Bahnhof Schee

Der Bahnhof Schee in Sprockhövel, liegt an der 1884 von der Preußischen Staatseisenbahn eröffneten Eisenbahnlinie Wuppertal=Wichlinghausen – Hattingen unmittelbar am Nordportal des Schee-Tunnel. Hier zweigte auch die Stichstrecke Schee nach Silschede ab. Beide Eisenbahnstrecken dienten überwiegend dem Kohlentransport.

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Bahnhof Schee um 1910 (Postkarte: bergbau-sprockhoevel.de)

Infotafel Bahnhof Schee

In der Blütezeit stiegen am Bahnhof Schee über 2000 Reisende ein und aus. 13 Gleise und 3 Stellwerke zeugten von der Bedeutung dieses großen Betriebsbahnhofes. Noch in den 30er Jahren fuhren auf der Relation Düsseldorf – Wichlinghausen – Schee – Hattingen – Essen Eilzüge.

1960 wurde nach 71 Jahren der Reisezugverkehr zwischen Schee und Silschede eingestellt. Der Grund lag wohl überwiegend in der Verlagerung des Steinkohlebergbaus nach Norden. So blieb es dann auch nicht aus, daß der Personenverkehr gänzlich eingestellt wurde. Der letzte Personenzug passierte am 30. November 1979 den Bahnhof Schee auf der über 95-jährigen Eisenbahnlinie Wuppertal=Wichlinghausen nach Hattingen.

Filmszenen

Im Oktober 1976 wurden im Bahnhofsbereich einige Filmszenen für die ZDF-Show “Mit Dampf und Musik” gedreht. Am Abend wurden mit der Dampflok 044 508 einige Nachtszenen gedreht, so dass der Bahnhof bzw. die Lok zeitweise taghell erstrahlten. Am nächsten Tag gab es Filmszenen mit der ELNA-Dampflok 146 der Butzbach-Licher-Eisenbahn und einigen Abteilwagen, inklusive Bahnhofsmotive mit Schauspielern in historischen Kostümen (u.a. Walter Giller).

Im Januar 1977 wurde der Bahnhof wieder in Szene gesetzt, diesmal mit dem SWF-Film “Magere Zeiten” in dem es um Kohlenklau und die damit verbundenen Schwierigkeiten mit der damaligen Besatzung durch die US-Soldaten ging. Hierfür stand eine Dampflok (044 754) mit einem Kohlenzug zur Verfügung, die mehrmals zum Tunnel fahren und zurücksetzen musste.

Bahnhofsgebäude

Die ehemaligen Dienstgebäude des Bahnhof Schee wurden in den Jahren 1884 bis 1886 erbaut und drohten zu Verfallen, wurden 1983 an Privatleute verkauft. Nach einer grundlegenden Renovierung wurden die ehema-ligen Bahnhofsgebäude unter Denkmalschutz gestellt und zeugen somit auch in Zukunft von der ehemaligen Industrieblüte in diesem Raum.

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Bahnhof Schee 2014, heute in Privatbesitz (Foto: Privat)
 

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Bahnhof Schee, Gleisseite 2005 (Foto: Privat)

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