Mittwoch, 25.04.2012

6. Etappe Gdansk – Grenze Kaliningrad

Reichlich Regen, reichlich Gegenwind, schlimme Wege, unwilliger Fährmann

Tageskilometer:

110

Tageshöhenmeter:

231

Tagessattelstunden:

6

Tagesfotos

48

Tourkilometer:

718

Tourhöhenmeter:

2611

Toursattelstunden:

35

Tourfotos:

444


Route:

Wetter:

Unterkunft:

Gdansk – Elblag – Braniewo – Gronowo - Frombork

Regnerisch, vorwiegend starker Gegenwind, stark befahrene Straßen

Hotel Kopernik, Frombork.

Wirtin spricht perfekt deutsch, prima Zimmer und Service

Schon vor dem Aufstehen hörte ich ihn, den Regen. Da ich eine lange Tour vor mir hatte, wenigstens 120km, verzichtete ich zum dritten Mal hintereinander auf das Frühstück. Ab halb neun und legte mich gegen halb acht ins Zeug, besonders, da der Regen eine (wie ich später bemerkte) Pause einlegte.








Danzig in Richtung Osten zu verlassen war leider nicht so problemlos wie die Einfahrt. Entlang stark befahrener Ausfallstraßen verließ ich die Stadt. Immerhin war neben den Rennstrecken eine Art Standstreifen für die armen Radler vorhanden. Das entscheidende Problem waren die Flüsse. Das erste Gewässer ließ sich noch durch eine Pontonbrücke bezwingen, die Querung der Wisla (Weichsel) hingegen scheiterte am Unwillen der Fährleute. Warum sie ihren Dienst nicht verrichten wollten oder konnten blieb offen.








Mich hingegen zwangen sie bei teilweise starkem Gegenwind, den Weg zur stark befahrenen Europastraße in Richtung Elblag aufzunehmen. Immerhin konnte ich auf dem Weg diese schönen alten Häuser fotografieren -  Hier bestand die einzige Möglichkeit weit und breit, den Fluss zu überqueren.








Die Fahrt über den sehr schmalen Weg über die Brücke verlangte höchste Konzentration um nicht anzuecken, schieben wollte ich aber natürlich auch nicht.















Nach dem Überqueren der Brücke hatte ich genug von dem starken Verkehr und entschloss mich, GPS-gestützt auf Nebenstraßen auszuweichen. Anfangs schien die Idee erfolgversprechend zu sein, wenig später endete sie im Schlamm. Sehr schwer zu befahrende Betonplattenwege waren noch die angenehmste Varinate – schon erstaunlich welche Verbindungen im GPS-Programm gespeichert sind.








Wie zur Entschuldigung führte mich die Maschine denn immerhin an dem ein oder anderen netten Photomotiv entlang. Auf verschlungenen und zum Teil sehr verschlammten Wegen und letztendlich doch wieder auf der Europastraße erreichte ich schließlich Elblag.








Die letzten Kilometer wurden denn auch durch einen straßenbegleitenden Radweg erträglich.








Da ich bislang aus verschiedenen Gründen diverse zusätzliche Kilometer gefahren war, nahm ich den Zug nach Braniewo. Während der etwa zweistündigen Pause nahm ich die erste nennenswerte Nahrung (Döner+Kaffee) des Tages zu mir.








In Braniewo angekommen, lies ich es mir trotz des schlechten Wetters und der vorgerückten Stunde nicht nehmen, die Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad aufzusuchen, um ein Zielfoto zu schießen.








Der Rückweg nach Frombork zum reservierten Hotel war denn auch noch ein letztes Mal mit einer kräftigen Dusche und natürlich wieder Gegenwind verbunden.




Eine sehr warmherziger Empfang durch die Hotelchefin und der Blick auf die sehr sehenswerte Domburg und Dom, ließ einige der anstrengenden Stunden des Tages verblassen.