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ELTE-Projekttage in Südungarn. Wir werden das Erlebte nie vergessen

germanistik ELTE, 2017. nov. 16. 4:21   [ 2017. nov. 16. 4:24 frissítve ]

Neue Kenntnisse erwerben und neue Menschen kennen lernen konnten Germanistikstudenten der ELTE im Rahmen eines von Dozentin Maria Erb organisierten zweitägigen Projektausfluges nach Fünfkirchen, Schomberg, Feked und Gereschlak.

Obwohl der Freitag sehr früh begann, denn der Zug nach Fünfkirchen fuhr schon um 5.45 Uhr los, war jeder sehr gut gelaunt und neugierig, was die nächsten zwei Tage bringen werden.

Den Vormittag verbrachten wir im Valeria-Koch-Bildungszentrum. Der Direktor des Ungarndeutschen Pädagogischen Instituts (UDPI) Josef Weigert stellte sein Institut und das pädagogische Programm des Bildungszentrums vor. Wir konnten auch die offene Unterrichtsform während einer Werkstatt-Stunde (von Maria Frey vorbereitet) mitmachen. Bei den Aufgaben ging es hauptsächlich um das Thema Ulmer Schachtel und Ungarndeutsche. Jeder machte sehr aktiv mit und gab Frau Frey darüber ein Feedback.

Am frühen Nachmittag kamen wir in Schomberg an, wo wir das Heimatmuseum besichtigten und beim Wanderbündel konnten einige von uns nachvollziehen, was und wie die vertriebenen Ungarndeutschen 1945 mitnehmen durften. Wir gingen auch entlang dem Ungarndeutschen Lehrpfad. Hier erzählte man uns über das Konzept, die Inhalte und die offene Le(h)rnform. Bei einer Station konnten wir die Geläutordnung und bei einer anderen bekannte Autoren von Schomberg etwas näher kennen lernen.

Der Spätnachmittag fand uns in Feked, wo wir wegen des schlechten Wetters das Dorf nur aus dem Bus besichtigen konnten. Nach Angabe von Réka Peck werden die Stationen des geplanten Lehrpfades den Baum bzw. Holz als Leitmotiv haben. Sie erzählte uns auch über die berühmten Fassaden der ungarndeutschen Bauernhäuser. Nach dem Abendessen (Stifolder) und einem Geburtstagslied nahmen wir an der Probe des deutschen Chores des Ortes teil. Danach hatten wir gute Gespräche über die Vergangenheit und Zukunft des Dorfes mit Bürgermeister Peter Tillmann, Zoltán Schmidt (Regionalbüroleiter), Johann Szeifert, dem Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung und anderen Dorfbewohnern. Wir übernachteten im ehemaligen Pfarrhaus.

Nach einer kurzen Nacht fuhren wir am Samstag nach Gereschlak, wo wir das Heimatmuseum, das Puppenhaus und die Ausstellung mit Stickereien besichtigen konnten. Das Lebkuchendorf wird derzeit neu eingerichtet. Im Heimatmuseum konnten wir die Holzklumpen anprobieren, in denen wir, gar nicht so überraschend, nur sehr schwer laufen konnten. Wir konnten auch an einem Grundkurs in Patschkerstricken und an einem Kurs im Falten von Papierblumen (Chrysanthemen, Nelken und Tulpen) teilnehmen. Unter Anleitung von Teresia Amman bereiteten wir einen Teil unseres Mittagessens selber zu,  und zwar Hefeknel (Hefeknödel) und Schneepole (Schneeball).

Jeder von uns genoss diese zwei Tage in Südungarn und als Dank für den gut organisierten Ausflug überreichten wir Frau Erb einen Strauß aus Papierblumen, die wir im Kurs gemacht haben. Sehr erschöpft, aber zufrieden reisten wir nach Budapest zurück.

Vielen Dank für die Gastfreundschaft aller Gemeinden, die uns empfangen haben. Wir werden das Erlebte nie vergessen.

 

Gulyás M. Cecília

 

Im Heimatmuseum in Schomberg

 Margit Schulteisz zeigt die Ausstellung in Gereschlak

 Selbst gemacht schmeckt besser

 Patschker

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