Rom - Lamezia

3. Etappe Minturno - Pozzuoli

Samstag, 15.06.2013

Blumen, alte Gemäuer, Speichenbruch


Tageskilometer:

90

Tageshöhenmeter:

678

Tagessattelstunden:

5

Tagesfotos:

66

Tourkilometer:

277

Tourhöhenmeter:

1001

Toursattelstunden:

14,5

Tourfotos:

127


Route:

Wetter:

Unterkunft:

Minturno – Cancello ad Armone – Villa Literno - Pozzuoli

Trocken, wolkenlos, leichter Westwind, etwa 32°, sehr warm, schweißtreibend, besonders am Berg

Albergo della Rose

Recht laut, auf einer Seite, Straße, auf der anderen Bahn, trotzdem mit Meerblick






Kaum gegen 8.30 Uhr gestartet, da lernte ich auch schon Alberto auf seinem Rennrad kennen. Wir fuhren etwa 10km zusammen und „unterhielten“ uns intensiv, jeder in seiner Sprache und alles durcheinander mit englischen Brocken. Ein insteressantes Erlebnis am frühen Morgen.












Nachdem ich mich von ihm getrennt hatte, traf ich auf eine Schafherde, welche die Zufahrt zu einer Schnellstraße versperrte, in Deutschland unvorstellbar - hier haben Schafe halt Vorfahrt.




Die nächsten Kilometer längs der Küste und beiderseits eines Flusses, ich musste erst mal eine Brücke suchen, waren völlig entspannt.






Die als nächste gewählte „Nebenstraße“ war stark befahren, so dass ich die nächste Gelegenheit nutzte auf eine Nebenstraße derNebenstraße auszuweichen.Hier ließ denn auch der Verkehr merklich nach. Nachdem ich einen Weinbauern bei der Arbeit beobachtet hatte, hörte ich ein metallenes Geräusch. Nach näherem Hinsehen stellte ich fest, dass beim Hinterrad eine Speiche gebrochen war. Nun hatte ich diverse Werkzeuge und Ersatzteile dabei, an Speichen hatte ich diesmal nicht gedacht. Der Schlag in der Felge ließ sich zunächst recht gut mittels Speichenspanner beseitigen, so dass ich erst einmal weiter fahren konnte.





Die Bauern fuhren Lastwagen voller Pfirsiche und Melonen nach Hause.






Riesige Felder mit Strauchtomaten säumten Weg, leider waren sie noch nicht reif.  Dieser Feldweg führte direkt auf eine vierspurige Schnellstraße. Die einzige Alternative wäre zurück gewesen – also Augen auf und durch. Die nächste Abfahrt zum Lago die Patria war dann meine. Auf den folgenden Kilometern boten diverse Damen des waagerechten Gewerbes ihr Dienste an – attraktiv waren sie allemal.










Eine weitere Nebenstraße bot sich an um dem immer stärker werdenden (Straßen)-verkehr zu entkommen. Leider war das mal wieder mit einem längeren Anstieg verbunden, bei der Hitze sehr schweißtreibend. Gegen Ende des Anstieges erfreute mich ein Römischer Torbogen mit original Römischem Pflaster. Die Erbauer hätten sich nicht träumen lassen, dass über ihre Straße einst der Verkehr pulsieren würde.




Das GPS Gerät wies mir einen steilen Weg hinunter zum fast kreisrunden Lago di Averno, den ich um ein Haar übersehen hätte. Auf halber Strecke, bei einem Weingut gingen diverse Wege ab, keiner war so recht vertrauenserweckend.







Auf Nachfrage erschien der Patron des Gutes. Er erklärte mir in gutem Englisch wie ich zum See vorstossen konnte. Ein Stück des Weges weiter würde ich unter einem Baum eine Gruppe beim Essen vorfinden. Diese wiederum sollte ich bitten, mir das Tor zum Seeweg aufzuschließen. Genau so wurde es dann auch gemacht, die sehr freundlichen Leute unter dem Baum halfen mir gerne weiter.











                          

Gemäuer aus römischen Zeiten

Jetzt waren es nur noch wenige Kilometer bis zum Hotel. Kaum zu glauben welch ein Unterschied zwischen dem sehr ruhig gelegenen See und dem pulsierenden Verkehr um die Ecke. Durch den Autowahn geht eine gehörige Portion unserer Lebensqualität verloren.




Später fuhr ich dann mit der Bahn nach Pozzuoli, da ich etwas außerhalb wohnte. Schon ein unschlüssiger Blick am Bahnsteig reichte, um eine hilfsbereite Italienerin anzulocken – dies habe ich übrigen während der kompletten Tour festgestellt.






















Eindrücke aus Pozzuoli