Iron Curtain Trail 
2. Teil Grünes Band: Oebisfelde - Dreiländereck

 

Freitag, 9.09.2010

7.  Etappe von Kronach nach Hof

27-Loch-Platten, reichlich Höhenmeter

Tageskilometer:

122

Tageshöhenmeter:

1840


Tagessattelstunden:

8

Tagesfotos:

64

Tourkilometer:

821

Tourhöhenmeter:

9342

Toursattelstunden:

63

Tourfotos:

346


Route:

Wetter:

Unterkunft

Kronach - Lehesten - Hirschberg - Hof


Vorwiegend wolkig, am Rennsteig
Fahrt durch die Wolken

Jugendherberge
Hof
Das Frühstück war prima, das Wetter weniger. Der Himmel war stark bewölkt, es sah nach Regen aus. Der letzte Reisetag lag vor mir.

















Als erstes erreichte ich nach kurzer Zeit die Gedenkstätte Heinersdorf-Welitsch. Hier wurde ein etwas 30 Meter lages Stück der Betonmauer mit samt einem Wachhäuschen im Original erhalten. Diese, vorher natürlich wesentlich längere Mauer trennte die beiden Ortschaften komplett voneinander ab.
















Ab jetzt führte der Weg in völliger Einsamkeit 16km durch ein einsames verlassen wirkendes Tal, immer entlag des ehemaligen Grenzstreifens.  Am Eingang des Tales steht noch die Ruine einer Grenztruppenkaserne.
















Nur einige gut aussehende Rinder bewohnten das Tal. Laut Schautafel führte einmal eine Schmalspureisenbahnlinie durch diese Tal, nur bei genauem Hinsehen sind noch Fragmente zu erkennen. Zum Schluss wurde der bis dahin brauchbare Weg zunehmend schlechter.

















In Kleintettau war die Zivilisation dann wieder zurück. Hier hatte ich Möglichkeit meinen geplanten Weg unter anderem in Richtung Lima ab zu ändern. ;-) Der Weg führte ständig bergauf, nach einigen Kilometern befand ich mich dann auf dem
legendären Rennsteig.




Hier fuhr ich großteils durch die Wolken - man merkt das indem man ständig durch Nieselregen mit mäßiger Sicht fährt, nur wenn man wesentlich bergab fährt lässt der Regen nach - bis man wieder berghoch...... usw. Man wird von innen und von außen nass.
























Und dann waren sie wieder da, die 27-Loch-Betonplatten. Über diverse Kilometer war ich auf diese teilweise sehr schwer zu befahrenden Wege angewiesen.























Das Gelände wir noch bergiger und schweißtreibender. Allerdings tun sich auch sehr schöne Ausblicke nach dem Bezwingen der Berge auf. Vor den Erfolg haben halt die Götter den Schweiß gesetzt.











Hier sieht man eine vorbildliche Verwendung des rostfreien, zum Teil aus Westdeutschland gelieferten Grenzzaun - Streckmetalls











































Weiter gings bergauf - bergab, gegen Abend erreichte ich dann Grenzmuseum Mödlareuth. Die deutsch-deutsche Grenze verlief mitten durch das Dorf. Das Museum besteht aus umfangreichen Grenzanlagen, Strassensperren, Wachtürmen und Militärfahrzeugen. Alles kann besichtigt werden. Für eine ausgiebige Besichtigung hatte ich leider nicht mehr die Zeit,
da es schon auf 19.00 Uhr zu ging.
Gegen 20.00Uhr erreichte ich dann das Etappenziel Hof/Bayern. Auch durch die Stadt bis zur Jugenherberge führte der Weg eine weitere halbe Stunde bergauf. Ich war so ausgepowert, dass ich keine Fahrt in die Stadt zum Abendessen mehr unternehmen. Zum Glück kochte mir die ebenso freundliche, wie hübsche Herbergschefin wie selbstverständich zur späten Stunde noch einen umfangreiches Abendessen. Die Jugendherberge Hof beschäftigt übrigens in vorbildlicher Weisen mehrere behinderte Mitmenschen.  Link zur integrativen JH   Hier noch einmal vielen Dank.