Freitag, 20.04.2012

1. Etappe Swinoujscie - Mrzezyno

Über sandige Waldwege


Tageskilometer:

113

Tageshöhenmeter:

466

Tagessattelstunden:

6,5

Tagesfotos:

74

Tourkilometer:

113

Tourhöhenmeter:

715

Toursattelstunden:

5,1

Tourfotos:

74


Route:

Wetter:

Unterkunft:

Swinoujscie – Pobierowo – Trzebiatow - Mrzezyno

Trocken, an der See diesig, im Landesinneren heiter bis wolkig, kalter Wind

Hotel Geovita w Mrzeżynie

Mrzezyno


Start in Swinemünde bei trockenem, aber relativ kaltem Wetter. Der Wind kam, wie meistens von vorne.



Die Überquerung der Swine, eines der drei Oder-Mündungsarme zur Insel Wollin mit der Fähre gelang zügig. Punkt 9.00 legte das Schiff ab. Das Wetter war dunstig, man konnte während der Überfahrt mit Mühe die entgegenkommende Fähre erkennen. Die ersten 10 km führten mich längs einer mittelmäßig befahrenen Hauptstraße. Den Weg nach Miedzyzdroje entlang der sandigen Dünen schenkte ich mir um zunächst zügig voran zu kommen.











Wenig später erreichte ich den Wolinski Nationalpark. (Wolliner Nationalpark). Die Fahrt durch das 10.000ha große Gebiet führte vorbei an einem Wisent-Gehege und weiter durch weitläufige Waldgebiete. Die zum Teil sandigen Wege waren recht gut zu bewältigen.










Trotzdem war ich erleichtert dann wieder befestigte Straßen zu erreichen. Schade, dass die zahlreichen Alleen jahreszeit beding tnoch nicht ergrünt waren. Dieses war jedoch nur von kurzer Dauer, heute immerhin waren etwa 30km mehr oder weniger sandige Wege zu bewältigen. Der Ostseeradweg wurde in diesem Bereich durch ein, vorwiegend an Bäume gemaltes Radsymbol „R10“ recht gut gekennzeichnet.

Kurze Schotter- und Kopfsteinpflasterstrecken wechselten sich mit gut ausgebauten Alleen ab. Mit der Überquerung der Dzwina, des letzten der drei Mündungsarme der oder in die Ostsee, verließ ich die Insel Wollin. Durch weitläufige Wälder entlang der Ostseeküste gelangte ich dann nach Pobierowo, einem Ferienort, welcher momentan leider recht ausgestorben wirkte. Am Ortsausgang entdeckte ich dann doch noch ein geöffnetes Café für meine Mittagspause. Gestärkt fuhr ich entlang des baltischen Meeres weiter. Hier befinden sich viele, momentan (April) noch recht ruhige Badeorte. Gefühlte 95% der Gastronomiegeschäfte waren noch geschlossen. Immer wieder waren die schon angesprochenen sandigen Etappen durch die strandbegleitenden Wälder zu bewältigen. Dann war es mir doch noch vergönnt ein wenig (4km) den Rückenwind auszukosten. Bei Pogorzelica fuhr ich von der See weg nach Süden. Hier riss der Himmel aus, die Sonne war zu sehen. Entlang vieler landwirtschaftlicher Gehöfte, durch kleine Dörfer erreichte ich dann Trzebiatow (Treptow an der Rega). Die Altstadt mitsamt Marienkirche sind recht gut erhalten und nach dem Fall des eisernen Vorhangs partiell restauriert.

Etwa 12km Richtung Ostsee lagen noch vor mir, wieder durch bäuerliche Dörfchen, der letzte Teil führte längs eines Betonplattenweges nach Mrzeyno, meinem Etappenziel. Hier hätte ich um ein Haar hungrig zu Bett gehen müssen. Nach langem Suchen und der Untersützung eines Barmanns (er bemühte eine Lupe und ein Wörterbuch, eben so alt wie er), entdeckte ich ein türkisches Restaurant, vermutlich das einzige geöffnete in diesem (noch) ausgestorben wirkenden Badeort.