Gesundheit

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Die besten Gesundheitstipps für Mai

Erdbeeren: köstlichste Arznei gegen Schmerzen

Sie sind in diesen Tagen die beliebteste Obstsorte. Gerade jetzt duften sie besonders intensiv und werden in Märkten und Lebensmittelläden massenhaft in leuchtend sattem Rot angeboten: die Erdbeeren aus heimischem Anbau. Wir kaufen und verzehren sie, weil sie einfach köstlich schmecken. Kaum aber jemand weiß, dass die Erdbeeren eine wertvolle „Medizin aus dem Obstgarten" sind. •:• Die Erdbeere hat mehr Vitamin C als die Zitrone oder die Orange. 150 Gramm Erdbeeren decken den Tagesbedarf an diesem Vitamin und haben bloß 53 Kalorien. Die Erdbeere liefert aber auch große Mengen an Folsäure für ein gesundes Blut sowie den Mineralstoff Kalium gegen zu hohen Blutdruck. Das Mangan in der Erdbeere ist wichtig für den Stoffwechsel, für die Nerven, das Gehirn, für die Liebe. Die Erdbeere ist außerdem für sensible Menschen ein ideales Antischmerzmittel, vor allem gegen Kopfschmerzen, Migräne, Rheuma und Gicht. Die Erklärung dafür: Die Erdbeere enthält eine natürliche Substanz mit dem Namen Methylsalizylsäure, welche den Inhaltsstoffen des Aspirins verwandt ist. Es kann daher der Genuss von etwa 10 saftigen, frischen Erdbeeren in manchen Fällen Kopfschmerzen oder Migräne vertreiben. Da es sich um eine sanfte Naturmedizin handelt, kann man Erdbeeren natürlich nicht gegen starke, lang anhaltende Schmerzen einsetzen. Die Erdbeere stellt aber auch mit ihren Gerbstoffen, Schleimstoffen, Säuren und ätherischen Ölen ein natürliches Antibiotikum dar, das entzündlichen Prozessen im Organismus entgegenwirkt. Gemeinsam mit dem reichen Gehalt an Vitamin C stärken Erdbeeren die natürliche Abwehrkraft gegen lästige Erkältungen im Frühsommer. •:• Erdbeeren wirken aber auch harntreibend. Das häufige Erdbeerenessen transportiert vorhandenen Harnsand, Nierensand und Nierensteine schneller aus dem Organismus. Im Rahmen einer britischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass die antibiotischen Substanzen in der Erdbeere sogar noch in 19facher Verdünnung die Kraft haben, Thyphuserregerabzutöten. Die deutschen Ärzte Dr. Norden und Dr. Heupke haben Erdbeeren mit großem Erfolg gegen die tropische Verdauungskrankheit Sprueeingesetzt. •: Der reiche Gehalt der Erdbeere an Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Enzymen macht sie zu einem hervorragenden Muntermacher am Morgen. Daher sind diese Früchte ideal zum Frühstück vor der Schule und der Arbeit. •:• Zahnärzte empfehlen oft den regelmäßigen Genuss von Erdbeeren, weil die Gerbstoffe der Frucht das Zahnfleisch festigen und dem Zahnfleischschwund vorbeugen können. Erdbeeren eignen sich gut für eineEntschlackungskur zum Sommeranfang. Sie geben Vitalität und Aktivität, entgiften den Darm, stoppen Durchfall. All diese medizinischen Wirkungen kommen nur dann zum Tragen, wenn die Erdbeeren frisch, saftig und süß sind. Und wenn man nicht dagegen allergisch ist. Es gibt Menschen, die nach dem Genuss von Erdbeeren Hautausschläge sowie Bläschen an den Lippen und im Mund bekommen. Treten diese Reaktionen auch bei Bioware auf, dann handelt es sich um eine Unverträglichkeit der Gerbstoffe in den Erdbeeren.

 

Wußten Sie schon, daß...

 

...die Erdbeere zur Familie der Rosengewächse zählt? Diese verdankt Sie ihren wunderbaren Duft.
...die Erdbeere mehr Vitamin C enthält als Orangen oder Zitronen und somit einen der höchsten Vitamin C-Gehalte aller Obstarten hat?
...die Erdbeere besonders kalorienarm ist? 100g haben nur ca. 36 kcal(150kJ).
...die Erdbeere viele wertvolle Mineralstoffe - vorallem Eisen und lebenswichtige Fruchtsäuren enthält?

