon erzählt. Der Bezug ist also durchaus da.“ Und letztendlich ist es ja sowieso klar, was zu tun ist. Von Metzingen nach Bad Urach laufen und wieder zurück.

Viele Verletzungen
Laufen konnte Simon Stützel nicht immer. Nachdem die Karriere recht steil nach oben ging, bremsten ihn Verletzungen immer wieder aus. Ein Läuferknie war es 2015, 2017 eine Stressfraktur im rechten Mittelfuß. 2018 hatte er eine unliebsame Begegnung mit einem Radfahrer und dessen Gefährt. Eine schlimme Bauchverletzung war die Folge. Auch eine Stressreaktion im Wadenbeinköpfchen zwang ihn zur absoluten Ruhe.

Der Renner
2019 geht es wieder voran, wie die gelaufenen Zeiten es dokumentieren. Und deshalb ist klar, dass mit Simon Stützel beim Ermstal-Marathon zu rechnen ist. Um es ein weiteres Mal zu erwähnen: Der Halbmarathon ist heuer dort der absolute Renner.

Unternehmer und Fernseh-Kommentator
Simon Stützel ist in der Lauf-Szene nicht nur als Aktiver eine feste Größe. Mit seiner Firma Scholarbook vermittelt er Leichtathletik-Stipendien in die USA. „Die Sportförderung liegt mir sehr am Herzen. Deshalb habe ich es zu meinem Beruf gemacht und seit 2009 über 2500 Leute an Universitäten in die USA vermittelt. Dort werden sie gefördert, in Deutschland bekanntlich kaum“, sagt Stützel. Timo Göhler (Mehrstetten) hat er zum Beispiel ein Stipendium verschafft, aktuell studiert und trainiert Leah Hanle (Holzelfingen) in den Staaten - und wird immer schneller. Ein paar Mal im Jahr ist Stützel zudem als Fernseh-Kommentator bei Eurosport tätig. Er widmet sich auch dort voller Hingabe den Langstrecken-Rennen.

Let’s Dance-Star Sabrina Mockenhaupt rennt die zehn Kilometer

veröffentlicht um 03.07.2019, 01:50 von TuS Metzingen

Sabrina Mockenhaupt, Katrin Kommer und Luigi de Franceschi sind am 14. Juli beim Heimrennen dabei. Als gemeinsame Herausforderung haben sie die zehn Kilometer auserkoren.
Luigi des Franceschi kann seit acht Monaten nicht mehr richtig laufen. Wer ihn kennt der weiß, was dies mit dem Italiener macht. Wobei nicht laufen ist nicht ganz richtig. „Joggen kann ich, Rad fahren ist besser“, berichtet der von einer Schambein-Entzündung arg geplagte. Trotzdem ist davon auszugehen, dass der Metzinger bei einem seiner Lieblingsrennen dabei ist. „Ich werde aber sicher nur dabei sein, bin froh, wenn ich nach 50 Minuten im Ziel bin.“ Das ist für viele eine Zeit, die weit entfernt von dem ist, was der
Körper hergibt, für de Franceschi ist es freilich nicht genug. Zumindest will er seiner Partnerin Katrin Kommer zur Seite stehen, die sich über mangelnde Unterstützung sowieso nicht beklagen kann. Sabrina Mockenhaupt läuft immer mit ihr, wenn sie im Ermstal ist. Auch sie rennt den Zehner, hat trainingstechnisch allerdings etwas reduziert.
Katrins Hitzeschlacht
Regelmäßig unterwegs ist Katrin Kommer. Zum Beispiel am vergangenen Wochenende in Hamburg beim Halbmarathon, der hinsichtlich der geplanten Teilnahme beim Berlin-Marathon (Sonntag, 29. September) durchaus Sinn gemacht hat. Das Rennen selbst hat nicht nur Sinn gemacht. „Es war temperaturmäßig die absolute Hölle“, sagt Luigi de Franceschi rückblickend. Das kenne man zwar auch von den brutalen Hitzeschlachten im Ermstal, nur sei man da besser darauf vorbereitet. „Das waren sie in Hamburg definitiv nicht. Da hatte es an der Strecke viel zu wenig Wasser“, so der „Metzinger Italiener“. Deshalb gab es unschöne Szenen, etliche Teilnehmer sind bei 34 Grad im Schatten kollabiert. Katrin Kommer hat die Strapazen heil überstanden, konnte mit der Zeit von 1:32:21 Stunden durchaus zufrieden sein.

Knapp hinter „Mocki“
Jetzt „begnügt“ sie sich vor der Haustür mit zehn Kilometern. „Das ist sie in diesem Jahr noch nicht gelaufen“, so der Freund und Trainer, der deshalb keine Zeit vorgibt, aber ein vages Ziel: „Katrin soll knapp hinter Mocki ins Ziel kommen.“ Das wäre dann auf alle Fälle weit vorne.
Sabrina Mockenhaupt hat ebenfalls den Zehner gewählt, den sie 2015 in Streckenrekord (34:59) gewonnen hat. „Sie will eine gute Zeit laufen, aber wahrscheinlich wird es nicht die beste ihrer Karriere.“ Luigi de Franceschi verweist auf „Mockis“ viele Verpflichtungen. Unter anderem trug sie während „Let’s Dance“, der Tanzshow auf RTL, Stöckel- statt Laufschuhe. Andere Termine kamen hinzu, ein privater schwebt über allem. Mocki wird in gut einem Monat heiraten. Die finalen Planungen werden nach dem Ermstal-Marathon vorangetrieben. Dort wird noch richtig schnell gerannt. 

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