Informationen in deutscher Sprache

Eötvös ­Loránd­ Universität Philosophische Fakultät Germanistisches Institut

H-1088 Budapest, Rákóczi út 5.
Tel.: (+36 1) 460-4401, 460-4412
E-Mail: elte.germanistik@gmail.com
Web: http://germanistik.elte.hu/

Institutsleiterin: Prof. Dr. Erzsébet Komlósi-Knipf
Institutssekretariat: Ágnes Oláh (Raum 254) Sprechstunden: Mo., Do.: 10.00-14.00
Lehrstuhlsekretariat: Hermina Árpád (Raum 256) Sprechstunden: Mo.-Fr.: 10.00-15.00

Fachschaft Germanistik (HÖK)
E-Mail: german.eltehok@gmail.com
Web: http://btkhok.elte.hu/az-en-hokom/ik/german/

Einrichtungen am Institut
Lehrstuhl für deutschsprachige Literaturen
Lehrstuhl für germanistische Sprachwissenschaft
Lehrstuhl für Sprachpraxis und Didaktik des Deuschen
Lehrstuhl für Nederlandistik
Lehrstuhl für Skandinavistik
Ungarndeutsches Forschungs­ und Lehrerbildungszentrum

Institutsbibliothek
Leiterin: Éva Tepszics-Szilágyi
H-1088 Budapest, Múzeum krt. 6-8., „Holdudvar“
Tel.: (+36 1) 460-4400/2351
E-Mail: germbibl@btk.elte.hu
Web: http://germbibl.elte.hu/
Öffnungszeiten während des Semesters
Mo., Di., Do.: 9.00-16.00 Mi.: 12.00-18.00 • Fr.: 9.00-14.00

Eine kurze Geschichte des Instituts:
Die ungarische und so auch die Budapester Germanistik ist eng mit dem Deutschunterricht an den ungarischen Schulen verknüpft. Die Gründung des Lehrstuhls für deutsche Sprache und Literatur im Jahre 1784 war mit dem Schulgesetz Maria Theresias und mit dem Sprachgesetz Josephs II. verbunden.
Infolge der Abschaffung des Russischen als einzig obligatorischer Fremdsprache an den ungarischen Grundschulen entstand in Ungarn ein großer Mangel an Lehrern des Englischen und des Deutschen. So musste auch die Loránd-Eötvös-Universität die Ausbildung von Deutschlehrern intensivieren. Zu diesem Zweck wurde 1990 mit der Umschulung von Russischlehrern begonnen sowie ein dreijähriger Lehrgang eingeführt, der das Ziel hatte, den Schulen so schnell wie möglich Deutschlehrer zur Verfügung zu stellen. Für die letztere Aufgabe gründete die Fakultät einen neuen Lehrstuhl mit der Bezeichnung „Deutsch als Fremdsprache“.
Ab 1992 – mit der Gründung des Germanistischen Institutes – wurde der institutionelle Rahmen der Germanistikausbildung und -forschung in Ungarn neu gestaltet. Die deutsche Sprachwissenschaft, die deutschsprachige Literaturwissenschaft, die deutsche Sprachpraxis und die Didaktik des Deutschen, sowie Skandinavistik und Nederlandistik haben selbständige Lehrstühle erhalten, und die Lehre und Forschung wurde neben staatlichen Mitteln auch durch private Stiftungen unterstützt. Dem neu gegründeten Institut ist es zu verdanken, dass die Zahl der Germanistikstudenten verdoppelt wurde, dass in den letzten Jahren eine große Zahl von Publikationen, Lehrbüchern, Handbüchern zum Sprach- und Grammatik Unterricht, zur Didaktik des Deutschen sowie zur Landeskunde erschienen sind.
1995 wurde das Forschungszentrum der Ungarndeutschen im Rahmen des Germanistischen Institutes gegründet.
Zur Zeit studieren am Institut ca. eintausend Studenten. Lehre und Forschung werden von 80 Assistenten, Dozenten und Professoren geleitet und durchgeführt. Am Institut entstanden das neue deutsch-ungarische und ungarisch-deutsche Wörterbuch, eine neue Grammatik des Deutschen, der Ungarndeutsche Sprachatlas, das Ungarndeutsche Wörterbuch sowie eine Li- teraturgeschichte der deutschsprachigen Länder u. a. m.

