Rheinische Bahn

streckenplan

Rheinische Eisenbahn Gesellschaft (REG)

Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft gehörte neben der Köln-Mindener und der Bergisch-Märkischen zu den drei großen Eisenbahn-Gesellschaften, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem das Rheinland, das Ruhrgebiet und große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens durch die Eisenbahn erschlossen haben.

Die Ruhrgebietsstrecke verlief weitgehend parallel zur bestehenden Bahnstrecke Duisburg – Dortmund der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft und sollte durch den Anschluss vieler Bergwerke an das eigene Streckennetz einen Teil der lukrativen Kohlentransporte von der Konkurrenz abziehen. Dieses Vorhaben gelang der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft vollständig. Die Kohlentransporte wuchsen von Anfang an enorm, da die Bahn mit ihrem neu eingeführten Einpfennig-Tarif für den Kohlentransport die Tarife der anderen Gesellschaft deutlich unterbot. Als Folge fielen die Kohlenpreise in Deutschland und im benachbarten Ausland um 10% bis 15%.

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78 385 in Schwelm-Loh am 29.04.1966 (Foto: H.Dahlhaus)

Die gleiche Strategie verfolgte das Unternehmen ab 1873 mit dem Bau der erst am 19. September 1879 eröffneten 75 Kilometer langen Bahnstrecke von Düsseldorf nach Dortmund Süd über Elberfeld, Schwelm Nord, Gevelsberg, Hagen, Herdecke und Hörde, mit der sie ebenfalls der Bergisch-Märkischen Eisenbahn Konkurrenz machte. Von dieser Strecke zweigte in Dortmund-Löttringhausen eine Strecke nach Langendreer über Witten Ost ab (Rheinischer Esel).

Im Ruhrgebiet waren die Strecken der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft bedingt durch den verhältnismäßig späten Bau nicht optimal an die damaligen Wirtschaftszentren angebunden, zumal sie im wesentlichen zur Kohlenabfuhr geplant worden waren. Das erklärt, warum heute dort die meisten Strecken der RhE nicht mehr in Betrieb sind. Dagegen sind die Strecken im Rheinland und im Rheintal auch heute noch für die Bahn unverzichtbar.

Bahnstrecke Düsseldorf-Derendorf - Dortmund Süd

Die Strecke wurde von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) ab 1873 als Konkurrenzstrecke zur Stammstrecke Elberfeld–Dortmund der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME) gebaut. Da diese die vorhandenen Verkehrsflächen im Tal der Wupper in Anspruch nahm, wurde die neue Strecke über Mettmann, den Wuppertaler Norden, Schwelm, Gevelsberg, Hagen und Herdecke geführt. Am 15. September 1879 wurde die Strecke zwischen Düsseldorf-Derendorf und Dortmund-Hörde eröffnet.

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Güterzug mit 044-560 am Abzweig Gevelsberg-West (Foto: H.Dahlhaus)


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Luftaufnahme Bahnhof Gevelsberg-Nord, 24.07.1969 (Stadtarchiv Ennepetal)

Kunstbauten

Zwischen Vohwinkel und Hagen, insbesondere im dicht besiedelten Wuppertal, war die Streckenführung sehr aufwändig, da die einfachere Trasse durch die Talachsen des Wupper- und des Ennepetals schon durch die Stammstrecke der BME besetzt war. Daher musste die Bahn in Hanglage mit aufwändigen Kunstbauwerken wie Viadukte und Tunnel versehen werden. Das größte Bauwerk ist der ca. 30 m hohe Ruhr-Viadukt in Herdecke.

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Ruhr-Viadukt in Herdecke, mit 78 468 am 26.4.2009 (Foto: Privat)
 
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212 285 am Südportal Ender-Tunnel, Wittbräucker Seite (Foto: M.Hafenrichter)

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Viadukt an der Grundschötteler Straße (Foto: A.Völmicke)


Streckenverlauf

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Heute liegen folgende S-Bahnhalte an der Strecke:

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1988 wurde mit einem großen Eröffnungsfest die Ost-West-Verbindung der S-Bahn gefeiert.



Schwelm-West – Schwelm Bf – Schwelmer Tunnel – Gevelsberg West – Gevelsberg-Kipp – Gevelsberg Hbf. (früher Nord) – Gevelsberg-Knapp – Hagen-Westerbauer – Hagen-Heubing – Hagen-Wehringhausen – Hagen Hbf.





 
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