 

 
Kreuzallergie

Ich will Ihnen heute wieder mal eine Geschichte erzählen, die beweist, dass Mediziner manchmal um die Ecke denken müssen. Da kam eine Touristin nach Gibraltar. Eine der Attraktionen dort sind die Berberaffen, die auf den Felsen herumturnen, Bananen fressen und normalerweise völlig friedlich sind. Das war diesmal anders. Einer der Affen biss der Frau in die Hand. Und plötzlich bekam sie keine Luft mehr, wurde bewußtlos, und musste in die Klinik gebracht werden. 
Was war geschehen? Nun, die Frau hatte eine Latex-Allergie und der Affe hatte kurz zuvor eine Banane gegessen. Was hat das miteinander zu tun werden Sie fragen? 
Dass die Frau gegen Latex allergisch war, wusste sie - sie trug deshalb nie Gummihandschuhe bei der Hausarbeit. Was sie aber nicht wusste war, daß Latexallergiker auch auf Bananen allergisch reagieren können. Sie hatte, ohne das zu wissen, eine sogenannte Kreuzallergie. Der Affe hatte mit seinem Biss eine winzige Spur Bananeneiweiß in ihre Blutbahn gebracht. Dieses Eiweiß ist ganz ähnlich aufgebaut wie das Eiweiß in der Gummibaummilch, aus der Latex hergestellt wird. 
Man nennt Allergie auslösende Eiweißstoffe Allergene. Und bei manchen ist die Reaktion des Körpers so heftig, dass der Zustand lebensbedrohlich wird.

Wir haben hier auf diesem Rad einmal Lebensmittel und Allergene einander gegenüber gestellt, die eine Kreuz-Allergie auslösen können. Sie sehen - nicht nur die Latexallergie führt zu einer Kreuzallergie, in dem Fall gegen Bananen, Kiwi oder Papaya. Ähnliches kann passieren bei der Allergie gegen Frühblüher wie Birke, Hasel oder Erle. Da sollte man vorsichtig sein beim Genuss von Früchten wie Äpfeln, Birnen, Pflaumen oder Erdbeeren. Eine Kreuzallergie gibt es auch zwischen Kräuterpollen und Möhren, Sellerie, Gurken, Melonen, Knoblauch und vielen Gewürzen. Und schließlich können Gräserpollen eine Kreuzallergie gegen Erdnüsse, Getreide, Hülsenfrüchte und Tomaten auslösen.

Ein Fall an einer deutschen Universitätsklinik macht deutlich, wie kompliziert das Ganze manchmal ist. Da wurde ein Patient mit einem lebensgefährlichen Allergieschock eingeliefert. Durch eine Blutuntersuchung stellten die Ärzte fest, dass er eine leichte Allergie gegen Hausstaubmilben hatte, die ihn aber nicht weiter behinderte. 
Er geriet erst in Not, nachdem er Shrimps verzehrt hatte. Ein bestimmter Eiweißstoff in Meeresfrüchten ist identisch mit einem Eiweiß der Milbe. Mein Rat: wer zu den Hausstaubmilben-Allergikern gehört, sollte Meeresfrüchte und auch Schnecken, nur mit Vorsicht genießen und im Zweifelsfall mit einem Allergiespezialisten sprechen. 

Nun, solche Kreuzallergien sind in letzter Zeit häufiger geworden, vor allem bei Menschen mit Heuschnupfen. Vor 20 Jahren hatten etwa 17 Prozent eine Kreuzallergie, heute rechnet man schon mit fast 60 Prozent. Zum Glück ist die Kreuzreaktion nicht immer lebensbedrohlich. Es kann auch sein, dass jemand in einen Apfel beißt und nur ein unangenehmes Kribbeln im Mund spürt. Das liegt dann nicht an Spritzmittelrückständen, wie man denken könnte, sondern ist auch eine Kreuzallergie mit Birken- oder Erlenpollen. 

Was kann man tun? Die Gefahr lässt sich verringern, wenn man Lebensmittel erhitzt. Dadurch wird das Eiweiß, das die Allergie auslöst, so verändert, dass es nicht mehr zu schweren Allergieanfällen kommt, meistens jedenfalls. Man sollte die Auslöser der Allergie genau kennen. Beim Hautarzt oder Allergologen kann man testen lassen welche Nahrungsmittel eine Kreuzallergie verursachen - damit Essen nicht zum Glücksspiel wird.
 

 

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