Iron Curtain Trail 

1. Teil Grünes Band: Travemünde - Oebisfelde


Samstag, 03.07.2010

6. Etappe: Von Abbendorf nach  Oebisfelde

Bei fast 40°C durch den Drömling

Tageskilometer:

60

Tageshöhenmeter:

231


Tagessattelstunden:

6

Tagesfotos:

39

Tourkilometer:

486

Tourhöhenmeter:

2172

Toursattelstunden:

48

Tourfotos:

180


Route:

Wetter:

Unterkunft:


 Abbendorf - Jübar - Brome - Drömling - Oebisfelde

Heiß

Pension in Oebisfelde


















Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster fiel mir auf, dass in Abbendorf, wie auch in vielen anderen Dörfern der ehemaligen DDR weitaus mehr alte Laubbäume stehen, als ich es von den westdeutschen Dörfern meiner Heimat gewöhnt bin. Hier müssen die Bäume aus allen erdenklichen Gründen (Parkplatz, das "schreckliche" Laub, sie könnten auf ein Haus fallen....) Platz machen.
Nach dem Start in Abbendorf ging es dann zum Einstieg ein wenig den Berg hinauf, zum Glück war es am Morgen noch relativ kühl.





Weiter führte der Weg durch große Getreidefelder über schnurgerade, gut ausgebaute Wirtschaftswege Richtung Süden.

























Wie schon gestern wechselten sich kleine Dörfer mit weiten landwirtschaftlichen Flächen ab. Wie schon gestern gab es auch hier in keinem Dorf irgendwas zu kaufen. Anders als gestern hatten wir uns diesmal aber mit reichlich Wasser eingedeckt.
















Als nächstes stand der Grenzlehrpfad Zicherie-Böckwitz auf dem Plan. Hier wird  noch einmal die Entwicklung der Grenzbefestigungsanlagen im Laufe der Jahrzehnte zu einem im undurchdringlicheren Wall aus Zäunen, Selbstschussanlagen, Minengürteln und vielen anderen zweifelhaften Erfindungen ausgebaut wurden. Wier schon erwähnt, wurde das Material für den rostfreien Streckmetallzaun zum Teil über Umwege durch Firmen aus der BRD geliefert.











Kurz danach kamen wir dann an einem Baum vorbei, welcher durch Alt-Außenminister Hans Dietrich Genscher gepflanzt wurde. Falls es seine Zeit und Gesundheit erlaubt, sollte er nochmal vorbeischauen. ;-)

























Nun ging es aber in den Drömling, ein 340km² großes,ein wenig besiedeltes ehemaliges Sumpfgebiet. Dieses wurde im 18ten Jahrhundert auf Weisung Friedrichs des Großen entwässert und in eine Kulturlandschaft umgewandelt. Heute ist diese in Deutschland einmalige Niedermoor-Landschaft Rückzugsgebiet für seltene Tier und Vogelarten. Der Drömling ist zu großen Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesen, ein Teil wir noch landwirtschaftlich genutzt.






 Da wir mittlerweile fast 40 Grad im Schatten hatten, behielt Renate den Drömling nicht in sehr guter Erinnerung.







Nach dem Verlassen des Drömlings erreichten wir als bald den Mittelllandkanal, wo wir im Schatten einer Brücke eine längere Pause einlegten und ein wenig den vorbeifahrenden Schiffen nachschauten.







Wegen einem überaus wichtigen Spiel der Fußballweltmeisterschaft war der  Strassenverkehr wie ausgestorben; das Fahren sehr entspannt.
Nachdem wir bei einem zum Glück geöffneten Getränkemarkt
unsere leeren Flaschen gegen Volle getauscht hatten, waren die restlichen Kilometer bis zum Etappen- und Tourziel Oebisfelde kein Problem mehr.