Rom - Lamezia

4. Etappe: Pozzuoli - Neapel – Pompeii

Sonntag, 16.06.2013

Neapel ist doch gar nicht so schlimm


Tageskilometer:

50

Tageshöhenmeter:

372

Tagessattelstunden:

4

Tagesfotos:

41

Tourkilometer:

327

Tourhöhenmeter:

1373

Toursattelstunden:

17,5

Tourfotos:

168


Route:

Wetter:

Unterkunft:

Pozzouli – Napoli - Pompeii

Trocken, wolkenlos, eher windstill, etwa 32°, sehr warm, besonders am Berg

B&B Eco

Beste Unterkunft bislang, zentral in Pompeii


Strecke Pozzuoli-Pompeii





Vor dem heutigen Tag hatte ich einen ordentlichen Respekt. Mit dem Rad durch Bella Napoli, nicht so ganz ohne. Um die Hauptstraßen und Berge zu vermeiden wählte ich eine Route entlang der Küste. Kaum hatte ich Pozzuoli verlassen ging es schon bergauf. Die Temperatur forderte ihren Tribut, der Schweiß floss in Strömen.














Oben angelangt hatte ich mich auf eine rasante Abfahrt gefreut, dem war leider nicht so. Bis auf wenige Ausnahmen fuhr ich über gepflasterte Straßen verschiedenster Bauart. Die schlimmsten waren, besonders im Hinblick auf meine gebrochene Speiche, jene, welche aus großen, nicht mehr ganz so eben verlegten Steinen wohl noch aus der Römerzeit bestanden. Es werden wohl so etwa 20km Pflaster gewesen sein – trotz allem, keine weiteren Schäden.







Als Ausgleich konnte ich von hier oben einen ersten Blick auf den Vesuv erhaschen.
















Entlang der Promenade war sogar ein Radweg eingerichtet, die Straße selbst war gesperrt. Jung und alt vergnügten sich völlig autofrei – vermutlich wegen des Sonntages. Sogar Reiter ließen sich blicken.































Ansichten aus Bella Napoli





Eine willkommene Stärkung ließ mir den ein uralter Obsthändler zukommen: Auf meine Frage nach dem Preis für ein Schälchen Erdbeeren füllte er mir sofort derer 4 in eine Tüte. Und das für 2 Euro. Nur mit Mühe konnte ich die Draufgabe einer Melone abwehren.





Danach jedoch war Konzentration angesagt. Roller und Autos (fahrende und geparkte) kämpften umden wenigen verbleibenden Platz. Wenn man sich dann mal eingewöhnt hatte, machte das Schlängeln zwischen den teils hupenden Fahrzeugen sogar Spaß. Das Highlight war ein Roller besetzt mit einer kompletten Familie, Mama Papa und 2 Kinder. Leider konnte ich das Chaos nicht fotografieren, aus naheliegenden Gründen.
















Da die komplette Strecke zwischen Neapel und Pompeii zugebaut ist, merkte man kaum, die Großstadt verlassen zu haben. Pompeii selbst ist, wenn die Tagestouristen abgereist sind eine sehr angenehme kleine Stadt. Viel kleiner übrigens als die Ruinenstadt, deren Ausgrabungen ich morgen besichtigen will. Mein weiterer Plan, den Vesuv mit dem Rad zu erklimmen, wurde von den meisten Einheimischen mit Kopfschütteln quittiert – nimm doch besser den Bus. Rollerfahrer halt. Aber sie sollten recht behalten.
















Die Unterkunft bei Annamaria und Alessandro war absolute Spitze. Sehr geschmackvoll eingerichtete Zimmer, sehr freundliche Vermieter. Bei unserer Unterhaltung fanden wir heraus, dass wir und beide für regenerative Energiererzeugung interessieren. Wir tauschten Website- und Mailadressen aus.