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1905 bis 1918

Zeit der Gründung

Im Jahre 1905 kam es zur Vereinsgründung. Die Mitglieder gaben ihm den Namen

Schreberverein „Erholung„

so, wie sie Erholung in ihren Gärten suchten. Der erste Vorsitzende hieß Herr Enderlein.

Damals hatte kein Garten Wasseranschluss. Nur auf den Wegen gab es einige Wasserleitungen (teilweise aus Gasrohren), die in Wasserfässer mündeten. Je vier Gärten hatten so ein Fass mit Wasserhahn.

Die Pacht war auf sechs Jahre beschränkt und musste dann wieder beantragt werden.

Mit primitiven Mitteln, aber viel Liebe, wurden kleine Lauben – alle aus Holz – errichtet. Kisten, Bretter, altes Bauholz dienten als Baumaterial.

Sie durften nicht höher als 2,50m sein und höchstens eine Grundfläche von 8 qm haben. Die Geräteschuppen durften nicht als besondere Bauten errichtet werden, sondern sich mit der Laube zusammen unter einem gemeinschaftlichen Dach befinden.

Vom Eingang Columbusstraße bis zum Hauptweg links befand sich nur eine Reihe Gärten. Dahinter lag ein großer freier Platz, auf dem im Winter Schausteller der Vogelwiese ihre Fuhrgeschäfte abstellten.

Richtung Wernerstraße grenzten einige private Schuppen die Sparte ab.

Vor der Mauer des Stadtgutes hatte ein Herr Seiler seine Werkstatt. Der große Platz, auf dem sich heute unsere Grünanlage befindet, war damals ein Hartplatz mit einem Rundlauf .Dieser Platz diente den zahlreichen Kindern als Spielplatz, da sie den Hauptteil ihre Freizeit im Garten verbrachten, denn Kinderbetreuung oder Ferienlager gab es nicht.

Weitere Gärten befanden sich hinter dem Hartplatz am „Mittelweg“ und einem heute nicht mehr vorhandenem Querweg. Die Fläche am „Langen Weg“ war zur damaligen Zeit noch ein Feld und gehörte noch nicht zur Sparte.

Am 16. Januar 1911 schlossen sich 14 Schreber-Gartenvereine, darunter auch unser Verein „Erholung“ zum Verband der „Dresdner Garten- und Schrebervereine“ zusammen.  Noch im gleichen Jahr wurde die Satzung beschlossen. Damit war die Wahrnehmung der Interessen und Vertretung der Rechte gesichert.

 

Zeit des 1. Weltkrieges

Der 1. Weltkrieg bedeutete auch für die Kleingärtner große Einschnitte und Härten. Die Familienväter waren im Krieg und viele Frauen gingen in die Fabriken, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Da blieb wenig Zeit für den Garten. Die größeren Kinder der Familien übernahmen oft die Bearbeitung der Gärten. Das Lebensnotwendigste wie Kartoffeln, Gemüse usw. wurde angebaut. So konnte die Ernährung verbessert werden. Deshalb wuchs die Nachfrage nach einem Kleingarten, weil er lebenswichtig für die Ernährung der Familien wurde.

So wurde am 08.11.1916 ein Pachtvertrag mit dem Forst- und Rentamt über das Gelände abgeschlossen.

 

Am 25.08.1917 wurde ein Pachtvertrag mit dem Königlichen Staatsfiskus über das Gelände des früheren Ostragutes abgeschlossen, das zwischen den bisherigen Gärten und der Weißeritz lag. Damit entstanden die Gärten am „Langen Weg“. Bei der Pachtkassierung wurden sie als Feld bezeichnet.

Auf dem neuen Land legte man in kurzer Zeit viele neue Gärten an. Die ursprüngliche Feldbewirtschaftung, die Teilung des Geländes durch den „Langen Weg“ und das Ziel, viele Gärten neu zu schaffen, hatte zum großen Teil zur Folge, dass die „Handtuchform“ dieser Gärten entstand.
 
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