Bergisch-Märkische Bahn (BME)

 


Im März 1833 erscheint Friedrich Harkorts Schrift „Die Eisenbahn von Minden nach Cöln“, in der er sich mit der Linienführung und Wirtschaftlichkeitsberechnungen befaßt. 1835 beantragt das Elberfelder Eisenbahn-komitee die Konzession für die Strecke von Witten nach Düsseldorf, im gleichen Jahr wird die Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahngesellschaft (DEEG) gegründet und im September 1841 die Strecke Düsseldorf – Elberfeld eröffnet.

Am 18. Oktober 1843 bildete sich in Elberfeld die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft, deren Ziel es war, die industriereichen Wupperstädte Barmen und Elberfeld mit den Zechen an der Ruhr zu verbinden und an den Fernverkehr der Köln-Mindener Eisenbahn in Dortmund anzuschließen.

Die Bauarbeiten dieser Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn zwischen Elberfeld und Dortmund wurden 1845 aufgenommen. Vor allem der Streckenabschnitt zwischen Schwelm und Gevelsberg gestaltete sich als äußerst schwierig. In unmittelbarer Nähe von Haus Martfeld in Schwelm musste ein tiefer Einschnitt in den Bergrücken gegraben und die Täler von Rahlenbecke und Ennepe durch Dämme überwunden werden, die jeweils mit einem Tunnel versehen wurden, dem Rahlenbecker und dem Kruiner Tunnel. Für den Bau der Dämme wurde von mehreren tausend beim Eisenbahnbau beschäftigten Arbeitern das Material mit Schubkarren aus dem Martfelder Einschnitt herangeschafft.

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 InterCity in Gevelsberg am ehem. Bahnübergang Asker Straße, 1991 (Foto: A.Völmicke)


Die Strecke Elberfeld – Schwelm wurde am 9. Oktober 1847 für den Personenverkehr freigegeben, während der Güterverkehr am 20. Dezember 1848 gleich durchgehend von Elberfeld nach Dortmund aufgenommen werden konnte. Am 9. März 1849 wurde dieser Abschnitt auch für den Personenverkehr eingleisig in Betrieb genommen. Um den stetig anwachsenden Verkehr auf dieser Strecke aufzunehmen, wurde (mit Ausnahme des erst 1882 fertiggestellten Teilstückes Schwelm – Milspe) bis Ende 1860 ein zweigleisiger Ausbau durchgeführt. Elektrisch wurde die Strecke seit dem 29. Mai 1964 betrieben.

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 BR 111 mit Eilzug Hagen-Köln in Ennepetal-Milspe, April 1981 (Foto: Z.Pillmann, Slg. Stadtarchiv Ennepetal)

Seit mehr als hundertfünfzig Jahren führt nun bereits auf der Stammstrecke der Bergisch-Märkische Eisenbahn ein reger Zugverkehr, unten durch den Tunnel die ab 1882 in Betrieb genommene Erweiterte Ennepetal-Bahn von Haufe nach Altenvoerde (Die Eröffnung für dieses Streckenstück erfolgte am 1. September 1882) und von 1907 bis 1956 zusätzlich noch die Straßenbahn Voerde-Haßlinghausen.

Streckenverlauf


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