Von der Neckarquelle nach Stuttgart


Mittwoch, 30.05.2012

1. Etappe Schwenningen - Sulz-Glatt

Am jungen Fluss


Tageskilometer:

63

Tageshöhenmeter:

287

Tagessattelstunden:

3,3

Tagesfotos:

74

Tourkilometer:

63

Tourhöhenmeter:

287

Toursattelstunden:

3,3

Tourfotos:

74


Route:

Wetter:

Unterkunft:

Schwenningen – Rottweil – Oberndorf - Sulz-Glatt

Trocken und warm, angenehmes Radelwetter, Abends, nach Zieleinlauf Gewitter

Pension Himmelreich, Sulz-Glatt


Ankunft in Schwenningen, nach problemloser Bahnreise gegen 14.00. Das Wetter sah recht vielversprechend aus, 25°, leicht bewölkt. Da bis zum Tagesziel noch gut 60km zurück zu legen waren, fuhr ich denn auch umgehend los.











Der noch kaum als solcher erkennbare Fluss war schnell gefunden, und so verliess ich auf dem gut ausgebauten Radweg entlang des jungen Neckars Schwenningen. Über ruhige Wald-und Feldwege führt der Neckarradweg immer in der der Nähe des Flusses nach Rottweil, der angeblich ältesten Stadt Baden-Würtenbergs.




















Die Altstadt erschien mir denn auch sehr reizvoll, so dass ich mich nach diversen Fotos zu einer kleinen Stärkung (Erdbeerbecher) niederließ. Rottweil liegt hoch über dem nun schon etwas breiteren Neckar, so dass ich vor dem Eis noch einige Höhenmeter zu bewältigen hatte.










Nach dem Verlassen der Stadt behielt ich noch eine Weile die erkämpfte Höhe und hatte so eine hervorragenden Blick auf das "Bergle", einen ehemaligen Umlaufberg des Neckars. Irgendwann hat er wohl, angeblich aus freien Stücken diese Flussschleife verlassen. Jetzt „fließen dort Getreidefelder um das "Bergle". Die übriggebliebenen Mauerreste der Neckarburg schießen wie Pfeiler in den Himmel, ebenfalls ein Überbleibsel aus längst vergangenen Tagen.










Der Neckar wird immer wieder durch überdachte, teils kunstvoll gebaute Holzbrücken überquert.










Bei Talhausen stiess ich dann auf das erste kleine Neckarkraftwerk, dessen uralte Turbine immer noch treu und brav ihren Dienst verrichtet.














Die Wiesen am Wegesrand schienen mit in einem recht naturnahen Zustand zu sein; verschiendenste Blumenarten unterschieden sie von den sonst üblichen, gülle-überdüngten Flächen.


Durch diverse kleiner Dörfer erreichte ich dann das durchaus seheswerte Oberndorf, welches ich aber aus Zeitgründen im wahrsten Sinne des Wortes links liegen ließ.




Hier machte mich ein riesiges Metall-Buch der Erinnerung auf ein Lager für vorwiegend russische Zwangsarbeiter mal wieder auf die unrühmliche Vergangenheit  aufmerksam. Die etwa 7000 Zwangsarbeiter waren vorwiegend in der Waffenfabrik "Mauser" beschäftigt. Wikipedia











Über gut befahrbare und wie hier überall vorbildlich ausgbeschilderte Radwege, mal asphaltiert, mal geschottert erreichte ich dann mein Tagesziel Sulz-Glatt.
Nach der Besichtigung des Wasserschlosses bemühte ich mich zu meiner Herberge „Himmelreich“ hinauf, die ihren Namen wohl durch ihre Höhe die man überwinden muß gefunden und redlich verdient hat.