Iron Curtain Trail 
2. Teil Grünes Band: Oebisfelde - Dreiländereck

 

Dienstag, 6.09.2010

4.  Etappe von  Burg Ludwigstein nach Philippsthal

An der Werra

Tageskilometer:

142

Tageshöhenmeter:

824


Tagessattelstunden:

10,5

Tagesfotos:

55

Tourkilometer:

453

Tourhöhenmeter:

4541

Toursattelstunden:

34

Tourfotos:

207


Route:

Wetter:

Unterkunft

Burg Ludwigstein - Bad Sooden - Wanfried - Mihra - Herleshausen - Philippsthal


Leicht bewölkt, angenehm warm und trocken.

Fahrradherberge Philippsthal


















Frisch gestärkt von einem prima Frühstück gings dann steil bergab zu Werra. Von hier aus war ein Blick zurück zur Burg Ludwigstein eine angenehme Pflicht. Letzte Nebelschwaden wurden bald von der Sonne verdunstet. Ein herrlich sonniger Tag nahm seinen Anfang.

















Vorbei an frisch gemähten Wiesen führte der Weg über schmale Pfade und Waldwege, vornehmlich in Ufernähe an der Werra entlang. Nichts deutete darauf hin, dass es sich bei der Werra um eines der veschmutztesten Gewässer Europas handelt, wird sie doch von der Firma Kali und Salz bei der Düngemittelproduktion mit großen Mengen Salz belastet. Immerhin hat sich die Wasserqualität nach dem Ende der DDR merklich gebessert, jedoch versucht die Firma K&S die Einleitung von Salzlauge für die nächsten 700-1000 Jahre! festzuschreiben.
















Trotzdem war es eine angenehme Fahrt, vorbein an bewaldeten Hügeln und steilen Felsen.
















Die eine oder andere Furt war zu durchfahren, bei diesem Wetter eine schöne Abwechslung. Auch ansehnliche Weiler und landwirtschaftliche Anwesen säumten meinen Weg. Durch die Flussnähe hielten sich auch die Höhenmeter bisher in Grenzen, wie gesagt ein angenehmes Radeln.





An diesem Tag begegneten mir nur wenige Zeichen und Gedenkstätten an die ehemalige Grenze. Eine im 2. Weltkrieg zerstörte und durch die Grenze nicht wieder aufgebaute Eisenbahnbrücke machte hier eine Ausnahme.























Schon aus großer Entfernung sah ich nun die riesigen Salzabraumhalden der Kalibergwerke an der Werra. Diese weißen Berge wirken wie aus einer anderen Welt. Fremdkörper in einer an sonsten naturnahen Landschaft. Die Berge sind so riesengroß, dass ich sie selbst am nächsten Tag nach längerer Fahrzeit noch sehen konnte.
















Doch zunächst radelte ich weiter über ruhige Feldwege und Landstrassen meinem Tagesziel Philippsthal entgegen. Während der gesamten Tour hatte ich durch die ehemalige Grenznähe nur selten Probleme mit stärkerem Autoverkehr.







Plötzlich befand ich mich aber dann doch auf einer Bundesstraße, noch dazu auf der B62, welche auch zwei Kilometer an meinem Heimatort vorbeiführt.






















Mittlerweile hatte ich schon weit über 120km auf dem Tacho. Bei etwa 140km, kurz vor dem Ziel, hatte man dann eine Brücke abgebrochen und mir stand ein Umweg von etwa 20km bevor. in einer Tankstelle wurde mir dann eine Abkürzung quer durch die Wiese empfohlen, so dass ich dann nach zwei Kilometern mein Tagesziel erreicht hatte.
















Nach einem Anruf reiste dann der Herbergsbesitzer, gepeinigt von schwersten Rückenschmerzen, aus dem Nachbarort an. Er eröffnete mir, er könne, bedingt durch die schlimmen Schmerzen, am nächsten Morgen kein Frühstück bieten. Sei es drum, geh ich halt zum Bäcker.