Von Linz nach Melk

Samstag, 20.08.2011 –  Linz – Melk (Pöchlarn)

Herrliche Wege mit teils bedrückenden Bildern

 

Tageskilometer:

127

Tageshöhenmeter:

300

Tagessattelstunden:

6,3

Tagesfotos:

97

Tourkilometer:

235

Tourhöhenmeter

540

Toursattelstunden:

12,6

Tourfotos:

197

 

 

Route:

Wetter:

Unterkunft

Linz – Mauthausen – Grein – Ybbs – Pöchlarn - Melk

Heiter , sehr warm, 30°,

Pension Barbara 38€ mit Frühstück



Ein Foto der Donauquelle vom ersten Teil des Donauradweges aus dem Jahre 2003, welchen uns von der Quelle bei Donaueschingen bis Deggendorf abgefahren haben.








"Nur" noch 2135 km bis Sulina, der Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Die Donau ist meines Wissens der einzige Fluss, bei dem die Kilometer von der Mündung rückwärts gezählt werden.






Nachdem es dann gelungen war Linz zu verlassen, entlang dem riesigen Werksgelände von Voestalpine, erreichte ich nach dem Überqueren der Donau wieder den Donauradweg.





Der führte für die ersten gut 10km direkt an der Donau lang. Bei Abwinden, sonderbarer Name ;-) gings dann über die Dörfer Richtung Mauthausen.


















Schon bevor die Gedenkstätte Mauthausen zu sehen ist kommt man an Denkmalen aus der NS-Zeit vorbei.
Zur Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers war dann ein 14%iger Anstieg zu meistern. Wenn man aber bedenkt unter welchen Qualen die Insassen des KZ gelitten haben wirkt das natürlich lächerlich. Einfach unglaublich zu welchen Gräueltaten der Mensch fähig ist. Leider sind die Ewiggestrigen wohl kaum zu bewegen, sich diese Gedenkstätten des Grauens anzusehen. Es war ein sonderbares Gefühl, hier so einfach wieder wegfahren zu können.




Mauthausen






Für weitere Fotos der Gedenkstätte:




Natürlich noch unter dem Einfluss des Gesehenen ging die Fahrt wieder zurück zum Strom. Hier soll einmal erwähnt werden, wie hervorragend die Ausschilderung des Donauradweges bis hierher und hoffentlich auch weiterhin war, bzw. sein wird. Auch die Straßenoberfläche lässt keine Wünsche offen.
Trotzdem wurde, kaum dass die Donau erreicht war, eine weitläufige Umleitung angekündigt, natürlich auch perfekt beschildert. Ich traf auf diese beiden Radler, mit denen ich dann ein Stück geradelt bin. Hier hilft er seiner Freundin, den Hügel zu bezwingen. Vorbildlich!  ;-)


Meine Befürchtung, dass die geplanten Tageskilometer beträchtlich überschritten würden, bewahrheite sich dennoch nicht. Eine Donauschleife wurde zum Teil abgekürzt.






Zurück am Fluss in Grein bestieg ich nach Studium des Bikeline - Buches eine überfüllte Radelfähre. Der „Käptn“ hatte bei der kurzen Überfahrt einiges zu berichten. Angeblich war er mal auf „richtigen“ Schiffen gefahren.





Nach der Überfahrt war erst einmal Zeit für die Mittagspause.

Auf der Südseite war der Weg wesentlich entspannter. Wäre ich auf der bisher gefahrenen Nordseite verblieben, hätte ich lange Strecken auf der Bundesstraße zurücklegen müssen.





Ab hier wurde das bislang breite Tal wieder von Steilhängen abgelöst.  Dadurch wurde der weitere Weg landschaftlich ansprechender. 






Der Weg führte auf (fast) autofreien Wegen weiter ich Richtung Melk. 10km vorher, in Pöchlarn, hatte ich jedoch schon die Unterkunft gebucht.

Hier wurde ich von der Oma! der Chefin empfangen, welche mir das bisher beste Zimmer zeigte.




Nach einer erfrischenden Dusche bin dann doch noch die 10km nach Melk gefahren, um mir das weltbekannte Kloster anzuschauen.

Selten habe ich ein so imposantes, beeindruckendes und gut restauriertes Gebäude gesehen. Hier in Melk und auch schon vorher war mir aufgefallen, dass viele Italiener auf dem Donauradweg unterwegs waren; unabhängig von der Tatsache, dass ein italienischer Markt die Altstadt beherrschte.





Da musste natürlich schon mal Vorrat für den nächsten Tag „gebunkert“ werden. „Die Wurst kannst du ein halbes Jahr aufheben, im Kühlschrank.“ Den hatte ich jedoch leider nicht dabei. Der Händler behauptete doch, er müsse alles, was er nicht verkaufen würde, zu Fuß zurück nach Italien schleppen. Wert kann da schon nein sagen!

Dann ging es wieder zurück nach Pöchlarn, eine angenehme Fahrt in der Dämmerung an der Donau.

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