Iron Curtain Trail 

1. Teil Grünes Band: Travemünde - Oebisfelde


Mittwoch, 29.06.2010

3Etappe von Lauenburg nach Hitzacker

An der Elbe

Tageskilometer:

64

Tageshöhenmeter:

303


Tagessattelstunden:

7,5

Tagesfotos:

46

Tourkilometer:

212

Tourhöhenmeter:

998

Toursattelstunden:

17,5

Tourfotos:

99


Route:

Wetter:

Unterkunft:


Lauenburg - Boizenburg - Bleckede - Darchau -Hitzacker

Das Wetter unverändert toll,
sonnig und warm.

Jugendherberge Hitzacker







Am anderen Morgen haben wir dann noch die "Palmschleuse", die älteste erhaltene Kesselschleuse Nordeuropas angeschaut. Sie wurde bereits 1398 in einer Holzausführung erbaut.








Nach einigen Kilometern auf einem Radweg entlang der Elbe und dem Überwinden zweier Hügel kamen wir am Elbbergmuseum an.
Hierbei handelt es sich um das Lager Boizenburg  des KZ Neuengamme. Dort waren etwa 400 jüdische Ungarinnen interniert, um in benachbarten Rüstungsbetrieben Zwangsarbeit zu leisten. Der teils unterirdische Gebäudekomplex enthält detaillierte Informationen aus der Lagerzeit.











 




Im Außenbereich des Lagers sind außerdem Elemente der DDR-Grenzanlagen zu sehen. Die Museumsangestellte informierte uns umfassend. Desweiteren äußerte sie ihr Missfallen über die akuell hohe Arbeitslosigkeit und den dadurch hervorgerufenen Alkoholkonsum vorwegend der männlichen Bevölkerung.










Nach recht steiler Abfahrt nach Boizenburg fuhren wir weiter über den neu befestigten Elbdeich durch weitgehend unberührte Natur Richtung Beleckede.









 

















Durch einen ehemaligen Wachturm wurden wir an der Elbe wieder an den Grenzverlauf erinnert. Mit der Fähre gings dann über die Elbe nach Niedersachsen. Dies war jetzt bereits das 3. Bundesland, welches wir während der Tour besuchten.
Nach einer Pause in einer ökologisch angehauchten Radelraststätte führte der Weg weiter immer entlang der Elbe.
 

















Immer wieder wurden wir durch Fragmente der ehemaligen Grenzanlagen daran erinnert, dass die Elbe vor nicht all zu langer Zeit eine (fast) undurchdringliche Grenze gewesen ist.

















Hier, direkt am Elbdeich entdeckten wir einige sehr schön erneuerte Bauernhäuser und auch größere Gutshöfe. Nun war auch schon fast Hitzacker erreicht.






Nach kurzer Wartezeit holte uns die kleinste, aber auch mit Abstand teuerste Fähre der Tour ab und schaffte uns sicher auf die niedersächsische Seite der Elbe.
 












Zu unserem Erstaunen entdeckten wir in Hitzacker einen der nördlichsten Weinberge der Republik. Probiert haben wir das Erzeugnis aber sicherheitshalber doch nicht.














Hitzacker ist ebenso wie gestern schon Lauenburg ein sehr sehenswertes altes Fachwerkstädtchen.