Intitutsprofil
Lehre (laut Bologna-­Prozess): 3 + 2 + 3 Jahre

BA-Germanistik (6 Semester Grundausbildung)
• Deutsche Sprache, Literatur und Kultur
• Deutsch als Minderheitensprache
• BA in Nederlandistik: Holländische und flämische Spra­che, Literatur und Kultur
• BA in Skandinavistik: Dänische, norwegische und schwe­dische Sprache, Literatur und Kultur

MA-Studiengänge
(BA­-Abschluss + 4 Semester)
• Magister (disziplinär) Germanistik: in Deutscher Sprache, Literatur und Kultur
• Magister Germanistik: in Deutsch als Minderheitenspra­che
• Magister in Nederlandistik: Holländische und flämische Sprache, Literatur und Kultur
• Magister in Skandinavistik: Dänische, norwegische und schwedische Sprache, Literatur und Kultur

Lehramt
• in Deutsch als Fremdsprache
• in Deutsch als Minderheitensprache
• in Nederlandistik

Germanistik als Minorfach
(5 Semester, zu belegen ab dem 2. Semester für Nicht­-Germanisten)

PhD/Doktoranden­Ausbildung
(MA­-Abschluss + 6 Semes­ter) in allen Bereichen

Forschung in allen Bereichen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Literaturwissenschaft:
• Literaturtheorie, Literatur und Medien
• Kultur­ und Literaturtheorien
• Komparatistik
• deutschsprachige Literaturen der mitteleuropäischen Re­gion im 19. und 20. Jahrhundert
• literarische Kontakte
• Kulturtransfer
• Rezeption der skandinavischen Literatur in Ungarn

Sprachwissenschaft:
• Grammatikologie (Satzmodi, Valenz kontrastiv)
• Lexikologie und Lexikographie
• Dialektologie und Soziolinguistik (Varietäten, Attitüden, Sprachinselforschung)
• Kontaktlinguistik (Deutsch als Minderheitensprache)
• Pragmatik (Metaphern­ und Metonymietheorie)
• Text und Stilistik

Bereich Sprachpraxis und Didaktik:
• Angewandte Sprachwissenschaft
• Sprachlehrforschung
• Lehrwerkanalyse
• Text im Fremdsprachenunterricht

Ungarndeutsches Forschungszentrum – Projekte
• Ungarndeutscher Sprachatlas
• Wörterbuch der deutschen Mundarten in Ungarn
• Sprachgebrauch der deutschen Minderheit in Ungarn
• Deutsche Sprachinseln in Mittel­ und Osteuropa
• Volkskultur der Ungarndeutschen

Publikations- und Herausgebertätigkeit, Buchreihen des Instituts:
• Budapester Beiträge zur Germanistik (55 Bände)
• Budapester Beiträge zu DaF (gemeinsam mit dem UDV)
• Ungarndeutsches Archiv (9 Bände)
• ELTE­Chrestomathie (11 Bände)
• Deutsche Texte aus Ungarn
• Skandinavisztikai Füzetek
• Néderlandisztikai Füzetek

Ausländische Partneruniversitäten des Germanistischen Instituts: Aarhus, Bergen, Berlin, Eichstätt­Ingolstadt, Graz, Hamburg, Heidelberg, Jena, Koppenhagen, Marburg, München, Odense, Oslo, Paderborn, Saarbrücken, Stockholm, Trondheim, Umeå, Wien

ERASMUS-Partnerschaften: Aarhus, Amsterdam, Antwerpen, Bamberg, Berlin, Bordeaux, Brussel, Eichstätt­Ingolstadt, Erlangen, Freiburg im Br., Hamburg, Heidelberg, Helsinki, Jena, Köln, Leiden, Leipzig, Limburg, München, Oslo, Paderborn, Potsdam, Saarbrücken, Umeå, Wien